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  • Microsoft Kinect: 3D-Kamerasteuerung für Xbox 360 im Hands-On-Test [Test der Woche]

    Seit gestern ist Kinect im Verlag für Redakteure ausgiebig testbar. Mitarbeiter aller Redaktionen haben sich im Gameslab eingefunden - Fighters Uncaged, Joy Ride, Kinect Sports und Kinectimals standen auf dem Programm. Was hat die Bewegungssteuerung der Xbox 360 von Microsoft drauf? PC Games Hardware macht den Hands-On-Test.

    Am 10. November kommt Kinect in die deutschen Läden. Wir konnten schon heute eine Kostprobe von Microsofts neuer Bewegungssteuerung für die Xbox 360 genießen. Eins vorweg: Es hat unfassbar viel Spaß gemacht, seine Kollegen mal richtig zappeln zu sehen. Doch im Detail bietet die Technik natürlich auch Anlass zur Kritik.

    Microsoft Kinect: Fighters Uncaged
    Zuerst standen wir vor Fighters Uncaged und haben auf unseren digitalen Trainer eingedroschen. Möglich, dass wir nicht in der optimalen Position vor den Sensoren standen, aber unsere Befehle schien die Xbox 360 nur mit spürbaren Zeitverzögerungen in den virtuellen Ring übertragen zu wollen. Unsere Fausthiebe erzielten erst nach knapp einer Sekunde ihre Wirkung, unwillkürliche Handbewegungen hingegen missverstand Kinect und prügelte auf den Trainer ein.

    Microsoft Kinect: Joy Ride
    Bei Joy Ride steuert man Stunt-Autos über Pisten, die mit Hindernissen und Sprungschanzen gespickt sind. Dabei greift der Spieler vor sich ins Leere, um sich an einem imaginären Lenkrad festzuhalten. Damit steuert er seinen Boliden über die Strecke; Gas gibt das Auto von alleine. Laut den Instruktionen soll der Spieler sich für den Turbo-Boost nach hinten lehnen, doch diese Mühe kann man sich sparen: Es reicht völlig aus, wenn wir die Hände an die Brust nehmen. Ähnlich Schummel-Möglichkeiten bot schon die vier Jahre alte Nintendo Wii. Während der Sprung-Einlagen bei Joy Ride können wir mit allerhand Verrenkungen den Fahrer zu Stunts bewegen. Schaffen wir es nicht rechtzeitig, die Figur wieder in das Fahrzeug zu befördern, macht das gar nichts aus: Der Bolide landet immer auf allen Vieren, fängt sich automatisch in der Spur und der Fahrer setzt sich wieder hin. Kein Anlass zur Frustration.

    Microsoft Kinect: Kinect Sports Menüführung
    Kinect Sports ist, wie der Name schon durchklingen lässt, Microsofts Antwort auf Wii Sports. Um schnell ins Geschehen zu kommen, entscheiden wir uns für die Mini-Spiele. Die Menüpunkte lassen sich im Übrigen dadurch anwählen, dass der Anwender mit seiner Hand über einer Stelle verharrt. Für dieses Konzept haben sich alle Spiele-Entwickler entschieden, obwohl Kinect eigentlich auch räumliche Informationen erfasst und damit ein Tätscheln imaginärer Tasten möglich wäre.

    Microsoft Kinect: Kinect Sports Gameplay
    Also legen wir los: Toreschießen. Bälle, die vor unseren Füßen spawnen, sollen wir auf drei Zielscheiben im Tor befördern, ein Keeper soll dies verhindern. Für einen kurzen Moment bilden wir uns tatsächlich ein, dass die Fußdrehung Einfluss auf die Flugrichtung des Balles nimmt. Dann wird und bewusst, dass es einen 60-Sekunden-Countdown gibt. Also kicken wir hastig in der Luft herum - ein Glück, dass keine Haustiere in der Redaktion wohnen (auch keine Fehlervögel)! Das Gefühl dafür, mit welchem Tritt wir welchen Ball abgeschossen haben, kommt peu à peu abhanden. Es scheint asynchron zu werden.

    Ähnlich witzig ist das Bowling-Minispiel. Binnen 60 Sekunden soll man möglichst viele Kegel abräumen; und zwar mit beliebig vielen Bowlingkugeln - egal ob mit der linken oder rechten Hand oder mit beiden gleichzeitig. Auch das ein Härtetest für die Sensoren, denn das Spielprinzip verleitet den Spieler dazu, sich auf eine Ruderbewegung zu beschränken. Schon bei den Wiimotes haben die Spieler Schleichwege erkannt und ihre Bewegungen stark rationalisiert. "Wieso soll ich die komplette Golf-Bewegung nachmachen, wenn eine Drehung des Handgelenks völlig ausreicht?", fragt er sich. Bei Kinect - so unser erster Eindruck, könnte die Frage lauten "Wieso soll ich mir Mühe geben, wenn es mit erst dieser Fuchtelbewegung zuverlässig funktioniert?". Schade eigentlich.

    Microsoft Kinect: Kalibrierung
    Beim Spielerwechsel kommt es ab und zu vor, dass die Xbox 360 ihre Kinect-Sensoren neu einstellen muss. Dann setzt das normale Spiel aus und stattdessen öffnet sich ein Kinect-Kalibrierungsfenster. In ihm werden Silhouetten der Spieler projiziert. Entlang seiner Gliedmaßen sieht der Spieler dort Linien, die ohne sicht- oder spürbare Verzögerung die eigenen Bewegungen auf den Bildschirm zeichnen. Anscheinend entstehen die Ausfälle erst in den Spielen, die Technik der Kinect scheint nicht schuld an den Verzögerungen zu sein.

