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  • Vikings: Wolves of Midgard - Vorschau auf die ultrabrutale RPG-Fantasy-Welt von Ulfung
    Quelle: Games Farm

    Vikings: Wolves of Midgard - Vorschau auf die ultrabrutale RPG-Fantasy-Welt von Ulfung

    Das Wikingerleben war nicht immer so lustig wie die Abenteuer von Hägar dem Schrecklichen. Im derb-deftigen Action-Rollenspiel Vikings: Wolves of Midgard müssen wir allerlei Monster, Untote und Dämonen vermöbeln. Gewaltige Blutmengen liefern die Entwickler des Studios Games Farm (Air Conflicts, Shadows: Heretic Kingdoms) frei Haus mit dazu.

    Unser namenloser Held - entweder ein kerniger Krieger oder eine schlagkräftige Schildmaid - hat in Vikings: Wolves of Midgard allen Grund, grimmig zu sein: Als er nach einem Beutezug zurück in sein Heimatdorf Ulfung kommt, findet er dieses verwüstet vor - und viele seiner Freunde hat das Zeitliche gesegnet. Obendrein haben die Angreifer auch den Häuptling getötet. Dessen Rolle müssen wir übernehmen und unsere Zeit zwischen den zwei Aufgaben Wiederaufbau des Dorfes und Bestrafung der Invasoren ausbalancieren.

    Himmlische Unterstützung

    Vier Schwierigkeitsstufen gibt es, von denen wir mutig "Normal" wählen. Den Walhalla-Modus heben wir uns für ein anderes Mal auf - denn wenn ein Held hier das Zeitliche segnet, ist das Spiel mit allen erreichten Fortschritten vorbei. In einer Vorführung möglicherweise nicht die beste Wahl. So blutig ist übrigens das Spektakel, dass USK und PEGI es gar mit einer Ab-18-Wertung versahen - selbst uns fällt bei einer Demo der rotgefärbte Schnee rund um den Krieger auf. Mark Allen, Abgesandter des Publishers Kalypso, der uns Vikings: Wolves of Midgard bei einem Ortstermin in San Francisco vorführte, grinst: "Das müssen wir möglicherweise noch etwas herunterfahren."

    Bei dem Rachefeldzug hilft der Beistand der Götter: Sechs nordische Gottheiten, darunter Odin, Hel, Loki und Tyr, bieten unserem Helden nicht nur moralischen, sondern auch ganz praktischen Beistand. "Je nachdem, welche ihr wählt, bekommt ihr unterschiedliche aktive und passive Geschenke", sagt Mark Allen. Tyr stärkt beispielsweise unser Geschick für den Kampf mit Schwert und Schild oder einem Einhänder ohne Schild, während Loki beim Zuhauen mit Zweihändern oder Stabwaffen hilft. "Ihr könnt natürlich auch eine Waffe wählen, die keinen himmlischen Support bekommt - allerdings fehlen euch dann auch die Boni", erklärt Allen.

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    Vikings: Wolves of Midgard - Action-RPG für Erwachsene zeigt sich im Features-Trailer
    Spielecover zu Vikings: Wolves of Midgard
    Vikings: Wolves of Midgard

    Mehr Blut tut gut

    In Ulfung müssen wir derweil noch einige verbliebene Invasoren erledigen. Das gibt nicht nur Erfahrungspunkte - die Schergen hinterlassen auch Blutkonserven, die wir zum Aufrüsten unseres Charakters, seiner Waffen, Gegenstände und sogar des Dorfes verwenden. Anders als in anderen Action-Rollenspielen werden wir nämlich nicht mit Beutestücken überhäuft, die sich in ihren Fähigkeiten immer neu übertreffen. Die Entwickler setzen stattdessen auf weniger Ausrüstung, die wir dafür mit Blutinfusionen individualisieren und immer mächtiger machen können. Falls uns der Zufallsgott nicht hold ist, dürfen wir beispielsweise Hammer, Schwert, Streitkolben und Axt beim Schmied selbst herstellen - oder Waffen in ihre Einzelteile zerlegen, um damit andere zu verbessern.

