World of Warcraft im Multicore-Test (Bild: PCGH) [Quelle: siehe Bildergalerie]
World of Warcraft bietet seit jeher einen entscheidenen Vorteil: Es ist auf beinahe jeder Hardware lauffähig und dabei sehr performant. Mit niedrigen Details vermögen sogar
Voodoo 3, Riva TNT und
Rage 128 mehr oder minder spielbare Szenen auf den Schirm zu bringen. Jahre nach Erscheinen will
Blizzard dies noch verbessern und erwähnt erstmals explizit Optimierungen auf mehr als einen CPU-Kern. Doch was ist dran?
Wir testen den Kernspaltungswillen der Engine mittels Deaktivierung eines Cores per MS-Config. Zum Einsatz kommt dabei ein
Core 2 Duo (Allendale, 2 MiByte L2-Cache) auf einem
P965-Unterbau in Kombination mit einer
Geforce 8800 Ultra. Letztere sorgt dafür, dass keine Grafiklimitierung vorherrscht. Zusätzlich testen wir die Performance einer
Radeon HD3870, einer
Chrome S25, S27 und zweien im
Multichrome.
Neu: der integrierte BenchmarkFraps ist zum Benchmarken von
WoW nicht mehr von Nöten. Seit den letzten Patches verfügt das Spiel über eine interne Benchfunktion, die sich über "/zeittest" respektive "/timetest" im Chatfenster aktivieren lässt. Direkt nach der Eingabe wird ein Framecounter eingeblendet. Der wahre Test startet aber erst, wenn sich der Spieler zu einem Greifenmeister aufmacht und einen Flug wagt. Kaum in der Luft, wird das Wetter abgeschaltet, die Tageszeit auf Mittag gesetzt und alle Spieler ausgeblendet. Damit ist gewährleistet, dass das sonst so dynamische Spiel reproduzierbare Bedingungen aufweist - essenziell für aussagekräftige Benchmarks. Nach der Landung listet das Spiel Average-, Maximum- und die wichtigen Minimum-Fps. Unser Testflug ist der Weg aus Ironforge, raus über die verschneiten Berge, nach Loch Modan.
ErgebnisseMit 2,3 Gigahertz sorgt der zweite Core für bis zu 35 Prozent mehr Leistung im Vergleich mit dem simulierten Einkerner. Auf 3,4 GHz übertaktet, schrumpft die Differenz zwischen einem und zwei Kernen auf rund 20 Prozent. Der Taskmanager (siehe Bilder) bestätigt, dass beide Kerne zu mindestens 50 Prozent ausgelastet werden. Ebenfalls klar ersichtlich: Ein Dualcore mit 2,5 GHz kann es mit dem 3,4 GHz schnellen Singlecore aufnehmen. In Instanzen mit unzähligen Gegnern und Spielern ist der Gewinn durch einen weiteren Kern vermutlich noch höher.
Der Grafikkartentest in 1.680x1.050 Pixeln offenbart, dass die
Geforce 8 abermals von ihrer großen Füllrate profitiert. Da
WoW kaum Pixel-Shading auffährt, ist Texturierungsleistung von elementarer Wichtigkeit. Die Chromes liegen ihrem Alter und Preis entsprechend weit abgeschlagen dahinter,
Multichrome zeigt aber eine ansehnliche Skalierung von fast 50 Prozent.
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