Android 4.1 im Test: Die neuen Features im Überblick und als Video

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Test Reinhard Staudacher Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Vor wenigen Wochen erst vorgestellt wird Android 4.1inzwischen schon für die breite Masse erhältlich gemacht. Wir haben uns die neueste Version von Googles Smartphone und Tablet-Betriebssystem angesehen und die Features für Sie unter die Lupe genommen.

Vor wenigen Wochen vorgestellt, verteilt Google inzwischen schon fleißig das neue Android 4.1 Je Android 4.1: die neuen Features im Überblick und als Video (3) Quelle: PCGH Android 4.1: die neuen Features im Überblick und als Video (3) lly Bean per OTA-Update (= "Over the air") auf den Geräten. Vorerst kommt allerdings nur das Galaxy Nexus in den Genuss des etwa 145 MByte großen Softwareupdates, Aktualisierungen für den Vorgänger des aktuellen Google-Flaggschiffes, Nexus S und auch dem Motorola Xoom sind angekündigt, das allerdings ohne eine Zeitangabe oder gar einem genauen Datum.

Android 4.1: Geleebonbons mit Butter?
Eine der wichtigsten, auf Screenshots aber nicht erkennbaren Neuerungen ist das sogenannte "Project Butter", eine Initiative Googles, die darauf abzielt, die Bedienung und die Reaktionsschnelligkeit des GUI zu verbessern – das letztere war vor allem vor der Version 4.0 ein oft gegen Android ins Feld geführter Kritikpunkt. Offensichtliche Unterschiede bei der Bedienung zu 4.0 kann man bei Android 4.1 aber keine feststellen. Google bleibt dem mit dem mit Ice Cream Sandwich eingeführten Konzept inkl. neuer, freiwilliger Design-Guidelines für Apps treu, weshalb Jelly Bean optisch in weiten Teilen seinem Vorgänger entspricht.

Große Unterschiede werden Sie jedoch bei Look and Feel, Arbeitsgeschwindigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit des Betriebssystems merken: die Animationen sind größtenteils gleich geblieben, laufen nun aber deutlich flüssiger aber. Da die Hardware in Form vom Galaxy Nexus gleich geblieben ist, lässt sich dies auch wunderbar vergleichen – Google selbst hat ein Vergleichsvideo mit einer 300-Fps-Kamera aufgezeichnet, um den Unterschied der beiden Android-Versionen deutlich zu machen.

Des Weiteren wurde die Vsych-Frequenz auf 60 Hz erhöht, und entspricht damit der Rate eines üblichen Computermonitors. Um die Rechenleistung der GPU besser auszunutzen unterstützt Android jetzt Triple Buffering, was in den meisten 3D-Anwendungen einen Leistungszuwachs bringen sollte. Bereits seit 4.0 mit an Bord ist die weitgehende unterstützte GPU-Beschleunigung bei den Benutzeroberflächen von Apps. Diese ermöglichte ein ausgesprochen flüssiges Scrollen in den Anwendungen. Mit Jelly Bean wurde das subjektiv nochmals verbessert. Des Weiteren wurde die Browser-Engine aufgebohrt, was in einer reduzierten Render- und Ladezeit resultiert.

Insgesamt kann man feststellen, dass es Google durch Projekt gelingt, Betriebssystem ausgesprochen ruckelfrei darzustellen – bei Windows Phone 7 auf einem Lumia 900 wirken vor allem Scrollvorgänge deutlich weniger flüssig.

Android 4.1: Neue und verschwundene Features
Android 4.1: die neuen Features im Überblick und als Video (4) Quelle: PCGH Android 4.1: die neuen Features im Überblick und als Video (4) Mit dem letzten Major-Update hat Apple das Benachrichtigungscenter von iOS deutlich aufgewertet, nun bringt Android wieder eine verbesserte Variante der Notification-Bar. Bis zu Android 4.0 waren die Benachrichtigungen abseits kleiner Variationen eigentlich immer von selber Form und Typ, nun sind aber deutlich funktionalere Hinweisfenster möglich. Wurde etwa ein Anruf verpasst, muss man nicht wie bisher für den Rückruf zuerst die Telefon-App öffnen, da die entsprechende Notification bereits Buttons für Rückruf und Ablehnung mitbringt. Schießt man einen Screenshot, so kann man einen Ausschnitt des selbigen bereits in der Benachrichtigung dazu betrachten. Thumbnails gab es zwar bisher auch schon, aber nicht in dieser Größe. Emails können ebenfalls auszugsweise schon im Benachrichtigungscenter gelesen werden, so dass man ohne die Email zu öffnen erkennt, worum es geht..

Neu ist auch die Darstellung von Uhrzeit, Datum und Wochentag, die nun deutlich größer und damit leichter ablesbar ganz oben im Notification Center zu finden sind. Unerwünschte Anrufe können nun abgelehnt und in selben Zug mit einer vorgefertigten SMS beantwortet werden. Unter der Haube wurde die Unterstützung für USB-Audio nachgerüstet, was vor allem Zubehörbauer interessieren wird.

Auf dem Homescreen wirkt (fast) alles wie auch bei Android 4.0. Auf den zweiten Blick fällt das flüssigere Scrollen auf. Die wichtigste Neuerung des Homescreens betrifft aber das Platzieren der Widgets. Bis Ice Cream Sandwich war es ziemlich fummelig, wenn es entgegen vorheriger Annahmen nicht genug Platz für ein Widget auf dem Homescreen gab, da man erst per Hand Platz schaffen musste. Jelly Bean hingegen erledigt das selbst, indem es App-Verknüpfungen umsortiert und/oder das Widget passend skaliert. Falls Sie danach immer noch nicht mit dem Ergebnis zufrieden sind, können Sie immer noch selbst Hand anlegen. Das aber, ohne nachher ein weiteres Mal das Widget aus dem App-Drawer holen zu müssen.

