Windows 10: Microsoft bezieht endlich Stellung zum Datensammeln [Artikel des Monats September 2015]
Lange hat Microsoft zum Thema Datensammeln bei Windows 10 geschwiegen, doch damit ist jetzt Schluss. Das Unternehmen erklärt, warum die Daten wichtig sind, die gesammelt werden. Außerdem beteuert man, dass nur bei Cortana persönliche Daten gesammelt werden, da sonst der Dienst nicht funktioniert.
Anmerkung: Dieser Artikel hat im September 2015 die meisten Seitenaufrufe bei unseren Usern gehabt und war entsprechend extrem populär. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute erneut - vielleicht finden Sie den Artikel ja heute ebenfalls spannend.
Microsoft musste sich seit dem Release von Windows 10 einiges anhören, wenn es um Datenschutz ging. Die Redmonder sammeln nicht gerade wenige Telemetrie-Daten, sind damit aber auch keineswegs alleine. Der Aufschrei ist wohl vor allem darauf zurückzuführen, dass sich Microsoft bisher noch nicht so aggressiv in Gefilde hervorgewagt hat, in denen zum Beispiel Google unterwegs ist. Verbraucherschützer tadelten Windows 10 als Abhöranlage. Ob es wirklich so schlimm ist, darf wohl bezweifelt werden. Im Netz aber tummeln sich trotzdem zahlreiche Programme, die dem Datenversand unter Windows 10 Einhalt gebieten. Doch was sagt Microsoft dazu?
Bisher herzlich wenig. Bisher. Denn die Redmoner haben sich nun dazu entschlossen, zur Datensammelei Stellung zu beziehen. In einem Blog-Eintrag erklärt man, warum man Daten sammelt. In erster Linie geschieht das laut Microsoft, um die Nutzererfahrung persönlicher zu machen. Vertrauen ist dabei aber einer der Grundpfeiler, so Microsoft. Man sei sich durchaus im Klaren darüber, dass man sich dieses Vertrauen verdienen muss.
Terry Meyerson erläutert daher die Prinzipien der Datenerhebung bei Microsoft. Diese werden nur zur Verbesserung des Produktes erhoben und anonymisiert wie verschlüsselt auf einen Server übertragen. Der Nutzer habe zudem jederzeit die Möglichkeit zu bestimmen, welche Daten übertragen werden sollen und welche nicht. Das machen übrigens auch Spiele, also Daten über das Spielverhalten sammeln. Und oft kann man das nicht einmal abstellen. In der Regel weiß ein Entwickler heutzutage ganz genau, wie Spieler einen Titel spielen - natürlich zur Verbesserung des Produktes.
Ähnlich läuft es bei Microsoft, wo man eine sichere und verlässliche Erfahrung mit Windows 10 bieten möchte. Das Betriebssystem übermittelt daher Geräte-IDs (etwa die PCI-ID), Geräte-Typen (was schon mittels PCI-ID erfolgen kann) und Absturzfehlerberichte. Bei diesen Übertragungen werden keine persönlichen Informationen übermittelt, die Rückschlüsse auf den Anwender zulassen - betont Microsoft. Sprich: Name, E-Mail-Adresse, Account-ID und so weiter.
Um Software wie Cortana anbieten zu können, müssten aber auch persönliche Daten gesammelt werden, wenn man die Sprachassistentin denn nutzen möchte. Microsoft habe daher bewusst dem Nutzer eine Kontrollfunktion gegeben, über die er wählen kann, was an persönlichen Daten übermittelt wird. Die Redmonder betonen, dass man "im Gegensatz zu anderen Plattformen" keine E-Mails zu Werbezwecken scannt.
Quelle: Microsoft

Dazu muss man wissen, dass Technologie-Hersteller welche in den USA produzieren
oder in die USA exportieren dort gesetzlich gezwungen sind Backdoors in ihre Produkte
einzubauen, mittels denen US-Dienste unbemerkt mitlauschen können. Dies ist nicht
erst seit 9/11 so, sondern folgt dem Communication Assistance for Law Enforcement Act,
kurz "CALEA" genannt, aus dem Jahre 1994. Dies gilt m.W. derzeit zwar nur für
Hardware-Hersteller aber die Software-Hersteller dürfen dabei natürlich nicht ver- oder behindernd
wirken.
Die Klage die MS zur Zeit in der USA fürhrt..... weil sie die Daten nicht rausgeben wollen....., beläuft sich darauf, weil diese Daten um die es geht, nicht in der USA gespeichert sind. Und die NSA (besser Regierung)eigentlich dort keine Zugriffsberechtigung hat.
Hier ein Link...der das mal grob beschreibt.:https://www.drwindows.de/...