Neue Details: AMDs Radeon-Vega-Prototyp
Wie sieht AMDs Vega-Grafikkarte aus? Auf AMDs Techday zur Ryzen-CPU sichteten wir nicht nur Komplettsysteme mit dem neuen Prozessor - auch ein Prototyp der Radeon-Vega-Grafikkarte steckte in einem der ausgestellten PCs.
Am gestrigen Dienstag besuchten wir AMDs Editor's Day zur Ryzen-CPU in San Francisco. Hier zeigte der Hersteller unter anderem eine Batterie von Mainboards und Gehäusen, die von Drittherstellern zum Verkaufsstart der neuen Prozessoren vorbereitet werden. Für PC-Games-Hardware-Leser nichts wirklich Neues: Wir hatten die Ausstellungsstücke bereits im Januar auf der CES 2017 in Las Vegas gesehen - einerseits bei AMD und dann bei den zahlreichen Mainboard-Herstellern.
Doch eine kleine Überraschung gab es dennoch. Schon auf der CES 2017 erspähte LinusTechTips einen Engineering-Prototypen von AMDs neuer Radeon-Vega-Grafikkarte. An deren Ende: ein USB-3.0-Port, über den laut Raja Koduri von AMD die Entwickler Informationen über die Energieaufnahme und jede Menge zusätzlicher Informationen abgreifen können. So können Programmierer unmittelbares Feedback darauf bekommen, wie sich ihre Software auf den Energieverbrauch der Karte auswirkt.
Vega-Prototyp: Ungleiches Stecker-Duo
Die Radeon-Vega-Karte hatte jedoch einen kleinen Schönheitsfehler: Sie war großflächig mit schwarzem, undurchsichtigen Gaffer-Tape abgeklebt, um nicht zu viele Details zu offenbaren. Am gestrigen Dienstag steckte die Karte jedoch in einem PC mit Ryzen R7 1700X, auf dem Star Wars Battlefront mit etwa 80 Bildern pro Sekunde lief. Und AMD hatte scheinbar vergessen, die Vega abzukleben.
Neben dem schon auf der CES sichtbaren USB-3.0-Port sahen wir erstmals die Stromversorgung der Vega: ein sechspoliger sowie ein achtpoliger PCI-E-Stecker mit AMD-typisch roten Kabeln verbindet die Grafikkarte mit dem Netzteil des Computers. Diese Information ist natürlich mit Vorsicht zu genießen - noch immer könnte ein halbes Jahr ins Land ziehen, bis die ersten Vega-Karten im Handel erhältlich sind. Und auch ihr Leistungshunger mag sich bis dahin noch etwas zügeln.
Vega-Prototyp: Lautstarker Blower-Lüfter
Kein bisschen leise war jedenfalls der Lüfter der Radeon Vega, der statt auf große Kühlrippen und Ventilatoren auf das Blower-Prinzip setzt: Er saugt kühle Luft an, leitet sie über die Wärmetauscher beziehungsweise Kühlkörper der Karte und pustet sie mit großem Getöse aus der Hinterseite der Radeon Vega hinaus.
Ein paar Stunden später war die Karte allerdings aus dem System verschwunden: AMD hatte sie wohlweislich gegen eine bereits auf dem Markt erhältliche Radeon ausgetauscht, bevor noch jemand auf die Idee kommen könnte, sie aus dem Gehäuse zu stibitzen. Was anhand der Sicherheitsvorkehrungen auf dem Editor's Day allerdings ein hehres Unterfangen gewesen wäre. Uns steht in jedem Fall ein spannendes Hardware-Jahr bevor - so spannend wie schon lange nicht mehr.
Eine Architektur hat nie pauschal einen Memory Controller, der ist immer spezifisch pro Chip.
Es gibt keinen Memory Controller, der HBM und GDDR ansprechen kann.
2 verschiedene Controller auf einem Chip verbauen ist Unsinn.
Ergo, wahrscheinlich wäre Vega 10 mit HBM und Vega 11 mit GDDR5(X). Also jeder Chip seine eigene Lösung.
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Der Vega Speichercontroller soll, soweit ich das jz verstanden habe, alles mögliche adressieren können, auch GDDR5.
Der Verlust der NV Aktie ist ja krass