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  • Lepa Aquachanger 240: 2×120-mm-Kompaktwakü für 70 Euro im Test

    Kompaktwasserkühlungen gelten im Vergleich zu Luftkühlungen als leistungsstark, laut und teuer. Lepa möchte zeigen, dass es auch anders geht und bietet erstmal eine Dual-Radiator-Lösung für knapp unter 70 Euro an. Wir haben geprüft, was man für den Preis eines High-End-Luftkühlers erhält.

    Der primäre Vorteil einer jeden Wasserkühlung ist die Wärmeabgabe abseits des Mainboards. Während CPU-Luft-Kühler genug Platz für Grafikkarten, hohe Spannungswandlerkühler und ausladende RAM-Module lassen müssen, können sich Wasserkühlungsradiatoren deutlich größere Dimensionen erlauben und so prinzipiell höhere Leistungen erreichen. Bislang war dies aber auch mit Mehrkosten verbunden. Zwar sind Kompaktwasserkühlungen seit langem zum Preis von Oberklasse-Luftkühlern erhältlich - diese günstigen Ausführungen setzten aber nur auf Single-Radiatoren. Trotz zum Teil großer Dicke und beidseitiger Bestückung mit Lüfern beschränken sich diese letztlich auf das Format eines großen (Doppel-)Turmkühlers und bleiben in ihrer Leistung begrenzt. Lepa platziert bei der Aquachanger zwei 120-mm-Lüfter nebeneinander und bietet somit einen Querschnitt, der Luftkühlern mangels verfügbaren Platz verwehrt bleibt.

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    Lepa Aquachanger 240: Günstige Kompaktwakü im Video

    Lepa Aquachanger 240: Der Aufbau und Lieferumfang

          

    Revolutionäre Innovationen darf man von einem Budget-Produkt nicht erwarten, selbst wenn der Preis nur relativ zu den 100+-Euro-Angeboten der Konkurrenz niedrig erscheint. So folgt auch die Aquachanger 240 dem bekannten Aufbau mit einer kombinierten Pumpen-CPU-Kühler-Einheit und einem schlanken Aluminiumradiator. Dauerhaft verbunden werden beide mit 30 cm langen Gummischläuchen. Eine Erweiterung ist damit nicht vorgesehen, im Gegenzug ist aber auch keine Wartung des dauerhaft geschlossenen Kreislaufes erforderlich. Der Radiator besitzt auf jeder Seite Montagemöglichkeiten für je zwei 120-mm-Lüfter, Lepa liefert aber lediglich zwei Lüfter und zwei Satz lange Schrauben mit. Da nicht-metrische Gewinde zum Einsatz kommen, ist das Nachkaufen zusätzlicher Schrauben in Deutschland auch nur beschränkt möglich. Ein zweiter Satz kurzer Schrauben zur Befestigung im Gehäuse gehört aber zum Lieferumfang. Dieser beschränkt sich sonst, entsprechend der Preisklasse, auf ein 4-pin-Y-Kabel, einen Molex-Adapter und eine Spritze Wärmeleitpaste.

    Lepa Aquachanger 240: Montage und Kompatibilität

          

    Ebenfalls typisch für Budget-Produkte und eindeutig eine positive Eigenschaft ist die Kompatibilität mit allen gängigen Sockeln von AMD und Intel, zurück bis zum alt-ehrwürdigen Sockel 775. Die Lepa-Halterung ist hierbei nicht wesentlich komplexer, als bei gängigen Luftkühlern, aber eine dritte Hand zum Halten der Backplate erleichtert den Einbau. Positiv abheben tut sich der 28-mm-schlanke Radiator, der in der Länge lediglich 19 (Anschlussseite) beziehungsweise 14 mm über die Lüfter hinausragt. Viel weniger ist technisch kaum machbar, ohne die Kühlstruktur zu verkleinern und so bewegt sich Lepa nahe am Optimum, was den Platzbedarf angeht.

