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  • WoW Mists of Pandaria im Test mit 16 Grafikkarten: DirectX 11 klar im Vorteil, Geforce vor Radeon

    WoW Mists of Pandaria im VGA-Test: Das vierte Addon für World of Warcraft ist seit dem 25. September spielbar. Was sich technisch im Detail getan hat und welche Grafikkarte der verbesserten WoW-Grafik gerecht wird, klären unsere VGA-Benchmarks unter DirectX 11 und DirectX 9.

    Update von 12:45 Uhr: Wir haben den Benchmarks vier weitere Grafikkarten älteren Datums hinzugefügt. Neu dabei: Radeon HD 3870, Radeon HD 5770 (= HD 6770), Geforce GTX 285 und Geforce 8800 GT (= 9800 GT). Erwartungsgemäß läuft WoW Mists of Pandaria mit diesen Modellen, die 2007er-Karten 8800 GT und HD 3870 erfordern jedoch Abstriche für Bildraten im 20-Fps-Bereich.

    Im Kern ist die WoW-Engine rund acht Jahre alt und auf DirectX 8 ausgelegt. Doch der Entwickler Blizzard ist bemüht, mit der Zeit zu gehen und spendierte dem Unterbau mit jedem Addon neue Funktionen. Um das Haltbarkeitsdatum der Grafik zu verlängern wurden mit der Cataclysm-Erweiterung nicht nur neue Shader-Effekte wie das realistischere Wasser und sogenannte God Rays (Sonnenstrahlen) integriert, sondern auch zahlreiche der Originaltexturen durch höher aufgelöste Exemplare ersetzt.

    Mit Mists of Pandaria (MoP) werden weitere Verbesserungen zum Standard, welche bislang in der Testphase steckten. So startet die WoW-Engine mit MoP ab Werk im 64-Bit-Modus sowie DirectX 11 (das bereits seit Cataclysm). Ganz neu ist die Umgebungsverdeckung alias SSAO (Screen Space Ambient Occlusion). Letztere ließ sich zuvor mithilfe des Nvidia-Treibers einschalten, doch nun kommen auch Radeon-Nutzer in den Genuss realistischerer Schattierung. Die restliche Grafik ist künstlerisch aus einem Guss, aber ansonsten eher zweckmäßig: Zwar ist die Sichtweite hoch und das LOD-System agiert weitgehend unauffällig, die Polygonzahlen der Berge und Assets ist wie auch die Texturauflösung der meisten Objekte gering.

    Welche Anforderungen stellt eine derartige Basis an die Grafikkarte? PC Games Hardware macht den Test. Wie immer nutzen wir für unsere Benchmarks aktuelle Treiber, diesmal den Catalyst 12.8 WHQL (Download) nebst CAP 3 sowie den Geforce 306.23 WHQL (Download).

    WoW Mists of Pandaria: Grafikkarten-Benchmarks

    Die Grafikkarten-Benchmarks finden im Startgebiet der Pandaren statt. Der junge PCGH-Mönch "Pandamahr" (Level 5) hat sich unter unserer Führung wacker durch das erste Areal gekämpft und steht nun an den "Singenden Teichen", genauer: auf der "Wandernden Insel" (siehe obiges Bild). An dieser Stelle, welche wegen der Wassereffekte und einiger Dunstwolken relativ rechenaufwendig ist, laufen wir 30 Sekunden den von Brücken sichergestellten Weg entlang. Einige NPCs und üppige Vegetation zeichnen die Szene ebenfalls aus, die Bildrate ist daher relativ gering, aber um einen Worstcase handelt es sich nicht. Dennoch kommen alle Grafikschmankerl der MoP-Engine inklusive SSAO zum Einsatz.

    WoW Mists of Pandaria: DX11 gegen DX9

    Vor etwa eineinhalb Jahren titelten wir WoW Cataclysm Benchmarks: DirectX 11 bis zu 50 Prozent schneller als DirectX 9. Dieses Niveau führt Mists of Pandaria fort – der DirectX-11-Pfad, welcher standardmäßig aktiv ist, läuft bei nahezu identischer Grafik deutlich flüssiger als der DX9-Fallback. Wie damals profitieren Geforce-Grafikkarten stärker von DX11, in unseren Pandaria-Szene beläuft sich das Plus auf 35 Prozent. Eine Radeon HD 7000 legt "nur" um 23 Prozent zu. Diese Differenz fehlt den AMD-Grafikkarten unter DX11, um die Leistung vergleichbarer Geforce-Grafikkarten zu erreichen.

    DX11 vs. DX9
    before
    after
    Full-HD Slider


    Generell gilt: DX11 und DX9 sehen vergleichbar aus – aber nicht identisch. Unter DX9 scheint der Gamma-Wert minimal höher zu sein, sodass das Spiel etwas heller dargestellt wird. Die Schatten wandern übrigens fast sekündlich, daher sind keine pixelgenauen Aufnahmen möglich. Interessant ist, dass unter DX9 bei Wasserkanten eine bessere Glättung zustandekommt als unter DX11. Falls Sie es nicht erkennen: Links oben attestiert Fraps unter DX11 genau 50 Fps, während DX9 nur 38 erreicht. Sie finden beide Bilder als hochauflösende, verlustfrei komprimierte PNGs in der Bildergalerie.

