Asus Xonar DX, Xonar AV1

Asus: Neue Soundkarten mit HDMI-Schnittstellen angekündigt

Lange Zeit war es still auf dem Soundkarten-Markt, doch wie die Kollegen von tgdaily.com berichten, plant der Hardware-Allrounder Asus auf der diesjährigen Cebit einige neue Varianten seiner Xonar-Serie zu präsentieren. (Gerold Pejril, 29.02.2008)
 
Asus: Erstmalig wird ein eigener Videoprozessor für die Ausführung von Asus Splendid-Technik abgestellt (Bild: tgdaily.com)
 
Asus: Erstmalig wird ein eigener Videoprozessor für die Ausführung von Asus Splendid-Technik abgestellt (Bild: tgdaily.com) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der erste Ableger der Xonar-Familie wurde für den Einsatz in knapp bemessenen HTPC-Gehäusen konzipiert, setzt auf einen PCI-Express-x1-Anschluss und hört auf den klangvollen Namen Xonar DX. Im Gegensatz zur großen Xonar D2X ist die kleine Schwester nur halb so breit, verfügt aber ebenfalls über einen Floppy-Stromanschluss sowie vergoldete Ein- bzw. Ausgänge. Aufgrund ihrer geringen Größe ist die Xonar DX aber lange nicht so schwach auf der Brust wie man vielleicht vermutet, ganz im Gegenteil sogar. So unterstützt sie nicht nur Dolby Digital Live und DTS sowie EAX 5.0. Letzteres aber leider nur per Treiber, mit dem Nebeneffekt, dass alle mit Windows Vista eingeführten Probleme gekonnt umschifft werden. Ob sie aber auch das Qualitätssiegel der George-Lucas-Firmengruppe, THX, erhält ist noch unklar.

Für Liebhaber guten Klangs dürfte sich aber die in der Entwicklung befindliche Xonar AV1 als wesentlich interessanter herausstellen. Diese soll nicht nur als Basis zukünftiger Soundkarten dienen, sondern besitzt, zusammen mit ihrem "Daughterboard" mehr als zehn verschiedene Schnittstellen. Unter anderem sind gleich drei HDMI-Anschlüsse (ein interner und zwei externe), welche es Enthusiasten ermöglichen sollen nicht nur ihre Heimvideos in hoher digitaler Qualität zu sichern, auf der Karte zu finden. Erstmals wird auch Asus Splendid-HD-Feature nicht mehr sofware-seitig sondern über einen eigenen, auf der Xonar AV1 befindlichen, Videoprozessor bereitgestellt.

Einziger Wermutstropfen: Das "Daughterboard" (HDAV-DB1) scheint über einen proprietäres Interface mit der Hauptkarte zu kommunizieren, so wären Probleme bei defekten oder einfach zu kurzen Kabeln für die Käufer nicht auszuschließen. Wie Asus mitteilt werde aber bereits eine Lösung für dieses Manko gesucht. Auch sei es geplant die Xonar AV1 separiert, also ohne das HDAV-DB1 zu verkaufen. Entsprechende Produkte sollen dann auf den Namen Xonar AV1 respektive Xonar AV1+HDAV-DB1 hören.

Somit hätte der Hersteller Asus fünf Soundkarten - ausgenommen die USB-Lösungen - im Portfolio und würde seinen Einfluss auf dem Soundkarten-Markt verstärkt ausweiten. Bleibt nur noch die Frage: Was denkt Creative Labs darüber? Sicherlich werden wir dies bald erfahren. Nach langer Zeit der Ruhe könnte es also noch einmal stürmisch auf dem Meer der Klänge werden.

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