    Auf unseren Beutezügen sammeln wir neben Blut auch Holz, Metall und Gold ein, mit denen die Bewohner von Ulfung automatisch mit den Reparaturarbeiten an ihrem Dorf beginnen. Warum aber das Dorf aufbauen, wenn wir doch allein beziehungsweise mit einem Verbündeten im Koop-Modus durch die Kampagne stapfen? "Weil ihr beispielsweise einen Runenschmied zurück in euer Dorf holen könnt", sagt Mark Allen. "Dessen Runen helfen euch, eure Waffen zu verbessern." Über einen immer größeren Altar freuen sich nicht nur die Götter: "Opfert ihr dort Blut, schaltet ihr neue Fertigkeiten für euren Helden frei", so Allen. Das klappt ab und zu auch unterwegs, wenn wir auf ein Totem stoßen und dem wir das begehrte Blut im Tausch gegen Verbesserungen darbringen. Erwähnten wir Heil-Totems, Gürtel und Ringe? Handwerker kriegen in Vikings: Wolves of Midgard jede Menge zu tun.

    Beutezüge und Zornesattacken

    Langsam wird es Zeit für den ersten Beutezug - so heißen die Missionen bei Vikings - Wolves of Midgard. Wir stapfen mit unserem Krieger durch hohen Schnee, doch spätere Abenteuer sollen uns in andere Regionen bringen: Neben Midgard, Heimstatt der Menschen, sind das Utgard, die Festung der Riesen, Niflheim, die kälteste und düsterste Region der Spielwelt, Balheim, wo sich Feuerriesen und Dämonen tummeln, und Dvergheim - dort hausen die Alfar, eine Art Dunkelelfenvolk.

    Unser erster Auftrag ist Teil der rund 20 Stunden langen Kampagne des Spiels. "Neben denen gibt es noch Herausforderungsmissionen, etwa 'Sammle 50 Wolfspelze'", sagt Mark Allen. Und einen "Trial of the Gods" genannten Modus, bei dem unsere Helden pro Gottheit jeweils zehn Wellen immer schwerer zu bewältigende Gegner überstehen müssen. "Der ist nichts für schwache Nerven", grinst Allen. Dafür locken allen siegreichen Helden wertvolle Ausrüstungsgegenstände und Runen.

    Trails-of-God-Modus: Der ist nichts für schwache Nerven Indes schnetzeln wir uns mit unserem Standardangriff durch die Gegnermassen: ein Feuerball, der aus unserem Stab hervorschießt. Die zweite Eigenschaft des Stabes nutzt uns, denn auf Tastendruck heilt er seinen Besitzer ein wenig. "Mit den richtigen Runen könnt ihr das Maß der Heilung weiter erhöhen", sagt Mark Allen. Die Kämpfe bringen indes unseren Helden in Wallung, und so schwillt sein Zornesgrad immer weiter an. Ist dessen Maß voll, entlädt er ihn auf Knopfdruck in einer mehrere Sekunden andauernden Phase mit gewaltigen Spezialattacken. "Ihr nehmt dabei zwar weniger Schaden, aber unbesiegbar seid ihr nicht", warnt uns Allen vor zu wilden Kapriolen.

    Frieren im Tiefschnee

    Schaden nehmen wir auch, wenn wir uns zu lange in Schnee und Eis aufhalten. Zwar nicht augenblicklich, doch eine Kälteanzeige füllt sich unbarmherzig auf, nachdem wir den Einflussbereich etwa eines schützenden Feuers verlassen haben. Können wir unterwegs ein eigenes Feuerchen entfachen? "Das wäre was", stimmt Mark Allen zu. "Doch das geht leider nicht. Es gibt aber immer wieder rechtzeitig neue Wärmequellen, die euch vor dem Erfrierungstod retten." In tieferem Schnee und auf windumtosten Brücken schlottert es uns obendrein noch schneller als in einem spärlich mit Schnee bedeckten Gebiet. Und mit Kälte ist es nicht getan: In späteren Bereichen wirken sich auch Gift und Feuer unangenehm auf unseren Helden aus.

    Tiefschnee hat noch einen weiteren Nachteil: Wir sind darin langsamer unterwegs. Doch das betrifft auch unsere Gegner, und das lässt sich ausnutzen. "Ihr könnt euch zum Beispiel auf einen höherliegenden Felsen stellen und von dort aus Gegner mit dem Bogen angreifen, die durch den tiefen Schnee nicht schnell genug weglaufen können", erklärt Mark Allen. Gemeinerweise friert es die Schergen dabei nicht: "Sie leben Tag und Nacht unter freiem Himmel und sind die Temperaturen gewohnt", sagt Allen.

