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  • WoW Mists of Pandaria: Großer Beta-Test zur Gamescom - Die neuen Gebiete, Mini-Pet-Kämpfe, Endgame Content

    Seit dem Release von Diablo 3 hielten sich die guten Nachrichten über die Spieleschmiede Blizzard in Grenzen: Enttäuschte Hack'n-Slay-Spieler und die Abonnentenzahlen von World of Warcraft im freien Fall. Mit Mists of Pandaria soll zumindestens beim MMO des Hauses die Kehrtwende eingeleitet werden. Auf der Gamescom kann sich jeder Besucher ein eigenes Bild machen. Wenn Sie keine Zeit für die Messe haben, finden Sie bei uns einen kompletten Überblick.

    1,1 Millionen verlorene Abonnenten. Ist das Ende von World of Warcraft nahe? Bei aller berechtigter Kritik und den vermeintlich gigantischen Zahlen muss man derartige Informationen doch etwas vorsichtiger einordnen: Anders formuliert hat World of Warcraft ohne einen Hauch von neuem Inhalt den Sommer mit "nur" zehn Prozent verlorener Spieler überstanden. Damit hat World of Warcraft auch immer noch noch neun Millionen Kunden, obwohl einige Leute, die der kompletten Spielerzahl von SWTOR entspricht, vergangenes Quartal gekündigt hat. Womit beschäftigen sich die Leute?

    Ein Teil der Fangemeinde mit Jahrespass oder Losglück treibt in der laufenden Beta zu Mists of Pandaria ihr Unwesen und für alle Spieler ohne Key gibt es auf der Gamescom am Blizzard-Stand die Chance, 20 Minuten Pandaria-Luft zu schnuppern. Wir nutzen die Gelegenheit für ein kurzes Zwischenfazit. Wie groß ist das Potential des vierten Addons zum bekanntesten MMORPG überhaupt?


    WoW - Mists of Pandaria: Die neuen Gebiete
    Der Kontinent Pandaria ist in sieben große Gebiete unterteilt. Wie im neuesten Cinematic angedeutet, geht es dabei unter anderem um den Konflikt zwischen Horde und Allianz. Beide möchten den entdeckten Kontinent besiedeln und die Pandas geraten bei diesem Konflikt schnell zwischen die Fronten. Gleichzeitig haben die niedlichen Pandabären aber noch ihre eigenen Probleme mit den anderen Bewohnern Pandarias. Insgesamt entsteht so eine ungewohnt interessante und aufwändig erzählte Handlung, die Sie während Ihrer kompletten Reise durch den Kontinent begleitet.

    Für einen eigenen Eindruck können Sie sich die Bilder der Galerie und einen den etwas kompakteren Klickvergleich ansehen. Dort finden Sie repräsentative Eindrücke aus allen Gebieten. Für Abwechslung ist in jedem Fall gesorgt und gerade Gebiete wie der Kun-Lei-Gipfel bestehen alleine gleich aus mehreren verschiedene Zonen. Ein Highlight ist aber in jedem Fall die gigantische chinesische Mauer. Sie teilt den kompletten Kontinent und ist ziemlich sicher das mit Abstand größte Bauwerk der WoW-Geschichte.

    Für einen kurzen Überblick haben wir einen Überblick der sieben neuen Gebiete für Sie zusammengestellt.


    WoW - Mists of Pandaria: Mini-Pet-Kämpfe
    Das von vielen Spielern belächelte Feature der Mini-Pet-Kämpfe ist mittlerweile in der Beta aktiviert und kann fleißig getestet werden. In vielen Foren war auch immer wieder von einem "Pokemon 2.0" die Rede. Nach eigenen Tests müssen wir mit aller Deutlichkeit feststellen, dass dieser Vergleich mehr als gerechtfertigt ist. Blizzard kopiert das alte Nintendo-Spiel derart offensichtlich, dass man schon von System reden muss. Minipets werden in Zukunft vergleichbar in offener Wildnis gefangen und das Kampfsystem ist ebenfalls praktisch identisch wie beim Nintento-Klassiker. Wo bei Pokemon Feuertiere effektiv gegen Pflanzentiere sind, schlagen in World of Warcraft Humanoide-Minipets die Drachen-Pets. Sollten Ihre Pets sterben, führt Sie Ihr erster Weg zwar nicht ins "Pokecenter", aber dafür direkt zum nächsten Stallmeister. Absicht? Wahrscheinlich schon, aber Spaß macht es dennoch und fleißige Trainer können ihre Lieblinge sogar im Auktionshaus zu Geld machen. Manchmal gilt halt: "Besser gut kopiert als schlecht selbst gemacht."

