Forschung: Spiele-PCs sollen in fünf Jahren 50 Kraftwerke für sich beanspruchen
Forscher des US-amerikanischen Lawrence Berkeley National Laboratory haben errechnet, dass Spiele-PCs im Jahr 2020 weltweit 150 Terawattstunden an elektrischer Energie benötigen werden, gegenüber den 75 Terawattstunden, die noch 2012 beansprucht wurden. Dabei ließ sich dieser Wert durch die Verwendung der richtigen Hardware deutlich senken, ohne Einbußen bei der Spiele-Performance befürchten zu müssen.
Gemäß den Zahlen des Forschungsberichts haben auf Gaming ausgerichtete Rechner aktuell einen Anteil von 2,5 Prozent an allen PCs weltweit, verursachen jedoch 20 Prozent des Energiebedarfs aller Computer. So würde ein Spiele-PC auf das Jahr gerechnet sechsmal soviel Energie benötigen wie ein "normales" System und zehnmal mehr als eine Spielekonsole. Gemäß der Hochrechnung der Forscher wird sich der Energiebedarf von Gaming-Rechnern in 5 Jahren soweit gesteigert haben, das 50 Standard-Kraftwerke à 500 Megawatt für deren Versorgung nötig sind. Bereits jetzt sei es jedoch möglich den Energiebedarf entsprechender Systeme durch das "Ändern mancher Einstellungen und den Austausch einiger Komponenten" drastisch zu reduzieren, ohne die Performance zu verschlechtern.
Quelle: Lawrence Berkeley National Laboratory
Forschung: Spiele-PCs sollen in fünf Jahren 50 Kraftwerke für sich beanspruchen
Im Versuch mit fünf Gaming-PCs und unterschiedlicher Hardware haben die Forscher nach eigenen Angaben einen um 50 Prozent niedrigeren Energiebedarf erwirken können, ohne dass sich die Performance "essentiell" verändert hätte. Erreicht wurde dies durch die Verwendung entsprechender Komponenten in den Bereichen Netzteil, Grafikkarte, Mainboard, Hauptprozessor und Bildschirm. Positiver Nebeneffekt seien zudem die geringere Temperatur- und Lärmentwicklung gewesen. Um die Spieler-Community auf das Thema aufmerksam zu machen, eine Diskussion anzuregen und Tipps zu geben, haben zwei der Forscher eine Infoseite namens "Greening the Beast" ins Leben gerufen.
Quelle: via hexus.net


Off-topic:
Hm, ist hier eigentlich jemanden schon aufgefallen das Lawrence Berkeley National Laboratory quasi dem US Energiebehörde unterstellt ist?
Heißt das nicht im Endeffekt für die westlichen Industrieländer: Kauf mehr Atomreaktoren sonst könnt ihr aufgrund der riesigen zu erwartenden Stormverbräuche nicht bändigen?!?!
Oder noch besser direkt rein in den Keller mit dem Reaktor, jedem den seinen.
Erinnert mich an das Deutschland der 50-60er Jahre, wo ausgerechnet wurde, dass man, aufgrund der riesigen zu erwartenden Stormverbräuche, unbedingt im Jahr 1985 mindestens 50 Reaktoren bräuchte.
Naja, soviel zu meiner Atomparanoia.
Zum Thema:
Natürlich hat soeine Studie nicht viel mit der Wirklichkeit zutuen. Ich gehe einfach mal davon aus, dass sie methodisch richtig ist, was aber nicht heißen muss, dass die zugrunde liegenden Annahmen richtig sind.
Daher muss ich natürlich interessierterUser zustimmen, dass nicht jeder einen Umweltvernichter, wie z.B. ich, zu Hause hat. Und nicht jeder kann oder will sich soein Teil leisten. Zudem sollte man natürlich beachten, dass der Stomverbrauch im Highendbereich in den letzten 6-7 Jahren eigentlich kaum gestiegen ist.
Wenn ich an meinen Q6600 @3,2 GHz und 2x8800 Ultra auf nem Nforce 680 Board denke, ist der i7 3930k@4,0GHz und 2xGTX 780 auf nem X79 Board noch sparsam (ca. 100 Watt unter Vollast und fast 200 Watt im Leerlauf weniger).
Die Meisten werden wahrscheinlich ein System mit Mittelklasse GPU + CPU zu Hause haben und hier wird die Hardware im Vergleich zum Highend natürlich schneller immer effizienter. Da macht auch AMD oder Intel + Nvidia keinen großen Unterschied. Zudem hat jeder Gamer lt. Statistik auch noch eine Spielekonsole oder mindestens ein Handheld bzw. Smartphone, die bauartbedingt sowieso effizienter sind. Die in der Studie im Hinblick auf dem Stromverbrauch genauso, wie der ominöser Zweitrechner, keine Rolle spielen, da man davon ausgegangen wird, dass nur ein Rechner für alles benutzt wird:
Der Rechner soll 12 Stunden laufen (davon 4,4 Stunden Spielen, 2 Stunden browsen, 1,6 Stunden Streaming, 4 Stunde Leerlauf), 6 Stunden Standby (Sleep) und 6 Stunden aus.
