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Games World
      • Von Gabbyjay PC-Selbstbauer(in)
        Zitat
        Es ist logisch, dass bei einem langsamen, Story-orientierten Spiel die fps nicht unbedingt konstant bei 60 sein müssen.
        Das hat nichts mit den fps und der Wahrnehmung zu tun, sondern dass man schlicht und einfach nicht schnell reagieren muss.
        Dass man vielleicht nicht unbedingt Höchstleistung bringen muss, heisst doch noch lange nicht dass es mit 30fps auch wirklich angehm zu spielen ist bzw. mit 60fps nicht ganz einfach angenehmer. Wenn die Maus nicht dauernd nachzieht, sondern ich eine direkte Steuerung habe, macht es einfach mehr Spass.
        Das gilt insbesondere auch für Single-player-Rollenspiele, die ja eher auf gemächlichen Ablauf und Story setzen: Wenn ich das Gefühl habe, dass die Maus nur eine Verlängerung meiner Hand ist und meinen Charakter direkt bewege, statt dass sie nur widerwillig nachziehend meinen Befehlen folgt, dann fühle ich mich viel direkter ins Geschene versetzt - und es fliesst alles einfach lockerer und natürlicher. Man macht die Bewegungen einfach lieber.
        Ist genau wie an einem PC, der 2 minuten zum Booten braucht: Man vermeidet das neu starten unbewusst. Bei einer flotten SSD und einem fixen UEFI, wo es dann in 15 Sekunden erledigt ist, ist man automatisch auch viel eher bereit dazu. So ähnlich ist es beim Umschauen mit 60 fps auch, es geht einfach super von der Hand.
        Mit 30 kommt man sich vor wie mit nem nassen Schwamm und man spielt unbewusst auch anders!
        Schwer zu beschreiben, am besten probiert man es einfach und stellt mal von 60 auf 30 runter, und umgekehrt.
      • Von kühlprofi BIOS-Overclocker(in)
        Storytelling, oh meine Güte was ist denn das für ein Wort ? Da asked man myself ein bit about es.
      • Von Razor2408 Gesperrt
        Es ist logisch, dass bei einem langsamen, Story-orientierten Spiel die fps nicht unbedingt konstant bei 60 sein müssen.
        Das hat nichts mit den fps und der Wahrnehmung zu tun, sondern dass man schlicht und einfach nicht schnell reagieren muss.

        In einem Shooter oder Rennspiel sind 60fps hingegen für das Gameplay DEUTLICH besser und ermöglichen viel bessere und schnellere Reaktion.
        Wer keinen Unterschied zwischen 30 und 60fps sieht, hat keine volle Sehkraft mehr. Man kann einen deutlichen Unterschied wahrnehmen, sofern Motion Blur nicht das Bild verfälscht.

        Siehe: Compare frames per second: which looks better?
        PCGH-Retro: 30 Fps vs. 60 Fps - Kino funktioniert nur dank Motion Blur
      • Von Gabbyjay PC-Selbstbauer(in)
        Wer hier immer schreibt, dass das Gehirn 24 Bilder/s als flüssige Bewegung wahrnimmt, der verwechselt etwas.

        Das ist lediglich die Grenze, ab der einzelne Bilder vom Gehirn als eine zusammenhängende Bewegung wahrgenommen werden. Sprich es werden nicht einzelne Bilder wahrgenommen, die nacheinander eingeblendet werden, sondern das Gehirn ordnet das folgende Bild in einen Zusammenhang zum vorigen ein und interpretiert es als fortlaufendes Bewegungsmuster. Flüssig ist es deshalb aber noch lange nicht.

        Stellt Euch ein Bild in einer extrem geringen Auflösung vor, das extrem pixelig ist.
        Ab einer bestimmten Auflösung ist das Gehirn vielleicht in der Lage, daraus ein sinnvolles, zusammenhängendes Bild zu machen.
        Aber die Pixeligkeit des Bildes verschwindet deshalb ja nicht, dazu braucht es eine höhere Auflösung (analog zu mehr Bilder pro Sekunde).

        Dieses Beispiel passt auch deswegen gut, weil man es in beiden Fällen mit einer geringen Anzahl von Samples zu tun hat (wenige Pixel bzw wenig Bilder/s), die zwar den Originalzusammenhang für das Gehirn erkennen lassen, aber ideal ist es deshalb ja noch lange nicht.

