Build 2016: Die Zukunft von Windows 10 und was Microsoft dazu sagt

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Build 2016: Die Zukunft von Windows 10 und was Microsoft dazu sagt
Quelle: Microsoft

Microsoft hat sich recht umfangreich zur Zukunft von Windows 10 geäußert und auf der Build 2016 den Fahrplan vorgestellt. Die Desktop-Version soll in naher Zukunft im Fokus stehen und die Mobile-Variante hinten angestellt werden. Zudem gibt es zahlreiche Neuerungen im jetzt Anniversary Update genannten Redstone-Update, die man in Summe als normaler Anwender aber wohl nicht nutzen wird.

Die Build 2016 hat begonnen und die erste Keynote enthielt dann doch mehr Windows 10, als man im Vorfeld vermuten konnte, denn Microsoft hatte ordentlich tiefgestapelt. Tatsächlich aber stand das Betriebssystem im Fokus der Redmonder und das bedeutet nicht nur, dass viel darüber gesprochen wurde, man will auch Taten folgen lassen. Das bedeutet zuerst einmal, dass Microsoft die Entwicklung von Windows 10 für den Desktop priorisiert - auch zulasten von Windows 10 Mobile. Beide Versionen haben nach wie vor Probleme, Mobile mehr wie Desktop, aber die Desktop-Variante ist auch schon seit August 2015 als final deklariert, in der Realität aber nie da angekommen.

Wie geht es mit Windows 10 Mobile weiter?

Windows-Chef Terry Myerson enttäuscht damit all jene, die sich mit Windows 10 Mobile herumschlagen müssen. Freuen wird es die, die die Desktop-Version einsetzen und sich auf schnelle Besserung einiger Probleme freuen dürfen. Myerson macht jedenfalls klar, dass Mobile ein Teil der Familie ist, aber nicht der Kern. Trotzdem will man Smartphones weiter bedienen und einige "coole Sachen" machen. Microsoft hat wohl eingesehen, dass Windows 10 Mobile der falsche Weg ist, um eine große Zahl von Kunden zu erreichen. Myerson kürt daher den Markt zwischen 9 und 30 Zoll zum Fokus und will mit Xbox und Holo Lens Akzente setzen.

Welche Neuerungen kommen in Windows 10?

Das Redstone-Update, Microsoft spricht mittlerweile von Anniversary Update, soll für Windows 10 Mobile noch kommen. Wie es dann weiter gehen soll, wird wohl eine andere Veranstaltung zeigen. Auf der Build 2016 zeigte man Windows 10 Build 14306 für den Desktop, der noch nicht für alle im Insider Program verfügbar ist. Eine der Neuerungen ist Windows Ink, das die Stifteingabe deutlich verbessern soll. So lassen sich dann auch Touch- und Stifteingabe gleichzeitig nutzen.

An Cortana wird man auch weiter arbeiten und neue Funktionen integrieren. Davon abgesehen sollen vorhandene Funktionen verbessert werden. Microsoft zeigte auf der Build, wie die Qualität von Cortanas Hilfestellung angehoben werden soll. Wenn man mit einem Freund über ein Treffen schreibt, soll Cortana etwa direkt Termine für den Kalender vorschlagen. Das klingt sehr futuristisch, ist aber mittlerweile möglich. Das größte Problem wird hierbei die Akzeptanz bei den Kunden, weil Cortana für solche Dienste eben auch die Korrespondenz des Anwenders durchforsten muss.

Windows Hello ermöglicht zukünftig den biometrischen Zugang auf mehreren Geräten. Gleichzeitig wird die Sicherheitsfunktion für Anwendungen erhältlich - zum Beispiel für den Browser Microsoft Edge. Dank der Erweiterung der biometrischen Zugangsfunktion sollen sich Nutzer durch ihre bloße Präsenz auf Geräten oder Webseiten anmelden. Der Sicherheitsstandard sei mit nichts anderem zu vergleichen.

Insbesondere Entwickler werden sich darüber freuen, dass Microsoft die Bash Shell in Windows 10 integriert hat. Die kennt man aus Unix-Systemen und wurde in Zusammenarbeit mit den Ubuntu-Machern realisiert. Folglich werden auch Ubuntu-Kommandozeilenprogramme unter Windows 10 einsetzbar sein.

