AMD Radeon RX Vega: Der hohe GPU-Takt kostet viele Transistoren
AMDs Vega-10-GPU auf den Radeon-RX-Vega-Grafikkarten hat 3,6 Milliarden Transistoren mehr als Fiji, wie er unter anderem auf der R9 Fury X sitzt. Auf seinem Tech Day verriet der Chiphersteller, dass der Großteil der zusätzlichen Schaltungen für den höheren GPU-Takt notwendig sind. Zudem wurde gesagt, dass die Radeon Vega Frontier Edition den Draw Stream Binning Rasterizer noch nicht nutze.
Vega 10 ist AMDs erster Grafikchip, der auf der namensgebenden Architektur GCN Gen 5 basiert und den High-End-Bereich abdecken soll. Auf 484 mm² Chipfläche packt er 12,5 Milliarden Transistoren. Das sind 3,6 Mrd. beziehungsweise 40 Prozent Transistoren mehr als beim letzten High-End-Ableger Fiji, der im älteren 28-nm-Fertigungsverfahren 8,9 Mrd. Transistoren auf 596 mm² untergebracht hat. Auf seinem Tech Day verriet AMD, dass die meisten der zusätzlichen Transistoren nicht etwa für die architektonischen Änderungen benötigt wurden, sondern zum Erreichen der höheren Taktraten.
Die Radeon RX Vega 64 Liquid Cooled erreicht bei einer typischen Boardpower von 345 Watt einen maximalen Boost-Takt von 1.677 MHz, bei 295 Watt sollen es im Falle der luftgekühlten Modelle noch 1.546 MHz sein - rund 8 Prozent mehr Takt kosten etwa 17 Prozent mehr Leistungsaufnahme auf dem Papier, womit spätestens die wassergekühlte Version nicht mehr im Sweet-Spot läuft. Die Radeon RX 580 hat einen maximalen Referenz-Boost-Takt von 1.340 MHz und lässt sich dank ausgereifter 14-nm-Fertigung gut auf 1.400 bis 1.450 MHz bringen, genehmigt sich dafür aber auch über 200 Watt. Im Falle von Vega 10 helfen die zusätzlichen Transistoren, die Leistungsaufnahme in Grenzen zu halten, indem vereinfacht ausgedrückt Flaschenhälse bei den Signalwegen geweitet werden. Genau das Gleiche hat Nvidia übrigens bei Pascal alias Maxwell 3.0 mit höherem Takt gemacht. Wie viel Transistoren die Taktsteigerung genau gekostet hat, verschweigt AMD. Es handle sich jedoch um den mit Abstand höchsten Posten der zusätzlichen 3,6 Mrd. Schaltungen.
Darüber hinaus bestätigte AMD, dass der Draw Stream Binning Rasterizer, kurz DSBR, auf der Radeon Vega Frontier Edition bisher noch per Treiber deaktiviert gewesen sei. Da Vega 10 trotz über 50 Prozent höherer Rohleistung durch den GPU-Takt weniger Transferrate als Fiji zur Verfügung stehen hat, ist der Tile-Based-Ansatz wichtig zum Sparen von Bandbreite. Trotzdem prognostiziert AMD keinen allzu hohen Performance-Vorteil mit aktiviertem DSBR bei Spielen. Battlefield 4 stellt mit gut 33 Prozent gesparter Bandbreite den absoluten Best-Case dar, den AMD in seiner Präsentation nennt. Ansonsten können es auch mal nur 5 Prozent sein.

Man sagte mir aber, dass es in den nächsten 1-2 Wochen so weit sein soll. Also wohl nicht vor Ende nächster Woche.
Am 14. dann ja wohl spätestens