Dateiverluste nach Oktober-Update für Windows 10: Insider meldeten Fehler schon früh [Update]
Jetzt aktualisiert: Die Auslieferung des Oktober-Updates für Windows 10 (Version 1809) gerät für Microsoft immer mehr zum PR-Desaster. Nachdem das automatische Ausrollen bereits anlief, musste man in Redmond die Notbremse ziehen, weil es bei einigen Anwendern zu Dateiverlusten kam. Diesen Fehler meldeten Mitglieder des Insiderprogramms aber schon seit Juni.
Aktualisierung vom 09.10.2018: Die Kollegen von Golem berichten darüber, dass Microsoft sicher sei, Usern, die vom Datenverlust durch das Windows-10-Oktober-Update betroffen sind, helfen zu können. Dona Sarkar ist Leiterin des Windows-Insider-Programms bei Microsoft und verspricht, dass die Support-Hotlines helfen könnten (für Deutschland: 01806-672255). Sie hätten die Werkzeuge, um die vermeintlich gelöschten Daten wiederherzustellen. Um zu prüfen, ob man von dem Problem betroffen sei, genüge es, im Dokumentenverzeichnis nachzuschauen. Sind hier noch Dateien zu sehen, sei man nicht betroffen. Nur wenn dort gar keine Dateien mehr sind, habe man das beschriebene Problem. Laut Microsoft sorge der Bug dafür, dass wirklich alle Dateien aus dem Dokumentenverzeichnis gelöscht wurden und nicht nur eine bestimmte Zahl.
Im Fall des vorläufig zurückgezogenen Windows-10-Updates für Oktober (Version 1809) gibt es für Microsoft unerfreuliche Neuigkeiten - wobei das Thema an sich eigentlich schon unerfreulich genug ist. Findige User haben herausgefunden, dass das Problem der verschwundenen Dateien nach dem Update tatsächlich seit Juni bekannt sein müsste. Schon am 18. Juni meldete ein User des Insiderprogramms, dass er nach der Installation des Previewbuilds 17692 einen leeren Meine-Dokumente-Ordner vorfand. Auch im Windows-old-Ordner konnte er keine Hinweise auf seinen verlorenen Dateien finden. Mehrere User antworteten, dass sie das gleiche Problem hätten, und eine Microsoft-Moderatorin schaltete sich in die Diskussion mit Rückfragen ein, ohne wirklich helfen zu können. Anfang August gab es dann erneut eine Meldung im Insiderforum mit ähnlicher Problematik. Er nutzte die Evaluation Copy Build 17713.rs5_releae. 180706-1551 und hatte auf zwei verschiedenen Rechnern das Problem, dass der Dokumente-Ordner danach leer war.
Microsoft dürfte damit in Erklärungsnöte kommen, denn die Probleme waren offensichtlich bekannt, wurden aber für die Release-Version von Windows 10 1809 nicht gelöst. Microsoft spricht noch immer von "vereinzelten Berichten über einzelne, fehlende Dateien" nach dem Update. Die Webseite von Microsoft, die über einen Neustart der Verteilung auf dem Laufenden halten soll, ist immer noch vom Stand 6.10. Dass Microsoft das zweite große Update für 2018 mit diesen unschönen Nebenwirkungen veröffentlicht (schon Version 1803 hatte im Vorfeld massive Probleme), spricht nicht gerade dafür, dass das Insiderprogramm funktioniert. Bei Dr. Windows geht man einen Schritt weiter und sieht schon das Ende für das Programm nahen.

Da sieht man mal wie Satan Nadella auf alle User scheisst. Hauptsache ihr stopft dem die Kohle hinten rein. Wieso und warum ist dem total wurscht.
5 min. LoL! Meine VM hat 7 Stunden gebraucht zum updaten um mir dann am Ende die Meldung zu geben, daß die Platte, 32 GB, für das Update zu klein ist. Und da war bloß Windoof drauf und OpenOffice.
Da sieht man mal wie Satan Nadella auf alle User scheisst. Hauptsache ihr stopft dem die Kohle hinten rein. Wieso und warum ist dem total wurscht.
Beim Desktop-PC von 2008 (i7 920, 12GBRAM, SSD) hats wohl doch ein paar Minuten gedauert, kanns nicht genau sagen, hab dazwischen kurz Kaffee gemacht.
und schon ist der fix da: KB4464330
MS schreibt:
Addresses an issue affecting group policy expiration where an incorrect timing calculation may prematurely remove profiles on devices subject to the "Delete user profiles older than a specified number of day.”
"Benutzerprofile, die älter als eine bestimmte Anzahl von Tagen sind, beim Systemneustart löschen"
falls jemand von euch betroffen ist, bitte mal schauen, ob die Funktion aktiviert ist!
Allerdings handelst es sich hierbei um Benutzerprofile die in einem angegebenen Zeitraum nicht mehr verwendet wurden. Standardmäßig ist diese GPO nicht konfiguriert, also nicht aktiv.
Nachschauen schadet aber nicht.
Danke für den Hinweis.