Sleeping Dogs im Technik-Test: Detailvergleich und Downsampling-Screenshots des GTA-5-Konkurrenten
Technisch bietet Sleeping Dogs zahlreiche Schmankerl exklusiv für den PC. Wie diese genau aussehen und was Sie bei zu niedrigen Frames tun können, um ein möglichst hübsches Ergebnis zu erzielen, haben wir im Folgenden zusammengetragen. Obendrein bekommen Sie einen Schwall Screenshots in maximalen Details plus Downsampling zu Gesicht.
Mit Sleeping Dogs verlagert Square Enix ein aus GTA, Mafia und im weiteren Sinne auch L.A. Noire bekanntes Open-World-Szenario in das chinesische Hong Kong. Um einen einfachen GTA-Klon handelt es sich aber mitnichten. Bei Sleeping Dogs nehmen Nahkämpfe und die Interaktion mit der Umgebung in Kämpfen eine viel wichtigere Rolle ein. So können wir unsere Gegner etwa in einem Moment der Unachtsamkeit packen und sie mit dem Kopf voran in einen Ventilationsschacht frisieren, in einen Lüfttungskanal stopfen, in einen Müllcontainer werfen oder mit der Klemmwirkung eines Rollos vertaut machen. Das Szenario eines Polizisten, der undercover innerhalb der geheimnisumwitterten Triaden als einer der ihren ermittelt, kommt zudem in einem sehr unverbrauchten Gewand.
Auf der technischen Seite hat der AMD Gaming Evolved-Titel nicht weniger zu bieten. PC-Spieler dürfen sich über höher aufgelöste Texturen, DX11, verbesserte Schatten, Space Ambient Occlusion, Soft Particles, Super Sample Anti Aliasing und High Quality Motion Blur freuen. Die Performance für SLI und Crossfire soll verbessert worden sein, obendrein verspricht man eine optimierte Leistung für Multi-Core-Prozessoren. PC-exklusiv ist darüber hinaus die Unterstützung von 3D- und Multi-Monitor-Konfigurationen von AMD wie Nvidia. DX9-Karten und damit auch Windows XP werden nicht mehr unterstützt.
Selbstredend ist eine Maus- und Keyboard-Steuerung im GTA-5-Konkurrenten erhalten. Diese finden wir aber speziell in Nahkämpfen, wo es diverse Angriffsmanöver zu kombinieren gilt, etwas gewöhnungsbedürftig. Im ersten Moment ungewohnt für PC-Spieler ist zudem der Bewegungsradius, den die Hauptfigur über die Richtungstasten vollführt. Genre-typisch ist das Spielprinzip eher für einen Controller ausgelegt. Falls Sie ein Gamepad besitzen, machen Sie ergo nichts falsch, wenn Sie dieses anstelle von Maus und Tastatur benutzen. Zumal sich dadurch auch die Fahrzeuge angenehmer steuern lassen. Als misslungen würden wir die Maus- und Tatstursteuerung aber nicht bezeichnen. Dazu müssten es GTA und Co erst besser hinbekommen.
Sleeping Dogs im Technik-Test: PC-Features auf dem Prüfstand
Mit der anno 2007 von Crytek erstmalig in einem Spiel eingesetzten Screen Space Ambient Occlusion bietet Sleeping Dogs optional eine vergleichsweise hochwertige Umgebungsverdeckung. Welche Güte Sie bei der Umgebungsverdeckung nutzen wollen, bestimmen Sie über die Regler Normal und Hoch im Grafikmenü beim entsprechenden Unterpunkt. Ist letzterer aktiviert, fällt die Verdeckung deutlich filigraner und weniger oberflächlich aus. In den feinen Nischen der Schranktüren und dem Nahtkringel an der linken Couchlehne ist der Unterschied besonders klar zu erkennen. Bei ansonsten maximalen Details in 1080p verringerte sich durch den Einsatz der höheren Umgebungsverdeckung die Framerate unserer Testsystems um rund ein Drittel. Bei schwachbrüstigen Rechnern sollten Sie dieses Feature daher als eines der ersten opfern, bevor Sie anderweitig Details reduzieren.
Während MSAA inzwischen bei zahlreichen Titeln werkseitig zum Einsatz kommt, weist Sleeping Dogs mit Super Sample Antialiasing, kurz SSAA, eine deutlich hochwertigere Glättung auf - dies allerdings in Kombination mit dem Post-Processing-Filter FXAA. Wählt man im Punkt Kantenglättung die Stufe Normal, sind weder FXAA noch SSAA aktiv. Auf Hoch werden FXAA wie SSAA in einer vom Spiel als Mittel klassifizierten Stufe zugeschaltet. Auf Extrem sind beide Modi in der Einstufung Hoch aktiv. Die höchste Einstellung ist aber nur bei leistungsstarken Rechnern sinnvoll. In Full-HD bei maximalen Details brach die Bildrate unseres Testrechners mit einer Radeon HD 7970 um rund zwei Drittel der Bilder ein.
