Windows 7 gegen Windows Vista: Test der finalen Version mit Spielen und Anwendungen

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Windows 7 gegen Windows Vista: Test der finalen Version mit Spielen und Anwendungen

Marco Albert Google+
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19.08.2009 13:36 Uhr
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Windows 7 ist seit einigen Tagen als RTM-Version per MSDN verfügbar. PC Games Hardware vergleicht die deutsche Version von Windows 7 x64 mit dem Vorgänger Windows Vista SP2 x64.

Windows 7 RTM Test (1)Windows 7 RTM Test (1) [Quelle: PC Games Hardware]Die Beta und der Release Candidate von Windows 7 überzeugten die meisten Anwender. Doch wird auch die finale Version den hohen Erwartungen gerecht? PC Games Hardware testet zunächst Windows 7 x64, da sich diese Version nach Einschätzung der Redaktion am meisten verbreiten wird. Dem neuen System stellen wir den Vorgänger Windows Vista ebenfalls in der 64-Bit-Version gegenüber. Einen Vergleich zu Windows XP sowie weitere Benchmarks und Testdetails finden Sie in der nächsten PC Games Hardware 10/2009 (ab 2. September am Kiosk).

Windows 7: die Versionen
Die Starter- und Home-Basic-Varianten von Windows 7 werden nicht offiziell im Einzelhandel verfügbar sein, sondern richten sich als sogenannte OEM-Versionen direkt an die großen PC-Hersteller. Da Windows 7 Home Basic nur für Entwicklungsländer geplant ist, wird es diese Version ohnehin nicht in Deutschland geben. Von der Windows 7 Home Premium soll es neben der OEM- auch eine Retail-Version geben, die über den Einzelhandel angeboten wird. Die Version Professional wird zusätzlich auch als Volumenlizenzen (Enterprise) für große Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen angeboten. Windows 7 Ultimate wird ausschließlich als Retailversion oder als Upgrade von Windows 7 Home Premium und Professional verfügbar sein.

FunktionWindows 7 StarterWindows 7 Home BasicWindows 7 Home PremiumWindows 7 ProfessionalWindows 7 Ultimate (Enterprise)
Max. RAM*Ca. 3,5 GiByteCa. 8 GiByteCa. 16 GiByteCa. 192 GiByteCa. 192 GiByte
ZielgruppeNetbooksEntwicklungsländerHeimanwenderUnternehmenProfianwender und kleine Unternehmen
NetzwerkBasisFortgeschrittenFortgeschrittenFortgeschrittenFortgeschritten
Media CenterNeinNeinJaJaJa
Aero GlassNeinNeinJaJaJa
Aero PeekNeinNeinJaJaJa
Aero SnapJaJaJaJaJa
Aero ShakeNeinNeinJaJaJa
Thumbnail-VorschauNeinJaJaJaJa
XP-ModusNeinNeinNeinJaJa
UACJaJaJaJaJa
HomegroupNein**Nein**JaJaJa
DomänenNeinNeinNeinJaJa
Multitouch-BedienungNeinNeinJaJaJa
DateisystemverschlüsselungNeinNeinNeinJaJa
BitlockerNeinNeinNeinNeinJa
Remote DesktopNeinNeinNeinJaJa
64 BitNeinJaJaJaJa
ReadydriveJaJaJaJaJa
ReadyboostJaJaJaJaJa
SuperfetchJaJaJaJaJa
Enhanced Taskbar/Jump ListsJaJaJaJaJa

Windows 7 und der Internet Explorer
Windows 7 wird nun doch mit dem Internet Explorer 8 ausgeliefert - damit ist die Windows-7-E-Version ohne den Microsoft-Browser Geschichte. Per Windows-Update bekommt der Anwender später die Möglichkeit, einen anderen Webbrowser für Windows 7 zu wählen. Es werden Konkurrenten wie Firefox, Safari, Google Chrome und Opera angeboten. Bisher fehlt aber noch die Zustimmung der EU-Komission. Computerhersteller sollen ebenfalls die Möglichkeit haben, Internet-Browser von Dritten in die Vorinstallationen von Windows 7 zu integrieren. Ursprünglich wollte sich Microsoft auf andere Art dem europäischen Wettbewerbsrecht beugen und Windows 7 "E" ohne integrierten Internet Explorer und damit ganz ohne Browser ausliefern, dieser Plan stieß jedoch auf starke Kritik.

Upgrade auf Windows 7
Da der Internet Explorer jetzt in Windows 7 bleibt, ist auch das direkte Upgrade mit Datenübernahme wieder möglich. Sie können also von Windows Vista auf Windows 7 aktualisieren und Programme sowie Einstellungen übernehmen. Allerdings ist dies nur möglich, wenn Sie von 32 auf 32 Bit oder 64 auf 64 Bit updaten und in der gleichen Editions-Familie bleiben. Mehr dazu in der Tabelle.

