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  • Windows 8 zum Release: Historie und Umfrage - Welches Windows war das beste?

    Diesen Freitag startet Windows 8. PC Games Hardware will daher schon heute vor dem Release einen kleinen historischen Blick auf die vergangenen Versionen werfen und stellt angesichts der Debatte um Microsofts neues OS die Frage: Welches Windows war das beste?

    Zum Start ein kleiner Rückblick: Die Windows-Vorläufer

    Vor der Erfindung des Transistors (1947) benötigten die großen Rechenmaschinen keine Software im heutigen Sinne. Operationen waren meist als Hardware fest vorgegeben. Eine Programmierung, wie wir sie heute kennen, war nur sehr eingeschränkt möglich, etwa über Lochkarten. Erst 1964 führte IBM mit /360 eine Software ein, die auf einer ganzen Modellreihe genutzt werden konnte. 1969 schließlich begann die Entwicklung des Betriebssystems Unix (hauptsächlich für Server-Systeme). Allerdings war erst CP/M von 1974 die erste Systemsoftware, die auch für Heimrechner entwickelte wurde und tatsächlich weitgehend plattformunabhängig war.

    Die Windows-Geschichte: Von der Kommandozeile zum Fenster

    Mit dem Aufkommen der Heimcomputer Anfang der Achtzigerjahre wurde der Markt der Betriebssysteme deutlich belebt. Allerdings waren nach wie vor die meisten Systemprogramme auf das jeweilige Produkt zugeschnitten und - mit Ausnahme von CP/M - nicht plattformunabhängig. 1981 kam es zum wohl größten Coup der Softwaregeschichte: Microsoft kaufte der kleinen Firma Seattle Computer Products für 50.000 US-Dollar sämtliche Rechte am Betriebssystem 86-DOS ab, auch QDOS genannt - einen CP/M-Klon. Zuvor hatte Microsoft dem Computerriesen IBM versprochen, ein Betriebssystem für deren kommenden Personal Computer zu liefern, aber selbst keines im Angebot. Mit minimalen Änderungen lieferte Microsoft das Betriebssystem später an IBM, wo es als PC-DOS verkauft und bald zu einem gigantischen Erfolg wurde. Doch Microsoft durfte das System als MS-DOS auch selbst anbieten und verkaufte es bald an die zahllosen Hersteller von PC-Nachbauten. DOS begründete auf diese Weise Microsofts Position als größten Anbieter für Betriebssysteme. Zwar wurde bald auch Digital Researchs CP/M auf dem IBM-PC angeboten - doch zu einem Vielfachen des Preises, der für DOS fällig war, weshalb es bald in der Versenkung verschwand. Dabei war DOS mit seiner schmucklosen Kommandozeile schon nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

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    Apple erkannte schnell (vor allem inspiriert durch Xerox), dass Anwender keine Befehle auswendig lernen wollten und entwickelte eine grafische Benutzeroberfläche zur Steuerung des Computers. Dabei war es nicht der Mac, der dieses moderne Interface marktfähig machte: Schon 1983 brachte Apple den (oder die?) Lisa auf den Markt, nach dem eher unbekannten Xerox Star der zweite kaufbare Computer mit Maussteuerung und grafischer Oberfläche. Doch Lisa, Gerüchten zufolge benannt nach der Tochter des Apple-Mitgründers Steve Jobs, erwies sich als Flop, ebenso wie das leicht verbesserte Modell Lisa 2. Erst mit dem Macintosh, eingeführt 1984, wurde die grafische Oberfläche samt Mausbedienung zum Erfolg, der durch GEM auf dem Atari ST und die Workbench des Amigas auch auf die unteren Preisklassen durchschlug. Schon vor der offiziellen Vorstellung des Macs wusste Microsoft von Apples Plänen, schließlich lieferte Microsoft Software für den geplanten Rechner. Bill Gates erkannte, dass bald alle Rechner auf diese Weise gesteuert würden, der grafischen Benutzeroberfläche und der Computermaus gehörten die Zukunft. Microsoft, dank DOS führender Anbieter von Betriebssystemen, musste sicherstellen, dass die altmodische Kommandozeile nicht von Apples Fenstersystem verdrängt wurde - also kündigte Bill Gates am 10. November 1983, kurz vor dem Start des Macs, eine eigene grafische Oberfläche für DOS an: Windows. Noch existierte kaum Code, erst zwei Jahre später war die Software marktreif - und hinkte dem längst etablierten Mac-System weit hinterher. Zudem sah sich Microsoft bald mit einer Klage von Apple konfrontiert; Windows, hieß es darin, sei nichts als eine Kopie von Mac OS. Dennoch erwies sich Gates' Strategie als richtig: Windows gehörte die Zukunft.