    Lepa Aquachanger 240: Lüfter-Lautheit und Leistung

          

    Mehr Potential für Optimierung haben dagegen die beiliegenden Lüfter. Wie viele andere Kompaktwasserkühlungsanbieter auch wäht Lepa eine sehr starke Serienbelüftung. Eine spezifizierte Maximaldrehzahl von 2300 U/min führt zwar zu einer sehr hohen Kühlleistung; 45,3 °C sind der bislang niedrigste Wert, den wir auf unserer 150-W-TDP-Testplattform gemessen habe. Luftkühler liefern größtenteils 5, zum Teil 10 Kelvin höhere Temperaturen ab. Die Kehrseite ist allerdings die mit 7,9 Sone ebenfalls kaum geschlagene Lautheit der Lüfter. Drosselt man diese auf 50% Drehzahl, verbleiben immer noch gut wahrnehmbare 1,6 Sone. Wer den PC nur mit Kopfhöhrern nutzt, könnte damit aber zufrieden sein. Die Kühlleistung sinkt im Gegenzu nur wenig - wir messen 50,1 °C. Zum Vergleich: Ein ähnlich teurer Noctua NH-U14S erreicht bei maximal 1,8 Sone eine Temperatur von 49,7 °C. Auf 1,0 Sone Lüfterlautheit eingebremst bietet sich mit 51,4 °C (Noctua) zu 52,0 °C (Lepa) ebenfalls ein vergleichbares Bild.

    Lepa Aquachanger 240: Die Pumpe

          

    Betracht man nur Lüfter und Radiator, so präsentiert sich die Aquachanger 240 als lineare Fortsetzung eines High-End-Luftkühlers: Sie ist auf deutlich höhrere Lautstärke und Leistung abgestimmt und fängt da an, wo letztgenannter aufhört. Neben den Lüftern gibt es bei Kompaktwasserkühlungen aber noch eine zweite Geräuschquelle und die Lepa-Pumpe macht schnell jegliche Silent-Ambitionen zu nichte. 0,5 Sone messen wir im freien Betrieb, mit einem (nicht repräsentativen) Mainboard als Resonanzkörper für die Vibrationen können sogar 0,9 Sone erreicht werden. Da das Geräusch eher hochfrequent ist, wird es auch nur schlecht vom Rauschen der gedrosselten Lüfter maskiert, sondern ist klar herauszuhören. Eine Drosselung der Serienlüfter oder gar deren Austausch lohnt sich somit nur bedingt.

    Lepa Aquachanger 240: Fazit

          

    Sehr starke, aber auch laute Serienlüfter und eine heraushörbare Pumpen bieten viele Kompaktwasserkühlungen. Lepas neues Produkt fällt somit eher in die Kategorie "typisch" denn innovativ. Bislang wurde jedoch deutlich mehr Geld für derartige Lösungen verlangt. Mit einem Kampfpreis von 70 steigt zwar nicht unbedingt die Zahl möglicher Einsatzszenarien, für leistungsgierige Übertakter hat das Warten auf niedrige Preise aber ein Ende.

    ProduktAquachanger 240
    Hersteller Lepa (www.lepatek.de)
    Preis/Preis-Leistungs-VerhältnisCa. € 70,-/befriedigend
    Link zum PCGH-Preisvergleichwww.pcgh.de/preis/1223940
    Ausstattungsnote1,80
    Enthaltene Lüfter/Anschluss/Entkopplung2 × 120 mm /4 Pin/keine
    Montierbare Lüfter*2 × 120 mm
    Lüfterdrehzahl min. – max.(PWM)538 – 2360 U/min
    Wärmeleitmittel/Lüftersteuerung/ExtrasSpritze/keine/keine
    Eigenschaftennote2,58
    Sockelunterstütztung AMDAM2(+)/AM3(+)/FM1/FM2(+)
    Sockelunterstütztung Intel1150/1155/1156/2011/2011-v3/1366/775
    Maße (L × B × D Radiator) und Gewicht mit Standardlüfter(n)275 × 120 × 53 mm 1042 g
    Montageaufwand (AMD/115X/2011)Hoch/hoch/mittel
    Platinenausbau nötig (AMD/115X/2011)Ja/ja/nein
    Gedrehte Montage möglich (AMD/115X/2011)Nein/ja/ja
    Leistungsnote3,91
    CPU-Temp., Standardlüfter (100/75/50%45,3/46,8/50,1 °C
    Lautheit Standardlüfter (100/75/50%)7,9/4,7/1,6 Sone
    Schalldruck Standardlüfter (100/75/50%)50,2/44,4/32,4 dB(A)
    CPU-Temp., Standardlüfter bei 1.0 Sone52 °C (900 U/min)
    CPU-Temp., Referenzlüfter (100/75/50%)50/52,1/59,8 °C
    Lautheit Referenzlüfter (100/75/50%)1,7/0,6/0,1 Sone (2 × 120 mm)
    Schalldruck Referenzlüfter (100/75/50%)33,6/25,6/17,4 dB(A) (2 × 120 mm)
    Fazit+ Hohe Maximalleistung
     + Niedriger Preis
     - Lüfter und Pumpe laut
    Gesamtnote3,22
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Wasserkühlung für PC selber zusammenbauen - Anleitung
      • Von LoopstarEU Schraubenverwechsler(in)
        Hallo,
        ich habe die 120er variante und bin sehr zufrieden damit.
        Die Pumpe ist überhaupt nicht zuhören und die Kühlung ist Top !

