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      • Von JePe Freizeitschrauber(in)
        Vorweg - der Grund dafuer, dass ich Deine Posts herausgepickt habe, ist nicht, dass ich hier einen privaten Flamewar starten will sondern eher, dass Du sachlich und mit Respekt argumentierst. Das ist in Foren allgemein und beim Reizthema "Raubkopie" besonders die Ausnahme.

        Zitat von gumbel

        Dennoch: eine höhere Absatzmenge an materiellen Produkten erfordert einen größeren Arbeits, Zeit und Ressourcen-Aufwand, eine höhere Absatzmenge an digitalen, geistigen Gütern tut dies nicht.
        Zu Ende gedacht wuerde das bedeuten, dass Immaterialgueter irgendwann zu Preisen nahe Null verkauft werden muessten. Warum das eine Illusion ist, erklaere ich spaeter.

        Zitat von gumbel

        Wiederum ein Punkt neben den Raubkopie-Diskussionen der meiner Ansicht nach bestätigt, dass ein Großteil der Bevölkerung das derzeitgies Preissystem als ungrecht empfindet und nach Auswegen sucht.
        Ja - so wie Herr Zumwinkel das deutsche Steuersystem wohl auch als ungerecht empfand, nach Auswegen gesucht und schliesslich in einem Fuerstentum gefunden hat.

        Wenn die Bevoelkerung die Distributions- und Preissysteme als ungerecht empfindet, hat sie es in der Hand, Druck auszuueben: durch Nichtkonsum. Das sie ihr Heil derzeit in Urheberrechtsverletzungen sucht liegt ausschliesslich daran, dass sie das Risiko, schmerzhaft sanktioniert zu werden, als verschwindend gering einstuft. Leider haeufig zu Recht.

        Zitat von gumbel

        Der derzeitge Weg ist eine Sackgasse, es wird Zeit, dass die Konzerne sich dieser unbequemen Wahrheit stellen.
        Aber sicher nicht dadurch, dass man losgeloest von jedweder wirtschaftlichen Realitaet der Industrie die Pistole an die Brust haelt und sie vor die Wahl stellt: unser Preis oder gar kein Preis. Ganz abgesehen davon dass ich erhebliche Zweifel daran habe, dass sinkende Preise eine erhebliche Wirkung zeigen wuerden: wem €0.99 fuer einen Song bei MUSICLOAD & Co. noch zu teuer sind, der wird ihn voraussichtlich auch nicht fuer €0.01 erwerben. Weil es eben immer noch einen Cent billiger geht. Der nicht tot zu kriegende Humbug von einer Kulturflatrate ist deswegen auch kein Ausweg - weil sie entweder zwangsweise von allen Internetnutzern zu entrichten waere (und ich weiss beim besten Willen keinen Grund, warum ein Fruehrentner, der nur einmal in der Woche nach den Lottozahlen schaut, einem "Sauger" den Musikkonsum subventionieren sollte) oder auf die Ehrlichkeit der Nutzer angewiesen waere. Und um die scheint es mir nicht besonders gut bestellt zu sein.

        Zitat von gumbel

        Langfristig werden Wege gefunden werden legal, oder illegal sich diesem System zu entziehen. Und dann verlieren die Konzerne richtig.
        Wenn der gegenwaertige Trend -naemlich "die" als "Contentmafia", "Lobbyhuren" und "Abmahnanwaelte" zu diffamieren, sich jeder sachlichen Diskussion zu verweigern und sich zu nehmen, was man gerade "braucht"- anhaelt, verlieren zuvorderst die Buerger, weil die Gesetze dann entsprechend justiert werden. Und das geht auch voellig in Ordnung.

