Windows 8: Zu wenig Touch-PCs verantwortlich für Absatzprobleme
Einige Monate nach dem Windows-8-Start fangen schieben sich scheinbar alle Beteiligten eggenseitig die Schuld an der Misere zu. Acer hat kürzlich die Software als Hemmschuh bezeichnet, nun spielt Microsoft den Ball zurück und sieht die Schuld an den Absatzproblemen im ungeeigneten PC-Portfolio ohne Touch-Ausrichtung.
Laut Berichten soll Microsoft hinter vorgehaltener Hand Kritik an seinen Vertriebspartnern äußern. Angeblich haben diese zum Start von Windows 8 zu wenig Produkte mit Touch-Ausrichtung in das Portfolio aufgenommen und konnten somit die unterschiedlichen Kundenwünsche nicht bedienen. Ein weiteres Problem bei der geringen Anzahl an Touch-Systemen sei darüber hinaus die Konkurrenz aus eigenen Reihen gewesen, denn preislich sind derzeit noch herkömmliche Systeme ohne spezielle Touch-Ausrichtung lukrativer. Dies liegt mitunter auch an der späten Umstellung der jeweiligen Hersteller-Angebote, da erst mit zunehmender System-Zahl und steigenden Absatzzahlen auch die Produktion effizienter gestaltet werden kann und somit auch die Preise für die Touch-Systeme sinken können. Acer hat im Gegenzug kürzlich Windows 8 als verantwortlichen Faktor für die schlechten Verkaufszahlen ausgemacht. Seiner Meinung nach sei die UI-Sprache von Windows 8 mit den großen interaktiven Kacheln zu kompliziert.
Windows 8 wurde am 26. Oktober veröffentlicht und innerhalb der ersten vier Wochen hat sich Windows 8 besser als Windows 7 drei Jahre zuvor verkauft. 40 Millionen Lizenzen verkaufte Microsoft in einem Monat, eigentlich ein Grund, zufrieden zu sein. Die Analysten von NPD Group jedoch betrachten die Markteinführung in Verbindung mit den Verkaufszahlen von PCs. Zunächst einmal nackte Fakten: Im Vergleich zur Vorjahresperiode sind die Verkäufe von Windows-Rechnern um 21 Prozent gesunken. In den USA wurden 24 Prozent weniger Windows-8-Notebooks verkauft - auch hier im Vergleich zur Vorjahresperiode. Desktop-PCs machten im Vergleich ein Minus von neun Prozent. 58 Prozent der neu ausgelieferten PCs waren laut NPD Group mit Windows 8 ausgestattet - im Vergleich: Zur Markteinführung von Windows 7 waren 83 Prozent der neu ausgelieferten PCs mit dem damals aktuellen Betriebssystem ausgestattet.
Quelle: theregister


Nö. Völlig ohne Sinn und Nutzen für die meisten potentiellen Kunden kann sich weder ein Markt für Hardware noch einer für Software entwickeln.
Und kommt mir jetzt nicht mit Apple als Gegenbeispiel, die liefern nämlich Life-Style als Nutzen.
Ohne passende SW, kann sich auch kein HW Markt entwicklen.
MS hat das Zepter den Herstellern in die Hand gegeben.
Oh nein! Meine Software für fliegende Teppiche hat zu geringe Absatzzahlen aber was kann ich denn bitte dafür?
Im ernst es ist doch wohl für jeden offensichtlich, dass sich Touch noch nicht im PC-Markt etabliert hat. Das hätte besonders Microsoft auch wissen sollen.
Hunderttausende Surface RTs auf Lager?
iSuppli schätzt Surface-Absatz auf deutlich unter eine Million | ZDNet.de
Im ersten Quartal habe Microsoft offenbar seine Surface-Produktion zurückgefahren, merken die Marktforscher an. Das Unternehmen habe noch genug Inventar abzuverkaufen. Auch dies sei keine Ausnahme in der Branche – beispielsweise Amazons Erstbestellungen des Kindle Fire hätten weit ins zweite Verkaufsquartal gereicht, weshalb es die Produktion zeitweise einfrieren musste.
iSuppli zufolge hat Microsoft aber noch mit einem zweiten Problem des Surface RT zu kämpfen, nämlich einer “sehr hohen” Rückläuferquote. “Wenn man hohe Rückläuferquote und geringen tatsächlichen Verkauf kombiniert, weist das schon auf ein Problem hin”, sagt Alexander – eines, mit dem wiederum auch Amazons Kindle Fire zu kämpfen hatte. Der Grund ist aber ein anderer: “Die Rückläufer scheinen in vielen Fällen mit der relativ steilen Lernkurve des Betriebssystems zusammenzuhängen – das nicht gerade intuitiv ist.”