    Nach mehreren Dutzend Bösewichten wartet ein Bossgegner auf uns, den wir allerdings recht mühelos erledigen können - wir haben schließlich in Ulfung einige unserer Fertigkeiten aufgebohrt. Spätere Gegner müssen wir mit Köpfchen bezwingen: So gibt es Sumpfmonster, die ganz still auf uns lauern und sich wie im Knobel-Shooter Superhot nur dann bewegen, wenn wir das auch tun. Auch sonst gibt sich Vikings: Wolves of Midgard abwechslungsreich: Nach dem ersten Einsatz geht es in ein Dorf unserer Angreifer, dessen Häuptling auf eine Abreibung wartet. Besiegen wir ihn, stehen wir vor der Qual der Wahl: Plündern wir das Dorf, um auf einen Schlag eine große Menge an Rohstoffen für unseren Wiederaufbau zu bekommen? Oder nehmen wir die Dorfbevölkerung kurzerhand mit in unsere Heimat, wo sie uns einen nicht ganz so großen Bonus verschaffen, der aber dafür langfristiger anhält?

    01:18
    Vikings: Wolves of Midgard - Neuer Gameplay-Trailer zum USK-18-Brutalo-Action-RPG
    Spielecover zu Vikings: Wolves of Midgard
    Vikings: Wolves of Midgard

    Fazit

    Mit seinen schlauen Ideen will Vikings: Wolves of Midgard mehr als nur ein Diablo im Schnee sein. Der Wiederaufbau von Ulfung, das Aufrüsten der einzelnen Waffen, mehrere Charakterpfade, zwischen denen unser Held dank großmütiger Götter munter hin- und her wechseln kann, ein Koop-Modus und die durchweg fesche Präsentation begeistern mich als Fan von Rollenspielen in verschneiten Welten.

    Die Idee, auf einen Diablo-Beutesegen zu verzichten und dafür die Zahl der neuen Waffen zu begrenzen, klingt ungewöhnlich, kann aber für langanhaltenden Spielspaß sorgen - und die Motivation, das Spiel nach dem Abspann erneut durchzuspielen. Zwar lassen sich pro Runde nur zwei Waffen komplett aufrüsten, die Ausrüstungsgegenstände sind im nächsten Durchgang allerdings noch mächtiger.

    Hoffentlich balancieren die Entwickler aber den stets drohenden Kältetod in frostigen Umgebungen richtig aus. Schließlich ist es eines Wikingers unwürdig, nicht im Kampf gegen Unholde, sondern einfach nur erfroren den Weg nach Walhalla anzutreten. In einer Woche, am 24. März 2017, wissen wir mehr - dann erscheint das Spiel und wir können selbst die Axt in die Hand nehmen.

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      • Von Lexx BIOS-Overclocker(in)
        Ultrabru-Tal & Mehr Blut tut gut.

        Klingt herrlich!
        Letzter Gamekauf ist mehr als ein Jahr her.
      • Von 1and1 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das ist wirklich das erste Mal seit langem, dass mich ein Spiel nach dem Durchlesen des Tests wirklich interessiert.
        Ich war zwar kein Diablo 3 Fan, aber ich glaube, dass die passende Umgebung und die hier angesprechene individuelle Entwicklung des Charakters mir bestimmt gut gefallen würden.
        Mal sehen wie teuer es wird und dann wird es sich geholt :p
      • Von unthinkable PC-Selbstbauer(in)
        Klingt nach überlegten Neuerungen, obwohl mir die Itemflut bei Hack'n'Slays immer gefallen hat.
        Mal sehen was sie aus dem Upgradesystem zaubern, freue mich jedenfalls schon drauf!
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Vikings: Wolves of Midgard
Vikings: Wolves of Midgard - Vorschau auf die ultrabrutale RPG-Fantasy-Welt von Ulfung
Das Wikingerleben war nicht immer so lustig wie die Abenteuer von Hägar dem Schrecklichen. Im derb-deftigen Action-Rollenspiel Vikings: Wolves of Midgard müssen wir allerlei Monster, Untote und Dämonen vermöbeln. Gewaltige Blutmengen liefern die Entwickler des Studios Games Farm (Air Conflicts, Shadows: Heretic Kingdoms) frei Haus mit dazu.
http://www.pcgameshardware.de/Vikings-Wolves-of-Midgard-Spiel-59709/Specials/Vorschau-1223488/
20.03.2017
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2017/03/VIKINGS_FROSTLAND_final_01-pcgh_b2teaser_169.jpg
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