Das "IcePack" (hier falsch geschrieben) soll sich nicht ohne Weiteres entfernen lassen, für den Einbau in den 3,5-Zoll-Schacht ist es aber ohnehin nötig. [Quelle: siehe Bildergalerie]
"Wann kommt endlich eine größere
Raptor?" Das wurden nicht nur wir oft gefragt, auch Western Digital bekam diesen Wunsch immer wieder zu hören - von Spielern auf der Suche nach Höchstleistung im PC, aber auch von Server-Betreibern, die in der
Raptor eine günstige Alternative zu professionellen SAS-Laufwerken sehen.
Ein moderner Klassiker: die Raptor Was macht sie so besonders? Die
Raptor ist die einzige SATA-Festplatte auf dem Markt, die 10.000 Umdrehungen pro Minute erreicht - eine Geschwindigkeit, die sonst nur teuren Servermodellen mit SCSI- oder SAS-Schnittstelle vorbehalten ist; andere SATA-Laufwerke arbeiten mit 5.400 bis 7.200 U/min. Das garantiert (neben einer etwas aufdringlichen Geräuschkulisse) hohe Transferraten und vor allem niedrige Zugriffszeiten, die nur SSD-Laufwerke überbieten. In letzter Zeit kam die
Raptor jedoch arg in Bedrängnis, zumindest ihre Transferraten wurden von den neuen Plattengeneration der Konkurrenz übertroffen: 76,3 MiByte las die
Raptor im PCGH-Test durchschnittlich pro Sekunde, während Samsungs Spinpoint F1 über 91 MiByte/s erreichte. Außerdem ist Western Digitals Klassiker mit 150 (
WD1500ADFD) beziehungsweise 160 Gigabyte Kapazität (
OEM-Version WD1600ADFD) vielen einfach zu klein. Zeit für einen Nachfolger.
Die Velociraptor: Größer - aber auch kleiner Dass die
Velociraptor WD3000GLFS, die ab heute die Nachfolge der
Raptor antritt, größer wird, überrascht niemanden - sie wird aber zugleich kleiner: Innen legt sie auf
300 Gigabyte (279 GiByte) zu, außen schrumpft sie von 3,5 auf
2,5 Zoll. Damit kommt Western Digital vor allem dem Server-Markt entgegen, der möglichst viele Laufwerke in engen Racks unterzubringen sucht. Als Notebook-Platte lässt sich die Neue aber nicht einsetzen, dafür ist sie mit 15 Millimetern zu hoch - gewöhnliche Notebook-Festplatten kommen auf nur 9 Millimeter. Laut WD ist der Scheibendurchmesser aktueller 10k-Festplatten aber ohnehin geringer als bei klassischen 3,5-Zoll-Laufwerken, geschrumpft ist also vor allem das Gehäuseformat.
Damit die WD3000GLFS auch in 3,5-Zoll-Schächte passt, wird sie in einem entsprechenden Aluminium-Einschub ("IcePack") geliefert, der zugleich bei der Kühlung hilft: Bis zu 7 Grad Celsius beträgt laut WD die Temperaturdifferenz zwischen "nackter" und eingebetteter Platte. Herausnehmen können Sie die
Velociraptor übrigens nicht - zumindest sieht der Hersteller dies nicht vor.
Performance-Versprechen 10.000 U/min, 16 MiByte Cache - die Eckwerte lesen sich wie bei der Vorgängerin, die Beschleunigung des SATA-Interfaces von 1,5 auf 3,0 GBit/s hat kaum praktische Auswirkungen. Die höhere Performance muss die Neue also einzig durch die höhere Datendichte auf ihren zwei Plattern erreichen. Und Western Digital verspricht viel für die angeblich "schnellste SATA-Festplatte des Universums": Die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit soll auf ungefähr 100 MiByte/s steigen, die Zugriffszeiten um die eine oder andere Millisekunde sinken - von 4,7 auf 4,2 ms beim Lesen, von 5,9 auf 4,7 ms beim Schreiben.
Bilder und weitere Benchmarks finden Sie in der Galerie. Eigene Messwerte können wir Ihnen heute noch nicht bieten, doch in den nächsten Tagen werden wir unser Testmuster erhalten und dann unverzüglich berichten, wie sich die
Velociraptor tatsächlich schlägt. Dann soll sie laut Western Digital auch schon erhältlich sein - der Saurier ist also kein Papiertiger.
Bildergalerie zum Artikel
Alle Infos zu
SSDs oder Solid State Disks finden Sie auf der Themenwebseite. Wenn Sie sich über
HDDs oder Festplatten informieren möchten, empfehlen wir unsere Themenseite. News, Tests und Wissen zu
Festplatten, SSDs und (optischen) Laufwerken allgemein finden Sie auf der Laufwerke-Produktseite von PC Games Hardware Online.