    Im Kampf selbst können Sie drei verschiedene Minipets einsetzen. Jedes Pet über Level 4 hat dann drei Fähigkeiten. Besonders interessant ist, dass sich verschiedene Tiere mit ihren Fähigkeiten ergänzen. Für ein optimales Team müssen Sie also viel Zeit und Geduld in Ihr Sammelhobby stecken, um die passenden Tiere für Ihre Zwecke zu finden. Gefangene Tiere haben außerdem einen Qualitätsmaßstab - vergleichbar zu normalen Gegenständen: Seltene Exemplare haben etwas bessere Grundwerte als die gewöhnlichen Tiere. Damit Sie Ihre Tiere auch mit passenden Gegenspielern messen können, gibt es ein automatisiertes Suchtool, mit dem passende Duellpartner für Sie ermittelt werden.

    13:59
    World of Warcraft: Mists of Pandaria - Rundflug
    Spielecover zu World of Warcraft: Mists of Pandaria
    World of Warcraft: Mists of Pandaria


    WoW - Mists of Pandaria: Instanzen und Raiding
    Bei allen Annehmlichkeiten nebenher: Das Wichtigste für erfolgreiche MMO-Spiele ist nach wie vor der "Endgamecontent". Andernfalls werden diese Spiele schnell langweilig. Mists of Pandaria geht dieses Problem an mehreren Fronten an. Fünfer-Instanzen bekommen neben den klassischen normalen und heroischen Versionen einen weiteren Herausforderungs-Modus. In diesem ist der Gegenstandslevel dauerhaft normalisiert und die Instanz bleibt damit auch bei besserer Ausrüstung gleich schwer. Die Instanzen müssen dann auf Zeit absolviert werden.

    Das zweite Standbein sind die Raidgruppen und bei diesen gibt es eine wichtige Änderung: Zum Start wird es drei Raidinstanzen geben, die allerdings erst nach und nach freigeschaltet werden. Die erste Instanz ist außerdem für die komplette erste Woche gesperrt. Blizzard legt die Pro-Gamer also an die Leine und möchte den Progress-Druck vom Start des Addons nehmen. Jeder soll die Geschichte und die Quests in Ruhe genießen können. Weitere Instanzen kommen im Wochenrhythmus hinzu und setzen voraus, dass Sie die vorige Instanz absolviert haben. Für die Raids wird es den Schwierigkeitsgrad "Raidfinder" für Gelegenheitsspieler und Einsteiger geben, indem Raidgruppen zufällig und serverübergreifend zusammengestellt werden. Gerade Rückkehrer früherer WoW-Zeiten soll der Wiedereinstieg so möglichst leicht gemacht werden.

    Für die Instanzen selbst laufen aktuell die Betatests. Erste Raidgruppen konnten die neuen Bosse und deren Mechaniken bereits antesten. Das Feedback ist bisher erstaunlich positiv. Im Gegensatz zum vorigen Addon "Cataclysm" gibt es komplett neue Mechaniken und kreative neue Ansätze.

    WoW - Mists of Pandaria: Der 64-Bit-Client
    Mit dem neuen Addon bekommt World of Warcraft einen x64-Client. Mit der Beta ist der Client sogar als Standard in den Settings eingetragen. In unseren ersten Tests konnten wir keine Unterschiede zur x86-Version des Spiel ausmachen. Optisch sind auch heute beide Versionen identisch und auch die Speicherlast unterschiedet sich nicht messbar voneinander. Bei der Performance sind uns jetzt allerdings deutliche Vorteile mit dem 64-Bit-Client aufgefallen. Die recht schwachen Betaserver lassen leider keine aussagekräftigen Messergebnisse zu. Wir verzichten an dieser Stelle deshalb auf einen kompletten Benchmark. Im Mittel lag der Unterschied jedoch bei recht deutlichen 8-10 Fps zur 32-Bit-Version des Spiels. In Kombination mit eventuell noch etwas verkürzten Ladezeiten, wäre der Vorteil den Mehraufwand durchaus wert.

