Windows 10: Microsoft ändert Datenschutzbestimmungen
Microsoft hat seine Datenschutzbestimmungen im Zuge der Veröffentlichung des Updates von Windows 10, Threshold 2, aktualisiert. Grundsätzlich ist es dieses Mal eine Verbesserung, weil Microsoft transparenter damit umgeht, welche Daten erhoben werden. Die Datensammlung in diesem Ausmaß bleibt aber kritisch zu sehen.
Microsoft hat einem Medienbericht zufolge die Datenschutzbestimmungen für Windows 10 im Vorfeld der Veröffentlichung von Threshold 2 - dem November-Update für Windows 10 - geändert. Allerdings ist die Änderung dieses Mal nicht überwiegend negativ zu bewerten. Die Redmonder haben viele Stellen nun deutlich klarer formuliert, sodass Kunden mit weniger schwammigen Umschreibungen kämpfen müssen.
So hat Microsoft an einigen Stellen spezifische Beispiele eingeführt, die die Situation deutlicher darstellen. Diese wird davon aber nicht besser. Es ist nicht so, dass Microsoft nun weniger Daten sammelt. Die Situation ist wie vorher, nur wurden die Datenschutzbestimmungen eben ausführlicher erklärt. So erklärt Microsoft etwa in epischem Ausmaß, warum man die Informationen aus E-Mails der Nutzer sammeln muss. Einer der Gründe ist: Man muss die E-Mail dem Empfänger anzeigen. Ob es dafür nötig ist, Daten zu sammeln, sei dahingestellt.
Microsoft stellt zudem in der neuen Ausführung klar, dass man zwar persönliche Dateien scannt, dies aber nur zur Indexierung geschieht, damit der Nutzer später die Inhalte durchsuchen kann. Davon weicht man nur ab, wenn Microsoft von Rechts wegen dazu aufgefordert wird. Wer also die Anleitung zum Bau einer Bombe zum Beispiel auf Onedrive speichert, der ist wohl etwas fahrlässig.
Auch an der Sammlung von Telemetrie-Daten unter Windows 10 hält Microsoft grundsätzlich fest, wenn man das nicht selbst abstellt. Microsoft stellt die Situation aber nun deutlicher klar. Alles in allem gilt bei Microsofts Datenschutzbestimmung (wie für viele andere auch): Wer ernsthafte Sicherheitsbedenken hat, sollte die Dienste von Microsoft nicht in Anspruch nehmen, da sich Microsoft etwa bei Outlook und Skype umfangreichen Zugriff auf Text, Video und Audio gewährt. Auch wenn offiziell alles zur Verbesserung des Services ist, droht immer auch die Herausgabe von Daten, wenn man in rechtlich schweres Fahrwasser gerät.
Auch von der Verwendung von Cortana ist abzuraten, wenn man nicht möchte, dass Microsoft viel über einen weiß. Man kann Microsoft nun vertrauen und hoffen, dass die Daten nicht weitergegeben werden, aber wie sicher ist das Versprechen eines Großkonzerns? Daten, die Cortana sammelt, können zum Beispiel Werbetreibenden detaillierte Auskunft über persönliche Details geben. Selbst wenn diese nicht an einer Person festzumachen sind, so bilden sich doch Verhaltensmuster, die man zum Beispiel für gezielte Werbung nutzen kann.
Auch nicht aus Deutschland, denn auch hierzulande wurden die Datenschutzbestimmungen in annährend gleicher Form aktualisiert. Die Erkenntnis bleibt daher: Es ist gut, dass Microsoft transparenter darüber informiert, welche Daten gesammelt werden. Das Ausmaß der Datensammlung aber bleibt ein unter Kritik stehender Punkt.

Ich glaub, die meisten, die sich ungenehmigt bei den Schafen einreihen, senden ihre Daten trotzdem.
Das braucht M$ nur marginal stören, eher verletzter Stolz, als Verlust. Denn wie gerad eben, Sendeverlangen und Empfangsbereitschaft treffen sich trotzdem. Auch nicht immer aber mit jedem Update, bestet eine neue Chance dazu.
Nur weil M$ die Datenschutzerklärung mit Beispielen spickt, heißt das noch lange nicht, dass nicht auch andere Anwendungsszenarien genehmigt wurden und somit auch genutzt werden können.
Na Microsoft wäre noch zu ganz anderen Schritten gezwungen, wenn es nicht sogar User geben würde, die Kritik an der Kritik üben. Es finden sich doch tatsächlich immer genug Leute die "Hater" und schlimmere Brainfuck-Dialektik nutzen, um die Position Microsofts gar zu verteidigen.
Im Business-Bereich kann man sich das nicht leisten, für die Enterprise-Version gibt es einen Security-Modus, damit bleibt auch Windows 10 stumm. Seit threshold2 wird der auch explizit angezeigt. Wer an einen Key der Education Version kommt, da gilt dasselbe.
Der Weg ist schon richtig, bessere Aufklärung und transparentere Darstellung ist sehr gut. Zumindest weiß man da jetzt schon eher wo man dran ist. Das finde ich positiv für das Erscheinungsbild von MS.