AMD Phenom X3 8750 im PCGH-Praxistest [Quelle: siehe Bildergalerie]
Schon seit Wochen sind zwei Prozessoren bei AMD gelistet, die niemand kaufen kann: der
Phenom X3 8400 und der
X3 8600. Der Namensgebung ist zu entnehmen, dass es sich um CPUs des B2-Steppings handelt. Dieses ist, wie aufmerksame Leser wissen, vom berüchtigten
TLB-Bug befallen. Vermutlich deswegen erblickte keiner dieser Dreikern-Rechenkünstler jemals das Licht der Händerregale. Damit ist ab jetzt Schluss.
Gestatten: Core, Triple Core Nach dem kleinsten Vierkerner Phenom X4 9100e (
Phenom X4 9100e: Erster Test der Stromspar-CPU von AMD) fällt heute der Startschuss für die neue Revision, basierend auf dem fehlerbereinigten B3-Stepping. Wir testen nachfolgend das Dreikern-Topmodell, den
Phenom X3 8750 mit 2,4 GHz, auf seine Leistungsfähigkeit. Daneben wurden heute der
X3 8650 (2,3 GHz) und
X3 8450 (2,1 GHz) präsentiert. Bei ihnen handelt es sich um die B3-Versionen der eingangs erwähnten Prozessoren. Wir simulieren beide mit dem 8750, indem wir den Multiplikator absenken. Alle wichtigen Phenoms auf einen Blick:
Beim Phenom X3 handelt es sich um nichts anderes als Vierkern-CPUs, bei denen ein Kern samt zugehörigem Cache deaktiviert wurde. Auf die Art ist es AMD möglich, vermeintlich defekte Prozessoren noch zu verkaufen.
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Leistungsanalyse: Triple-Core Mit seinem Standardtakt von 2,4 GHz leistet der X3 8750 in den meisten Spielen so viel wie der gleichgetaktete Phenom X4 96x0. Dieser wiederum kann es nicht mit Intels kleinstem Vierkerner, dem Q6600, aufnehmen.
Die synthetischen Tests in Form des
Cinebench,
3DMark06 und
POV-Ray verliert der X3 aber gegen den X4. Der Mangel eines vierten Kerns zeigt in Spielen also noch keine relevanten Auswirkungen. Das könnte sich aber noch in diesem Jahr ändern, wenn die Entwickler nach und nach ihre Multicore-optimierten Spiele auf den Markt bringen.
Weitere Benchmarks finden Sie auf der kommenden Seite.
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Im Windows-Leerlauf zieht der X3 8750 bereits 179 Watt aus der Steckdose, bei Volllast im Cinebench R10 sind es 210 Watt . Der 9100e ist sparsamer, braucht er doch 151 respektive 175 Watt (1,1 Volt Standardspannung). Ein Phenom X4 9850 BE genehmigt sich 195 Watt im Idle-Betrieb und 245 Watt unter 2D-Last (1,3 Volt Standardspannung).
Doch Undervolting hilft: Unser X3 bewältigt seinen Standardtakt noch mit 1,05 Volt und verbraucht damit etwa genauso viel wie der 9100e bei Standardeinstellungen. Mit 1,0 Volt bricht bereits der Bootvorgang unsanft ab.
Übertaktungspotenzial Das B3-Stepping des Phenoms scheint etwas taktfreudiger als die B2-Ausgabe zu sein: Wie der
Phenom X4 9850 Black Edition (
PCGH-Test Phenom X4 9850 Black Edition) schafft auch der X3 8750 rund 3,1 GHz (258x12). Dafür genügen ihm 1,3 Volt; mehr Spannung veranlasst ihn auch nicht zum Starten mit 260 MHz Referenztakt. Wegen des nach oben fixen Multiplikators ist das Anheben des Referenztaktes der einzige Weg, um den X3 zu übertakten.
Fazit: Triple-Core Unser
Preisvergleich listet den kleinsten Dreikerner mit 2,1 GHz ab 130 Euro. Doch schon für zehn Euro mehr bietet sich der Kauf eines
Phenom X4 9500 (4 Kerne, 2,2 GHz) an. Dieser ist zwar noch ein Spross des B2-Steppings, spielt seine Vorteile aber schon jetzt aus, sofern Sie nicht nur spielen. Für Prozessoren des B3-Steppings sprechen die Fehlerfreiheit und die Tendenz zu besserer Übertaktbarkeit.
Gesicherte Praxisaussagen existieren dazu noch nicht, allem Anschein nach erreichen aber viele B3-CPUs die 3-GHz-Marke. Mit diesem Takt lassen sie auch Intels Q6600 bzw. Q9300 hinter sich, sofern man diese wiederum nicht übertaktet.
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