    Die Windows-Geschichte: Microsoft festigt seine Vormachtstellung

    Windows 1 und 2 blieben weitgehend erfolglos, auch Version 3.0 schaffte den Durchbruch nicht. Noch immer wurden die meisten PCs über die altertümliche DOS-Kommandozeile bedient, während Apples Macintosh-Linie längst per Maus und grafischer Oberfläche gesteuert wurde. Das sollte sich ändern am 6. April 1992: An diesem Tag lieferte Microsoft die neue Windows-Version 3.1 aus, erstmals auch als Update-Version. Auch wenn der Versionssprung gegenüber Windows 3.0 nicht sonderlich groß ausfiel, waren die Änderungen folgenreich: Erstmals enthielt Windows skalierbare True-Type-Schriftarten, die Windows schlagartig tauglich fürs Desktop-Publishing machten - bislang eine Apple-Domäne. "Drag and Drop" mit der Maus wurde eingeführt, was den Komfort erhöhte; außerdem verstand sich Windows nun auf schnellere Modems und höhere Bildschirmauflösungen. 3.1 wurde die erste wirklich erfolgreiche Windows-Version und legt den Grundstein für die spätere Dominanz dieses Systems.

    Die Windows-Geschichte: Der erste Umbruch mit Windows 95

    Windows 1 blieb eine Kuriosität, Windows 2 war eine Seltenheit - und erst Windows 3.1 wurde zum Erfolg. Dieser blieb jedoch weitgehend beschränkt auf die Geschäftswelt, private Schreibtische eroberte Microsoft damit noch nicht. Ganz anders Windows 95: Innerhalb weniger Tage nach Einführung des neuen Betriebssystems am 24. August 1995 wurde weltweit eine Million Exemplare verkauft - und zwar nicht nur an Unternehmen, sondern auch an Menschen, die damit ihre ersten Heim-PCs ausstatteten. Windows 95 war ein riesiger Erfolg, der den Aufstieg Microsofts beschleunigte und zugleich - gemeinsam mit stark fallenden Hardware-Preisen und dem Boom des Spielemarktes - den Computer zum Massenprodukt machte.

    Windows 95 versteckte erstmals seine DOS-Wurzeln, sollte nicht mehr wie ein bunter Aufsatz, sondern wie ein eigenes Betriebssystem wirken. Außerdem wurde kurz nach dem Start des neuen Systems der erste Internet Explorer ausgeliefert, Microsofts folgenschwerer Einstieg in den Browsermarkt. Doch auch unter der runderneuerten Oberfläche, die etwa den Start-Button und die Taskleiste sowie den Windows Explorer einführte, und den modernen Anwendungen steckte nach wie vor der 16-Bit-Kernel des alten DOS.

