Ultrakompakte Mini-PCs mit Ivy-Bridge im Praxistest: Zbox Nano ID64 Plus und Brix GB-XM11-3337

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Wir haben zwei aktuelle Mini-Systeme bekommen, die viel Leistung auf kleinstem Raum bieten. Wir haben ausprobiert, wie sich die Zotac Zbox Nano ID64 Plus BE sowie das Gigabyte Brix GB-XM11-3337 im Praxistest schlagen, inklusive Temperatur- und Leistungsaufnahmemessungen. Zudem probieren wir aus, ob sich die Winzlinge für gelegentliches Spielen eignen.

Einleitung: Zbox Nano ID64 Plus und Brix GB-XM11-3337

Zotac konnte uns die neue Zbox Nano ID64 Plus BE zur Verfügung stellen. Diese vereint auf einer Fläche von nur 127 x 127 x 45 Millimetern 4 GiByte RAM, eine 500-GByte-HDD, ein WLAN-Modul (n-Standard), Bluetooth 4.0, einen Kartenleser und alle wichtigen Anschlüsse von HDMI über Display-Port und E-SATA bis USB 3.0. Wer mag, kann die HDD natürlich auch gegen eine SSD tauschen. Zotac liefert sogar eine Adapter-Platine mit, dank der Sie zwei SSDs im kompakten MSATA-Format einbauen können.

Als Prozessor kommt noch nicht ein Modell der neuen Haswell-Generation zum Einsatz. Stattdessen handelt es sich um die ebenfalls erst wenige Monate alte Ivy-Bridge-CPU Core i5-3337U. Diese verfügt über zwei CPU-Kerne samt Hyper-Threading. Der Cache liegt bei lediglich 3 MiByte und der Standardtakt ist mit 1,8 GHz relativ niedrig; per Turbo-Modus taktet sich die CPU allerdings auf bis zu 2,7 GHz (Singlecore-Turbo) herauf. Der Turbo für beide Kerne liegt mit 2,5 GHz nur knapp darunter. Zudem ist die Leistungsaufnahme mit einer TDP von nur 17 Watt deutlich niedriger als bei Desktop-CPUs. Als Grafikeinheit kommt das schnellste Ivy-Bridge-Model HD 4000 zum Einsatz. Der Standardtakt ist wie bei den CPU-Kernen mit 350 MHz relativ niedrig, per GPU-Turbo werden aber bis zu 1,1 GHz erreicht.

Das neue Mini-System Brix GB-XM11-3337 von Gigabyte verfügt ebenfalls über den Core i5-3337U sowie WLAN. Mit einer Größe von nur 114,6 x 107,9 x 29,9 ist es sogar noch kleiner als das Zotac-System (127 x 127 x 45 mm). Damit ist das Brix sogar noch wenige Millimeter kleiner als die Next Unit of Computing (NUC) von Intel. Wegen der geringen Größe müssen Sie aber auf ein paar Anschlüsse verzichten. So sind hier nur zwei USB-3.0-Ports vorhanden; bei der Zbox Nano von Zotac sind es vier USB-3.0- und zwei USB-2.0-Anschlüsse. HDMI, LAN und ein Mini-Display-Port runden das Anschlussangebot ab.

Allerdings wird das Brix-System als Barebone geliefert. Das bedeutet: RAM (SO-DIMM-Format) sowie eine kompakte SSD mit MSATA-Anschluss müssen noch separat erworben werden. Aktuell kostet das Brix GB-XM11-3337 samt CPU aber ohne SSD/RAM 370 Euro. Ein Preis für die bisher noch nicht erhältliche Zbox Nano ID64 Plus haben wir bei Zotac angefragt. Sobald wir diese Info haben, tragen wir den Preis natürlich nach.

In den folgenden Absätzen haben wir die beiden Mini-Systeme mehreren Praxistests unterzogen. Dabei muss man jedoch bedenken, dass das Gigabyte-System gerade bei der Temperatur aufgrund seiner geringen Größe benachteiligt ist.

Leistungsaufnahme: Zbox Nano ID64 Plus und Brix GB-XM11-3337

Der "Stromverbrauch" ist die größte Stärke der beiden Mini-PCs: Dank der sparsamen 17-Watt-CPU und den effizienten (externen) Netzteilen, liegt die Leistungsaufnahme im Windows-Leerlauf bei der Zbox Nano ID64 Plus nur bei 12,5 Watt, das kleine Gigabyte-System zieht sogar nur 11,9 Watt aus der Steckdose. Bei aktuellen Desktop-PCs mit Grafikkarte sind es bereits rund 70 Watt. Selbst unter Prime-95-Volllast haben wir nur 35/33 Watt (Zotac/Gigabyte) ermittelt. Beim Skyirm-Spielen mit der integrierten Grafikeinheit HD4000 (1080p, niedrige Details) waren es 38/35 Watt.