        Dass die 24 Bilder/s nicht als ruckelnd wahrgenommen werden, passiert ja einzig durch die Bewegungsunschärfe (das wäre so ähnlich wie wenn man ein pixeliges Bild versucht, durch einen Blur-Filter ansehlicher zu machen).

        Dass das ganze im Kino schon nicht ideal ist, merkt man ja daran, dass die Regisseure ja um diesen Umstand wissen und den Film entsprechend gestalten.
        Es werden also bestimmte Kameraschwenks oder bestimmte Bewegungen vermieden, oder es passiert in einer Geschwindigkeit, in der es möglichst wenig auffällt.
        Deshalb bekommt der Zuschauer hier auch weniger davon mit: Es handelt sich um eine technische Limitierung, die der Regisseur möglichst versucht zu umgehen - was ihn mitunter auch einschränkt, zu Zugeständnissen zwingt oder dafür sorgt, dass ein Film durch die technische Grenze anders produziert werden muss, als es eigentlich ideal wäre, wenn die technischen Voraussetzungen dafür vorhanden wären.

        Demnach ist die Situation schon beim Film offensichtlich alles andere als ideal: Einerseits werden die Filmemacher von der technischen Grenze beeinflusst/eingeschränkt, andererseits ist auch das Ergebnis einem vom ablauf gleichen Produkt mit besserer Technik unterlegen.

        Im Videospiel ist die Situation ja noch viel gravierender:
        Da kann man einerseits nicht alle Szenen im Voraus planen, da es ja in Echtzeit abläuft, so dass sich bestimmte Bewegungen/Geschwindigkeiten/Kamerafahrten/Perspektiven etc. gar nicht vermeiden lassen!
        Und weiterhin: Dort verwendet man entweder erst gar keine Bewegungsunschärfe - oder man nimmt damit in Kauf, dass der Spieler in Bewegungen eben alles wie durch eine schmutzige Taucherbrille hindurch sieht und in Bewegungen keine Details wahrnehmen kann, weil alles verschwimmt.
        Im Spiel ist Bewegungsunschärfe daher IMO nur als kurzer Effekt bei besonderen Aktionen hinnehmbar, aber keinesfalls als dauerhafte Lösung für das Aliasing-Problem durch zu wenig Samples in Form von zu wenig Bildern/Sekunde.

        Anders gesagt: So verschwommen wie die Bewegungen im Film sind, würde es im Spiel keine Sau hinnehmen!
        Ihr müsst beim Film mal drauf achten, die Bewegungen genau ansehen und Euch vorstellen, das würde im Spiel auch so verschwommen aussehen - ich fände es nicht hinnehmbar.
      • Von Ein_Freund Freizeitschrauber(in)
        Da man nicht allzu hektisch agieren muss auf Storylastigen spielen bin ich schon für 30 FPS für bessere Grafik, wenn es aber möglich ist wieso keine 60 FPS?
        Naja, Point and Clicks dürften Super zum Test dieser These sein.
        Ich installier mal wieder die Neuauflage der Monkey Island Reihe(Tales). Mal sehen wie viel Magie verloren geht

        Edit: Habs getestet und find keinen wirklichen Unterschied zwischen 60 FPS und 30 bei einem Blindtest weiß ich nicht ob ich etwas erkannt hätte.
        Btw die Aussage hört sich in etwa so an: "Ihr habt den Leistungsstärksten Grafikprozessor der Welt eure/r Fantasie/Gehirn(wieso nicht nutzen)."
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Watch Dogs
Besseres Storytelling dank 30 Fps? Warum möglicherweise nicht alle Spiele auf 60 Fps setzen sollten
Die anhaltende Debatte rund um 30 Fps oder 60 Fps wird durch einen interessanten Beitrag auf wccftech.com weiter angefacht. Der Redakteur des Artikels behauptet, dass eine niedrigere Framerate ein besseres Storytelling ermöglicht, da durch die Nachbildwirkung die Illusion der Geschichte aufrecht erhalten wird. Was halten Sie von dieser gewagten These?
http://www.pcgameshardware.de/Watch-Dogs-Spiel-41939/News/Besseres-Storytelling-dank-30-FPS-Warum-nicht-alle-Spiele-auf-60-FPS-setzen-sollten-1092445/
13.10.2013
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/12/alan_Wake_PC_.jpg
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