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  • War of the Roses: Beta-Test des Mittelalter-Battlefield

    War of the Roses wird von den schwedischen Entwicklern Fatshark entwickelt und schickt bis zu 64 Spieler auf mittelalterliche Schlachtfelder - PC Games Hardware hat für Sie Schwert sowie Armbrust gezückt und erläutert, was neben der DX11-Optik noch überzeugt beim Mittelalter-Battlefield.

    Zugegeben hätte War of the Roses ein zugkräftigerer Titel besser gestanden, denn mit den Rosenkriegen, die von 1455 bis 1485 zwischen den beiden englischen Adelshäusern York und Lancaster ausgetragen wurden, können vermutlich nur wenige Spieler etwas anfangen - sei's drum, wer seit jeher mal ein mittelalterliches Battlefield zocken wollte, ist hier genau richtig. Die Closed Beta von War of the Roses läuft bereits seit einigen Wochen (und ist mittlerweile vorbei), weswegen wir genügend Zeit hatten, uns den Titel in Ruhe anzuschauen. Entwickelt wird das Spiel von Fatshark in Schweden, gepublisht wird War of the Roses von Paradox Interactive via Valves Steam - exklusiv für den PC.

    War of the Roses: Technisch auf dem aktuellen Stand

    Der eine oder andere Leser dürfte mit Fatshark vertraut sein, denn der schwedische Entwickler machte vor zwei Jahren mit der "Stone Giant"-Techdemo auf sich aufmerksam. Als technische Basis kommt daher die Bitsquid-Engine zum Einsatz, welche auf einen modernen Deferred Renderer unter DirectX 11 setzt und auf FXAA zur Glättung von Kanten vertraut (Minimum ist daher eine DX10 [sic] Grafikkarte). War of the Roses bietet unter anderem hochauflösende weiche Schatten, Umgebungsverdeckung sowie eine schicke Tiefenunschärfe, der Detailgrad von Texturen sowie der Polycount sind einem PC-exklusiven Titel angemessen. Gerade die homogenen Pixeltapeten wissen zu gefallen, Ausfälle sind eher selten.

    Abseits der eigentlichen Technik sind sowohl die Kämpfer als auch die Maps gut umgesetzt, insbesondere was die Beleuchtung und die Lichtstimmung anbelangt - die Animationen benötigen hingegen noch Feinschliff. Dafür sorgt die musikalische Untermalung für Atmosphäre, der Schlachtenlärm klingt wuchtig und das Zupfen einer Bogensehne ist jederzeit ortbar (sofern der Schütze nicht gerade eine halbe Meile entfernt ist). Für maximale Details in 1080p sollte es übrigens mindestens eine Geforce GTX 560 Ti oder besser sein.

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    War of the Roses - Gameplay-Trailer zum Fernkampf
    Spielecover zu War of the Roses
    War of the Roses

    War of the Roses: Schwerter, Äxte, Bögen, Armbrüste - und ab in den Sattel

    Wie von Battlefield bekannt, ziehen Sie mit einer bestimmten Klasse in die Schlacht - in der Beta mit bis zu 31 weiteren Spielern, später sollen es insgesamt 64 sein. Zu Beginn steht nur ein gewöhnlicher Soldat mit Schwert und Rundschild bereit, durch Erfahrungspunkte schalten Sie einen Armbrust- sowie Langbogenschützen und einen schwer gepanzerten Ritter frei, am Ende der Belohnungskette wartet der individuelle Kämpfer, welchen Sie im umfangreichen Charakter-Editor anpassen dürfen. War of the Roses honoriert erledigte Gegner oder erfüllte Ziele aber nicht nur mit Erfahrungspunkten, sondern auch mit Geld. Hierdurch schalten Sie nach und nach bessere Waffen, dickere Rüstungen, optische Boni sowie Perks frei, die Ihre Spielfigur mächtiger machen. Langbogenschützen etwa erhalten mehr Durchschlagskraft oder können die tödliche Waffe länger gespannt halten, Ritter steigen samt Lanze auf's Pferd und reiten Gegner nieder - bis Ende der Beta waren die Rosse allerdings extrem overpowered, dafür aber selten (mit jeder neuen Beta wurden alle Erfolge wieder zurückgesetzt).

    War of the Roses: Kalter Stahl braucht Übung

    Egal ob Sie auf einem bäuerlichen Gehöft samt weitläufigen Feldern, einer verwinkelten Burg bei (zu dunkler) Nacht oder aber einem Waldstück in der Morgendämmerung kämpfen: Derzeit gibt es nur den Conquest-Modus (Flaggenpunkte erobern und halten) sowie Team Deathmatch. Dort entscheiden Sie sich für eine der beiden Parteien und eine Klasse, danach geht's direkt in die Schlacht. Per Schwert und Schild wird aktiv in vier Richtung zugeschlagen sowie geblockt, was nicht nur Ausdauer kostet, sondern auch gut getimt sein will: Dank der Schulterperspektive und mit etwas Übung klappt das recht gut, allerdings ist die Kollisionsabfrage manchmal nicht Herr der Lage.

