[Quelle: siehe Bildergalerie]
Im Februar versicherte uns Charles Beauchemin, Technical Lead Assassin's Creed PC bei Ubisoft, dass die "DX10-Version unter Windows Vista deutlich schneller sein wird als die DX9-Variante unter Vista". Und siehe da: Nach unseren Benchmark-Tests stimmt die Aussage zumindest teilweise.
Benchmark-Szene: Assassin's Creed Als Benchmark dient eine Szene in der Stadt Damaskus. Hier laufen wir 40 Sekunden lang eine feste Strecke ab. Wir starten auf dem Dach des Büros des Verbindungsmannes. Dann klettern wir wieder herunter auf die Straße und laufen durch die engen Gassen. Da der Weg immer der gleiche ist, ändern sich Objektgeometrie, Objektschatten, Beleuchtung sowie die meisten Grafikeffekte nicht. Die Zahl an NPCs, denen man auf dem Weg durch die Gassen von Damaskus begegnet, ist bei jedem Durchgang annähernd dieselbe.
Testsystem für Assassin's Creed Für unsere Vergleichstests zwischen Direct X 9 und Direct X 10 verwendeten wir einen Core 2 Quad Q6600 mit zwei GiByte RAM. Als Grafikkarten kamen eine Radeon HD3870 sowie eine Geforce 8800 Ultra zum Einsatz. Die 3870 X2 haben wir bewusst hier nicht verwendet, weil die Treiber offenbar noch nicht so weit sind (siehe Benchmarks später). Als Betriebssystem kam Windows Vista Ultimate (32 Bit) ohne das Service Pack 1 zum Einsatz.
Für die CPU-Tests verwendeten wir zwei Systeme mit Uli M1697/Nforce680 SLI. Außerdem kamen eine Geforce 8800 GT, zwei GiByte DDR-RAM, Win XP SP2 und die Forceware 169.21 (HQ) zum Einsatz. Bei den Grafikkarten-Tests setzten wir ebenfalls auf Win XP SP2.
Assassin's Creed: Benchmark-Analyse unter Windows Vista Bei minimalen Details ist die DX10-Version von Assassin's Creed sowohl bei der HD 3870 als auch bei der 8800 Ultra schneller als die DX9-Variante (jeweils unter Vista). Die höhere Fps-Leistung der DX10-Version lässt sich mit dem vielbeschworenen Effizienzgewinn der neuen Vista-API DX10 begründen. Unter Vistas DX10 kann eine hohe Anzahl von Objekten, aus denen zum Beispiel Mauern, Flora oder herumliegendes Geröll bestehen, mit weniger sogenannten Draw-Calls zur Grafikkarte geschickt werden.
So entsteht eine geringere CPU-Last, die zu höheren Fps-Raten führt, solange die Grafikkarte nicht zum begrenzenden Element wird. Das geschieht beispielsweise bei Aktivierung maximaler Details wie in unserem Benchmark. Hier ist die DX10-Version von Assassin's Creed im Falle der 8800 Ultra nur noch knapp gleichauf mit der DX9-Version unter Vista. Bei der HD 3870 ist die DX9-Version unter Vista dagegen deutlich langsamer als die DX10-Variante.
Eine Analyse unter Windows XP reichen wir nach.
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Assassin's Creed: Bildvergleich DX9 vs. DX10 "Die Portierung auf DX10 beinhaltet allein das Optimieren bestehender API-Aufrufe, keinen neuen Inhalte". Das sagte uns Charles Beauchemin im technischen Interview. Derart gerüstet, haben wir keine optischen Unterschiede erwartet. Allerdings gibt es diese, zumindest bei den Kanten von Schatten. Die DX10-Variante sieht wesentlich besser als die DX9-Version aus. Hier fehlen die harten, pixeligen Schattenkanten. Ob dieser optischer Unterschied Auswirkungen auf die Fps-Zahl hat, wissen wir aktuell nicht. Es scheint aber am Spiel selbst zu liegen, denn der Unterschied ist auf Radeon- und Geforce-Karten zu sehen.
Assassin's Creed: CPU- und VGA-Leistung Nach unseren Benchmarks müssen sich die Phenoms wahrlich nicht verstecken. So schlägt der Phenom 9600 den Core 2 Quad Q600 knapp - zumindest in unserer Szene.
Auch der Phenom 9500 liegt noch gut im Rennen. Offenbar fühlt sich Assassin's Creed besonders auf Quad-Core-Prozessoren wohl: Immerhin liegt der Q6600 in unserem Test ohne FSAA/AF rund 20 Prozent vor dem Zweikern-Pendant E6600.
Bei den Grafikkarten dominieren die Nvidia-Chips die Benchmarkübersicht. Offensichtlich hindern Treiberprobleme aber sowohl die 9800 GX2 als auch die HD 3870 X2 vor guten Ergebnissen. PCGH geht davon aus, dass zum Release von Assassin's Creed neue Treiber von Nvidia und AMD erscheinen. Außerdem müssen wir erneut darauf hinweisen, dass wir nicht die fertig verpackte Version von Assassin's Creed für unsere Test verwenden konnten. Es ist also nicht auszuschließen, dass sich die Performance mit der endgültigen Fassung noch einmal verändert.
Weitere technische Infos stellen wir heute im Laufe des Tages online. Bis dahin verweisen wir sie auf unsere Kurzfassung eines
Interviews zur Technik in Assassin's Creed.
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