AMD-Manager Ian McNaughton [Quelle: siehe Bildergalerie]
AMD zeigt sich trotz des anhaltenden Preiskampfes und der harten Konkurrenz durch Intel optimistisch. Der kommende Vierkern-Prozessor Barcelona werde bei Serveranwendungen bis zu 40 Prozent schneller arbeiten als aktuelle Intel-Prozessoren, sagte Produktmanager Ian McNaughton im Gespräch mit PC Games Hardware am Donnerstag in Hannover.
Details zu den Testprogrammen, mit denen der Leistungsvorsprung gemessen wurde, nannte Mc Naughton aber nicht. Marketingdirektor Giuseppe Amato verwies vor allem auf die deutlich gesteigerte SSE-Performance. AMD betonte zudem die besondere Energieeffizienz der Prozessoren, einige Modelle würden mit einer maximalen Verlustleistung (TDP) von 45 bzw. 65 Watt auskommen. "Die Northbridge kann unabhängig von den CPU-Kernen mit Spannung versorgt werden", sagte Amato. So könnten zum Beispiel beim Rendern eines Videos über die Grafikkarte alle Kerne heruntergetaktet werden, während der Speichercontroller nach wie vor aktiv sei. Insgesamt gebe es fünf Taktgeber (PLL), die unabhängig voneinander arbeiten können.
Dem kommenden DDR3-Speicher erteilten die AMD-Sprecher vorerst eine klare Absage. AMD werde neue Techniken nicht "um der Technik willen" vorantreiben, sagte Amato. DDR3-Speicher sei bis Ende 2008 ökonomisch nicht sinnvoll. Für AMD sei es aber ein Leichtes, den Speichercontroller zu tauschen und die neue Speichertechnik zu unterstützen.
Amato bestätigte zudem den aus aktuellen Roadmaps bereits bekannten Codenamen für die Desktop-Variante des Vierkern-Prozessors - dieser wird unter dem Namen "Agena" entwickelt. Der Serverprozessor "Barcelona" soll nach Angaben von AMD im zweiten Quartal erscheinen, "Agena" dagegen im zweiten Halbjahr.
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