Setup: i7 4820K@3,7 GHz, ASUS P9X79-E WS, 1,4(sic!)xGeforce GTX 780@900 MHz, 32GiB Kingston HyperX Beast@1866 MHz, Apple HD Cinema 23"
Ich glaube, das ist ein System, dass sich wohl kaum einer zusammenstellen würde, da ist es ja kein Wunder, dass andere Hardware sparsamer ist.
So gesehen läuft der Opel Corsa auch 130 km/h, da braucht man kein Bugatti Veyron.
Ich habe keine Ahnung, wie man 1,4 Grafikkarten einbauen kann, bzw. den Wert dann vergleichen kann?! Naja ist ja nur ne Studie.
Man muss die Gegenrechnung aufmachen, wer am Rechnerspielt macht dafür andere Sachen nicht. Einmal im Urlaub um die Welt zu fliegen
entspricht dem Lebensverbrauch an Strom für Rechnerspiele. Leider finde ich die Anzahl der weitweiten Kranfwerke nicht, aber es sind
alleine 1200 Kohlekraftwerke in Planung. Studie: Weltweit 1.200 neue Kohlekraftwerke geplant
Weltweit dürften also ca. 5000 Großkraftwerke im Einsatz sein. Das mach das 1% der Computerspieler den Kohl nicht fett, wenn wir dagegen
sehen, dass 50% der Autofahrten für Freizeitbeschäftigungen genutzt werden. Also locker bleiben ....
Ganz davon ab, dass Energiegewinnung ja auch weiterentwickelt wird!
Heute ist n neuer VW Polo ja auch so groß wie früher ein Golf III war (eine Klasse höher angesiedelt), hinzu kommt noch die ständig steigende Motorleistung neuer Autos bei erhöhter Effizienz der Motoren.
Heißt: Der Flottenverbrauch an Benzin bleibt gleich.
Ich glaube heute könnte man technisch gesehen locker einen Golf III bauen, der nur noch 2 oder 3 Liter braucht und aus nem 1.0 Liter Motor 60 PS raus holt, aber so was kauft ja heute keiner ...
Bei Computern ist das auch nicht anders. Ein Pentium IV oder ein Phenom haben auch 140 Watt verbraten, über die Leistung im Vergleich zu heutigen CPUs reden wir lieber nicht.
Wer Strom sparen will, kann sich ja durchaus einen untervolteten i3 kaufen. Das ist dann aber wieder wie beim Auto: Viel Leistung bei null Verbrauch geht halt nicht. Die Leistung eines i3 ist halt nur Mittelmaß (aber deshalb keinesfalls schlecht).
Für einen i5 empfiehlt sich übrigens auch ein ordentliches Board und Kühler
(BTW: Bevor du mich jetzt als AMD-Fanboy abstempelst, solltest du wissen, dass ich seit Jahren nur Intel verwende)
Es empfiehlt sich zwar, nötig ist das allerdings nicht. Man kann einen i5 Haswell problemlos mit nem B85-Board betreiben. Und da bist du am Ende schon in einem ähnlichen Preisbereich.
Zum Einen gibt es die Leute, die AMD so treu sind, dass sie, obwohl sie wissen, dass du für das gleiche Geld einen für ihren Zweck deutlich besseren Intel-Build zusammenstellen kannst.
Und zum Anderen gibt es die Leute, die denken, dass n FX 8xxx schneller als n i5/i7 ist, nur weil er angeblich 8 Kerne hat, was sowieso gelogen ist. Wo sind da 8 komplette/vollständige physische Kerne? Ich seh da nur Integer
Und dann bekommt man noch um die Ohren gehauen, dass Intel ja so viel teurer ist. Bis man denen dann das Gegenteil beweist.
Klar, n FXer mag fürs Rendering aufgrund der Architektur vielleicht besser sein, in Spielen sind sie momentan den Intel-CPUs deutlich unterlegen. Ich selber achte möglichst drauf, dass meine Hardware effizient und dabei trotzdem Leistungsstark ist. Gut, der i7 existiert hier nur, weil ich den unbedingt wollte, allerdings hab ich mich davor noch mit dem lütten Pentium zufrieden gegeben. Und der ist für den Preis schon recht geil.
PS: Es gibt nur einen Haswell-Pentium, nämlich den mit offenen Multi.
Die Amis sind sowas von peinlich...als wenn die Effizienz der Komponenten nicht steigen würde, NO COMMENT