Windows-Chefin meint: Windows 8 braucht sechs Wochen Zeit zur Umgewöhnung
Seit Steven Sinofskys Abgang bei Microsoft ist Julie Larson-Green die Chefin der Windows-Sparte. In einem Interview mit Technology-Review sprach Larson-Green nun über Windows 8 und ist vollends von der neuen Art der Touch-Oberfläche überzeugt.
Mitte November verließ Steven Sinofsky Microsoft, seine Nachfolge als Windows-Chef trat Julie Larson-Green an. Diese hat sich nun in einem Interview mit Technology-Review zu Windows 8 geäußert. Ihrer Meinung nach stellt Windows 8 die logische Evolution der Windows-Serie dar. "Als Windows erstmals vor 25 Jahren veröffentlicht wurde, waren die Auffassungen zu PCs noch andere. Damals stand der Computer unter dem Schreibtisch und auf diesem der Bildschirm. Mit Windows 8 jedoch ändern sich diese Dinge, unter anderem mit der Kachel-Oberfläche." Wird in Zukunft also auch der herkömmliche PC per Finger bedient werden?
Larson-Green zufolge erscheint das gar nicht so abwegig: "Es ist eine sehr natürliche Bedienung. Wenn Sie einen Laptop mit Touch-Bedienung vor sich haben, schaltet Ihr Gehirn automatisch um. Sie beginnen instinktiv, den PC per Touch zu bedienen, wodurch die Bedienung wesentlich schneller wird. Zwar wird es aus Kostengründen auch in Zukunft PCs ohne Touch-Oberfläche geben, aber ich glaube, dass diese stark in der Minderzahl sein werden." Microsoft habe sich bei der Entwicklung von Windows 8 nach Angaben von Larson-Green in keinster Weise an dem Erfolg von Tablet-PCs wie dem iPad orientiert. "Bereits im Juni 2009, also noch vor der Auslieferung von Windows 7, haben wir Windows 8 entwickelt - zu dieser Zeit existierten lediglich Gerüchte über ein mögliches iPad."
Microsoft musste für Windows 8 besonders wegen den unterschiedlichen Benutzeroberlächen Kritik einstecken. Larson-Green dazu: "Es war eine einhellige Entscheidung, sowohl die Kacheln, als auch den herkömmlichen Desktop zu integrieren. Ein Finger wird niemals so präzise wie eine Maus sein." Die Windows-Chefin ist sich natürlich auch bewusst, dass Windows 8 (unter anderem auch durch die Kacheln) im Vergleich zu Windows 7 signifikante Neuerungen bringt. Ihrer Meinung nach dauert es aber lediglich rund sechs Wochen, bis sich Nutzer umgewöhnt haben.
Auf die Frage, ob es bei dem Entwickler-Team inzwischen etwas ruhiger zugeht, antwortet Green: "Wir haben genauso viel Arbeit, wie vor dem Release von Windows 8. Wir denken immer an neue Technologien, die Nutzern zu Gute kommen könnten." Handelt es sich hierbei womöglich schon um einen Hinweis zu Windows 9?
Das komplette Interview mit weiteren Antworten der Windows-Chefin finden Sie bei Technology-Review. Alle weiteren Informationen zu Windows 8 finden Sie auf unserer Themenseite.

Windows 8 ist so oder so Geschichte, wenn sich das Gerücht bewahrheiten sollte, dass mit Windows Blue (8.1) der Desktop entfällt...
Aber prinzipiell ist eine Umgewöhnung in 1-2 Tagen möglich und realistisch. Kleinigkeiten gibt's bestimmt danach hin und wieder.
Habe im 2. Anlauf Win 8 drauf und bin echt zufrieden, habe mir die Eingewöhnungszeit genommen und arbeite mit Start 8 (Startet auf Desktop und hat Startmenü) bin zufrieden.
Das sehe ich auch so - WinRAR bzw. die Einträge im Kontextmenü funktionieren in Win8 exakt wie in Win7.
Da war eig. nur winrar drin. Und wie gesagt unter win7 passiert das nicht.