Nvidia: Angst um den Fps-Thron? [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die angebliche Mail, welche laut dem Inquirer hauptsächlich an Empfänger aus dem Finanz- und Investorenbereich gegangen sein soll - für diesen Bereich ist
Michael Hara bei
Nvidia zuständig - enthält verschiedene Aspekte, welche dem klassischen Schema einer sogenannten
FUD-Kampagne entsprechen. Daran angehängt, allerdings nicht veröffentlicht, soll ein PDF namens "
3870 X2 Launch Analysis.Jan08.pdf" gewesen sein.
Konkret soll Michael Hara sich in irreführender Weise zur vergleichsweise hohen UVP der
Radeon HD 3870 X2 von 449-499 US-Dollar geäußert haben. Diese ist von
AMD auch tatsächlich zum Launch so kommuniziert worden, wohingegen die tatsächlichen Straßenpreise für die
HD3870 X2 ab etwa 360 Euro lieferbar im PCGH-Preisvergleich beginnen.
Der zweite Punkt, welche angegangen wurde, liegt in der Tatsache begründet, dass es sich um ein "Crossfire-auf-einem-Board" handelt. Das ist natürlich prinzipiell richtig, Michael Hara soll hierbei angeblich in unangemessener Weise die Nachteile von Multi-GPU-Setups im allgemeinen (die teils schlechte Skalierung) und Crossfire im Besonderen (bei
DX10-Titeln ab Launch) hervorgehoben haben, ohne darauf einzugehen, dass
SLI und damit auch die spekulierte
GF9800 GX2 ähnliche Probleme hätte. Es ist allerdings kaum zu erwarten, dass ein Angesteller einer Firma schlecht über die eigenen Produkte redet - weder bei Nvidia noch bei AMD.
Zu guter Letzt wird die
Geforce 8800 GTX als konkurrenzfähiges und dabei günstigeres Produkt angepriesen - so die Quellen. Dabei soll die GTX bessere DX10-Gaming-Performance liefern als die Radeon
HD 3870 X2 und übertaktete Geforce 8800 GTX sollen noch günstiger als letztere sein. Zumindest letzteres bestätigt unser PCGH-Preisvergleich - wenn auch äußerst knapp mit 349 (
GF8800 GTX OC 600M) zu 355 Euro (
Radeon HD3870 X2).
Nvidia stand für einen Kommentar auf unsere Anfrage noch nicht zur Verfügung.
Hintergrund: FUDMit einer FUD-Kampagne soll bei den Adressaten Angst (Fear, "F"), Verunsicherung (Uncertainty, "U") und Zweifel (Doubt, "D") in Bezug auf das jeweils schlechtgemachte Produkt erzeugt werden - in der Regel, um diese von Käufen, Investitionen oder Empfehlungen abzuhalten und die eigenen Produkte besser dastehen zu lassen. Eine solche Vorgehensweise ist nicht unüblich, wird aber üblicherweise gut unter Verschluss gehalten.
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