    Die Windows-Geschichte: Liebe für Windows 98, Spott für Me

    Windows 95 war also noch immer DOS-basiert, obwohl mit Windows NT längst eine moderne 32-Bit-Plattform zur Verfügung stand. Doch den endgültigen Wechsel zu dieser Technik sollte Microsoft erst mit Windows XP wagen - zuvor stand mit Windows 98 von 1998 noch eine weitere Neuauflage der alten Codebasis an. Windows 98 - Codename: Memphis - basierte weitgehend auf Windows 95 C, verlangte aber nach etwas mehr Festplattenplatz und schnellerer Hardware; ein 486DX mit 66 MHz und 16 MiByte RAM waren die Voraussetzungen. Dafür brachte Windows 98 einige neue Funktionen mit, etwa die endlich einigermaßen funktionierende Unterstützung von USB samt Plug & Play, den Internet Explorer 5, Active Desktop und ein neues Treibermodell. Die Zuverlässigkeit eines NT-Systems war damit jedoch nicht zu erreichen - das bewies auch eine "Plug & Play"-Demonstration durch Bill Gates auf der Computermesse Comdex im April vor dem Launch, die zur hämischen Freude des Publikums in einem Bluescreen endete.

    Windows 98 (samt der "Second Edition") sollte das letzte DOS-basierte System sein, danach der Umstieg auf die NT-Basis folgen. Doch kurzfristig entschied sich Microsoft um - und schob Windows Me nach, auch bekannt als Millennium Edition, das unter anderem einige zusätzliche Multimedia-Funktionen und verbessertes Plug & Play mitbrachte. Seinen Ruf als halbgare Zwischenlösung wurde das ungeliebte Windows Me jedoch nie los, mit dem Aufkommen von XP geriet "Millennium" schnell in Vergessenheit.

    Windows 2000 kam am 17. Februar 2000 auf den Markt. Das System mit der internen Bezeichnung NT 5.0 richtete sich eigentlich an professionelle Anwender, für den Heimgebrauch war Windows Me gedacht - dennoch fand 2000 wegen seines modernen Kernels auch unter Heimanwendern viele Freunde. Neu in Windows 2000 waren etwa volle USB-Unterstützung, NTFS 3 und das WDM-Treibermodell.

    Die Windows-Geschichte: Das Wunder von Seattle - Windows XP

    Die ersten Windows-Generationen trugen einfache Nummern, wie sie in der Softwarewelt üblich sind, vom 1985er Windows 1.0 bis hin zur erfolgreichen Version 3.11. Dann waren Jahreszahlen en vogue, den Beginn machte Windows 95, es folgten 98 und 2000. Nach Windows 2000 jedoch brachte Microsoft die Version "Millennium Edition" alias "Me" heraus - und ein Buchstabenkürzel zierte nun auch die nächste Windows-Inkarnation mit Codenamen Whistler, deren Verkaufsnamen Microsoft im Februar 2001 offiziell bekanntgab: Windows XP. Das sollte die Kurzform sein von "Experience", was sich mit "Erfahrung" oder "Erlebnis" übersetzen lässt. Windows XP brachte die NT-Architektur im Oktober 2001 endlich auf den Endkundenmarkt. Windows XP setzte sich langsam durch und war spätestens seit Service Pack 2 (Mitte 2004) das meistverbreitete Betriebssystem Microsofts - daran änderte auch der Nachfolger nichts.

    Die Windows-Geschichte: Hasta La Vista, Baby

    Im Januar 2007 lieferte Microsoft ein neues Betriebssystem an Endkunden aus - mehr als fünf Jahre nach der letzten Version: Windows Vista sollte das alternde XP ablösen und bot neben einer aufgehübschten Oberfläche samt 3D-Effekten ein geändertes Treibermodell, Direct X 10, eine Benutzerkontensteuerung und diverse interne Verbesserungen. Allerdings steckte Microsoft auch viel Kritik ein: Das neue System verschlang viel Platz auf der Festplatte, brauchte große Mengen Arbeitsspeicher und bereitete vielen Anwendungen Probleme. Die geplante Einstellung von Windows XP wurde auf vielfachen Kundenwunsch daher gleich mehrfach verschoben. Immerhin war die 64-Bit-Variante deutlich brauchbarer als jene von Windows XP, Windows Vista x64 wurde daher von vielen Spielern als Betriebssystem eingesetzt.