    WoW - Mists of Pandaria: Zwischenfazit - Kann das reichen?
    Es nicht noch gar nicht so lange her, dass die meisten Redakteure sich um Spiele aus dem Hause Blizzard keine größeren Gedanken machen mussten. Neun von zehn Punkte waren eigentlich immer gesetzt und es ging lediglich um das Haar in der Suppe und damit die passende Nachkommastelle. Ein schwaches WoW-Addon und ein für viele enttäuschendes Diablo-3-Spiel später stellt sich die Situation ganz anders da:

    Mittlerweile geht es für die kalifornische Spieleschmiede um mehr als nur verprellte WoW-Abonenten: Blizzard-Spiele standen wie kaum ein anderes für Qualität und lang anhaltenden Spielspaß. Da ein Release von "SC 2 - Heart of the Swarm" noch nicht abzusehen ist und Diablo 3 derzeit noch fleißig von Patch zu Patch weiterentwickelt wird, ist das kommende WoW-Addon die einzige Chance, um zeitnah verlorene Reputation zurückzugewinnen.

    Dabei kann man nicht mehr auf Vorschusslorbeeren hoffen. 1,1 Millionen verlorene Kunden zeigen deutlich, dass selbst unverwüstliche WoW-Spieler in der Zwischenzeit Fakten und keine hübschen Ankündigungen erwarten. Dabei scheinen gerade die Fakten zu stimmen: Blizzard gibt das Recycling auf und so wirkt Pandaria vom ersten Baum bis zum letzten wilden Tiger neu. Das "kenn ich schon"-Gefühl bleibt aus und viele WoW-Spieler entdecken die Vorfreude aus den Tagen, an denen sie das dunkle Portal passierten, wieder. Ein großer und wirklich neuer Kontinent voller Überraschungen und einem wieder einmal brillanter Soundtrack warten. Zudem wurde der zu Recht kritisierte "End-Game-Content" angegangen und alternative Beschäftigungen zum klassischen Raiden wurden implementiert. Durch Quests und Szenarien gibt es es sogar erstmalig eine richtige Geschichte, um Pandaria zu entdecken und während Ihrer Reise verändert sich der Kontinent spür- sowie sichtbar. Mit dem neu aufflammenden Konflikt zwischen Allianz und Horde kommen zudem selbst alt eingefleischte Fans der Warcraft-Geschichte auf ihre Kosten.

    Ob das am Ende reicht, um verprellte Kunden zurückzugewinnen? Genau das muss neben dem Halten der verbliebenen Fans das Ziel sein. Glauben Sie, dass Mists of Pandaria der erhoffte Erfolg für Blizzard wird? Oder spielen Sie derzeit selber mit dem Gedanken, zum nächsten Addon noch mal zum Bezahlkunden von World of Warcraft zu werden? Nutzen Sie die Kommentarfunktion.

    Hintergrund: Mists of Pandaria
    Die vierte Erweiterung zu World of Warcraft heißt Mists of Pandaria und sie wartet mit dem wiederentdeckten Kontinent Pandaria und der gleichnamigen Rasse auf. Zusätzlich wird es die neue Klasse der Mönche geben, die zu ganz eigenen Kampfkünsten befähigt sind. Das Level-Cap wird erneut angehoben: Bis auf Level 90 werden die Helden in World of Warcraft: Mists of Pandaria nun aufsteigen können. Mit der vierten Erweiterung Mists of Pandaria erhofft sich Blizzard, an den Erfolg der Erweiterung Cataclysm vor einem Jahr anknüpfen zu können. Mit 3,3 Millionen verkauften Exemplaren binnen 24 Stunden zählt es als das am schnellsten verkaufte Computerspiel aller Zeiten.

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    03:51
    WoW Mists of Pandaria: Das Opening Cinematic (deutsch)
    Spielecover zu World of Warcraft: Mists of Pandaria
    World of Warcraft: Mists of Pandaria
  • World of Warcraft: Mists of Pandaria
    World of Warcraft: Mists of Pandaria
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Blizzard
    Release
    25.09.2012