    Strecken Sie einen Gegner per Schwert nieder, wird dies noch nicht als Kill gewertet (allerdings gibt's auch für erteilten Schaden Erfahrungspunkte) - erst wenn Sie diesen per Tastendruck auf brutale Art und Weise exekutieren, erhalten Sie 100 Erfahrungspunkte und Geld. Während der brutalen Animation sind Sie allerdings ein leichtes Opfer, gerade für Armbrustschützen. Die müssen ihre Waffe zwar erst langwierig spannen - es sei denn, Sie nutzen den später verfügbaren Schnellspann-Perk -, dafür schlägt der Bolzen fast ohne Höhen- oder Zeitverlust ins Ziel ein. Armbrustschützen sind somit meist tödlich, Langbogenschützen hingegen müssen die Balistik beachten und töten nur dann sofort mit einem Treffer, wenn der Pfeil das Gesicht oder den Hals trifft.

    War of the Roses: Taktisch und ein wenig Teamplay

    Nutzen Sie Fernwaffen, so wird es bereits als Kill gezählt, wenn der Gegner nur zu Boden geht, sind Sie nah genug dran, bietet sich somit zusätzlich die Exekution an. Aber Vorsicht, die direkte Konfrontration mit einem noch nicht gefallenen Ritter endet meist mit dem Tod, es sei denn, ein unerfahrener Recke steckt in dessen Rüstung - dann reicht auch die Zweitwaffe, das Kurzschwert. Sollten Sie selbst ins Gras beißen und der Exekution entgehen, können Sie von Team-Kameraden wieder auf die Beine gebracht werden - das gibt diesem Erfahrungspunkte, macht Ihren Retter jedoch zum leichten Opfer für Fernwaffen. Gerade Halstreffer strecken Spieler komplett nieder, eine Rettung (oder Exekution) ist hier nicht mehr möglich. Dies gilt auch, wenn Sie vom Pferd aus mit der Lanze aus vollem Galopp zustechen; reiten und schießen war in der Beta noch nicht möglich - zudem gab's das in den Rosenkriegen nicht.

    Bei unseren Matches halfen uns die Mitspieler nicht immer, aber oft wieder auf die Beine. Wer das nicht möchte oder eine Exekution (bei der Sie in der Ego-Perspektive mitansehen müssen, wie die Klinge in Ihren Brustkorb gerammt wird - heftig!) verhindern will, der kann nach einigen Sekunden per Mausklick den Tod bevorzugen und wieder spawen. War of the Roses bietet weiterhin keine ersichtliche Lebensenergie-Anzeige, das Bild aber färbt sich immer röter. Kleinere Verletzungen heilen mit der Zeit, schwere oder blutende Wunden müssen Sie hingegen für ein paare Sekunden bandagieren - möglichst in Deckung, sonst "erlöst" Sie ein Pfeil oder eine Lanze. Teamplay ist somit wichtig, was die meisten Spieler der Beta auch kapierten und so entspannten sich häufig größere Schlachten an markanten Punkten - ein sprichwörtliches Schützenfest obendrein.

    War of the Roses: Ein erstes Fazit

    War of the Roses sieht ansprechend aus, klingt gut und ist für Freunde von atmosphärischen Mittelalter-Schlachten schon jetzt zu empfehlen. In der Beta kämpften wir allerdings nicht nur gegen Ritter, sondern auch gegen diverse Bugs und durch unausbalancierte Perks gegen übermächtige Gegner - im späteren Verlauf hingegen war unser Armbrustschütze meist der erfolgreichste Kämpe des Matches. Mit etwas Feinschliff sollten die Entwickler dies jedoch bis nächsten Monat in den Griff bekommen und weitere Maps zur Verfügung stellen, dann könnte aus einer guten Beta ein exzellentes Spiel werden. Ein Detail am Rande: Auf dem am letzten Wochenende stattgefunden Festival Mediaval trafen wir mehrere Beta-Teilnehmer bei einem Horn Met, der Grundtenor zu War of the Roses fiel auch hier postiv aus.

    An dieser Stelle noch der Hinweis, dass der Autor dieser Zeilen entgegen seines üblichen Vorgehens so viel Spaß an War of the Roses hatte, dass kaum Screenshots angefertigt wurden ;-)

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  • War of the Roses
    War of the Roses
    Publisher
    Paradox Interactive
    Developer
    Fatshark
    Release
    05.10.2012

    Stellenmarkt

    Es gibt 16 Kommentare zum Artikel
    Von Ryle
    Lustig wie teilweise ziemliche harmlose oder unrealistische (Zombies usw.) Videos gesperrt sind aber eines der…
    Von biggiman
    Ist bekannt ob die steamversion einen LAN-Mode hat und wenn jA benötigt dieser eine Internetverbindung? Bin auf der…
    Von phila_delphia
    Ich würde mich riesig für die Entwickler FatShark freuen, wenn das Spiel Erfolg hat. Leider haben die meisten…
    Von Pagz
    Klingt nach Mount&Blade, und das war toll
    Von pcfr3ak
    Chivalry? Das wird ein eigenes Game. Chivalry : Medieval Warfare
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War of the Roses
War of the Roses: Beta-Test des Mittelalter-Battlefield
War of the Roses wird von den schwedischen Entwicklern Fatshark entwickelt und schickt bis zu 64 Spieler auf mittelalterliche Schlachtfelder - PC Games Hardware hat für Sie Schwert sowie Armbrust gezückt und erläutert, was neben der DX11-Optik noch überzeugt beim Mittelalter-Battlefield.
http://www.pcgameshardware.de/War-of-the-Roses-Spiel-41849/Tests/War-of-the-Roses-Beta-Test-Mittelalter-Battlefield-1024108/
14.09.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2012/09/War-of-the-Roses-Beta-01.jpg
war of the roses
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