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...2006: Disketten sind schon lange aus der Mode, CDs mittlerweile auch zu klein für Spiele oder Filme, selbst die DVD stößt mit hoch aufgelösten HD-Videos an ihre Grenzen. Höchste Zeit für ein neues Speichermedium - doch für welches? Gleich zwei optische Formate streiten sich um die DVD-Nachfolge:
Blu-ray-Disc und
HD-DVD. Alle Versuche, sich auf ein einheitliches Format zu einigen, scheitern; dabei wird die
HD-DVD von so mächtigen Herstellern wie Intel, IBM und Microsoft favorisiert, die Hauptlast der Entwicklung tragen die Firmen NEC und
Toshiba. Am
18. April bringt Letztere schließlich den
ersten HD-DVD-Player auf den US-amerikanischen Markt. Dazu gibt's zwar nur eine Handvoll passender Filme, aber immerhin: Dem großen Konkurrenten ist man einige Monate voraus, und nach kurzer Zeit sind alle HD-DVD-Player vergriffen. Auch in den folgenden Monaten läuft der Absatz gut, unter anderem durch das günstige
HD-DVD-Laufwerk für Microsofts Xbox 360. Doch es reicht nicht: Am 4. Januar 2008 verkündet Warner Bros. völlig überraschend, der HD-DVD den Rücken zu kehren und HD-Filme künftig exklusiv auf Blu-ray-Disc zu veröffentlichen - dem mächtigen Filmstudio folgen weitere, und bald steht die
HD-DVD als Verlierer des Formatkriegs da. Toshiba kämpft weiter, senkt verzweifelt die Preise, verweist immer wieder auf die große Zahl verkaufter Geräte, doch es nützt alles nichts: Am 19. Februar wird das junge Format offiziell begraben - keine zwei Jahre nach seiner Geburt.
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