Windows 10: Microsoft packt Updates immer häufiger zu kumulativen Updates zusammen
Microsoft geht dazu über, einzelne Updates für Windows 10 immer häufiger zu kumulativen Updates zusammenzufassen. Das hat seine Vorteile, aber auch Nachteile, wie man am jüngsten Beispiel sehen kann.
Microsoft geht unter Windows 10 offenbar verstärkt dazu über, Updates zu bündeln. So ist für das November-Update von Windows 10 ein weiteres kumulatives Update erschienen, dass die KB3116908 trägt und die Updates KB3105211, KB3118754 und KB3120677 bündelt. Für Anwender ist das gut, weil die Zahl der zu installierenden Einzelupdates gesenkt wird und die Installation schneller vonstatten geht.
Mit Informationen zu Änderungen ist Microsoft wie gewohnt sparsam - erst recht bei kumulativen Updates. KB3118754 ist bereits ein kumulatives Update, das nun mit KB3120677 und KB3105211, beides ebenfalls kumulative Updates, gebündelt wurde. Die einzelnen Änderungen lassen sich mit einer epischen Reise durch die Knowledge-Datenbank durchaus herausfinden. In Summe sind es vor allem Sicherheitsupdates.
Wird das kumulative Update installiert, hebt es die Build-Nummer von Windows 10 1511 an und zwar von 10586.14 auf 10586.17. Die eigentliche Nachricht ist in diesem Fall aber, dass Microsoft tatsächlich etwas pfleglicher mit seinen Updates als zuletzt bei Windows 7 und Windows 8 umgeht, wo man gerade bei Neuinstallationen hunderte einzelner Updates laden muss, deren Installation sich zieht wie eine Pazifikpassage in einem Schlauchboot.
Der Nachteil dieser Methode ist, dass es für den Endanwender zunehmend schwerer wird herauszufinden, welche einzelnen Updates da gerade installiert werden und was sie bezwecken. Die beiden Updates sind 132 bzw. 231 Megabyte groß - je nach eingesetztem Bitfaktor von Windows 10.
Hintergrund zu Windows 10
Windows 10 ist das aktuelle Betriebssystem von Microsoft, nachdem das 2012 erschienene Windows 8 vor allem bei Spielern nie richtig Fuß fassen konnte. Windows 10 ist am 29. Juli 2015 erschienen und zwar als kostenloses Upgrade für alle, die einen gültigen Key für Windows 7 und Windows 8(.1) besitzen. Mehr zu Windows 10 gibt es auf unserer Themenseite.

Bei Win10 kann man leider eh nicht auf die Installation einzelner Updates einwirken.
Was ist eigentlich aus dem Paketmanager geworden. MS wollte doch verbreitete Software wie VLC o.ä. so ähnlich zur Verfügung stellen, wie es unter Linux gemacht wird.
Schade, dass vermehrt zu kumulativen Updates gegriffen wird. Einen Vorteil hat das für die Nutzer nicht. Das Argument, dass dadurch die Installation schneller gehen würde, ist nicht richtig. Sowohl die Download-Menge als auch die zu kopierenden/ersetzenden Dateien sind natürlich gleich, egal ob es nun ein großes oder zehn kleine Updates sind. Der Nachteil ist, dass es zunehmend schwerer fallen wird, bestimmte problematische Updates zu verzögern oder ganz abzulehnen, weil man die schlichtweg nicht mehr einzeln behandeln kann.
Immerhin veröffentlicht MS momentan noch eine Liste, welche Updates da jeweils kumulativ zusammengefasst worden sind. In Zukunft wird es dann schlimmstenfalls so aussehen, dass man keinerlei Information mehr darüber erhalten wird, welche Updates eigentlich genau in so einem Paket drinstecken. Da würde es dann wirklich zum Glücksspiel, ob hinterher noch alle Programme/Funktionen funktionieren...
Ist doch völlig Latte, was da installiert wird.
Dank Win 10 müssen eh fast alle Nutzer fressen, was M$ ihnen serviert,
da ist es auch völlig egal, was die Updates beinhalten.....
Entweder der Rechner läuft danach oder eben nicht.