Der Flash Player von Adobe wird hingegen nicht mehr unterstützt. Durchsucht man den Market über das Smartphone nach Adobe Flash, wird es nicht mehr gefunden. Über das Webportal des Play Market wird ein 4.1-Gerät als nicht kompatibel angeführt. Dabei zeigt ein Test der Flash-Software, die auf einem gerootetem Gerät mittels Titanium Backup zurückgespielt wurde, dass sie auch auf Jelly Bean noch einwandfrei funktioniert. Da Adobe aber die Entwicklung des Android-Zweiges des Players eingestellt hat, gehört mit Android 4.1 in Kombination mit dem Standard-Browser der Vergangenheit an. Das gilt auch für Browser, die auf die Webkit-Engine des Standard-Browsers zurückgreifen. Als konkretes Beispiel wäre hier der Dolphin Browser zu nennen. Mit Opera Mobile und Firefox gibt es aber immer noch zwei Flash-fähige Browser im Play Store.

Subjektiv beschleunigt wurde auch die Kamera. Das Aufrufen aus dem Lockscreen dauert nicht mehr so lange, die Auslösezeiten der Kamera-App sind sehr niedrig – sofern der Autofokus das Motiv schon scharf gestellt hat. Eine leichte Umgestaltung hat der Lockscreen erfahren. Beim Einschalten des
Bildschirms bewegt sich ein ein Ring von der Mitte des Entsperr-Icons nach außen, neben den bereits bekannten Entsperrfunktionen "Kamera" und dem einfachen Entsperren findet sich am Kreis oben nun ein Google-Logo. Bewegt man das Entsperr-Icon darüber, landet man direkt bei einer weiteren wichtigen Neuerung von Jelly Bean: Google Now.

Android 4.1: Google Now
Android 4.1: die neuen Features im Überblick und als Video (22) Quelle: PCGH Android 4.1: die neuen Features im Überblick und als Video (22) Google Now soll im Prinzip ein persönlicher All-In-One-Assistent sein. Er beherrscht wie Siri das semantische Verstehen von Sprache, so dass Sie ohne weiteres per Spracheingabe den Wecker stellen, das Smartphone nach bestimmten Daten, wie etwa die Höhe eines bestimmten Bauwerks suchen lassen, oder - der Alltime-Favorite schlechthin - das Smartphone nach dem Wetter fragen können. Beim letzten Test funktionierte das aber nur einwandfrei, wenn sowohl das Gerät als auch der Fragende die englische Sprache benutzte. In der deutschen Version wird deutlich häufiger einfach nur eine Google-Suche gestartet.

Neben der Siri-ähnlichen Sprachassistenz bietet Google Now sogenannte Karten an. Diese zeigen für den Nutzer relevante Informationen an und trainiert sich mit der Zeit. So soll Google Now beim Antritt der Reise nach Hause passende Verkehrsinformationen liefern, womöglich sogar eine Ausweichroute, um dem Verkehr auszuweichen. In der Nähe von Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel soll beispielsweise der Fahrplan passender Buslinien abgerufen und angezeigt werden. Je nach eigenen Interessen werden auch Orte in der Nähe angezeigt, für die sich der Nutzer interessieren könnte. Darauf muss der Dienst, wie bereits erwähnt, trainiert werden, etwa in dem man ein bestimmte Sache im Internet sucht. Morgens und/oder abends vor dem Pendeln nach Hause oder zum Arbeitsplatz kann Google Now den Nutzer mit aktuellen Wetterdaten versorgen. Insgesamt ist der Funktionsumfang noch begrenzt, außerhalb von den USA funktionieren nur wenige der genannten Features (darunter: Wetter, Verkehr und interessante Orte). Das Konzept dahinter lässt in voller Ausbaustufe aber eine nützliche Funktion erhoffen.

Android 4.1: Fazit
Google zeigt mit Android 4.1 ein sehr rundes Smartphone-Betriebssystem, die Arbeit, die das Unternehmen in das GUI gesteckt hat, sind nicht zu übersehen. Dazu kommt eine Vielzahl kleinerer, aber dennoch sinnvoller Anpassungen. Die Neuerung mit dem größten Potential zeigt sich zumindest in Deutschland respektive Europa als ziemlich unfertig: Google Now könnte ein sehr tolles Feature werden, wenn man es schafft, den User zur rechten Zeit mit den richtigen Informationen zu versorgen – und das hoffentlich ohne sein Zutun. Bis Google aber hierzulande alle Funktionen freischaltet, könnte noch einige Zeit vergehen.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RainbowCrash Software-Overclocker(in)
        AW: Android 4.1 im Test: Die neuen Features im Überblick und als Video

        Zitat von majinvegeta20
        Oh mein Gott...Wer hat denn bitte schön das Video gesprochen?

        Hört sich an wie n angetrunkener Ösi...und die Qualität ist sowieso der Oberhammer
      • Von RainbowCrash Software-Overclocker(in)
        AW: Android 4.1 im Test: Die neuen Features im Überblick und als Video

        Zitat von majinvegeta20
        Oh mein Gott...Wer hat denn bitte schön das Video gesprochen?

        Hört sich an wie n angetrunkener Ösi...und die Qualität ist sowieso der Oberhammer
      • Von majinvegeta20 Lötkolbengott/-göttin
        Android 4.1 im Test: Die neuen Features im Überblick und als Video

        Oh mein Gott...Wer hat denn bitte schön das Video gesprochen?
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