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  • Neuling Ghost Recon: Wildlands in der E3-Vorschau: Kein Watch Dogs, dafür Future Soldier mit MGS5

    Auf Future Soldier 2 müssen Sie noch warten, dafür können Sie in Wildlands selbst entscheiden, wann und wo Sie Helis absetzen. Quelle: Ubisoft

    In Ghost Recon: Wildlands, einer der Überraschungen der diesjährigen Spielemesse E3, trifft Ghost Recon: Future Soldier auf Metal Gear Solid 5: Phantom Pain. War Future Soldier noch eher stringent und linear, entlässt Sie Ghost Recon: Wildlands in die offene Welt Boliviens, in der Sie jeden taktischen Winkelzug genau planen müssen. Denn wer Züge sabotiert, der zwingt das Drogenkartell ihre Ware auf Konvois umzulagern und die sind leichter zu knacken. PC Games Hardware hat sich den Taktik-Shooter für Sie angesehen und berichtet davon in seiner E3-Vorschau. Von Ryan Southardt / Benjamin Kratsch.

    Die wilden Kutschenfahrten in Assassin's Creed: Syndicate, das Taktieren in The Division und Driften in The Crew – Ubisofts Studios scheinen den Open-World-Gedanken mittlerweile mit der Muttermilch aufzusaugen. Doch etwas fehlte bisher immer: Die Möglichkeit, eine Welt wirklich zu formen und auf die Geschehnisse aktiv Einfluss zu nehmen. Genau hier setzt Ghost Recon: Wildlands an, denn das Spiel lässt Sie nicht einfach nur zwischen Haupt- und Nebenquests wählen, in denen Sie recht stringent Missionen abarbeiten, sondern übergibt Ihnen wahlweise alleine oder im Vierer-Koop die taktische Gewalt über die Reihenfolge und Strategie von Operationen der Eliteeinheit Ghosts.

    Das ist jetzt aber doch ein bisschen Wow: Sie zetteln nicht nur Kriege in Bolivien an, sondern operieren auch in den USA und Europa. Wenn die Karten alle so üppig ausfallen, wird Wildlands ein sehr großes Spiel. Das ist jetzt aber doch ein bisschen Wow: Sie zetteln nicht nur Kriege in Bolivien an, sondern operieren auch in den USA und Europa. Wenn die Karten alle so üppig ausfallen, wird Wildlands ein sehr großes Spiel. Quelle: Ubisoft

    Infiltrieren, sabotieren oder eliminieren? Ihre Entscheidung
    Ihr Ziel ist es, in Bolivien das hiesige Drogenkartell und die korrupte Armee sowie Regierung gegeneinander auszuspielen. Die sollten sich eigentlich bekämpfen, doch die Generäle und Politiker stopfen sich lieber selbst die Taschen voll. Das passt der CIA nicht, als geheime Kommandoeinheit der Special Forces sollen Sie einen Krieg anzetteln. Und wie geht das? Indem Sie Drogenlabore in die Luft jagen, Konvois in Canyons verschwinden lassen, große und kleine Fische töten – nur darf es keiner merken, sonst lässt sich die Schuld nicht den anderen in die Schuhe schieben.

    Das ist nicht neu, das gab's in jedem Ghost Recon, doch hier können Sie auf der taktischen Karte selbst entscheiden, ob Sie im Singleplayer alleine oder mit bis zu drei Freunden im Vierer-Koop lieber auf chirurgische Stiche oder die Hammer-Methode setzen wollen. Sabotieren Sie die Triebwerke der Züge im nur leicht bewachten Bahnhof von Ocoro, dann muss das Santa-Blanca-Drogenkartell umdisponieren und seine Drogen via Laster ins Hauptquartier in der Mojocoyo-Wüste fahren. Das erleichtert Ihnen massiv den Job, denn so ein langgestreckter Zug lässt sich exzellent verteidigen und gibt den Schutzteams des Kartells viele Deckungsmöglichkeiten. Ein LKW-Konvoi hingegen lässt sich von der Straße abdrängen, in eine Falle lotsen oder notfalls mit dem Raketenwerfer in die Luft jagen. Doch auch zur Zerstörung der Drogen gibt's wieder unterschiedliche Wege.

    Wollen Sie bei Tag oder Nacht attackieren?
    Spiel-mechanisch erinnert Ghost Recon: Wildlands in einigen Teilen stark an Metal Gear Solid 5. Denn auch der neue Taktik-Shooter von Ubi stellt Ihnen bei Bedarf jede Menge Spielzeug zur Verfügung, das Sie nutzen können - aber nicht müssen. Es gibt eine Drohne, die sich entweder auf Überwachungszwecke spezialisieren oder als fliegende Bombe nutzen lässt. Damit krachen Sie in einen Verbund Wachen oder auf einen Jeep und sorgen so für Ablenkung, damit Ihr Scharfschütze in Ruhe seiner Arbeit nachgehen und den Flankenangriff der restlichen Soldaten schützen kann. Im Singleplayer können Sie übrigens beliebig zwischen den Einheiten wechseln, im Koop übernimmt jeder eine Klasse, die sich stark spezialisieren lässt – ähnlich wie in The Division.

