Online-Abo
  • Login
  • Registrieren
Games World
  • Wasteland 2 im Test: Finale Version des Old-School-Rollenspiels angespielt

    Wasteland 2 im Test: Finale Version des Old-School-Rollenspiels angespielt

    Wasteland 2 ist auch in der Release-Version ein waschechtes Old-School-Rollenspiel geworden. Es erschlägt Spieler förmlich mit Text, Skill-Bäumen und einem taktischen Kampfsystem. Nichts für Weichlinge, möchte man da rufen - wäre man nicht selbst "casualiger", als einem liebt ist. Wir haben das Retrogame in der finalen Fassung angespielt.

    Früher sprachen Gamer nur selten öffentlich über ihr Hobby. Heute, wo die Gamingbranche mehr Umsatz als Hollywood erwirtschaftet und die Spieler von damals Väter sind, versteckt sich kein Zocker mehr in verdunkelten Kellern. Und doch distanzieren sich viele. Von den einfach gestrickten Casualgamern, den geldgierigen Publishern und selbstredend den Konsolenspielern. Abschätzig werden sie als "Mainstream" zusammengefasst. Ihm verdanke man die immer schlechteren Titel insbesondere im einst so komplexen Genre der Rollenspiele. Gerne erinnert man sich an Oblivion, das in seiner Urigkeit nicht zu überbietende Gothic und die vielen anderen "Old-School-Rollenspiele". Dabei haben Titel wie diese die Entwicklung streng genommen erst losgetreten. Das über Kickstarter finanzierte Wasteland 2 dürfte es so manchem "Old-School-"Spieler offenbaren. Uns hat es gezeigt, dass wir viel tiefer im Mainstream verankert sind, als wir dachten.

    Wasteland 2 angespielt: Nostalgische Inszenierung

    Wasteland 2 ist wirklich mal altmodisch. Schon als wir die Early-Access-Fassung vor neun Monaten anspielten, erwies sich der Titel als überaus komplex. In der Release-Version ist noch einiges an Umfang hinzugekommen. Damals gingen wir davon aus, dass wir im fertigen Spiel mehr vertonte Dialoge hören. Tatsächlich hat sich zwar die Zahl der Protagonisten und Wortwechsel erhöht - nicht aber der Anteil der vertonten Texte. Es bedarf viel Aufmerksamkeit und Sitzfleisch, wenn man der reichhaltigen Geschichte mit all ihren Entscheidungen und Wendungen folgen möchte. Wie das früher, ganz früher, nun mal üblich war. Wer in Wasteland 2 akustisch etwas zu sagen hat, ist meist wichtiger als der Rest der NPCs. Hat aber selbst dann nur ein paar vertonte Einleitungssätze. Angesichts der zahllosen Antwortmöglichkeiten kann das Lesen mit der Zeit dröge wirken. Trotz alledem sind die Dialoge - zumindest im Original - sehr gut geschrieben. Und obwohl das Szenario einer nuklear verseuchten Zukunft traurig stimmen könnte, haben Brian Fargo und Team jede Menge Anspielungen und Humor eingebracht.