        ich hatte vorher den be quiet! Dark Rock Pro 3 und den be quiet! SHADOW ROCK TOPFLOW womit ich nur probleme hatte mit den Temps.
      • Von thorecj Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ich habe bislang noch keine gesehen, die ich pauschal empfehlen würde.


        Also ich nutze den Kraken X61 und bin mit dessen Leistung und Lautstärke sehr zufrieden. Die Pumpeneinheit höre ich überhaupt nicht, auch wenn ich alle Lüfter(auch die der Grafikkarte) anhalte. Die mitgelieferten Lüfter von NZXT sind natürlich nicht das Gelbe vom Ei, aber dessen war ich mir schon vor dem Kauf bewußt. Ersetzt habe ich sie durch 2 Noctua NF-A14 industrialPPC-2000 IP67, die zwar nicht großartig leiser sind, allerdings einen sehr hohen Luftdruck und Durchsatz erzeugen. Die Kühlung ist somit sehr leistungsfähig, selbst bei 50% Regelung (ähnliche Kühlleistung wie die NZXT-Lüfter bei 100% aber leiser). Ich hatte auch mal testweise den Noctua NF-A14 industrialPPC-3000 gekauft, der unglaublich viel Power hat (weniger als 40° CPU unter Spielelast), aber auch dementsprechend laut ist. Leider ließ sich dieser Lüfter über meine Steuerung nicht weit genug runterregeln, um eine erträgliche Lautstärke zu erreichen. Der Kraken X61 profitiert natürlich auch von seinem großen 280er Radiator (bigger is better), kostet aber auch fast doppelt so viel wie der Lepa-Kühler.

        Was mich dazu bewogen hat, auf ein AiO Wakü-System zu setzen, bei einem Gehäuse mit schickem Seitenfenster sieht einfach ein Turmkühler wie ein Riesenklotz im Rechner aus. Das war für mich aus Gründen der Optik schon ein K.O. Kriterium.
      • Von dsdenni Software-Overclocker(in)
        Zitat von der pc-nutzer
        Die Alphacool Eisberg 240
        Der Enermax Liqtech 240 soll auch sehr leise sein [emoji5]
      • Von der pc-nutzer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Rarek
        gibt es überhaupt eine @stock laufende AiO mit Alltagseignung?
        Die Alphacool Eisberg 240
      • Von akuji13 Software-Overclocker(in)
        Ich hab einige AiO´s durchgetestet und aktuell 3x Corsair H110 im Einsatz.

        Nach wie vor ist mir schleierhaft warum die in derartigen Zuständen ausgeliefert werden:

        Die Pumpe auf 7V gedrosselt, 2 anständige Lüfter drauf (ich verwende Noctua NF-P14s redux-1200 PWM) und schwups hat man die Vorteile einer AiO und das leise.
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Wasserkühlung
Lepa Aquachanger 240: 2×120-mm-Kompaktwakü für 70 Euro im Test
Kompaktwasserkühlungen gelten im Vergleich zu Luftkühlungen als leistungsstark, laut und teuer. Lepa möchte zeigen, dass es auch anders geht und bietet erstmal eine Dual-Radiator-Lösung für knapp unter 70 Euro an. Wir haben geprüft, was man für den Preis eines High-End-Luftkühlers erhält.
http://www.pcgameshardware.de/Wasserkuehlung-Hardware-217994/Specials/Lepa-Aquachanger-240-Test-1153719/
19.03.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/03/LepaAufmacher-pcgh_b2teaser_169.JPG
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