    Nachteil eines Frontalangriffes bei Tag: Der Konvoi mit den Drogen flieht, Sie müssen also entweder die Ausfahrt vorher verminen oder zwei Kollegen abstellen, die ihm im Buggy hinterherjagt und mit dem Bordgeschütz zu Klump schießt. Oder aber Sie machen sich ähnlich wie Big Boss den dynamischen Tag-Nacht-Wechsel zunutze. Ob der sich auch so leicht wie bei Kojima (via Phantom-Zigarre) beschleunigen lässt, ist zwar unklar. Aber Sie können ja am Tag anderen Operationen nachgehen und sich dann in der Nacht wieder den Mann mit dem weißen Hut, Codename Whitehead, vornehmen und seine Fracht mit C4-Geschenken bestücken.

    06:45
    Tom Clancy's Ghost Recon Wildlands: Gameplay-Szenen aus der Ubisofts E3-Präsentation

    Die Sam-Fisher-Methode und Vorsorgen für Downgrade-Skandale
    Während The Division ein extrem Punkte-orientiertes Spiel ist und wie in einem MMO permanent XP aufpoppen, geht es in Ghost Recon: Wildlands eher darum, Ereignisse in Gang zu setzen oder zu stoppen. Theoretisch könnten Sie ja einfach den Konvoi zum Teufel jagen und dem Drogenverteiler mit dem Cowboyhut eine Kugel verpassen. Nur ist es deutlich effizienter, ihn gefangen zu nehmen und bei den Feinden des Santa-Blanca-Drogenkartells abzuliefern, die ihn ausquetschen. Das ist ein Affront gegen die Santa Blancas, der gerächt werden will. So kommt die ganze Kriegsmaschinerie langsam in Gang. Jetzt müssen Sie nur noch einen Bürgermeister unbemerkt kidnappen und auch die staatliche Armee wird auf das Schachbrett geführt. Anders gesagt: im Grunde spielen Sie die Geschicke der echten CIA nach, der ja durchaus nachgesagt wird, in den Drogenkriegen Südamerikas die Finger im Spiel zu haben.

    Noch ein paar Worte zur Technik: Die löst keine Wow-Momente aus, ist aber grundsolide mit physikbasiertem Shading (PBS), dichter Vegetation und hübschen Details an Hubschraubern, Booten und Jeeps. Die Texturen dürfen aber gerne noch eine ganze Ecke schärfer sein und die Explosionen mehr Volumen entwickeln, da sollte sich Ubisoft Paris mal von Just Cause 3 inspirieren lassen. Ghost Recon: Wildlands ist also kein "Watch Dogs", das ja zu seiner E3-Enthüllung vor allem technisch begeisterte. Der französische Konzern scheint mittlerweile seine Strategie geändert zu haben und setzt Journalisten auch im blutigen, unfertigen Alpha-Stadium nur noch Gameplay vor, bei dem nicht grafisch getrickst wurde.

  • Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands
    Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    07.03.2017

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    Es gibt 9 Kommentare zum Artikel
    Von DKK007
    Also wenn das wirklich die Echte Grafik ist muss man sich ja fast um die Systemanforderungen sorgen machen.
    Von Scholdarr
    Richtig geil wäre es, wenn sie noch ein wenig Splinter Cell einbauen würden (von den Mechaniken her) für Leute, die…
    Von Redbull0329
    Mein persönliches E3-Highlight. Das Setting ist einfach herrlich unverbraucht, da kommt richtig Vorfreude auf. Quasi…
    Von Scholdarr
    Das klingt alles sehr, SEHR vielversprechend. Wenn dieses mal der Netcode stimmt, wird es sicherlich auch im Ko-op ein…
    Von alm0st
    Mal sehen was davon am Ende übrig bleibt - das Konzept gefällt mir jeden Falls. Open World scheint so allgemein der…
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Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands
Neuling Ghost Recon: Wildlands in der E3-Vorschau: Kein Watch Dogs, dafür Future Soldier mit MGS5
In Ghost Recon: Wildlands, einer der Überraschungen der diesjährigen Spielemesse E3, trifft Ghost Recon: Future Soldier auf Metal Gear Solid 5: Phantom Pain. War Future Soldier noch eher stringent und linear, entlässt Sie Ghost Recon: Wildlands in die offene Welt Boliviens, in der Sie jeden taktischen Winkelzug genau planen müssen. Denn wer Züge sabotiert, der zwingt das Drogenkartell ihre Ware auf Konvois umzulagern und die sind leichter zu knacken. PC Games Hardware hat sich den Taktik-Shooter für Sie angesehen und berichtet davon in seiner E3-Vorschau. Von Ryan Southardt / Benjamin Kratsch.
http://www.pcgameshardware.de/Tom-Clancyxs-Ghost-Recon-Wildlands-Spiel-55716/Specials/E3-Vorschau-1162207/
17.06.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/06/GhostRecon_01_Aufmacher-pcgh_b2teaser_169.jpg
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