    Altmodisch ist die gesamte Präsentation des Spiels mit seiner Iso-Perspektve. In dieser finden nicht nur jegliche Erkundungen und Kämpfe als weltverbessernder Ranger, sondern auch sämtliche Dialoge statt. Dabei ist es egal, ob wir uns grade in der Heimatbasis aufhalten, wo wir neue Befehle von General Vargas erhalten, in einem Gebäude oder auf offener Wüste. Selbst außerhalb der Missionen verzichtetet Wasteland 2 auf optischen Firlefanz. Von Einsatzgebiet zu Einsatzgebiet bewegt man sich in einer übergeordneten Kartensicht, auf der man anstelle seiner Figuren einen Marker durchs Gelände lenkt. Hierbei sollte man vor allem seinen Wasserverbrauch im Auge behalten, wenn man sein Ziel gesund und munter zu erreichen gedenkt. Notfalls muss man seine Vorräte an der nächstbesten Oase füllen. Neben dem Wasserverbrauch erschweren auch andere Hindernisse den Weg zum nächsten Missionsgebiet. So kommt es vor, dass uns unterwegs Diebe oder Kreaturen auflauern. Man kann ihnen, wenn man es im aufploppenden Menü anklickt, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit entkommen. Doch um einen zwischengeschobenen Kampfeinsatz kommt man oft nicht herum. Umschiffen sollte man durch Strahlung verseuchte Gebiete. Sie blockieren oft den direkten Weg zur Mission und sind mit ein Grund, warum man die wasserspendenden Oasen im Blick haben sollte. Ab und an halten einen Funksprüche von der eigentlichen Mission ab. In dem Fall muss man abwägen. Soll man weiter sein geplantes Ziel ansteuern oder kommt man erst dem Notruf auf einer anderen Karte nach? Wie man sich auch entscheidet: Alles hat Konsequenzen auf den weiteren Spielverlauf. Das gilt auch für die verschiedenen Antwortmöglichkeiten in den Dialogen zurück in der normalen Missionsansicht. Je nachdem, worauf sich der gerade ausgewählte Charakter versteht, kann sich die Geschichte anders entwickeln.

    Grafikqualitätsstufen im Vergleich
    Wasteland 2 Test  74 -pcgh


    Und bevor wir es vergessen: Als waschechtes Old-School-Rollenspiel verzichtet Wasteland 2 selbstverständlich auf neumodischen Kitsch wie Zielhilfen und Selbstheilung. Tatsächlich kann das Spiel herzlos endgültig sein, wenn es einen unserer Kameraden erwischt. Hier offenbart sich der Wert der Spezialfähigkeiten. Ein Chirurg kann beispielsweise noch schwere Verletzungen heilen. Unbehandelt aber senken manche Wunden nicht nur den Lebensbalken des Betroffenen, sondern lassen ihn langsam verbluten. Wohin es mit den Skills geht, entscheidet man im Laufe das Spiels mittels gewonnener Fähigkeitspunkte. Zwar gibt es keine Klassen im eigentlichen Sinne, allerdings legt man bestimmte Wege günstigstenfalls schon während der Charakterstellung fest.

    Wasteland 2 angespielt: Taktik statt Geschwindigkeit

    Beim Einstieg ins Spiel hat sich Brian Fargos Team dann tatsächlich etwas von aktuellen Spielen abgekupfert. Optional ploppen verschiedene Hinweise auf, die uns die Benutzeroberfläche und das Kampfsystem peu à peu erklären. Wasteland 2 schmeißt einen nicht notwendigerweise ins eiskalte Wasser - wenngleich sich viele Funktionen erst erklären, wenn man munter ausprobiert. Wer zum Spielstart beispielsweise eigene Charaktere anstelle der vorgefertigten nutzen möchte, sollte einige Minuten einplanen. Es gibt einfach zu viele Fertigkeiten und sie beeinflussende Subfertigkeiten. Wer möchte schon riskieren, später an einem unausgeglichenen Team zu kränkeln, nur weil man sich nicht richtig eingelesen hat?

    Mit dem komplexen Kampfsystem des Spiels wäre es grob fahrlässig. Da wir gleich mehrere Charaktere aus der Isoperspektive steuern, können wir nicht einfach drauf losschießen. Rundenbasiert schlägt man die Widersacher am besten mit einer guten Taktik. Ein ausgeglichenes Team, dessen Mitglieder auch mit Medizin und besonderen Ausrüstungsgegenständen umgehen, sind schon die halbe Miete. Im Kampf selbst muss man dennoch einiges beachten. So ist der nächstbeste Gegner nicht gleich das beste Ziel. Die pro Zug begrenzten Aktionspunkte sollte man nicht als verschwendet werten, nur weil man damit eine Figur erstmal wegbewegt. Scharfschützen etwa schießen aus der Nähe am Ziel vorbei, wenn sie in Shootern vielleicht noch einen Treffer landeten. Wenig effektiv sind auch Angriffe mit leichten Waffen gegen hohe Rüstungswerte. Entsprechend ausgerüstete Teammitglieder bringt man besser aus dem Schussfeld. Sie können immer noch ein mit explosivem Inhalt gefülltes Fass zwei Züge später anvisieren - oder werden im Rahmen ihrer Spezialfertigkeiten nützlich.

