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  • Ghost Recon: Wildlands - Open-World-Taktik ohne Taktik und grafischen Anspruch
    Quelle: Ubisoft

    Ghost Recon: Wildlands - Open-World-Taktik ohne Taktik und grafischen Anspruch

    Ballern in Bolivien: Vier furchtlose Elitekämpfer heben eigenhändig ein ausgedehntes Drogenkartell aus, das das südamerikanische Land in Furcht und Schrecken versetzt - und gehen dabei nicht besonders taktisch vor. Wir haben uns Ghost Recon: Wildlands auf der E3 2016 angeschaut.

    Schon auf der letzten E3 zeigte Ubisoft mit Ghost Recon: Wildlands den neuesten Sproß der inzwischen fast 15 Jahre alten Serie. Auf dieser E3 durften wir mit zwei Kollegen und einem Entwickler selbst zu den Waffen greifen. Unsere Mission, die zeitlich vor der spielt, die auf Ubisofts Montags-Pressekonferenz gezeigt wurde, startet in der Nähe eines Kartellaußenpostens. Unser Ziel: ein hohes Kartellmitglied zu stellen und von ihm herauszubekommen, wo sich ein noch höheres Kartellmitglied befindet.

    Ghost Recon: Wildlands - Ballern statt Taktik

          

    Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in den Gebrauch unserer schallgedämpften Pistole beziehungsweise unserer Schnellfeuer- und Scharfschützengewehre rücken wir auf die gegnerische Stellung vor. Wir lassen unsere Drohnen in die Luft steigen, um zu sehen, wie viele Feinde sich wo bewegen und nehmen dann jeder einen ins Visier. Gleichzeitig gehen vier tödlich verwundete Gauner zu Boden - eine coole Aktion. Dann wird die Lage chaotischer, denn unsere Zielperson denkt gar nicht daran, sich friedlich zu ergeben, sondern rast mit einem Auto davon.

    Wir erledigen die restlichen Schergen und machen uns an die Verfolgung - dabei steigen wir auf ein Motorrad, dass sich allerdings wie ein Schluck Wasser in der Kurve bewegt. Zur Erheiterung unserer Teammitglieder finden wir uns in einem Schweinegehege wieder, aus dem wir schließlich "entkommen" und zu unseren Kollegen aufschließen. Die befinden sich an einer Tankstelle, wo sie die Zielperson aufgebracht haben. Während ein Ghost von dem Kartellmitglied Informationen über unser nächstes Ziel bekommt, müssen wir anderen drei ihn vor anrückenden Feinden verteidigen. Dafür ist leidlich viel Taktik nötig - flinkes Ballern ist oft die beste Lösung.

    Ghost Recon: Wildlands - Getrennt kämpfen, vereint siegen

          

    Mit dem Hubschrauber geht es anschließend zum nächsten Kartellstützpunkt - einem an einem Hügel gelegenen, von einer hohen Mauer umgebenen und mit Wachtürmen und MG-Stellungen bewachten Lager. Wir springen mit dem Fallschirm ab - zwei Kollegen gelingt eine Punktlandung im Innern der Festung, während Ghost 2 und wir uns der Basis von Süden her nähern. Einmal mehr lassen wir unsere Drohnen in die Höhe steigen und finden heraus, wo sich ein Laptop mit weiteren Informationen befindet.

    Während sich die zwei Ghosts von oben in das Lager vorkämpfen, versuchen Ghost 2 und wir unser Glück durch den Haupteingang. Doch weil unsere Recken anders als etwa in Watch Dogs 2 oder The Division nicht in Deckung gehen können, fangen wir uns ein paar Kugeln ein, die eine Wiederbelebung nötig machen. Ein Ghost kann zwar auf dem Bauch liegend durch Natur und Kultur robben, doch darüber kann eine Kartellwache am MG nur müde lächeln.

    Ghost Recon: Wildlands - Kennst du ein Lager, kennst du alle

          

    Schließlich ist es geschafft: Alle Gauner sind tot, wir haben den Laptop gehackt, die Zivilisten im Lager sind weitestgehend am Leben und wir rasen mit gezogenen Waffen in einem Jeep davon - in den Bereich des Spiels, den wir bereits aus der Ubisoft-Pressekonferenz kennen.

    Ein Blick auf die Übersichtskarte offenbart uns, dass es noch dutzende weitere dieser Kartellstützpunkte gibt - und dass dort noch zahlreiche Bossgegner auf uns warten. Was wir in der Demo nicht gesehen haben: individuelle Ghost-Klassen und -Fähigkeiten. Stattdessen war jeder Kämpfer mit den gleichen Waffen und Drohnen unterwegs. Was man beim Spielen weniger als beim Zuschauen merkt: Die Optik ist bei weitem nicht so ausgefeilt wie etwa in The Division, an dessen Grafik sich heutige Ubisoft-Titel messen lassen müssen. Auch ist unklar, welche Missionen uns wie erwarten - und ob sich etwa die Umgebung der elf Bezirke auf deren Spielweise auswirkt.