  Windows 7 Home Premium Windows 7 Professional Windows 7 Ultimate 
  32 Bit64 Bit32 Bit64 Bit32 Bit64 Bit
Windows XP32 BitNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallation
Windows Vista Starter32 BitNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallation
 64 BitNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallation
Windows Vista Home Basic32 BitUpgradeNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationUpgradeNeuinstallation
 64 BitNeuinstallationUpgradeNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationUpgrade
Windows Vista Home Premium32 BitUpgradeNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationUpgradeNeuinstallation
 64 BitNeuinstallationUpgradeNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationUpgrade
Windows Vista Home Business32 BitNeuinstallationNeuinstallationUpgradeNeuinstallationUpgradeNeuinstallation
 64 BitNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationUpgradeNeuinstallationUpgrade
Windows Vista Ultimate32 BitNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationUpgradeNeuinstallation
 64 BitNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationNeuinstallationUpgrade

Windows 7: Installation
Die Installation von Windows 7 unterscheidet sich kaum vom Vista-Setup. Allerdings ist ein entscheidender Punkt anders: Windows 7 erstellt automatisch eine 100 MiByte große Partition, in der systemrelevante Daten wie der Bootmanager abgelegt sind. Diese Partition erscheint im Explorer später nicht. Die Windows-7-Installation an sich geht schnell voran und dauert nicht länger als eine halbe Stunde. Am Ende der Windows-7-Installation findet wie unter Windows Vista eine Messung der Systemleistung statt.

Windows 7 RTM: SystemsteuerungWindows 7 RTM: Systemsteuerung [Quelle: PC Games Hardware]Windows 7: Benutzerkontensteuerung
Die Benutzerkontensteuerung (auch UAC genannt) hatte unter Windows Vista einen schlechten Ruf, da sie durch häufige Fragen den Bedienkomfort störte. Viele Anwender schalten darauf das UAC ab, womit sich das Sicherheitsniveau stark reduzierte. Microsoft hat die Kritik angenommen und die Benutzerkontensteuerung in Windows 7 deutlich verbessert: Sie als Anwender können die Benachrichtigungseinstellungen selbst ändern. Es erscheinen selbst in der höchsten Stufe deutlich weniger Meldungen als unter Windows Vista. Standardmäßig ist unter Windows 7 die zweithöchste Stufe eingestellt. Laut den Kollegen der c't ist dies ein Sicherheitsrisiko und ermöglicht trotz Benutzerkontensteuerung unter Windows 7 die Ausführung von Schadcode.

Windows 7 RTM: Einstellung der Benutzerkontensteuerung (UAC)Windows 7 RTM: Einstellung der Benutzerkontensteuerung (UAC) [Quelle: PC Games Hardware]Windows 7: die coolen Features
Windows 7 bringt trotz des kleinen Versionssprungs einige Neuerungen mit und hebt sich auch optisch von Windows Vista ab. Hat man sich an die neue Taskleiste von Windows 7 gewöhnt, steigt die Produktivität, da man schnell zwischen Anwendungen und vor allem zum gewünschten Dokument wechseln kann. Zudem können Sie Programme in der Taskleiste anpinnen und über die rechte Maustaste passende, schon einmal verwendete Dateien aufrufen.

Eine ähnliche Funktion bietet auch das Startmenü. Funktionen wie Aero Snap oder Aero Peek sind nützlich und vereinfachen richtig angewandt auch die Arbeit mit Windows 7. Die Designpakete und Minianwendungen sind weniger nützlich, gefallen aber sicher vielen Anwendern. Sehr gut ist die Funktion "Heimnetzwerkgruppe": Damit können Sie bequemer und gezielter als bisher Freigaben im Netzwerk erteilen und dies sehr einfach und per Kennwort - ähnlich wie unter Windows 98. Ebenfalls verbessert wurden das Media Center, nun mit richtiger Videobibliothek und besserer Hardwareunterstützung (Stichwort DVB-S). Windows 7 Professional und Ultimate unterstützen auch den XP-Modus, mit dem hauptsächlich Firmen ältere Anwendungen betreiben können - für Spiele eignet sich das virtuelle XP nicht. Der XP-Modus befindet sich aber noch im RC-Status. Viele Verbesserungen in Windows 7 liegen aber auch unsichtbar unter der Oberfläche, etwa die bessere SSD-Unterstützung.