        Zitat von gumbel

        Totale Kontrolle durch den Staat kann niemand ernsthaft wollen, auch nicht zur Verbrechensbekämpfung. (falls doch -> G. Orwell: 1984 & andere: mal lesen!)
        Totale Kontrolle? Nein. Kontrolle? Selbstverstaendlich; auch und besonders im Internet. So wie eine Kamera Dich automatisch fotografiert, wenn Du durch eine Tempo 30-Zone rast, sollte es Mechanismen bei den Internetzugangsanbietern geben, die illegale Handlungen ab einer zu definierenden Schwere erfassen, gerichtsfest protokollieren und den Strafverfolgungsbehoerden zuleiten. Dadurch wird keinerlei verfassungsmaessiges Recht eingeschraenkt - weil es ein Recht auf Unrecht nicht gibt. Nicht der Buerger wird hier ueberwacht, sondern eine technische Vorrichtung - der Buerger geraet erst dann ins Visier, wenn er diese gesetzeswidrig nutzt. Niemand kaeme auf die Idee, die Ueberwachungskameras in Geldautomaten abschrauben zu lassen. Ich kenne keine genauen Zahlen und bin zu faul, welche zu suchen (was schwierig genug sein duerfte) - aber die Anzahl von Ueberfaellen an Geldautomaten im Verhaeltnis zu deren Nutzung duerfte signifikant geringer sein als der Anteil der illegalen an der gesamten Nutzung des Internets. Warum gibt es hier keinen Aufschrei?

        Zitat von gumbel

        Die Anstrengungen zur Verfolgung von Raubkopieren stammen nicht von Staatsanwälten, sondern von Konzernen.
        Glaubt ihr etwa Gesetze wie das IPRED oder die Gesetze zur Datenfreigabe von Providern bei Urheberrechtsverstößen sind ohne Lobby-Arbeit entstanden? Das sind nicht Gesetze die der Staat oder die Allgemeinheit der Bevölkerung fordert, das sind Gesetze die auf Initiative von Konzernen entstehen.
        Ja - und? Ist das Gesetz alleine deswegen zu beanstanden, weil es auf Initiative derer entstanden ist, die bei voellig abwesendem Unrechtsbewusstsein in ihren Rechten verletzt werden? Und ein Unrechtsbewusstsein existiert nicht - von "die haben doch genug" ueber "ich mache das aus Solidaritaet mit den Kuenstlern" (was fuer ein selten schwachsinniges Argument ...) und "ich kann es mir nicht leisten" bis hin zu "ich habe keine Wahl, ich muss das haben" ist alles dabei. Reflexion, Selbstkritik: Fehlanzeige. Man ist sein eigener, digitaler Robin Hood. Musik, Spiele & Co. sind keine Grundnahrungsmittel, sondern Luxus. Und den braucht man nicht, den will man.

        Zitat von gumbel

        Als kleiner Gedankenanstoß: Gäbe es einen Replikator (wie bei Star Trek) und unbegrenzt Energie, würden dann nicht materielle Güter an Wert verlieren? Nun, es gibt einen "Replikator" um digitale Daten unbegrenzt zu vervielfältigen - wo bleibt die Konsequenz daraus? Wie sieht sie aus?
        Aktuell tun wir so, als wären diese digitalen Daten materielle Güter und zahlen für jedes einzelne wie für ein Kilo Obst oder einen Schrank.
        Der Vergleich beruecksichtigt nicht, dass das zu replizierende Gut irgendwann erstmalig hergestellt werden muss; der Ist-Zustand geht letztlich in Ordnung, weil die Software, Musik etc. zwar bereits vorhanden ist, der Datentraeger aber immer wieder in China neu hergestellt, in Thailand verpackt, nach Europa verschifft oder geflogen, zum naechstgelegenen MEDIA MARKT gefahren und dort verkauft werden muss. Also eine erkleckliche Kette mit reichlich Gliedern - die alle satt werden wollen. Verhaeltnismaessig dazu ist der Preis fuer ein Spiel, eine Musik-CD oder eine DVD geradezu absurd. Und zwar absurd niedrig.
      • Von Progs-ID PCGH-Community-Veteran(in)
        Wie kommt man überhaupt auf sowas? Wenn man sowas macht, ist doch klar, dass es irgendwann rauskommt, vor allen Dingen heute, wo doch kontrolliert wird ohne Ende. Die Zwei wurden zurecht bestraft.
      • Von schramme Komplett-PC-Käufer(in)
        Dann Müssen Die Programmierer Halt Ein Programm Schreiben, Verkaufen, Den Quellcode Löschen & Wieder Von Vorne Anfangen...