    WoW Mists of Pandaria: Grafikkarten-Resultate

    Die Ergebnisse sind sehr interessant, für Kenner unserer neun Monate alten WoW-Cataclysm-Benchmarks jedoch vertraut: WoW Mists of Pandaria läuft auf Geforce-Grafikkarten deutlich geschmeidiger als auf den sonst vergleichbaren Radeon-Modellen. So kann es die alte Geforce GTX 570 tatsächlich mit der Radeon HD 7950 aufnehmen, welche normalerweise der Geforce GTX 660 Ti davonläuft. Mit Supersample-AA, gemeinhin eine Stärke der Radeon-Grafikkarten, klafft die Lücke noch etwas weiter. Möglicherweise schaffen kommende Catalyst-Treiber Abhilfe.


    Interessant: Die beiden ewigen Konkurrenten Geforce GTX 260-216 und Radeon HD 4870 aus dem Jahr 2008 performen Kopf an Kopf, wie man es von diesen DX10-Grafikkarten kennt. Ihre Bildrate ist nahezu identisch, wobei die Radeon-HD-4000-Reihe seit jeher das flimmrigere AF auffährt. Beide Modelle sind auf den DX9-Pfad angewiesen, bei dem zwar alle Effekte dargestellt werden, mangels Hardware-Unterstützung aber keine Beschleunigung mittels DirectX 11 respektive Compute Shader genutzt werden kann. Eine bzw. zwei Generationen darüber, beim Vergleich der GTX 460 mit der HD 5850 und HD 6870, zieht die GTX 460 den erwähnten Nutzen aus DX11 und kann die eigentlich schnellere Konkurrenz überholen.

    WoW Mists of Pandaria: SSAO & Tuning-Tipps

    Die mit Mists of Pandaria eingeführte Schattierung (SSAO) wirkt laut unserem Kenntnisstand in der ganzen World of Warcraft – also auch in den Classic-Gebieten und allen darüber hinaus. Das bedeutet auch, dass das spieleigene "Ultra"-Preset nun schlechter läuft als vor dem Engine-Update auf Version 5. Setzen Sie SSAO von Hoch auf Gering, steigt die Bildrate geringfügig; komplettes Abschalten setzt laut unseren Messungen höchstens 11 Prozent Leistung frei. Nun handelt es sich bei SSAO um eine sehr subtile Verbesserung der Grafik, welche nicht direkt ins Auge springt. Daraus ergibt sich ein Tuning-Tipp: Schwächere Grafikkarten vom Schlage Geforce 8800/9800 GT(X) oder Radeon HD 4850 kommen durch fehlende SSAO auf bessere Bildaten, ohne dass die Optik stark leidet. Löblich: Setzen Sie SSAO auf "Gering", ist kein Flackern zu sehen – viele andere Spiele und die "Leistung"-Einstellung beim Nvidia-AO zeigen diese Nebenwirkung.

    Einstellung per Mausklick auswählen
    SSAO


    Hintergrund: Mists of Pandaria
    Die vierte Erweiterung zu World of Warcraft heißt Mists of Pandaria und sie wartet mit dem wiederentdeckten Kontinent Pandaria und der gleichnamigen Rasse auf. Zusätzlich wird es die neue Klasse der Mönche geben, die zu ganz eigenen Kampfkünsten befähigt sind. Das Level-Cap wird erneut angehoben: Bis auf Level 90 werden die Helden in World of Warcraft: Mists of Pandaria nun aufsteigen können. Mit der vierten Erweiterung Mists of Pandaria erhofft sich Blizzard, an den Erfolg der Erweiterung Cataclysm anzuknüpfen. Mit 3,3 Millionen verkauften Exemplaren binnen 24 Stunden zählt es als das am schnellsten verkaufte Computerspiel aller Zeiten.

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    03:04
    Unboxing World of Warcraft: Mists of Pandaria Collector's Ed
    Spielecover zu World of Warcraft: Mists of Pandaria
    World of Warcraft: Mists of Pandaria
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    Es gibt 35 Kommentare zum Artikel
    Von GrEmLiNg
    hab zwischen 80-130 fpsCPU liegt bei 20-25 %die beiden Grakas liegen bei rund 45-73 % last, ich sag es ja mein PC lw…
    Von DiZER
    in meinem freundeskreis spielt niemand WoW oder MoP nachtrag: ich hörte von vielen die bei WoW und Co. ins bodenlose…
    Von Freakless08
    Bist du Sho0terKinGmaZtaH1999 ?
    Von Fromteop
    Hello. Sorry I write in english, I know a little german but it would be awful, ich weisse. Just to say that having a…
    Von DerToerke
    So siehts aus Und mal im Ernst, was hat das mit dem Alter zu tun? Kiddies gibts in jedem Spiel, und nur weil die…
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World of Warcraft: Mists of Pandaria
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http://www.pcgameshardware.de/World-of-Warcraft-Mists-of-Pandaria-Spiel-42974/Tests/WoW-Mists-of-Pandaria-Benchmarks-Test-1026549/
26.09.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2012/09/WoW_Mists_of_Pandaria_DX11_64_Bit_8x_SGSSAA_downsampled_48.jpg
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