Was steckt wirklich hinter dem angeblichen Vertrag zwischen
Media Markt und
Intel? [Quelle: siehe Bildergalerie]
Bereits 2006 hatte die EU das Verfahren um
Intel und möglich Absprachen mit
MSH erweitert. Eine Entscheidung wird im Spät-Sommer dieses Jahres erwartet und könnte unter Umstände eine Strafe von bis zu 2,6 Milliarden Euro für Intel nach sich ziehen.
Das Interessanteste an dem Artikel der Financial Times dürfte allerdings die Art und Weise sein, in der
Intel Media Markt im Rahmen des "
Intel Inside"-Programms an sich gebunden hat. So zahlt der Konzern Werbekostenzuschüsse, welche nach der Dauer des Auftritts gestaffelt sind, wenn das eigene Logo in der Reklame fremder Firmen gezeigt wird. Außerdem soll der Konzern mit weiteren Boni locken, wenn sich ein "
Intel-Aufkleber" auf den Rechnern befindet.
Die Höhe der gewährten Rabatte liegt allerdings im Ermessen von
Intel selbst. Zusätzlich werden diese nicht direkt ausgezahlt, sondern als Guthaben bei künftigen Einkäufen verrechnet. Durch diese Einbehaltung der Zuschüsse können PC-Hersteller also langfristig in Abhängigkeit geraten. Wie ein Insider bekannt gibt, "
übertreffen die Werbekostenzuschüsse alle Verkaufsprovisionen, die andere Hersteller je zahlen könnten".
Aufgrund von
Intels Marktanteil, welcher sich weltweit auf rund 80 Prozent beläut und der Tatsache, dass
Media Markt mit 40 Prozent einen Großteil der PC-Absätze in Deutschland ausmacht kann der Verdacht auf "
missbräuchliche Ausnutzung einer beherrschenden Stellung auf dem gemeinsamen Markt" bestehen. Damit könnte sowohl Intel als auch Media-Saturn-Holding ein milliardenschweres Bußgeld drohen. Außerdem soll die EU verstärkt gegen
Intels Geschäftspraktiken vorgehen wollen.
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