Windows 10: Microsoft sieht Leak von Build 9901 angeblich entspannt
Nach außen hin lässt man sich nichts anmerken: Der Leak von Windows 10 Build 9901 ist für Microsoft offenbar keine große Sache, doch intern dürfte das anders gesehen werden. Den Downloadern macht man keinen Vorwurf, auch wenn man enttäuscht darüber ist, keine Überraschungen mehr zeigen zu können.
Gestern berichtete PC Games Hardware über den Leak von Build 9901, womit die wohl derzeit neueste Version von Windows 10 im Netz gelandet ist. Solche Leaks sind stets ein Ärgernis, aber bei Microsoft zeigt man sich entspannt. Aus Redmond kommen keine Anschuldigungen an diejenigen, die den Leak im Netz herunterladen. Man verzichtet auch darauf, sich über die möglichen Enthüllungen bisher geheim gehaltener Entwicklungen zu beschweren.
Stattdessen twittert der Leiter des Teams hinter dem Windows Insider Programm, dass man es den Leuten kaum verübeln könne, wenn sie neue Sachen ausprobieren wollen. Dafür bekommt Microsoft viel Lob. Mit den unfertigen Vorschauversionen ist im Alltagsbetrieb ohnehin nicht sonderlich viel anzufangen, weshalb die Frage nach illegalen Kopien zwar weiter besteht, für Microsoft aber keine großen Bedeutung haben dürfte.
Trotzdem empfiehlt Gabriel Aul, wenigstens die offiziellen Builds zu verwenden. Microsoft bevorzuge das, wohl auch aus dem Grund, dass diese für diesen Einsatzzweck aufpoliert wurden. Fehler in Leaks sorgen am Ende nur für mehr Arbeit im Windows Insider Program, wo Meldungen eingehen können, die erst gar nicht hätten auftauchen sollen. Von daher sollte man sich beim Feedback wenigstens an die offiziellen Builds von Windows 10 halten.
Außerdem weist Aul darauf hin, dass Nutzer des Builds 9901 im Januar sehr wahrscheinlich nicht einfach auf die Vorabversion upgraden können. Wer solche inoffiziellen Leaks verwendet, muss mit solchen Einschränkungen leben. Sie dienen als Guckloch auf die aktuelle Entwicklung, mehr aber auch nicht. Da kann auch Aul nicht verbergen, dass man ein Stück weit enttäuscht ist, dass der Build ins Netz gelangte, denn das Entwicklerteam kann nun nicht mehr überraschen.
Intern sieht Microsoft solche Leaks auch nicht ganz so locker. Sollte sich herausfinden lassen, dass Windows 10 Build 9901 von einem Microsoft-Angestellten an die Außenwelt gereicht wurde, darf sich der gewiss auf weniger erfreuliche Konsequenzen vorbereiten. Zahlreiche Maßnahmen aus der Vergangenheit zeigen, dass Microsoft bei Leaks in dieser Größenordnung keinen Spaß versteht.
Quelle: Twitter
