Intel: Gleich drei Top-Manager gehen
Intel verliert gleich drei Top-Manager, wie das Unternehmen bekanntgegeben hat. Offiziell werden die Gründe der Abgänge beschwichtigend dargestellt, aber allgemeiner Konsens ist es derzeit, dass dies die Reaktion der Manager auf den Zugang eines ehemaligen Qualcomm-Managers ist, an den sie berichten mussten.
Bei Intel dreht sich überraschend das Personalkarussell, denn gleich drei Top-Manager verlassen das Unternehmen. Kandidat Nummer eins ist Kirk Skaugen, der die Sparte mit PC-Chips (Clients) verantwortet hat. Laut Intel verlässt er das Unternehmen, weil er den nächsten Karriereschritt machen möchte. Kandidat Nummer zwei ist Doug Davis, der das Geschäft rund um das Internet der Dinge verantwortet hat. Er geht laut Intel in den Ruhestand. Und Kandidatin Nummer drei ist Aicha Evans, die das Geschäft der Mobilsparte erst seit rund einem Jahr leitete. Sie geht freiwillig.
Da die offiziellen Angaben zum Ausscheiden von Top-Managern in der Regel mit den üblichen Floskeln begründet werden, muss man etwas genauer hinschauen, wenn man die Gründe für den Abgang von gleich drei Managern bewerten will. Derzeit ist man sich wohl einig darüber, dass es mit der Installation von Venkata "Murthy" Renduchintala zu tun hat, der von Qualcomm kam und dessen Position des Präsidenten vor den Managern geschaffen wurde. Eine Intel-Sprecherin ließ durchblicken, dass bei solchen Besetzungen leitende Angestellte ihre Position und ihre Ziele durchaus neu bewerten.
Vor diesem Hintergrund ist es auch anders zu bewerten, dass Skaugen, Chef der wichtigsten Intel-Sparte, aus eigenen Stücken das Unternehmen verlässt. Sein Nachfolger wird bereits Ende der Woche Stellvertreter Navin Shenoy. Doug Davis ist seit 1984 bei Intel und hat dort 32 Jahre zugebracht. Er wird gehen, sobald ein Nachfolger gefunden ist. Aicha Evans hatte von allen drei Managern mit der Mobilsparte die undankbarste Aufgabe, denn Intel müht sich hier seit Jahren ab und kann nur wenige Erfolge vorweisen. Auch das Internet der Dinge, von dem sich Intel viel verspricht, kommt nicht recht in Fahrt und die Client-Group ist von sinkenden Absätzen und Fertigungsschwierigkeiten geplagt.
Der Aktienkurs von Intel reagierte auf die Bekanntgabe des noch recht jungen Handelstages mit einem leichten Minus. Erst heute Abend wird man sehen, wie sich die Bekanntgabe letztlich ausgewirkt hat.
Quelle: Bloomberg, Wall Street Journal

bei solchen formulierungen wird auch der härteste stuhlgang cremig