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  • Dawn of War 3: Die Rückkehr der Massenschlachten - E3-Vorschau
    Quelle: Sega

    Dawn of War 3: Die Rückkehr der Massenschlachten - E3-Vorschau

    Dawn of War 3 geht wieder in die Breite und die Vollen. Weg von kleinen Elite-Kommandos, rein in Basenbau und Massenschlachten, die von levelbaren Helden und riesigen Titanen dominiert werden. Dawn of War 3 in der Weltpremiere. Von Benjamin Kratsch / Ryan Southardt.

    Dawn of War 2 war sicher ein gutes Spiel, aber es fühlte sich für viele Fans nicht nach Warhammer 40k an. Es war zu sehr auf kleine Elite-Squads fokussiert, um das einzufangen, was dieses Universum für viele auszeichnet: monströse Massenschlachten. Wenn Dreadnoughts das Schlachtfeld in ein Partikelinferno verwandeln. Wenn die Imperial Knights ihre Gatlings sprechen lassen und der Boden unter den Füßen bebt. Wenn Orks sich mit Stahlschaufeln durch die Reihen der Space Marines graben, ihre Rüstungen aufschneiden, sie unter die Räder ziehen und ihre Knochen zermalmen. Oder Killerbots, die die Blood Ravens mit ihren Scherenhänden ausweiden wie eine Pampelmuse.

    All das bringt Dawn of War 3 jetzt zurück, das sich in seiner ersten Demo als waschechtes Echtzeitstrategiespiel zeigt. Mit hunderten Soldaten, die sich über eine eisige Ebene Meter für Meter voran kämpfen, unterstützt von legendären Helden wie General Gabriel Angelos, der seinen Hammer des Krieges schwingt. Die Orks bleiben auf der E3 noch etwas außen vor, nur im Trailer zeigen sie sich kurz. Das Gameplay konzentriert sich auf ein massives Gefecht der Space Marines gegen die Eldar, in dem jedes Glied in der Kriegsmaschinerie zeigen kann, wie wichtig es ist. Die groß angelegten Schlachten verlieren sich aber auch immer wieder in Grabenkämpfen Marke Dawn of War 2, in denen Jetpack-Marines die Eldar in ihren Stellungen überraschen und das Kettensägenschwert spüren lassen.

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    Warhammer 40.000: Dawn of War 3 im Preview-Video

    Dawn of War 3: Eldar gegen Space Marines

    Als eine ganze Armee von Eldar-Kriegern die Schlacht eröffnen, bildet Relics Game Director Philippe Boulle aus gleich zehn Space Marine taktische Squads mit einer doppelten Feuerlinie, die von Dreadnoughts hinter ihnen verstärkt werden. Howling Banshees drohen jedoch die zu stark vernachlässigte, linke Flanke zu durchbrechen, wo sich jetzt zwar schwer gepanzerte, aber recht ungelenke Marines Duelle gegen sehr agile Kämpfer der Eldar liefern, die mit ihrem Schrei für ein Zurückweichen der Kampftruppen sorgen können. Da trifft es sich gut, dass General Gabriel Angelos zur Stelle ist und einen regelrechten Wirbelsturm mit seinem Hammer hinlegt. Der Godsplitter lässt Knochen brechen und Feinde fliegen.

    Die Produktion von Blood-Raven-Einheiten ist zweigeteilt: Klassische Truppen wie Tactical Marines, Heavy Weapon Squads, Assault Squads und Dreadnought-Mechs werden in Basen produziert, die nach Dawn of War (1) ihr Revival feiern. Eliteeinheiten sind auf drei pro Schlacht begrenzt, die Sie vorher aus einem Menü auswählen müssen. Dabei gibt es einzelne Helden wie den Imperial Knight oder auch Elite-Squads wie Assault Terminators, die sich teleportieren können. All zu tief will sich Relic Entertainment auf der Weltpremiere noch nicht in die Karten blicken lassen, betont aber, auf ein großes Arsenal von Eliteeinheiten zu setzen, die sowohl für Rush-Freunde geeignet sind als auch für Spieler, die eher im Late-Game ihre ultimative Waffe zücken und dem Gegner im Multiplayer damit das Rückgrat brechen.

    Der Imperial Knight: Lasset die Gatlings rauchen

    Aus taktischer Sicht gilt es, mit den klassischen Bodentruppen effiziente Feuerlinien aufzubauen, die den Feind so in Atem halten, dass er zu spät auf die Manöver der Elites reagieren kann. Durch seine Turbinen etwa schwebt der Imperial Knight über das Schlachtfeld und kann sich so von jeder Position ins Getümmel stürzen und Überraschungsangriffe und Blitzattacken so lange unterbinden, bis die Kerntruppen sich neu formiert haben. Das ist deshalb spannend, weil die Armeen des Warhammer-40k-Universums sehr flexibel aufgebaut sind. Die Eldar sind zwar exzellente Nahkämpfer, Sie können mit Kampfläufer-Schwadronen, Asurmen und den vielen Schwebepanzertypen von leicht wie Hornet über den Fire Prism bis zu den Flaggschiffen Marke Scorpion aber auch genauso gut eine Fernkampfarmee bauen. Oder Sie tun so, als würden Sie sich auf die Distanz versteifen, führen Warrior um die feindliche Armee herum und fallen ihr in den Rücken.

