The Division 2 auf der E3 angespielt: Der Charme von Teil 1 mit Endgame-Fokus
Ab in den Süden: Nachdem wir Manhattan von Terroristen, Gefängnisausbrechern und flammenwerferbewehrten Klempnern befreit haben, wartet in The Division 2 in der US-Hauptstadt Washington, D.C. die nächste Herausforderung - das Schicksal der Vereinigten Staaten steht auf dem Spiel, denn zahlreiche Milizen und Splittergruppen wollen das durch die Pockenepidemie entstandene Machtvakuum für sich nutzen.
Auch wenn am Ende von The Division 1 ein Hoffnungsschimmer aufblitzte: Die Virus-Epidemie, die ein verwirrter Wissenschaftler auf die Welt losgelassen hatte, hinterlässt auch sieben Monate später deutliche Spuren. Fünf Jahre nach der Premiere des ersten Teils zeigte Ubisoft auf der E3 2018 in Los Angeles den zweiten Teil des Open-World-Shooter-Rollenspiels, das noch immer an der US-Ostküste spielt: im und um das rund 360 Kilometer weiter südlich liegende Washington, D.C.
Kopflose Hauptstadt, neue Spezialisierungen
Das wie der Vorgänger von der schwedischen Ubisoft-Tochter Massive Entertainment und einigen Schwesterstudios entwickelte Spiel ähnelt spieltechnisch dem Vorgänger wie ein Ei dem anderen. In einer allein oder im Koop-Modus spielbaren Kampagne müssen wir Washington, D.C. von zahlreichen Fraktionen säubern, die das durch den Ausbruch des Pockenvirus entstandene Machtvakuum für ihre eigenen Zwecke nutzen.
Welche uns genau begegnen, verriet uns Creative Director Julian Gerighty von Massive Entertainment nicht - wohl aber, dass unsere Agenten nach dem Erreichen der Höchststufe nun eine Spezialisierung wählen, die sie immer weiter ausbauen. Das war einer der Kritikpunkte am ersten Teil: Der hatte ein großartiges Szenario mit einer guten Kampagne, doch nach deren Ende fehlte The Division irgendwie das Endgame. Das lieferten die Entwickler im Laufe der letzten beiden Jahre mit kostenlosen und kostenpflichtigen Erweiterungen zwar nach - in The Division 2 steht es jedoch von Anfang an im Mittelpunkt der Entwicklung.
Trio mit drei Spezialwaffen
Die Spezialisierungen, die uns nach Stufe 30 offen stehen, sind Zerstörungsexperte, Scharfschütze und Überlebensspezialist. Jede schaltet eine besondere Waffe frei: Zerstörungsexperten freuen sich über einen Granatenwerfer, Scharfschützen bekommen ein besonders mächtiges Scharfschützengewehr und Überlebensspezialisten greifen zur Armbrust mit Explosivmunition. Apropos Munition: Weil diese drei Wummen so mächtig sind, müssen wir die - begrenzten - Munitionsreserven dafür erst während unserer Missionen finden.
Außerdem sollen neue rollenspezifische Fähigkeiten, Talente, Waffen, Mods und Ausrüstungsgegenstände die Spieler lange bei der Stange halten - diese Punkte konnten wir bei unserem Anspieltermin verständlicherweise noch nicht erschöpfend testen. Und die gute Nachricht ist, dass sich Spieler pro Charakter nicht endgültig für eine Spezialisierung entscheiden müssen, sondern hin und her wechseln können. Ebenfalls etwas für die Zukunft sind Acht-Mann-Raids, die es in The Division 2 erstmals geben soll - Destiny lässt grüßen. Und wir sind mal so frech und sagen für die Zukunft noch eine weitere Spezialisierung voraus - immerhin sind in einer Agenteneinsatzgruppe vier Mitglieder am Start.
Quelle: Ubisoft
Der Überlebensspezialist nutzt eine Armbrust mit Sprengstoffbolzen. Anspielen konnten wir ihn leider noch nicht.
Drohnen und Schaumparty
Eine der neuen Fähigkeiten ist durchaus prächtig: Wir können eine Drohne in Richtung eines Feindes senden, der dann von dieser abgelenkt wird und uns die Möglichkeit gibt, ihn unbemerkt zu flankieren - oder uns einfach an ihm vorbei zu schleichen. Jedenfalls so lange, bis er die Drohne aus der Luft geblasen hat. Bei Standardgegnern ist die Drohne beinahe permanent an unserer Seite - ist ihre Einsatzdauer um, können wir fast schon die nächste losschicken.
Auch die Gegner haben dazugelernt: Sie flankieren unsere Agenten jetzt noch aggressiver, während feindliche Medics zu Boden gegangene Feinde noch schneller als bisher wiederbeleben. Außerdem versprühen manche Widersacher eine Art Dichtungsschaum, mit dem sie uns bewegungsunfähig an der Stelle "festkleben". Hier müssen uns dann unsere Gefährten flugs zu Hilfe kommen. Per Tastendruck greifen Zivilisten zu unseren Gunsten ins Geschehen ein, etwa bei besonders schwierigen Bosskämpfen.