    Wie effektiv wir sind, hängt auch von Eigenschaften wie der Deckung ab. Verschanzt sich ein Gegner etwa hinter einer Kiste, geht ein Schuss schon mal daneben. Umgekehrt weichen wir so feindlichen Treffern aus. Insgesamt verhält sich die KI jedoch nicht immer zweckmäßig. Neben den vier zum Spielstart ausgewählten Charakteren nimmt man im Spiel bis zu drei weitere Figuren auf. Ein größeres Team ist natürlich nützlich, doch die neu hinzugekommenen Mitglieder agieren gerne eigenwillig. Manchmal schlagen sie mitten im geplanten Zug aus der Reihe, um eigenmächtig Schüsse abzugeben. Ärgerlicher und noch weniger vorauszusagen sind nur klemmende, Einsatzpunkte verzehrende Magazine. Insbesondere in höheren Schwierigkeitsgraden sollte man solche Eventualitäten einplanen. Wer partout nicht weiterkommt, kann die Schwierigkeit jederzeit im Menü senken.

    Wasteland 2 angespielt: Zweckmäßige Technik und eine gruselige Übersetzung

    Wasteland 2 ist sicherlich eines der hübscheren Spiele seiner Budgetklasse. Preise werden Fargo und Team damit jedoch kaum gewinnen. Dazu sehen beispielsweise die Animationen viel zu altbacken aus. Zuweilen hat man sogar das Gefühl, vor einer untexturierten Wand zu stehen. Bis man merkt, dass die Pixeltapete einfach nur schwach auflöst. Immerhin: Im Vergleich zur Early-Access-Fassung hat sich einiges getan. Damals konnte man etwa die Grafikqualität nur per Regler in übergeordneter Einstellung ändern. Mittlerweile lassen sich auch einzelne Details zu- und abschalten. So zum Beispiel die Umgebungsverdeckung und das anisotrope Filtering. Abseits der Technik wissen Artdesign und Welt durchaus zu überzeugen, sodass man keinesfalls von einem hässlichen Spiel sprechen kann.

    before
    after


    Was uns nach wie vor stört, ist die deutsche Übersetzung. Abgesehen von der Sprachausgabe wurde Wasteland 2 zwischenzeitlich komplett eingedeutscht. Allerdings waren dabei offensichtlich keine Profis am Werk. Die Texte strotzen teilweise nur so vor Schreib- und Kommafehlern, auch die Übersetzungen sind manchmal hölzern. Inxile und Deep Silver sollten hier schnellstmöglich nachbessern. Die Lokalisierung hinterlässt so leider einen sehr unprofessionellen Eindruck, der das solide programmierte Gesamtwerk unnötig nach unten zieht. Im Original machen die schrullig geschriebenen Dialoge wesentlich mehr her.

    Wasteland 2 angespielt: Fazit

    Wasteland 2 schafft das besondere Kunststück, frisch zu wirken, obwohl es inhaltlich steinalt ist. Das Spiel ist nicht dafür gedacht, um an einem Wochenende oder beiläufig durchgezockt zu werden. Es verlangt Ihre ganze Aufmerksamkeit. Es gibt viel zu lesen, viel zu erarbeiten, viel abzuwägen und zu taktieren. Das Prädikat "Old-School" hat es zweifellos verdient. Fans des Genres sollten abseits der miserablen deutschen Übersetzung nur wenig tiefgreifende Kritikpunkte finden.