Im Einstellungsmenü können sie die Schatten entweder vollständig deaktivieren oder zwei unterschiedlich große Schattenauflösungen wählen. Als besonderes Bonbon bietet die PC-Fassung von Sleeping Dogs einen verbesserten Schattenfilter. Dieser rechnet die Schatten weicher, wodurch ein realistischer Eindruck entsteht. Das gilt speziell im Hinblick auf die unnatürlich rasch wandernde Sonne, deren Bewegung die mitziehenden Schatten ohne den Filter unruhig erscheinen lässt.
Falls Sie nicht die Muße haben sollten, an jeder einzelnen Detailschraube selbst zu drehen, können Sie die Optik bei Sleeping Dogs auch anhand vier voreingestellter Profile festlegen. Die Einstellung Extrem stellt dabei sämtliche Regler auf Anschlag, kostet aber auch auf High-End-Rechnern viele Frames. Deutlich performanter, wenngleich nur unmerklich weniger hübsch, fahren Sie mit Hoch. Liefert die Einstellung Mittel noch brauchbare Ergebnisse, verliert die Optik in Niedrig fast sämtliche Vorteile gegenüber der Konsolenfassung. Eine Augenweide ist das nicht mehr.
Hochauflösende Texturen werten den GTA-5-Konkurrenten Sleeping Dogs um einiges gegenüber der Konsolenfassung auf. Manche Pixeltapete ist sogar noch in der Entfernung ihrem Konsolenpendant weit überlegen, einige wenige - wie der graue Bodenbelag vor den Geschäften - verharren allerdings auf einem matschigen Niveau. Generell profitiert die Detaildarstellung von den schärferen Texturen. Beachten Sie in unserem Slider insbesondere die Händlerauslage und die Informationstafeln. Mit den Stardardtexturen lässt sich beides nur schwer entschlüsseln.Falls Ihr Rechner nicht über genug Leistung für maximale Details verfügt, sollten sie zuerst die Umgebungsverdeckung und Kantenglättung minimieren. Die hochauflösenden Texturen verbrauchen dagegen nur wenig Rechenkraft, runden die Optik aber viel deutlicher ab.
Sleeping Dogs im Technik-Test: Fazit
Die PC-Version von Sleeping Dogs ist den Konsolenfassungen nicht nur in Sachen Auflösung weit überlegen. Gerade die bessere Textur- und Schattendarstellung trägt ihren Teil dazu bei. Wer einen Oberklasse-Spielerechner besitzt, kann Spleeping Dogs mithilfe von SSAO und SSAA weiter aufwerten. Aber auch ohne diese beiden Features sieht der GTA-5-Konkurrent für einen Open-World-Titel einmalig gut aus.
Hintergrund: Sleeping Dogs
Unter dem Namen Sleeping Dogs wird das ursprüngliche True Crime Hong Kong nun doch noch kommen. Publisher Activision stellte das Projekt im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen ein. Das schon relativ weit fortgeschrittene Projekt wurde von Square Enix gekauft, die den Titel nun vermarkten. Jedoch scheinen die Namensrechte nicht mit an den neuen Publisher übergegangen zu sein, weshalb ein neuer Titel gebraucht wird. Dieser lautet Sleeping Dogs. Der Titel soll am 17. August 2012 in den Handel kommen. In Sleeping Dogs übernimmt man die Rolle des Undercover-Polizisten Wei Shen, der die Aufgabe hat, eine der einflussreichsten Verbrecherorganisationen der Welt von innen heraus zu Fall zu bringen: Die Triaden von Hongkong. Entwickelt wird Sleeping Dogs bei United Front Games und in Zusammenarbeit mit den Square Enix London Studios.
Minimale Systemvoraussetzungen
• Windows Vista (mit Service Pack 2) oder Windows 7
• Prozessor: Core 2 Duo 2 GHz oder Athlon X2 2,4 GHz
• RAM: 2 GB
• Grafikkarte: DirectX 10 oder 11-kompatible Nvidia oder AMD ATI, ATI Radeon 3870 oder besser, Nvidia GeForce 8800 GT oder besser. • Grafikkartenspeicher: 512 MB
• Soundkarte: DirectX -kompatibel
• Festplatte: 15 GB Speicherplatz
Empfohlene Systemvoraussetzungen
• Windows 7 64 Bit
• Prozessor: Quad-Core Intel oder AMD CPU
• RAM: 4 GB
• Grafikkarte: DirectX 11 Nvidia oder AMD ATI, Nvidia GeForce GTX 560 oder ATI Radeon 6950.
• Grafikkartenspeicher: 1 GB
• Soundkarte: DirectX -kompatibel
• Festplatte: 15 GB Speicherplatz
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In der Galerie finden Sie neben den obigen Vergleichsbildern in höherer Auflösung einen Schwung herunterskalierter Screenshots zu Sleeping Dogs in maximalen Details und Downsampling. (2560x1440)

Heißt ja nicht das es schlecht ist.
Würd gern wissen, wie das auf meinem "alten" Asus G60 läuft.