    Microsoft Kinect: Kinectimals
    Richtig knuffig ging es bei Kinectimals zu. Babys diverser Raubkatzen macht sich er Spieler dort mit Streicheleinheiten gefügig. Später muss er den pelzigen Rackern Tricks vormachen, indem er den Hampelmann macht oder sich rücklings auf den Boden legt. Dort ließ sich die Spielsteuerung nicht lumpen, sodass keinem Redakteur die Scham erspart blieb, was natürlich für gute Laune beim Publikum gesorgt hat. Bei Kinectimals ist im Übrigen anzumerken, dass die Optik und die Animation sowohl der Tiere als auch der Umgebung hervorragend umgesetzt wurden. Interaktive Abenteuer mit dem flauschigen Schützling sollen den Spieler vor dem Bildschirm in Bewegung halten.

    Reklame: Kinect für die Xbox 360 gibt es bei Amazon zum Vorbestellen.

  • Xbox 360

    Xbox 360

    Hersteller
    Microsoft
    Release
    02.12.2005

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    Es gibt 26 Kommentare zum Artikel
    Von twack3r
    Woah, ist das so wie ein Pantomime nur unsichtbar?
    Von schneevernichter
    5 Millionen sind angepeilt bis März 2011 wenn es insgesam nur 5 Millionen wären bei 500 Millionen Werbekampagne dann…
    Von Dexter02
    Ja, Potential ist bestimmt ne menge drin. Es ist halt die Frage wie es umgesetzt wird und ob das mit momentaner…
    Von Maeximum30
    Ich denke das er davon ausgeht, das es sich eventuell gut spielen lässt. Potential ist auf alle Fälle vorhanden.
    Von zøtac
    Ist sicher ganz Spassig, nur nichts auf Dauer. Wenn ich nur so Hampel Spiele Spieln will dann hätt ich mir ne Wii…
      • Von twack3r Freizeitschrauber(in)
        Zitat von schneevernichter


        Mal ehrlich wem gefällt es schon irgendwas zu Spielen ohne was in der Hand zu haben ausser vielleicht nem Phantomimen.
        Woah, ist das so wie ein Pantomime nur unsichtbar?
      • Von schneevernichter PC-Selbstbauer(in)
        5 Millionen sind angepeilt bis März 2011 wenn es insgesam nur 5 Millionen wären bei 500 Millionen Werbekampagne dann würde allein die Werbung 66% des Kaufpreises ausmachen.

        Wers selbst schonmal getestet hat wird schnell merken das der Fortschritt zum Eyetoy ganicht soo gross ist.

        Zum Thema Schwertspiele: Kinect eignet sich bedeutend schlechter als Move für Schwertkämpfe, da es erstens nicht ganz so präzise ist und zweitens man bei Move wenigstens nen Griff in der Hand hat bei Kinect garnichts.

        Mal ehrlich wem gefällt es schon irgendwas zu Spielen ohne was in der Hand zu haben ausser vielleicht nem Phantomimen.

        Plastik lenkräder sind realistischer und Komfortabler als Luftlenkräder

        Das gleiche gilt für fast alles. Man spielt lieber mit Sachen als ohne Sachen. Deswegen hat mir eyetoy nie gefallen und auch kinect überzeugt mich nicht weil es irgendwie komisch ist nix in der Hand zu haben kein taktiles Feedback und geringere präzision.

        Kinect musste aufgrund von Kostengründen soweit reduziert werden das es bei weitem nicht das leistet was man eigentlich erreichen wollte. Jetzt ist es nichts weiter als ein gepimptes eyetoy für Shovelware.
      • Von Dexter02 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ja, Potential ist bestimmt ne menge drin. Es ist halt die Frage wie es umgesetzt wird und ob das mit momentaner Hardware schon möglich ist oder es bei Aufwändigen Spielen zu viele Ressourcen frisst. Weiß den jemand wie das ist wenn man zu 2 spielt? Ist dann die Abtastung nur noch halb so gut, sind ja dann 2 Personen die abgetastet werden müssen.
        Ist das wirklich so anstrengend wie man in dem Video sieht? Als normalo wird dann 1h zocken ziemlich anstrengend ;D
        Ich bin gespannt auf die Verkaufszahlen 5 Millionen sind angepeilt oder? Naja wenn ein Unternehmen 500 Millionen für Kinect Werbung ausgibt, dann dürfen die auch hoffen.
        MFG*
        Dexter02
      • Von Maeximum30 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von mannefix
        schonmal ausprobiert?


        Ich denke das er davon ausgeht, das es sich eventuell gut spielen lässt. Potential ist auf alle Fälle vorhanden.
      • Von zøtac PCGHX-HWbot-Member (m/w)
        Ist sicher ganz Spassig, nur nichts auf Dauer. Wenn ich nur so Hampel Spiele Spieln will dann hätt ich mir ne Wii gekauft. Aber so für ab und zu ganz witzig
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797097
Xbox 360
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Seit gestern ist Kinect im Verlag für Redakteure ausgiebig testbar. Mitarbeiter aller Redaktionen haben sich im Gameslab eingefunden - Fighters Uncaged, Joy Ride, Kinect Sports und Kinectimals standen auf dem Programm. Was hat die Bewegungssteuerung der Xbox 360 von Microsoft drauf? PC Games Hardware macht den Hands-On-Test.
http://www.pcgameshardware.de/Xbox-360-Konsolen-28561/Tests/Fuer-Gross-und-Klein-etwas-dabei-797097/
07.11.2010
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/11/kinect_09.jpg
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