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  • Dawn of War 3 im Hands-On-Test: Richtig schwer und richtig gut
    Quelle: Sega

    Dawn of War 3 im Hands-On-Test: Richtig schwer und richtig gut

    Positiver Trend auf der Gamescom: Wenige Präsentationen, extrem viel Hands-On mit mitunter richtig langen Missionen. Wir haben Dawn of War 3 eine Stunde lang gespielt, die ersten Basen hochgezogen, mit Whirlwind-Artillerie Schwebepanzer der Eldar zerlegt und sind mit Imperial Knight Solaria gegen den Wraith Knight des Feindes zu Felde gezogen. Dawn of War 3 im Hands-On-Special.

    Holla die Wald-Fee, Dawn of War 3 ist ganz schön knackig. Als wir auf der Gamescom eine volle Stunde mit dem besten Strategiespiel der Messe verbringen, bringen uns die Eldar nicht nur einmal in Verlegenheit. Denn unsere gesamte Startbasis ist eingekesselt von Portalen, durch die die Hightech-Elfen jederzeit durchbrechen und angreifen können. Eine Taktik, die die K.I. sehr clever ausnutzt, denn sie operiert mehr mit Guerilla-Einheiten als großen Verbänden. Das hier ist zwar alles geskriptet, aber die K.I. fühlt sich an, als würde gerade ein Mensch spielen, der total darauf steht, uns zu nerven. Immer wieder setzen die Gegner Nadelstiche, greifen schnell an, um unsere Servitor-Arbeitsroboter zu killen und unterbrechen mit kleinen, gut geplanten Kommandoaktionen unseren Ressourcen-Abbau.
    Dawn of War 3 ist ganz schön knackig.
    Die Felder dafür befinden sich nämlich am Rand unserer Basis und lassen sich zwar mit einem Raketenturm schützen, doch die Eldar-Avengers verfügen über Schildtechnologie und sind nicht so leicht zu knacken. Der Raketenturm hilft also nur sehr kurz, Unterstützung ist immer notwendig. "Die Eldar lieben diese schnellen Vorstöße, ziehen sich aber auch immer wieder zurück und teleportieren sich, sobald du mit schweren Kampfeinheiten anrückst", erklärt Matt Kernachan, Development Director von Relic Entertainment, während wir gerade unsere ersten Schritte mit Dawn of War 3 machen. Und nun, ehrlich gesagt auch die ersten Fehler: Wir splitten unsere Kampftruppen auf, um drei effektive Verteidigungslinien aufzubauen. Das Abbauen von Ressourcen dauert aber ziemlich lange, entsprechend dünnen wir unsere Armee unnötig aus und verlieren dadurch an Schlagkraft, um schnell und gezielt Eldar-Stützpunkte anzugreifen und brauchen ein paar Anläufe, um im großen Finale der Demo den riesigen Eldar Wraith Knight zu vernichten.

    13:00
    Dawn of War 3: Kommentierte Space-Marine-Mission im Video

    Dawn of War 3: Droppen lernen heißt Siegen lernen

    Deutlich smarter ist es, die zwei (später via Upgrade sind es drei) Orbital-Droppods zu nutzen, die nicht ohne Grund am linken Bildschirmrand angezeigt werden. Wenn Sie Einheiten bauen, können Sie diese entweder per Wegmarkierung auf der Karte platzieren oder in einen der drei Droppods steigen lassen. Tactical Marines beispielsweise sind durch ihre schweren Maschinengewehre nicht sonderlich flott unterwegs, ergo packen wir sie in einen Pod. Devastator Marines mit Heavy Bolter teilen diese Schwäche, also rein in einen zweiten Pod. Dieses Feature ist aus drei Gründen wichtig: Wenn sich die Marines aus dem All katapultieren, schlägt der Pod mit einer Druckwelle ein wie in Titanfall, umliegende feindliche Einheiten werden also umgeworfen und nehmen direkt Schaden. Zudem sind Sie extrem mobil und statt für Verteidigungslinien unnötig Soldaten abzustellen, können Sie die Marines schnell mal abwerfen. Übrigens auch im Rücken des Feindes, wodurch Sie gerade die Eldar empfindlich treffen können. Deren Dire Avengers schützen sich nämlich nach vorne mit einem Schild, was klassische Infanterie nur schwer durchdringen kann. Setzen Sie Ihre Einheiten hinter ihnen ab und nehmen diese ins Kreuzfeuer, haben sie keine Chance.
    Bei Dawn of War 3 ist Mikromanagement gefragt.
    Zudem sind auf der gespielten Karte viele Verteidigungsstellungen angelegt, die automatisch ein Schutzschild aktivieren, sobald sich dort eine gewisse Anzahl von Soldaten einfindet. Der Feind ist hier gut geschützt und es braucht schon Panzer wie den Predator Destructor, um diese Schilde schnell zu knacken. Arbeiten Sie aber mit Assault Marines, können Sie diese im Rücken der Stellung absetzen und via Jetpack reinkatapultieren. Kettensägenschwert raus, Eldarkopf ab. Das wird auch ziemlich aufwendig animiert, insbesondere die Nahkämpfe machen Spaß beim Zusehen, auch wenn Relic dieses Mal auf aufwendig inszenierte Finisher verzichtet. "Sie haben etwas den 'Flow' herausgenommen", meint Kernachan, als wir ihn danach fragen. "Die Finisher waren zu Beginn cool, aber irgendwann nutzte sich das ab. Dafür haben wir Pods, die mitten im Feind aufschlagen, Dreadnoughts, die den Boden erzittern lassen und Imperial Knights, die ihre zwei Gatlingarme von Außen nach Innen ziehen und so im Radius alles zersplattern, was ihnen im Weg steht."