    Man sollte nur eins im Hinterkopf behalten. Niemand gehört automatisch zur alten Schule, nur weil er aktuelle Rollenspiele zu oberflächlich findet. Wasteland 2 ist sehr textlastig und hat auch durchs rundenbasierte Kampfsystem seine Längen. Die geistigen Vorbilder liegen Jahrzehnte - und nicht nur ein paar Jährchen - zurück. Was viele zu vermissen glauben, könnte selbst manchem Old-Schooler überholt erscheinen. Am besten schiebt man sich einen Sessel vor den Schreibtisch und genießt das Spiel wie ein gutes Buch. Ohne Hast und mit viel Fantasie.

    Reklame: Wasteland 2 jetzt bei Amazon bestellen

    Werbefrei auf PCGH.de und im Forum surfen - jetzt informieren.
    03:09
    Wasteland 2 angespielt. Old-School-Gaming im PCGH-Video-Test
    Spielecover zu Wasteland 2
    Wasteland 2
  • Wasteland 2
    Wasteland 2
    Developer
    inXile Entertainment (US)
    Release
    19.09.2014

    Stellenmarkt

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Die Zwerge Release: Die Zwerge EuroVideo Bildprogramm GmbH , King Art
    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
    Es gibt 6 Kommentare zum Artikel
    Von voyag3r
    Meine Vorredner haben schon einiges erwähnt. Ich hatte von dem Spiel auch mehr erwartet. Die Taktikkomponente ist…
    Von Nightslaver
    Ein wenig frage ich mich ja was Brian Fargo mit dem Geld gemacht hat. 2,9 Mio. Dollar über Kickstarter eingenommen,…
    Von Echo321
    Mir gefällt das Spiel aber dem Artikel kann ich in zwei Hauptpunkte nicht zustimmen. Charaktererschaffung und…
    Von M4xw0lf
    Mir gefällt das Spiel eigentlich immer besser, je länger ich spiele (jetzt zwischen 10 und 15 Stunden). Die…
    Von Nightslaver
    Das einzige worum InXile und Deep Silver sich schnellsmöglich kümmern sollten ist das man die teilweise noch recht…
      • Von voyag3r Kabelverknoter(in)
        Meine Vorredner haben schon einiges erwähnt. Ich hatte von dem Spiel auch mehr erwartet. Die Taktikkomponente ist verglichen mit z.B. mit Silent Storm (+Sentinels) & Hammer & Sichel stark ausbaufähig.
        Meine Ranger können sich z.B. nicht hinlegen, kriechen oder gebückt bewegen. Silent Storm war von 2003 und hatte auch noch eine komplett zerstörbare Umgebung. Nach dem Motto: Die Mauer ist mir im Weg. Ok, ich sprenge mir einfach ein Loch rein. Und optisch sah das Ganze auch nicht unbedingt schlechter aus. Z.B. rieselten Blätter von den Bäumen nach der Druckwelle einer Explosion.

        Es sind bei WL2 manchmal auch Kleinigkeiten die nerven. Ein Gegner ist weit weg oder gedeckt. Um Munition zu sparen gebe ich einem Ranger das Kommando "Hinterhalt". Nach Rundenende schiesst dieser Ranger manchmal einfach automatisch, ganz egal wie grottig die Trefferchancen sind. In anderen Spielen pausiert das Spiel dann mit "Unterbrechung" und ich als Spieler entscheide ob und auf wen geschossen wird.

        Warum kann ich ein bestimmtes Gebiet nur über den jeweiligen Levelausgang verlassen? Gerade bei Zufallsgefechten nervt das teilweise.
        Eine Minimap gibt es nur im Logbuch.

        Das mit der mangelhaften Übersetzung stört mich eigentlich nicht so. Allerdings hatte ich gestern einen Bug, dass ich ein Funkgespräch nicht mehr beenden konnte. Das Spiel musste dazu erst auf Englisch umgestellt werden. Sowas ist dann aber schon ärgerlich.

        Die Stimmung und Setting sind bisher allerdings ausgezeichnet. Die hübsch gezeichneten Bilder der Charaktere erinnern mich teilweise an Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel.