    Sterben übrigens Ihre Elite-Einheiten, müssen Sie einen Cooldown abwarten und können Sie dann mit einem Drop-Pod aus dem Weltall direkt aufs Schlachtfeld donnern lassen. Das sind so Sekunden, in denen sich die Erfahrung von Relic als Strategiestudio zeigt. Denn Sie können die Pods selbst wie Einheiten steuern und damit genau festlegen, ob sie direkt in einer feindlichen Angriffswelle aufschlagen sollen, was den Vorstoß kurzzeitig aufhalten würde. Oder Sie lassen die Pods im Rücken des Feindes landen, um ihn in die Zange zu nehmen. Die Zwillings-Gatlingkanonen der Imperial Knight zerlegen problemlos Eldar-Infanterie und auch im Nahkampf ist sein XXXL-Kettensägenschwert effektiv. Es sei denn, er trifft auf einen Phantomlord-Titanen.

    Achten Sie mal auf die Größenverhältnisse: General Gabriel Angelos, der Gentleman mit dem Hammer, ist nicht der schmächtigste Krieger. Der Fuß des Imperial Knight ist größer als er. Und das Schwert eines Titans ist größer als der ganze Knight-Mech. Achten Sie mal auf die Größenverhältnisse: General Gabriel Angelos, der Gentleman mit dem Hammer, ist nicht der schmächtigste Krieger. Der Fuß des Imperial Knight ist größer als er. Und das Schwert eines Titans ist größer als der ganze Knight-Mech. Quelle: Sega

    Dawn of War 3: Neues Stellungssystem und die Titanen des Krieges

    Dawn of War 3 ist sehr flexibel designt: Sie können theoretisch Feuerlinien aufbauen, alle Truppen an ihre Positionen rücken und die Armee dann der K.I. übergeben, um sich um den effizienten Einsatz der Elites zu kümmern. Das ist sinnvoll, denn diese leveln ähnlich wie in der Total-War-Reihe von Schlacht zu Schlacht und werden so immer mächtiger. Die Väter von Company of Heroes wollen Mikrostrategen aber nicht im Regen stehen lassen und bieten auch hier viel Spieltiefe.

    Anders als im Vorgänger ist das Deckungssystem komfortabler gelöst, weil Sie nicht mehr jede Einheit hinter Wällen positionieren müssen, sondern das Spiel nur zwischen "keine Deckung" und "volle Deckung" unterscheidet. Sobald Sie Truppen hinter auf dem Schlachtfeld verteilte Barrikaden Dawn of War 3 wird deutlich größer noch als Dawn of War 1 ziehen, befestigen diese die Stellung mit einem Schild, das Projektile aufhält. Wer die Blood Ravens kennt, der weiß auch, dass sich die Jungs in Iron-Man-Rot nicht von einem Energieschild aufhalten lassen. Via Jetpack katapultiert der Game Director seine Assault Marines direkt in eine Eldar-Stellung und der Rest ist Gemetzel: Mit Ihren Kettensägenschwertern schneiden sich die Einheiten durch die leichten Rüstungen der Weltraumelfen. Wer hier als Eldar keine Kontereinheiten parat hat, hat schlechte Karten.

    Wie im Strategiegenre üblich verändert sich die Schlacht, je länger sie dauert. Ihre Elite-Helden leveln, der Imperial Knight beispielsweise kann gleich sechs Raketen auf die Reise schicken und Sie bestimmen per Klick, wo sie einschlagen sollen. Und dann gibt es noch Superwaffen und Titanen, jede Rasse hat jeweils eine davon. Die Space Marines vernichten eine halbe Armee mit ihrem Space-Laser, der im Orbit stationiert ist. Die Eldar attackieren mit einem Titanen, der am ehesten an einen japanisch angehauchten Transformer erinnert. Mit einem Schwert, größer als der gesamte Imperial Knight, und schneeweißer Rüstung und Schulterpanzern, aus denen ganze Raketenbatterien ragen. Ja, Dawn of War 3 wird deutlich größer noch als Dawn of War 1.

    Erstes Fazit: Dawn of War 3

    Dawn of War 3 ist ein beeindruckendes Spektakel. Gar nicht mal zwingend aufgrund der Partikeleffekte, Rauchfahnen und den Explosionen, die das Schlachtengemälde umspielen, sondern weil es optisch sehr starkes Feedback gibt, wodurch Sie kaum auf Zahlenwerte achten müssen. Plasma- Dawn of War 3 könnte ein Fest für jeden Warhammer-Fan werden. Kanonen etwa laufen rot an und stoßen eine Art Dampf aus, wenn Sie überhitzen. Dadurch wissen Sie in der Schlacht, dass Ihre Front noch etwas länger halten muss, bevor diese Einheiten wieder feuerbereit sind.

    Noch spannender ist der Imperial Knight: Sobald der anfängt zu überhitzen, schlagen Flammen aus seinem ganzen Mech-Körper. Gehen Sie damit jetzt rein ins Schlachtengetümmel, erleiden alle Eldar-Einheiten zusätzlichen Feuerschaden. Dadurch wird eine Art Rage-Modus aktiviert, die monströse Maschine feuert jetzt für einen gewissen Moment alles ab, was sie an Bord hat. Es wird eine Mammutaufgabe für Relic Entertainment, dieses Spiel auszubalancieren, mit all seinen extrem unterschiedlichen Truppentypen, Elites, Titanen und Superwaffen. Aber wenn alles gut geht, könnte das hier ein Fest für jeden Warhammer-Fan werden.

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Warhammer 40.000: Dawn of War 3
Dawn of War 3: Die Rückkehr der Massenschlachten - E3-Vorschau
Dawn of War 3 geht wieder in die Breite und die Vollen. Weg von kleinen Elite-Kommandos, rein in Basenbau und Massenschlachten, die von levelbaren Helden und riesigen Titanen dominiert werden. Dawn of War 3 in der Weltpremiere. Von Benjamin Kratsch / Ryan Southardt.
http://www.pcgameshardware.de/Warhammer-40000-Dawn-of-War-3-Spiel-41766/Specials/E3-Vorschau-1198223/
13.06.2016
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