Erster IBM-Supercomputer mit Heißwasserkühlung vorgestellt.
Der SuperMUC des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) ist nicht nur der schnellste Rechner Europas, sondern dank eines neuartigen Kühlsystems auch einer der effizientesten der Welt.
18.432 Sandy-Bridge-EP Octacores, weitere 410 Decacores auf Westmere-EX Basis für die Kontrolle, 288 TB RAM, über 500 m² Platzverbrauch und beinahe 2,9 Petaflop/s Rechenleistung, was für den vierten Platz in der Supercomputer-Weltrangliste reicht: "SuperMUC", der nächsten Monat offiziell in München in Betrieb gehen soll, kann eindrucksvolle Eckdaten vorweisen. Trotzdem ist die Rechengewalt dem Hersteller IBM in seiner aktuellen Pressemitteilung nur eine Randbemerkung wert - das eigentlich sensationelle ist das Kühlsystem.
Um dies zu verstehen, muss man sich kurz vor Augen halten, dass die umsetzbare Rechenleistung heutzutage oftmals nicht durch das elektronisch machbare limitiert wird. Das vernetzen vieler CPUs bleibt zwar eine anspruchsvolle Aufgabe, aber im Vergleich zum K Computer (88.000 CPUs) oder gar dem aktuellen Top500-Spitzenreiter Sequoia (>>100.000 CPUs) erscheint SuperMUC geradezu klein. Der Grund für derartige Bescheidenheit liegt oftmals in den Infrastruktur- und Betriebskosten. Insbesondere die Kühlung ist hier zu nennen, denn in einem konventionellen, luftgekühlten Cluster wird über die Hälfte des Stroms nicht für den Betrieb der Rechensysteme aufgewendet - sondern für die Klimaanlage, die diese kühlt.
Quelle: lrz.de
SuperMUC - gerendert auf SuperMUC.
Hier greift IBMs "Hot-Water"-Kühlsystem an, dass mit Wasser- statt Luftkühlung arbeitet. An und für sich ist der Einsatz von Wasserkühlungen in Großrechnern kein neues Konzept, doch IBM trägt die Technik einen Schritt weiter: Kühlkörper und Leitungssysteme im SuperMUC sind so optimiert, dass sie selbst bei einer Kühlwassertemperatur von 45 °C noch alle Hardware-Komponenten auf akzeptabler Betriebstemperatur halten. So wird eine ausreichend große Differenztemperatur zur Umgebungsluft erreicht, um die Wärme ohne Klimasystem abzugeben, was den Stromverbrauch des Gesamtsystems um rund 40% senken wird. Zusätzliche Einsparungen von voraussichtlich einer Million Euro ergeben sich in den Wintermonaten, denn ähnlich wie bei deutlich kleineren Warmwasserkühlungen, die bereits in Betrieb sind, reicht die Temperatur des abfließenden Kühlwassers aus, um die umliegenden Gebäude damit zu beheizen.

Kann ich so bestätigen.
Bei mir sieht der Chef nur kurze Hosen ungern. Hach, Arbeitsplatzvorschriften: Thema Angemessenes Temperieren des Arbeitsplatzes.
Krawatte scheinen zu vermeiden (was bei öffentlichem Besuch nicht geht), aber Jackett gibts durchaus, ja.
Hast du schon mal Netzwerkadmins mit Anzug und Krawatte gesehen
Ich habe ja auch nicht Angst, dass die gegrillt werden, aber viele Unternehmen haben ja Kleiderordnungen die sich eher mit preußischer Strenge denn Sinnhaftigkeit schmücken. Und da ist der Mitarbeiter nach 10 Minuten in nem 45 °C Raum in einem Zustand, in dem er eigentlich erstmal ne Dusche und nen Satz neuer Klamotten bräuchte, aber den restlichen Arbeitstag noch vor sich hat.
(wenn überhaupt der Wasserkreislauf automatisch gestoppt werden kann und wenn man sich Zeit zum "abkühlen" lassen würde)
Ich könnte mir vorstellen, dass der Raum weiter gekühlt wird und die Server quasi isoliert werden. Es würde ja schon reichen wenn die Raumtemperatur <30° ist und man die Serverblades mit Handschuhen austauscht.
Man könnte sich evtl auch bei den Stahlkochern umschauen wie die mit der Hitze umgehen. Schlussendlich halten sich die Mitarbeiter nur wenig bei den Servern auf.