Temperatur und Lautheit: Zbox Nano ID64 Plus und Brix GB-XM11-3337

Beide Mini-Systeme verfügen über Lüftungsschlitze sowie einen Lüfter, der schon im Windows-Leerlauf anläuft, dann aber nur mit 0,4 Sone (Zotac) beziehungsweise 0,2 Sone (Gigabyte) arbeitet. Dabei hält er die CPU auf 44/56 Grad Celsius. Bei der Eröffnungssequenz von Skyrim haben wir 72/75 Grad Celsius und 2,1 beziehungsweise 2,0 Sone ermittelt. Auch Volllast war für beide Systeme kein Problem: Beim Blend-Test von Prime 95 erhitzte sich der Core i5-3337U auf 82/81 Grad Celsius. Dafür mussten die Lüfter jedoch 2,9/2,4 Sone erzeugen. Beachten Sie jedoch, dass der Datenträger nicht im Luftstrom liegt, was gerade bei einer hitzigen HDD

Fazit: Zbox Nano ID64 Plus und Brix GB-XM11-3337

Die beiden ultrakompakten Mini-PCs von Gigabyte und Zotac schlagen sich im Praxiseinsatz gut: Trotz der geringen Abmessungen bleiben Zbox Nano ID64 Plus und Brix GB-XM11-3337 unbedenklich kühl und sind bei geringer Last relativ leise. Die in beiden Systemen verwendete Notebook-CPU Core i5-3337U liefert dank hohem Turbo eine tolle Performance; die integrierte Grafikeinheit HD 4000 reicht bei den meisten aktuellen Spielen aber nur für niedrigste Details. Besonders gut hat uns die geringe Leistungsaufnahme gefallen. Wenn Sie ein möglichst kleines aber dennoch schnelles System wollen, ist das Brix GB-XM11-3337 von Gigabyte die richtige Wahl. Wenn es etwas mehr Ausstattung inklusive Infrarot-Empfänger sein soll, raten wir zur Zotac Zbox Nano ID64 Plus.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von jaggerbagger Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Oberst Klink
        Es gibt die Zbox auch mit APUs, aber halt einer E2-1800. Und Modelle mit Haswell werden sicherlich auch noch kommen, nur Geduld


        Ich werde bei der hier aufgeführten Zbox zugreifen.
        Die alten mit AMD bestückten sind mir etwas zu schwach einfach.
      • Von jaggerbagger Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Oberst Klink
        Es gibt die Zbox auch mit APUs, aber halt einer E2-1800. Und Modelle mit Haswell werden sicherlich auch noch kommen, nur Geduld


        Ich werde bei der hier aufgeführten Zbox zugreifen.
        Die alten mit AMD bestückten sind mir etwas zu schwach einfach.
      • Von Oberst Klink Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von beercarrier
        auf die graka power von haswell oder amd zu verzichten lässt mich über das ansonsten gute stück technich gähnen.

        Es gibt die Zbox auch mit APUs, aber halt einer E2-1800. Und Modelle mit Haswell werden sicherlich auch noch kommen, nur Geduld
      • Von Vhailor Software-Overclocker(in)
        Zitat von cbender
        Die beiden vorgestellten Geräte wären ideal, aber da kann man leider keine Festplatte einbauen...

        Was ist denn die HDD/SSD/mSATA bei Zotac und die mSATA bei Gigabyte für dich? Ich würde sowas jedenfalls als Festplatte bezeichnen...

        Ist ja ganz nett, man dürfte aber mit geringfügig mehr Volumen unter die 370 Euro für Gehäuse, MB, PSU und CPU kommen. Sobald die neuen i3 da sind, werde ich mir das mal genauer ansehen und was zusammen basteln

        edit: Sind die mSATAs eigentlich mit 6 GBs angebunden?
      • Von cbender Schraubenverwechsler(in)
        Mich würde ein Mainboard im Mini-ITX Format mit den neuen Notebook-CPUs interessieren. Damit könnte ich meinen Heimserver/NAS mit weniger Strom betreiben als zur Zeit, bei höherer Leistung als sie mein Athlon 64 x2 3000+ liefern kann - der braucht nämlich 45 Watt im idle. Leider gibt es die noch nicht. Die beiden vorgestellten Geräte wären ideal, aber da kann man leider keine Festplatte einbauen... Gigabyte hat was auf der Homepage, aber das gibts nicht zu kaufen: GIGABYTE - Mainboard - CPU Onboard - GA-C1007UN-D (rev. 1.0)
      • Von beercarrier Software-Overclocker(in)
        auf die graka power von haswell oder amd zu verzichten lässt mich über das ansonsten gute stück technich gähnen.
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