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    Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von elnino82
    Das ist auch mein Fazit. Ich möchte zwar hinzufügen, dass ich glaube, dass das ein oder andere Feature von MoP für…
    Von Basihasi
    Ich spiele seit allererster Beta,und ich habe mit dem neuen Addon das Gefühl,das die alten die schon ewig dabei sind…
    Von RedDragon20
    Also, ich denke nicht, dass Blizzard mit MoP die verlorende Kundschaft wieder holen kann. Jedenfalls nicht in dem…
      • Von elnino82 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Basihasi
        Fazit: MoP kaufen :nur wegen der Gilde ja,nicht aber wegen Inhalt oder Setting
        Das ist auch mein Fazit. Ich möchte zwar hinzufügen, dass ich glaube, dass das ein oder andere Feature von MoP für einige Zeit beschäftigen können wird, aber nicht so lange. Ich spiele die Beta hin und wieder - deswegen nur hin und wieder weil ich teile des addons auch mit meiner Gilde entdecken will. Ich bin gespannt auch vieles, glaube aber, dass bis Weihnachten alles durch ist... Die Innovation die Blizz mit WoW Classic oder D2 gebracht hat, wird es mit dem oder einem nächsten Addon nicht geben. Ich hoffe, dass sie vielleicht doch noch - wider erwarten - die Kurve kriegen, spätestens mit ihrem nächsten MMO. Bis dahin bleibt das Fazit weiter oben bestehen.
      • Von Basihasi Komplett-PC-Käufer(in)
        Ich spiele seit allererster Beta,und ich habe mit dem neuen Addon das Gefühl,das die alten die schon ewig dabei sind total vergessen wurden und nur noch Gelegenheitsspieler und Casuals angesprochen werden.Auch Leute die sich gern ihr Gear hart verdienen scheinen vergessen worden zu sein.Früher waren selbst normale 40 Mann Raids hart,sodas man 2 Tage ansetzen musste um zu clearen.Heute....10 Mann und in 2 Stunden fertig.Immer werden epische Kämpfe versprochen, und selbst der Kampf gegen Todesschwinge sollte episch sein,fühlte sich aber bei weitem nicht so an.

        Mit dem neuen Addon wurde sogar gemunkelt, das es speziell auf den Asiatischen Markt zugeschnitten wurde,weil dort der Spielerschwund am größten war und mal ehrlich die wenigsten können dem Asiasetting was abgewinnen.Aber wenn ich MoP kaufe, dann nicht wegen Setting oder weil SCHON WIEDER an den Talentbäumen rumgepfuscht wurde ( weil ich ja zu schwer für die kleinen Casuals also noch einfacher sprich alle 15 Level was aussuchen ),sondern weil mir meine Gilde am Herzen liegt und ich an den Leuten hänge.Nun wird der eine oder andere sagen "Ja hey gibt noch Telefon,Skype,Facebook,TS3 etc" ...ja sicher aber nur mit den Leuten reden ist was anderes als mit den Leuten lustige Abende in Raids zu verbringen.

        Ich hab gestern mit 2 Leuten der WoW Gilde Method auf der Gamescom sprechen können,und selbst die sind bei weitem nicht zufrieden geschweigedenn begeistert,da die Bosse schlichtweg keine Überraschungen mehr parat haben oder für WOOOOW-Effekt sorgen.

        Fazit: MoP kaufen :nur wegen der Gilde ja,nicht aber wegen Inhalt oder Setting
      • Von RedDragon20 Software-Overclocker(in)
        Also, ich denke nicht, dass Blizzard mit MoP die verlorende Kundschaft wieder holen kann. Jedenfalls nicht in dem Ausmaß, wie sie zurück gegangen ist. Aber wer jetzt noch nicht aufgehört hat, der wird wohl mit MoP weiter spielen, denke ich. Die 9 Mio. werden also, meiner Meinung nach, gehalten, was nun wirklich kein Beinbruch darstellt. Andere MMOs freuen sich über so viele Userzahlen, wie WoW verloren hat. Und dann hat WoW immernoch mehr, als jedes anderes MMO.
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World of Warcraft: Mists of Pandaria
WoW Mists of Pandaria: Großer Beta-Test zur Gamescom - Die neuen Gebiete, Mini-Pet-Kämpfe, Endgame Content
Seit dem Release von Diablo 3 hielten sich die guten Nachrichten über die Spieleschmiede Blizzard in Grenzen: Enttäuschte Hack'n-Slay-Spieler und die Abonnentenzahlen von World of Warcraft im freien Fall. Mit Mists of Pandaria soll zumindestens beim MMO des Hauses die Kehrtwende eingeleitet werden. Auf der Gamescom kann sich jeder Besucher ein eigenes Bild machen. Wenn Sie keine Zeit für die Messe haben, finden Sie bei uns einen kompletten Überblick.
http://www.pcgameshardware.de/World-of-Warcraft-Mists-of-Pandaria-Spiel-42974/Tests/WoW-Mists-of-Pandaria-Grosser-Betatest-1017150/
18.08.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2012/08/Mop_Jadewald006.jpg
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