    Die Pods lassen sich später sogar mit Maschinengewehren aufwerten, wodurch sie herausstürmende Truppen zusätzlich schützen. Oder Sie packen Dreadnoughts rein, die normalerweise sehr langsam und damit verwundbar sind. Gedroppt können sie aber direkt ihre Titanfaust des Todes rausholen, den Feind per Schockwelle umhauen und anschließend mit dem Flammenwerfer rösten. Doch auch die Eldar wissen, wie man flankiert: Die Serpent-Schwebepanzer sind schnell und wenn wir ihnen zu viel Raum lassen, brechen Sie durch die Front durch und setzen sich hinter unsere Panzer, die an der Rückseite sehr verwundbar sind. Hier ist Mikromanagement gefragt, Gott sei Dank fahren die Predator auch rückwärts.

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    Warhammer 40.000: Dawn of War 3: Gameplay-Trailer von der E3

    Landspeeder zum Nerven und Imperial Knight vs. Wraith Knight

    Das Location-basierte Zerstörungssystem ist ein Detail, was Rush-Freunde freuen dürfte, die eine Partie gleich mal mit einem Landspeer-Angriff eröffnen wollen. Sie sind recht günstig zu bauen und Sie können den Heavy Bolter durch einen Multimeter ersetzen. Einige Eldar-Panzer brauchen eine Weile, ihr Geschütz auszurichten, Mikromanagement-Experten bewegen ihren Landspeeder dann wieder ein Stückchen weiter und können so herrlich die Panzerung runterschießen, ehe die regulären Einheiten zum Zug kommen. Wir sind gespannt, ob die Landspeeder letztlich nicht sogar etwas zu stark werden, weil sie sich durch ihre Schnelligkeit leicht aus Gefechten rausziehen und von Servitors reparieren lassen.

    Spannend: Wenn ein Servitor seine Arbeit einmal angefangen hat, bricht er sie nicht ab, wenn ein Vehikel sich in Bewegung setzt. Sie können ergo Panzer beispielsweise in Richtung Front befehlen und die fahren dann automatisch langsam genug, damit der Servitor währenddessen schweißen kann. Relic Entertainment gilt als eines der besten Strategieteams der Welt und hat viel Erfahrung, für das Thema Balancing wollen und müssen sie sich aber viel Zeit nehmen. Schließlich sind Blood Ravens, Orks und Eldar rein taktisch extrem unterschiedlich ausgelegt und das macht diese Marke Warhammer 40k ja so spannend. Dawn of War 3 ist aktuell eines der wenigen Strategiespiele, die auch genug Tiefe mitbringen, um Profis abzuholen. Es ist ein Spiel, das nicht unnötig vereinfacht wurde, sondern wo wir Artillerie auf einer Anhöhe platzieren und damit die feindliche Basis beschießen können und in dem Moment, wo der Feind versucht, zu unseren Whirlwinds durchzubrechen, lassen wir die Falle unserer Jetpack-Blood-Ravens zuschlagen. Auch lassen sich die Raketen von Imperial Knight Solaria auf sechs unterschiedliche Punkte innerhalb eines gewissen Radius lenken, Sie können das gesamte Feuer also auf wenige schwere Einheiten fokussieren oder sehr breit auf eine große Armee streuen. Und schließlich gab's auf der Gamescom noch den Fight der Knights, Imperial gegen Wraith - aber den spoilern wir hier mal lieber nicht.

    Gamescom-Fazit: Dawn of War 3

    Dawn of War 3 bietet auf dem Papier alles, was sich der RTS-Fan wünscht: Sie können es schnell und zackig spielen, müssen aber immer auch überlegen, wie jeder Truppenteil eingesetzt wird. Das gute alte Stein-Schere-Papier-Prinzip wird durch ein Location-basiertes Schadenssystem erweitert, sodass Sie etwa die Flanken und den Rücken von Panzern mit Infanterie schützen müssen. Durch die Pods ist das Spiel sehr dynamisch, Sie können schnell Blood-Raven-Nachschub auf die Erde krachen lassen und auch wenn es einige Grafisch dürfen die Entwickler bis zum Release noch Gas geben. Komfortsysteme wie Reparatur-Roboter gibt, bietet es sich an, mit Mikromanagement zu arbeiten. Packt der Wraith Knight seinen Energy-Beam aus und fokussiert ihn voll auf unseren Imperial Knight, ist es sinnvoller, lieber Panzer in den Strahl fahren zu lassen und diese zu opfern, bevor die Eliteeinheit vernichtet wird. Zudem ist Dawn of War 3 keines dieser Echtzeitstrategiespiele, in denen Sie beliebig viele Einheiten pumpen können, es ist also strategisch wichtig, mit vorgelagerten Basen zu operieren. Einzig grafisch darf Relic gerne noch Gas geben, Explosionen dürfen noch etwas voluminöser und mit dichterem Rauch losdonnern. Aber das Spiel erscheint ja auch erst irgendwann 2017.

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Warhammer 40.000: Dawn of War 3
Dawn of War 3 im Hands-On-Test: Richtig schwer und richtig gut
Positiver Trend auf der Gamescom: Wenige Präsentationen, extrem viel Hands-On mit mitunter richtig langen Missionen. Wir haben Dawn of War 3 eine Stunde lang gespielt, die ersten Basen hochgezogen, mit Whirlwind-Artillerie Schwebepanzer der Eldar zerlegt und sind mit Imperial Knight Solaria gegen den Wraith Knight des Feindes zu Felde gezogen. Dawn of War 3 im Hands-On-Special.
http://www.pcgameshardware.de/Warhammer-40000-Dawn-of-War-3-Spiel-41766/Specials/Vorschau-1205820/
26.08.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/08/DawnofWar_01_Aufmacher-pcgh_b2teaser_169.jpg
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