    09:19
    Ghost Recon Wildlands: Gameplay-Video - fast 10 Minuten aus dem Taktik-Shooter

    Ghost Recon: Wildlands - E3-2016-Fazit

          

    Ghost Recon war lange Zeit Ubisofts taktisch komplexeste Tom-Clancy-Reihe - von Rainbow Six abgesehen, das sich mehr auf modernen Häuserkampf beschränkt und mit den Jahren auch immer massenkompatibler wurde. Ghost Recon: Wildlands lässt jedoch die taktischen Finessen früherer Serienteile hinter sich zurück und versucht sich stattdessen an einer riesigen Spielwelt Marke Far Cry 2 - die dabei nicht halb so gut wie etwa die in The Division aussieht.

    Die Optik wäre nicht das Problem, wenn das Spielprinzip stimmen würde - doch wir erobern eine unscheinbare Gegnerfestung nach der anderen, ohne dass wir mit nennenswerter Taktik vorgehen müssen. Ducken, kriechen und gemeinsame Absprachen per Voicechat sind das höchste der Gefühle. Das ist deswegen schade, weil Wildlands jede Menge Potenzial bietet - elf Regionen und rund 60 gegnerische Stützpunkte sollten ein Garant für Abwechslung sein.

    Vielleicht spielen sich die anderen Ecken Boliviens etwas anders, doch unser erster Eindruck ist etwas durchwachsen. Daran können auch die diversen Fahrzeuge nichts ändern, mit denen Bossgegner in beiden auf der E3 gezeigten Missionen Reißaus nehmen. Es fühlt sich so an, als würde Wildlands die taktische Entschlackung weiter fortführen, die mit dem vier Jahre alten Ghost Recon: Future Soldier begonnen hat. Vielleicht machen die Entwickler bis zum Erscheinungstermin 7. März 2017 noch eine Kehrtwende? Gut wäre es.

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      • Von Leob12 Volt-Modder(in)
        Zitat von Crash-Over
        Ja gibts es ne art normale Kleidung Soldaten wo sich an die Umwelt oder Mitmenschen anpasst .Wenn die als normale Soldaten herumlaufen würden, würden die direkt abgeballert werden.

        Ihr spricht schon von Downgrade wow spiel ist noch nicht draussen nicht schlecht
        Was hast dieses wo hier verloren?
        Die laufen mit MGs und dergleichen rum, da stört es doch niemanden wenn man ein olivgrünes Shirt anzieht...
      • Von Crash-Over Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Leob12
        Kann entweder sehr stark werden, oder totales Mittelmaß, mal sehen was sie daraus machen.
        Ich fand GR Advanced Warfare damals auf der PS2 schon spaßig.
        Aber irgendwie stören mich die "Recons" mit ihren Holzfällerhemden. Gibts für die Outfits einen Grund?
        Ja gibts es ne art normale Kleidung Soldaten wo sich an die Umwelt oder Mitmenschen anpasst .Wenn die als normale Soldaten herumlaufen würden, würden die direkt abgeballert werden.

        Ihr spricht schon von Downgrade wow spiel ist noch nicht draussen nicht schlecht
      • Von DKK007 Moderator
        Mir fehlt da auch die Taktik zu sehr.
        Wobei man in den früheren Teilen ja ohne gute Taktik recht schnell einen Kameraden verloren hatte, der sich auch nicht wiederbeleben ließ. Da musste man also schon mehrere Strategien probieren, bevor man heil durch eine Mission durch kam.
      • Von ratmal86 Freizeitschrauber(in)
        Sehr schade, was aus dem "vorhandenen" Potential genutzt wird. Die erste Vorstellung vor ein paar Monaten gefiel mir sehr gut. Schön mit schallgedämpften Waffen nachts iwelche systematischen Ziele eliminieren ...Wad ich jetzt so sehe und lese ... *würg* COD meets billig GTA ...
      • Von uka PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von lowkres
        WTF was ist das? Das ist aber bis jetzt das schlimmste downgrade von ubisoft was ich bisher gesehen habe. Kein Vergleich zur E3 Präsentation im letzten Jahr.
        Letztes Jahr lief es auf einem PC, dieses Jahr auf ner XBOX. Ich kann daraus keine Schlüsse ziehen was ein Downgrade betrifft.
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Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands
Ghost Recon: Wildlands - Open-World-Taktik ohne Taktik und grafischen Anspruch
Ballern in Bolivien: Vier furchtlose Elitekämpfer heben eigenhändig ein ausgedehntes Drogenkartell aus, das das südamerikanische Land in Furcht und Schrecken versetzt - und gehen dabei nicht besonders taktisch vor. Wir haben uns Ghost Recon: Wildlands auf der E3 2016 angeschaut.
http://www.pcgameshardware.de/Tom-Clancyxs-Ghost-Recon-Wildlands-Spiel-55716/Specials/E3-2016-Vorschau-1198853/
17.06.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/06/Ghost-Recon-Wildlands-Screenshots-UHD-4K-E3-2016-1--pcgh_b2teaser_169.jpg
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