Ehemaliger Valve-Programmierer: Virtual Reality ist "asozial"

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https://gist.github.com/rygorous/251b945aef2046ac7cee#file-vr_urgh-txt-L144
Quelle: Oculus VR

Fabian Giesen, insgesamt für ein Jahr bei Valve als Dienstleistungs-Programmierer in der VR-Entwicklung tätig gewesen, hat sich über einen öffentlichen Brief ausführlich über das Phänomen Virtual Reality geäußert. Demnach werde "echte" soziale Interaktion immer weiter unterbunden, wobei auch die Finanzierung entsprechender Projekte ein Problem sei.

Nachdem sich im letzten Monat schon der Take-Two-Chef Strauss Zelnick negativ über den sozialen Aspekt der Oculus Rift äußerte, folgt nun ein ehemaliger Programmierer von Valve, der dort als Dienstleister, also nicht festangestellt, tätig war. Der Vertrag von Fabian Giesen begann im Jahre 2012, wo sich das Team laut eigenen Angaben noch nicht sicher war, wo das Valve-eigene Projekt hingegen sollte. Ein Lager, darunter auch Giesen, wollte in Richtung Augmented Reality, das andere in Virtual Reality. Letzteres habe dann schlussendlich "gewonnen", woraufhin Giesen nach neun Monaten ausstieg, im letzten Jahr aber nochmals drei Monate dort tätig war.

Als Begründung führt der Entwickler an, dass das Grundkonzept von Virtual Reality in Spielen "asozial" sei. Bereits in Online-Spielen heutzutage würde "echte", also physische soziale Interaktion bei einigen oftmals zu kurz kommen. Wenn viele Menschen beispielsweise von MMORPGs auf einem normalen Display süchtig würden, was passierte dann in einer Virtual Reality? Die "Cyberpunk-Idee" rund um das komplette Eintauchen in die Spielwelt sei für den sozialen Aspekt schlichtweg nicht gut.

Fernab dessen führt Giesen den Aspekt von "Geiz ist geil" an. Die Spielwelt driftet immer weiter zu Konzepten, wo möglichst wenig bis gar kein Geld investiert wird beziehungsweise werden soll. Er habe seit jeher das Problem durch werbefinanzierte Virtual Reality gesehen, wo der Auftragsgeber als Kunde und der Spieler nur noch als Arbeitskraft zum Anschauen von Werbung angesehen werde. Durch die Übernahme von Oculus VR durch Facebook sei diese Befürchtung nun Realität geworden, wobei das Unternehmen sogar noch massig Daten sammle.

Unterm Strich sehe Giesen Virtual Reality als großartige Technologie an, den Einsatzweck allerdings fernab von Spielen. So seien die Möglichkeiten in der Industrie nicht zu vernachlässigen. Den kompletten Brief finden Sie auf github.com. Was halten Sie von diesem Thema? Nutzen Sie die Kommentarfunktion.

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Scholdarr Volt-Modder(in)
        AW: Ehemaliger Valve-Programmierer: Virtual Reality ist "asozial"

        Typisch: erst ausgebootet werden und dann stänkern. Das nennt man schlicht schlechter Verlierer und interessant ist daran absolute gar nichts.
      • Von Scholdarr Volt-Modder(in)
        AW: Ehemaliger Valve-Programmierer: Virtual Reality ist "asozial"

        Typisch: erst ausgebootet werden und dann stänkern. Das nennt man schlicht schlechter Verlierer und interessant ist daran absolute gar nichts.
      • Von Quat BIOS-Overclocker(in)
        AW: Ehemaliger Valve-Programmierer: Virtual Reality ist "asozial"

        Sozial und Asozial sind "nur" Maßstäbe einer Gesellschaft. Eingeimpft, doktriniert durch eine Vielzahl, nur seltenst wählbaren Quellen. In Deutschland scheinen diese Regeln doch eh schon denkbar merkwürdige "verrutscht":
        Zitat von Gummert
        Politisch, Wirtschaftlich wird man von diesen verseuchten Gutmenschen überrannt. Nun kommt der Quatsch auch noch direkt aus der Videospiel-Szene, könnt so kotzen.
        Draußen nix zu Melden und jetzt ein auf Sozial machen. Heuchler.

        In sofern, kann ich jeden nicht nur verstehen sondern gar beipflichten, diesem zu entfliehen!
      • Von Gummert Freizeitschrauber(in)
        AW: Ehemaliger Valve-Programmierer: Virtual Reality ist "asozial"

        Politisch, Wirtschaftlich wird man von diesen verseuchten Gutmenschen überrannt. Nun kommt der Quatsch auch noch direkt aus der Videospiel-Szene, könnt so kotzen.
        Draußen nix zu Melden und jetzt ein auf Sozial machen. Heuchler.
      • Von Brainwaver Software-Overclocker(in)
        AW: Ehemaliger Valve-Programmierer: Virtual Reality ist "asozial"

        Naja lust das gerad an VR festzumachen.
        Selbst wenn wir hier schon im Forum schreiben ist das prinzipel schon mal asozial, denn wir schreiben uns gegenseitig anonym von zu Hause oder wo auch immer aus ohne wirklich miteinander persönlich zu interagieren, in dem Sinne ist alles was man im Internet in der Beziehung macht asozial.
        Auf gut deutsch kann man nur sagen "Lieber Herr Giesen der Zug ist schon längst abgefahren ob mit oder ohne VR".
      • Von SimonG Software-Overclocker(in)
        AW: Ehemaliger Valve-Programmierer: Virtual Reality ist "asozial"

        Problematisch am VR-Trend finde ich momentan eigentlich nur die Pläne von Facebook. Ich gehe davon aus, dass Mark Zuckerberg eine Art Second Life mit Occulus Rift plant. Mit virtuellen Treffen, virtuellen Veranstaltungen, Minigames usw. Eventuell zwingt Facebook die Spiele-Entwickeler auch dazu auf Facebook in Occulus Rift Spiele einzubauen (in welcher Form auch immer). Das ist meine größte Sorge. Facebook sollte aber vorsichtig damit sein. Spieler und Entwickler sind schnell vergrault und es stehen genügend Konkurrenten in den Startlöchern, die nur genau darauf warten.

        Die VR-Brille an sich ist noch nicht asozial. Wenn sie aber dazu genutzt wird soziale Interaktion ins Internet zu verlagern um echte soziale Interaktion zu ersetzen, dann wird es asozial. Fühlt sich bei dem Gedanken noch jemand an den Film Surrogates erinnert?
        Wir werden ja sehen was passiert.
      Direkt zum Diskussionsende
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