Quelle: Ubisoft
Oben rechts zu sehen: Die Drohne als neuer Skill
E3-Mission angespielt
Wir konnten die Mission aus der Ubisoft-Pressekonferenz, in der ein Team von Agenten eine Bande eliminieren muss, die sich in einem abgestürzten Flugzeug verschanzt hat, sowohl als Zerstörungsexperte als auch als Scharfschütze durchspielen. Der Zerstörungsexperte gefiel uns eine Spur besser - vor allem deshalb, weil er mit besserer Gesundheit gesegnet der perfekter Charakter zum Flankieren einer Gegnergruppe ist, die von unseren anderen Teammitgliedern abgelenkt wird.
Der Scharfschütze lässt mit gut platzierten Treffern zwar keinen Stein auf dem anderen, doch das ausgerüstete Gewehr verzog nach jedem Schuss ganz gewaltig - wir sind die Flinten und Mods unseres Helden aus dem ersten Teil gewohnt, mit dem wir Manhattan rund 300 Stunden unsicher gemacht haben. Das soll nicht heißen, dass Scharfschützen nichts mehr taugen - wir müssen einfach noch länger spielen und mit unseren Ausrüstungsgegenständen und Mods experimentieren. Den Überlebensspezialisten konnten wir leider nicht anspielen.
Hands-On-Fazit
Der gemeinsame Einsatz vor den Toren Washingtons weckt sofort wieder alte Erinnerungen an lange Winterabende in Manhattan: Unsere Agenten spielen ihre Stärken gegen eine feindliche Übermacht so elegant wie die Tänzer in einer Ballettaufführung aus.
Auch die US-Bundeshauptstadt ist prima in Szene gesetzt, wenngleich sie bei unserem ersten Anspielen nicht den automatischen Charme eines vorweihnachtlichen Manhattans erreichte. Mit Regierungsgebäuden, Wohnvierteln und dem Arlington-Friedhof sollten aber genug charakteristische Orte mit von der Partie sein.
Dass Ubisoft und Massive Entertainment drei DLC-Episoden kostenlos an alle Spieler verteilen, ist prächtig. Beim Vorgänger hatte sich die Community nach dem Erscheinen der drei kostenpflichtigen Erweiterungen dann doch etwas zersplittert - was dazu führte, dass einerseits weniger Spieler für das Matchmaking zur Verfügung standen und andererseits etliche zu anderen Open-World Titeln wechselten. Das sollte mit The Division 2 so schnell nicht mehr passieren.


Blöderweise ging die Strategie schon beim letzten mal auf und wird es wieder. Erst ordentlich trommeln, viele Einheiten verkaufen, nach den 4 Monaten Urlaub dann die ersten Patches bringen, welche das Spiel langsam spielbar machen. So dezimiert man einfach und effektiv die Last auf den eigenen Servern und verdient sich trotzdem dumm und dämlich. Kurz bevor der Nachfolger angekündigt wird, bringt man Content und Verbesserungen für den ersten Teil um Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, denn seht her, nach 2 Jahren haben wir tatsächlich ein spielbares Stück Software bekommen. Gut, das Thema Endgamecontent bleibt weiterhin unangetastet, also alles wie gehabt, nun mit etwas mehr grün.
Der Division 2 Trailer war mein persönliches Highlight dieser E3, manchmal entsteht sogar der Eindruck die wollten sich selber parodieren mit ihrer Präsentation.
War für 10 Stunden ok.
Dann hat man gemerkt - Story, kaum vorhanden - Missionen repetitiv ohne Ende - Waffenmodifikation *gähn*
Dann ging es mir nur darum, sich durch die noch unbezwungenen Gebiete zu kämpfen, damit man es endlich durch hat.
Zwei drei mal in diese PVP Endzone reingeschaut. Jo, da gings dann um Campen und abfarmen.
Uninstall. Ging es nur mir so? Nein, auch meinen Kumpels, die konnten sich gar nicht weiter zwingen das durchzuzocken.
Vielleicht hat man ja auch aus dem ersten Teil gelernt und etwas mehr Abwechslung und Kurzweile im Endgame reingebracht.
Den zweiten Teil werde ich mir aber vorerst nur für 15 € in einer GOTY gönnen.
Wenn die Entwickler Anfänger wären würde man noch glauben, die haben was gelernt und machen es besser, aber so nicht. Schade
Zuviel musste über langen Zeitraum beim ersten Teil zurechtgepatcht werden.
Vor nem halben Jahr malwieder reingeschaut, war es echt eine Wonne zu sehen wieviel
Content endlich da war und auch Spaß machte, aber sobald man seine Sets auf max hatte,
gab es wieder nichts zu tun.
Das Potential ist so enorm und doch ist es zu leicht. Und die Open-World-Ereignisse sowie
Multiplayer-Kämpfe bleiben weit hinter dem was man daraus machen könnte.
Und schonwieder wird es so eine bescheuerte Darkzone geben - ganz lahmes Prinzip.
Statt lieber auf bewährte Modelle wie Open-World-PVP mit Fraktionen zurückzugreifen...
muss ja unbedingt was her was anders aber schlechter ist.
Naja, werde es vermutlich nach Release kaufen, weil das Leveln in Teil 1 mir und meinen
Freunden wirklich Spaß gemacht hat, aber Endcontent ? Da ist meine Erwartungshaltung
scheinbar zu hoch für einen Titel der soviel Kohle im Nacken hat.