        Ich Denke Wer Ein Problem Mit Den Preisen Hat, Braucht Bei Software Und Filmen Nur Etwas Geduld: Nach Ca. 3 Jahren Laufen Die Meisten Filme Im Free-TV, Computerspiele Verfallen Äußerst Rapide Im Preis, Selbst Windows Vista Kostet Inzwischen Nur Noch Ein Bruchteil...

        Selbst Musik Kann Man Legal & Kostenlos Über MySpace, YouTube, Radio, ... Beziehen...

        @ Topic (Mehr Oder Weniger) Man Sollte Das Strafmaß Insgesamt Hinaufsetzen (Evtl. Auch Einkommensabhängig) , Will Sagen Die Strafe Is Nich Hoch Genug Für Die Beiden...

        Grüße @ All
      • Von gumbel Komplett-PC-Aufrüster(in)
        das rumgeflame auf den vorhigen Seite ist unangemessen - finde ich auch.

        Davon abgesehen entwickeln sich Diskussionen nun einmal, in diesem Fall aus der Frage "lässt sich geistiges Eigentum überhaupt klauen, oder kann ich damit nur den Gewinn stehlen, den der Urheber damit erzielen könnte ?"

        Das führte unweigerlich zu der Frage, inwieweit zwischen Raubkopien im privaten und gewerblichen Bereich unterschieden werden muss.

        Und inzwischen ist die Diskussion eben dabei angelangt, dass digitale Waren die Besonderheit aufweisen, kopiert werden zu können (im Sinne von Verdoppeln und nicht von nachmachen) und ob dies nicht einen Einfluss auf die althergebrachte Preisgestaltung haben müsste.

        Als kleiner Gedankenanstoß: Gäbe es einen Replikator (wie bei Star Trek) und unbegrenzt Energie, würden dann nicht materielle Güter an Wert verlieren? Nun, es gibt einen "Replikator" um digitale Daten unbegrenzt zu vervielfältigen - wo bleibt die Konsequenz daraus? Wie sieht sie aus?
        Aktuell tun wir so, als wären diese digitalen Daten materielle Güter und zahlen für jedes einzelne wie für ein Kilo Obst oder einen Schrank.
      • Von Bigyeti Freizeitschrauber(in)
        Ich will ja nix sagen , aber was hier immoment abgeht ist ein bissle arm.

        Die Einen beschuldigen die Anderen als Raubkopierer.
        Leute ziehen über Hartz4 Empfänger her.
        Downloaden von Windows Versionen wird legalisiert.

        Was hat das mit dem Thema zu tun?
        Finde ich in Ordnung , dass die Händler dafür blechen mussten, die Strafen hätten noch höher ausfallen können.

        Macht euch ma bitte Gedanken, dass das hier nen Öffentliches Forum ist und ihr bei der News bleiben solltet. Streiten über Harz4 können ihr auch woanders, das hat in keiner Weise etwas mit der der Nachricht zu tun.

        Danke
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Organisierte Raubkopierer verurteilt
Microsoft verbucht einen Erfolg gegen zwei Händler aus München und Nürnberg, die professionell gefälschte Windows-XP-CDs in Umlauf brachten. Haft- und Geldstrafen müssen die Händler nun in Kauf nehmen.
http://www.pcgameshardware.de/Windows-Software-122001/News/Organisierte-Raubkopierer-verurteilt-681680/
16.04.2009
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2009/04/Windows_XP_FULL_CD.jpg
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