        M.M.n. ist dieses Oldschool RPG aber gar nicht so oldschool. WL2 hätte ruhig mehr detailierter und taktischer sein können. Ist scheinbar so, dass die Spiele von heute einfach nicht mehr an das spielerische Niveau von früher kommen. Scheinbar machen die Schaffer von WL2 wenigstens den ganzen DLC - Irrsinn nicht mit.
      • Von Nightslaver Volt-Modder(in)
        Ein wenig frage ich mich ja was Brian Fargo mit dem Geld gemacht hat. 2,9 Mio. Dollar über Kickstarter eingenommen, angeblich noch einmal eine Million Dollar privates Kaptial in das Spiel investiert. Schaut man sich Divinity: Original Sin an scheinen die, obwohl nur etwas unter 1 Million Dollar über Kickstarter gesammelt werden konnten doch im Endeffekt mehr geliefert zu haben.

        Attribute, check, Skills, check, Perks, check, Kampfsystem mit Stealth, Synergieeffekten bei der Umgebung, und verschiedenen Klassenrollen, check, hübsche in sich stimmige Grafik, check.

        Und wie gesagt, die hatten ja gut 2 Mio. Dollar weniger Kapital zur Verfügung und trotzdem macht Divinity: Original Sin den insgesammt was runderen Eindruck.
        Das soll nicht bedeuten Wasteland 2 macht nicht Spaß, aber bei der Wertung hat Divinity definitiv seine in 80% Wertung auf Metacritic verdient, Wasteland 2 mMn. nicht ganz.

        Ist halt schade das Wasteland 2, trotz des größeren Buget doch nicht ganz so rund geworden ist und etwas hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt wie andere Titel die weniger hatten...
      • Von Echo321 PC-Selbstbauer(in)
        Mir gefällt das Spiel aber dem Artikel kann ich in zwei Hauptpunkte nicht zustimmen.
        Charaktererschaffung und Skillbäume: Es gibt Attribute und Skills. Attribute beeinflussen einige Eigenschaften genauso wie Skills. Eine direkte Abhängigkeit gibt es nicht. Ein sehr geschickter Charakter kann nicht besser Schlösser knacken als ein ungeschickter Charakter. Das ganze Skillsystem ist so einfach gehalten und alles andere als komplex. Leider gibt es keine Perks / Feats / Spezialfähigkeiten wie man sie aus anderen Spielen kennt. Man spart also seine Skillpunkte bis man einen Skill aufwerten und damit irgendetwas "besser" kann. Das ist alles.
        Taktische Kämpfe: Ja es ist ein taktisches rundenbasierendes Spiel aber auch hier ist WL2 alles andere als komplex. Im Kampf kann ich mich bewegen, angreifen (normal), angreifen (Kopf) hinknien, Items und Skills benutzen. Eine geschickte Positionierung der Charaktere sorgt evtl. für Deckung oder für ein freies Schussfeld. Stealth gibt es nicht genauso wie Sonderfertigkeiten, Spezialattacken, weitere Bewegungsarten (rennen, kriechen) oder beeinflussbare Umgebung. Leider kann mein seiner Gruppe keine Formation vorgeben und so beginnt ein Kampf oft mit einem "Haufen" von Charakteren, welche dann ein gutes Ziel für Granaten sind (kann man entschärfen in dem man Charaktere einzeln bewegt ..).