Spieler können sich darauf freuen, dass der Xbox Store mit dem Windows Store zusammengeführt wird. Zudem bringt das Update neue Funktionen für die Konsole: Unter anderem wird Cortana verfügbar und Hintergrundmusik beim Spielen ist möglich. Nicht zuletzt wird mit dem Xbox Retail Dev Kit jede Xbox One zu einem Entwickler-Kit für das Wohnzimmer.

Wie gut wurde Windows 10 bisher angenommen?

Microsoft bestätigte auf der Build 2016, dass mittlerweile 270 Millionen Systeme weltweit Windows 10 nutzen - im Januar waren es noch 200 Millionen. Myerson zeigt sich mit diesen Zahlen zufrieden und auch mit der Adaptionsrate von Windows 10, deren Marktanteil aber im Vergleich zu Windows 7 immer noch gering ist. Laut Microsoft wurde Windows 10 bereits 75 Milliarden Stunden genutzt. Die Redmonder freuen sich darüber, dass die Nutzer nun enger in die Entwicklung eingebunden sind und viel Feedback liefern.

Auch im OEM-Bereich zeigte sich Myerson auf der Bühne zufrieden. Seit dem Start von Windows 10 sind laut ihm 500 neue Geräte vorgestellt worden, die auf Windows 10 zugeschnitten sind. Microsoft sagt, dass Windows 10 der beste Release in der Geschichte von Windows ist - sowohl im Privatkundenbereich als auch bei den Geschäftskunden. Um dieses Momentum beizubehalten, arbeite ein großer Stab an Leuten an Verbesserungen, die in vielen Fällen auf Kundenfeedback fußen.

Mehr Details zu den Neuigkeiten der ersten Build 2016 Keynote gibt es im Blog Post von Terry Myerson und im Beitrag von Kevin Gallo. Interessenten können sich auch die komplette Keynote noch nachträglich im Channel 9 anschauen. Einen Zusammenschnitt der wichtigsten Punkte liefern wir nach.

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von blasiusx Freizeitschrauber(in)
        Lobpreisungen über Windows 10 gibt es genügende. Ich denke, viele haben sich inzwischen uhr eigenes Bild gemacht, was übrig bleibt, wenn der Lack ab ist.

        Glanz und Gloria sieht anders aus.
      • Von blasiusx Freizeitschrauber(in)
        Lobpreisungen über Windows 10 gibt es genügende. Ich denke, viele haben sich inzwischen uhr eigenes Bild gemacht, was übrig bleibt, wenn der Lack ab ist.

        Glanz und Gloria sieht anders aus.
      • Von T-Drive
        Zu dem Artikel fällt mir nix mehr ein, ausser vlt.: ................................................... .....
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von CiD
        Doch, ganz schlecht!
        Das wurde schon von wem anderes zerpflückt: When it comes to Windows 1 privacy, don't trust amateur analysts | ZDNet

        Davon kann man jetzt halten was man möchte.
        Danke für den Hinweis. Hatte ähnliches 3 Klicks später auch schon entdeckt.
        Trotzdem ist Windows 7 mein letztes Windows.
      • Von blasiusx Freizeitschrauber(in)
        Mir geht es generell nicht so gegen den Datenschutz. Man muss sich halt bewusst sein, in welchem Zeitalter wir leben, und wenn wir Kalender, Mails, Nachrichten und Lesezeichen synchron halten wollen (ohne OwnCloud), dann müssen wir für diesen Luxus nun mal den Preis zahlen.

        Wenn mir aber suggeriert wird, ich könnte in Windows 10 fast alles an Datenschutz aktivieren, und es geht jede Menge raus und rein, und keiner weiss Bescheid was da vor sich geht, ist gesundes Musstrauen bestimmt nicht verkehrt.

        Machen diese Schieberegler wirklich was oder sind die nur eine Art Deko?
      • Von CiD Software-Overclocker(in)
        Zitat von Lexx
        Doch, ganz schlecht!
        Das wurde schon von wem anderes zerpflückt: When it comes to Windows 1 privacy, don't trust amateur analysts | ZDNet

        Davon kann man jetzt halten was man möchte.
      Direkt zum Diskussionsende
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