    Die Windows-Geschichte: Lucky Seven

    Am 22. Oktober 2009 wurde Vista von Windows 7 abgelöst. Microsoft vermied die Fehler, die bei Vista gemacht wurden und präsentierte ein ausgereiftes und schnelles Betriebssystem. Dabei ist Windows 7 eigentlich nur eine Weiterentwicklung von Windows Vista SP2. Unter anderem wurde der Kernel massiv überarbeitet, wobei vor allem der Scheduler interessant war, da er zwar keine optimale, aber doch eine deutlich bessere Unterstützung von Multicore-Systemen integrierte.

    Für Spieler brachte Windows 7 aber auch die neue Schnittstelle Direct X 11 mit, die von Spieleentwicklern auch relativ zügig angenommen und genutzt wurde. Eine der wichtigsten Verbesserungen betrafen aber die UAC: Diese trat unter Windows 7 deutlich seltener zum Vorschein als unter Windows Vista. Im Grunde ist Windows 7 das Betriebssystem, welches man schon bei Vista hätte abliefern wollen.

    Die Windows-Geschichte: 8-Ball - Ich glaub, es kachelt

    Im September 2011 veröffentlichte Microsoft einigermaßen überraschend eine Preview-Version von Windows 8. Die wesentliche Neuerung war die "Metro"-Oberfläche mit ihren Kacheln, die an das mobile OS Windows Phone erinnert und eine einheitliche Menüführung für Tablet- und Desktop-PCs ermöglichen soll. Statt eines Desktops präsentiert Windows 8 nur noch eine Icon-Wand, die Verknüpfungen zu verschiedenen Diensten und Programmen bietet.

    Weil die Icons rechteckig sind, dabei aber in Größe und Form variieren, spricht man auch von Kacheln. Über eine solche Kachel ("Tile") können dann Apps, aber auch der "normale" Desktop geladen werden. Auf Tablet-PCs lässt sich die Metro-Oberfläche komplett mit den Fingern und bestimmten Gesten bedienen, bei Desktop-PCs sollen entsprechende Mausbewegungen die Gesten ersetzen.

    Dieser mutige und für Microsoft wichtige Schritt, der ähnlich gewichtigt ist wie einst bei Windows 95, kommt allerdings bei vielen klassischen PC-Nutzern weniger gut an, denn die Kacheln bedeuten eine deutliche Umstellung in der GUI und damit der Nutzung des Betriebssystems. Es scheint, als ahnte Microsoft, dass der Schritt nicht leicht werden würde und verzichtete sogleich vollkommen auf einen Fallback mit Startknopf. Der würde ohnehin nur dazu führen, dass Metro wohl kaum Verwendung finden würde. Wie die Geschichte ausgeht, wird sich erst mit der Zeit zeigen. Ab dem 26. Oktober 2012 jedenfalls steht Windows 8 im Handel und soll das enorm erfolgreiche Windows 7 beerben. Man wird sehen, wie erfolgreich das klappt.

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    08:18
    Windows 8: Die 10 wichtigsten Neuerungen
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    Es gibt 49 Kommentare zum Artikel
    Von stefan79gn
    Windows 8 ohne dieses Metro mag ok sein, aber dieser zwang ist einfach nur fail. Also w7 läuft bei mir im Januar 2013…
    Von Oberst Klink
    Solange Windows 8 noch einen Metro-Zwang besitzt, können es sich die Heinis von MS gerne in ihre Ärsche schieben^^
    Von xDave78
    Behauptet ja auch Niemand. Meine Aussage bezog sich lediglich darauf, dass mein Vorredner meinte man solle das OS…
    Von FrozenLayer
    Nein, wohl eher daran, dass Win7 das beste Windows-OS war. Mein erster PC war mit Win95, Win2000 war zwar gut für…
    Von 0815klimshuck
    [X] 2000liegt das am alter unserer User das hier so viele win7 anklicken?
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Windows 8 zum Release: Historie und Umfrage - Welches Windows war das beste?
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http://www.pcgameshardware.de/Windows-8-Software-237450/News/Windows-8-zum-Release-1031799/
24.10.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/10/Microsoft-Windows-8-Metro__8_.JPG
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