        Es ist und bleibt ein gutes Spiel, ein richtig Gutes wenn man das Budget betrachtet dem einige Ideen (Perks ) zum Opfer gefallen sind. Viele Gebiete zum erkunden, eine Gruppe zum skillen, ausrüsten und lieb haben. Eigenwillige NPCs mit interesanten Geschichten dazu eine gut gestaltete Welt mit vielen Gruppierungen und eigenen Zielen. Spieleraktionen wirken sich begrenzt auf die Spielwelt aus, es gilt wichtige Entscheidungen zu treffen (und mit ihnen zu leben/spielen).
      • Von M4xw0lf Lötkolbengott/-göttin
        Mir gefällt das Spiel eigentlich immer besser, je länger ich spiele (jetzt zwischen 10 und 15 Stunden).
        Die Charakterentwicklung könnte tatsächlich etwas mehr Tiefe vertragen (gib Traits + Perks nao, inXile!), letztendlich steigert man halt bei jedem Charakter nur die Skills, in denen man ihn spezialisiert; und das muss man unter allen Umständen tun, ansonsten hat man andauernd unlösbare Probleme in Form von unknackbaren Schlössern, nicht entschärfbaren Sprengfallen, gar nicht erst entdeckten Fallen und Alarmen, nicht wählbaren Gesprächsoptionen... es hilft nichts wenn jeder Charakter ein paar Fähigkeitenpunkte hiervon und davon beherrscht, man braucht fast jedes nicht-Kampf-Skill in einer möglichst hohen Ausbaustufe.
        Ich empfehle daher in jeder Gruppe zwei Charaktere mit absurd hoher Intelligenz (9 oder 10) und anonsten schwachen Stats, der auch kaum eine Pistole geradeaus schießen kann. Zum Ausgleich auch ein-zwei Charaktere die völlig auf Kampf und Waffenbeherrschung ausgelegt sind, mit möglichst vielen Action Points, um gewaltig Schaden anzurichten.
        Bei 7 Charakteren gleichzeitig in der Gruppe lässt sich das auch alles ziemlich gut realisieren, und man ist so für die allermeisten Herausforderungen gerüstet und so vor Frust abgesichert. Man könnte sagen, anstelle der Charakterentwicklung ist die Partyentwicklung der Teil, in dem sich mehr Tiefe verbirgt, denn ohne Abstimmung der Charaktere aufeinander kommt man nicht weit.

        Die Kämpfe machen mir dagegen Spaß, auch wenn mir das Anvisieren einzelner Körperteile (wie in Fallout) schon fehlt. Mit der Grafik hab ich auch überhaupt keine Probleme, ich hätte sogar die Grafik von Fallout 1 und 2 akzeptiert
        Ich finde die meisten gegenden sind hübsch gemacht, und wenn man sich die Zeit nimmt sie zu erkunden, findet man auch einiges an Details. Niedrig auflösende Bodentexturen sind da imho völlig wurscht.

        Ich bin jedenfalls bisher sehr zufrieden und gespannt wie es sich weiter entwickelt
      • Von Nightslaver Volt-Modder(in)
        Das einzige worum InXile und Deep Silver sich schnellsmöglich kümmern sollten ist das man die teilweise noch recht fiesen Bugs behoben bekommt. Das wäre wünschenswert.

        Ansonsten finde ich den Test wie die meisten anderen auch recht einseitig und wenig tiefgründig. Glaube ich habe bis jetzt noch keinen "professionelen" Test einer Zeitschrift/Website gesehen der mal angemerkt hätte das dass Charakterentwicklungssystem bei den Fertigkeiten künstlich gestreckt wird, oder die Charakterentwicklung leider im Endeffekt doch recht oberflächlich ausfällt.

        Auch das Kampfsystem kommt meist besser bei weg und wird als taktischer beschrieben als es im Endeffekt eigentlich ist.
        Macht irgendwie ehr den Eindruck als hätte man das Spiel mal 5 Minuten angemacht, sich schnell ne Gruppe zusammengeklickt, das erste Einsatzgebiet um den Funkturm rum betreten wieder ausgemacht und dazu dann einen "Test" geschrieben.
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games Hardware 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016
    PCGH Magazin 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1136904
Wasteland 2
Wasteland 2 im Test: Finale Version des Old-School-Rollenspiels angespielt
Wasteland 2 ist auch in der Release-Version ein waschechtes Old-School-Rollenspiel geworden. Es erschlägt Spieler förmlich mit Text, Skill-Bäumen und einem taktischen Kampfsystem. Nichts für Weichlinge, möchte man da rufen - wäre man nicht selbst "casualiger", als einem liebt ist. Wir haben das Retrogame in der finalen Fassung angespielt.
http://www.pcgameshardware.de/Wasteland-2-Spiel-41935/Specials/Test-1136904/
23.09.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/09/Wasteland_2_Test__21_-pcgh_b2teaser_169.jpg
wasteland,deep silver,test,kickstarter
specials