Razer OSVR auf der Quo Vadis 2015 in Berlin ausprobiert
Immer mehr Virtual-Reality-Headsets drängen auf den Markt und buhlen um die Gunst der Käufer. Auch Razer, eigentlich bekannt für hochwertige Eingabegeräte, hat ein Eisen im Feuer. Das Besondere daran: Es setzt konsequent auf Open-Source-Standards und soll dadurch besonders flexibel sein.
Razer hat auf der Quo-Vadis-Entwicklermesse, die im Rahmen der Games Week in Berlin stattfindet, sein Virtual-Reality-Headset demonstriert, welches Teil des sogenannten OSVR-Projekts ist. Dort arbeiten verschiedene Entwickler aus der gesamten Welt zusammen, um das Vorankommen von VR-Lösungen und Konzepten zu sichern. Das OSVR-Ökosystem basiert dabei auf offenen Standards und steht jedem Interessierten Programmierer und Anwender zur freien Verfügung. Involvierte Firmen sind neben Razer auch Gearbox, Nod, Leap. Sensics und Sixense.
Das Razer-OSVR-Hacker-Dev-Kit
Quelle: Razer
Razer OSVR Hacker Dev Kit
Von Razer kommt in diesem Zusammenhang das sogenannte OSVR-Hacker-Dev-Kit. Dabei handelt es sich um die VR-Brille, also die konkrete Hardware. Diese soll ab Juni 2015 den ersten Kunden zur Verfügung stehen. Schon jetzt können sich Interessenten auf der Webseite von Razer vorab registrieren. Der Preis für die Hardware liegt nach aktuellen Planungen bei 199,99 US-Dollar. Ein Euro-Preis steht noch nicht fest.
Der Funktionsumfang des Razer-OSVR-Hacker-Dev-Kit scheint zu stimmen: Beschleunigungssensor und Gyroskop sind nur zwei der nützlichen Features. Das Display ist ein 5,5-Zoll-OLED-Modell mit Full-HD-Auflösung. Die Pixeldichte liegt laut Razer bei 401 ppi. Auf der Quo-Vadis konnten wir das Headset kurz ausprobieren; mit einem Rennspiel namens Radial-G, das stark an die Wipeout-Serie erinnerte.
In den fünf Minuten, die uns mit dem Gerät zur Verfügung standen, hatten wir jedenfalls einigen Spaß: Die konstante Bildwiederholrate von 60 Fps in Kombination mit der recht guten Auflösung, sorgte für eine spannendes Mittendrin-Gefühl auf der achterbahnähnlichen Rennstrecke.
Sobald ein Testgerät die Redaktion erreicht, werden wir das das OSVR-Hacker-Dev-Kit natürlich genauer unter die Lupe nehmen und auch mit der Konkurrenz von Oculus Rift und Co vergleichen. Das erste Hands-On hat jedenfalls Lust auf mehr gemacht.