Windows 7 x64 gegen Windows Vista x64
Die Benchmarks zeigen, dass Windows 7 kaum schneller ist als Windows Vista - allerdings auch nicht langsamer, denn bis zum Release haben die Treiberentwickler noch Zeit, mehr Performance herauszukitzeln. Anwendungsbenchmarks wie Cinebench oder der Kopiertest messen fast keinen Unterschied. Nur bei den Spielen kann sich Windows 7 leicht von Windows Vista absetzen, hier ist aber der Einfluss der Treiber sehr stark. Hinzu kommt natürlich noch der gefühlte Geschwindigkeitszuwachs durch Windows 7: Fenster werden deutlich schneller aufgebaut und auch die Treibersuche geht unter Windows 7 fixer.

Windows 7: erstes Fazit
Windows 7 ist nach unserem ersten Test der RTM-Version ein gelungenes Betriebssystem; es werden nahezu alle Fehler des alten Windows Vista behoben und die Benutzerfreundlichkeit steht an erster Stelle. Auch wenn Windows 7 nur ein kleiner Versionssprung zu Windows Vista ist, kann man es nicht einfach als besseres Service Pack bezeichnen. Wir erinnern uns an Windows XP: Der Microsoft-Klassiker bot auch nur wenige Verbesserungen gegenüber Windows 2000 und war trotzdem über mehrere Jahre erfolgreich. Wie schätzen Sie Windows 7 ein? Werden Sie umsteigen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion!

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PC-Selbstbauer(in)
19.10.2009 00:19 Uhr
Zitat: (Original von Shooter;1187387)
Jap, ganz meiner meinung!
Vom Design hat sich ja nicht wirklich viel verändert. Hier ne neue Taskleiste und da ein paar neue Fenster. Naja..... da ich aber mit Vista sehr gut klar komme bleib ich erstmal bei Vista.



Also ich mag die neue Leiste. War mit ein Grund warum ich auf 7 gewechselt habe obwohl ich Vista für lau bekommen habe.

Mit Vista bin ich nämlich nie wirklich warm geworden.
Software-Overclocker(in)
14.10.2009 12:05 Uhr
Zitat: (Original von Lelwani;1081679)
Kostenlos ok dann würd ichs mir auch raufziehn kein thema aba dafür 100€+ ausgeben um im endeffekt nen "getuntes" Vista zuhaben seh ich nich ein

hab Vista jetzt mehr als 1 Jahr drauf und weniger probleme als mit XP sprich ich hatte noch garkeins



Jap, ganz meiner meinung!
Vom Design hat sich ja nicht wirklich viel verändert. Hier ne neue Taskleiste und da ein paar neue Fenster. Naja..... da ich aber mit Vista sehr gut klar komme bleib ich erstmal bei Vista.
Komplett-PC-Aufrüster(in)
14.10.2009 12:01 Uhr
Ob mal von VISTA 64 bit wirklich umsteigen sollte ist die Frage.
Aber von XP 32 bit kann man es durchaus wagen.

Viele (inkl. mir) haben ja gewartet und sind bisher auch sehr gut mit XP SP 3 zurechtgekommen. Windows 7 (vor allem die 64 Bit Ultimate mit XP Modus) ist für alle XP Umsteiger sicherlich die beste Wahl. Die alten Programme laufen weiterhin auf der VM XP und man kann den Vorteil eines 64 Bit Systems mit DX 11 nutzen.

Das war genau der Schritt auf den ich gewartet habe und M$ hat ihn auch wirklich gemacht. Das OS ist wirklich gelungen und dem verschmähten Vista weint schon bald keiner mehr eine Träne hinterher.

Viele Firmen werden jetzt auch umsteigen und endlich können die Notebook User auch ein Ressourcen schonendes OS nutzen.

Wenn jetzt noch ein W7 für Netbooks kommt hat M$ alles richtig gemacht. (Außnahmsweise)
10.10.2009 17:58 Uhr
Wenn dir dieser Superbar Müll nicht gefällt dann Vistafizier die Taskleiste einfach.
Komplett-PC-Aufrüster(in)
10.10.2009 17:43 Uhr
Ich liebe Vista, wenn man das so sagen kann. Vista hat mein 7 Jahre altes Win2k abgelöst, und es gefällt mir wie Win2k sehr gut. Vista ist stabil und ich arbeite gerne damit.

Habe 7 ausprobiert und muß fairerweise sagen, dass der Explorer schneller reagiert als bei Vista, was dann die gefühlte Geschwindigkeit verbessert.

Nun ist Vista aber nicht wirklich lahm oder träge, und die paar Millisekunden - drauf gesch*****!

Was mir eindeutig an 7 mißfällt ist das neue leicht veränderte Aero-Design. Die Taskleiste bei 7 kommt mir wie vor wie ein billiger Linux-Distri-Verschnitt - nicht mein Ding!


So schwimme ich wieder gegen den Strom und benutze Vista statt 7 genauso wie vorher Win2k statt XP.

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