EVGA bringt OC-Software für das Netzteil - Anschluss per USB

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Übertakter-Tools zum Einstellen und kontrollieren von Daten von Grafikkarte und Prozessor sind ein alter Hut. EVGA wagt sich nun an ein Tool für die Daten eines Netzteils. Die "Supernova"-Software kann die Daten des NEX1500W auslesen und kontrollieren. Der Anschluss erfolgt über USB.

Der Grafikkarten- und Mainboard-Hersteller EVGA bietet seit geraumer Zeit auch Netzteile jenseits der 1.000-Watt-Marke an und unterstreicht damit seine Ambitionen im Markt für Übertakter einen guten Ruf genießen zu wollen. Ein eigenes Tool, EVGA Precision X, ist ebenfalls ziemlich beliebt bei Übertaktern. Etwas stiefmütterlich behandelt sind dahingehend aber noch Netzteile. Ohne Strom läuft nichts im Gehäuse und bisher konnte man sich nur an dem simplen Feststellen des Betriebs orientieren, ob alles reibungslos läuft im Netzteil. Spätestens wenn es lauter wird, ist klar, dass die Leistungsgrenzen erreicht sind. So richtig befriedigend ist diese vage Prognose natürlich nicht.

Umso mehr erstaunt es, dass sich die Programmierer und Produktdesigner von EVGA Gedanken über ein eigenständiges Tool für Netzteile gemacht haben. Mithilfe der Supernova-Software soll es möglich sein die Kerndaten des Netzteils auszulesen und gar die Lüftersteuerung zu beeinflussen. Das dies nicht mit jedem beliebigen Netzteil geht, ist klar und so schickt EVGA sein NEX1500W-Netzteil ins Rennen. Die Daten des Netzteils werden über einen USB-Anschluss zum Rechner übertragen. Die Einstellungen erfolgen dann über die Windows-Oberfläche. Zum Funktionsumfang von Supernova gehören die Echtzeit-Anzeige von Werten, wie die Ausgangsleistung und Daten der 12-Volt- und 5-Volt-Schienen. Das alles wird dann grafisch aufbereitet im typischen Tacho-Look angezeigt. Damit nicht genug wird das NEX1500W auch eine OC-Option erhalten, mit der sich die Leistung von 1.500 Watt auf bis zu 1.650 Watt steigern lässt.

Über Preise und Erscheinungstermin ist noch nichts bekannt. Screenshots sehen Sie in der Bildergalerie unter dem Artikel.

Quelle: Techpowerup

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Oberst Klink Lötkolbengott/-göttin
        AW: EVGA bringt OC-Software für das Netzteil - Anschluss per USB

        Damit bauen die nur ne zusätzliche Fehlerquelle ohne Sinn und Nutzen ein
      • Von Oberst Klink Lötkolbengott/-göttin
        AW: EVGA bringt OC-Software für das Netzteil - Anschluss per USB

        Damit bauen die nur ne zusätzliche Fehlerquelle ohne Sinn und Nutzen ein
      • Von steve_gorden88 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: EVGA bringt OC-Software für das Netzteil - Anschluss per USB

        jetzt fangen die Firmen schon mit Netzteil Übertaktung an???
      • Von Deimos BIOS-Overclocker(in)
        AW: EVGA bringt OC-Software für das Netzteil - Anschluss per USB

        Zitat von ruyven_macaran
        Zumal es technisch sowieso Schwachsinn ist. Ein Netzteil liefert nicht soviel Strom, wie eingestellt, sondern soviel Strom wie verlangt (was sollte es auch mit zusätzlichem Strom machen?). Entweder es kann das bis 1650 W stabil und sauber, oder es kann es nicht. Wenn von "übertakten" gesprochen wird (= Garantieverlust) kann es das wohl höchstwahrscheinlich und nicht wer gehoben vierstellige Beträge in sein System gesteckt hat (Quad-SLI muss man wohl an den Start bringen), der wird es sicherlich vermeiden, es durch überlastete Netzteile zu gefährden.

        Eben. Wenn das Netzteil 1650 Watt stabil gewährleisten kann, könnten sie es genauso gut als solches verkaufen und eben nicht als 1500 Watt-NT.
        Und wie du sagst, wenn ich ein System hätte, dass von einem 1500W-NT gerade so versorgt werden kann, würde ich mich nicht auf die "OC"-Funktion verlassen, sondern von Anfang an ein stärkeres NT verbauen.
      • Von tolga9009 Freizeitschrauber(in)
        AW: EVGA bringt OC-Software für das Netzteil - Anschluss per USB

        Wow, was für ne Schnappsidee. Die Zeit hätte man besser investieren können! Es wird absolute niemand (mit halbwegs Ahnung), der nicht gerade die Hardware gestellt bekommt und evtl. mit LN2 hantiert, die 12V Leitung anheben oder die Lüfter hochdrehen, damit das Netzteil kühler läuft. Die Netzteile sind so bzw. sollten so konzipiert sein, dass sie innerhalb der Spezifikationen stabil laufen. Braucht man mehr Leistung, greift man zu einem größeren Netzteil (anstatt sich hier so eins zu kaufen und zu "Übertakten"). Pures Marketing (selbst der Begriff Overclocking ist falsch gewählt). Erinnert mich an irgendwie an den Begriff "Flottenagitation" aus dem Geschichtsunterricht: "Schaut mal, was wir so gebaut haben, auch wenn es viel Zeit und Geld geschluckt hat und wir kaum Nutzen daraus ziehen können".

        Abgesehen davon frage ich mich, welchen Markt EVGA damit bedienen möchte. Es wird wohl nur eine Hand voll Leute geben, die ein stark übertaktetes Dual-Socket System mit Quad-SLI / Quad-Crossfire System besitzen UND auf dieses Netzteil aufmerksam werden / geworden sind.

        Ich hatte mal ein interessantes Projekt bei Meisterkühler gesehen (EMK2), wo einer mit einem 1200W Netzteil 14 ITX Mainboards mit je einer Phenom II X6 versorgt hatte (Link gefunden! Meisterkuehler BOINC Wiki). Bei solchen Projekten wäre es dann vielleicht doch wieder interessant ^^...
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: EVGA bringt OC-Software für das Netzteil - Anschluss per USB

        Zitat von Deimos
        Ist ja ganz amüsant, aber einen wirklichen Praxisnutzen sehe ich dabei nicht.

        Bei Netzteilen habe ich gerne etwas Reserve und kaufe entsprechend dimensionierte Stromspender.
        Ob das Ding jetzt auf dem Papier 1500 Watt oder 1650 Watt bringt, ist nun wirklich marginal. Wie sich das auf die Energieeffizienz auswirkt ist ebenfalls unklar.

        Zumal es technisch sowieso Schwachsinn ist. Ein Netzteil liefert nicht soviel Strom, wie eingestellt, sondern soviel Strom wie verlangt (was sollte es auch mit zusätzlichem Strom machen?). Entweder es kann das bis 1650 W stabil und sauber, oder es kann es nicht. Wenn von "übertakten" gesprochen wird (= Garantieverlust) kann es das wohl höchstwahrscheinlich und nicht wer gehoben vierstellige Beträge in sein System gesteckt hat (Quad-SLI muss man wohl an den Start bringen), der wird es sicherlich vermeiden, es durch überlastete Netzteile zu gefährden.
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