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  • [Update: Experten-Video] Blizzard stellt MMO-Großprojekt Titan nach sieben Jahren Entwicklung ein

    [Update: Experten-Video] Blizzard stellt MMO-Großprojekt Titan nach sieben Jahren Entwicklung ein

    Sieben Jahre hat man am nie wirklich offiziell angekündigten Titan gearbeitet, doch nun ist die MMO-Hoffnung "Titan" gestorben. Blizzard hat die Entwicklung eingestellt und wird auch zunächst kein Großprojekt dieser Art mehr anfangen. Dem Vernehmen nach ist Blizzard an sich selbst gescheitert, denn Titan soll einfach keinen Spaß gemacht haben.

    Update 2: Die MMORE/buffed-Experten Oliver Haake und Quirin Anetseder sprechen mit Simon Fistrich im Let's Talk-Video über das Aus, die Folgen, Hintergründe und mögliche Chancen für die Fans von WoW & Co.

    13:41
    Let's Talk: Titan - Das Aus von Blizzards Next-Gen-MMO - Gründe, Bedeutung, Chancen


    +++++++++

    Update 1: Mittlerweile gibt es auch einige Schätzungen darüber, was es Blizzard gekostet haben könnte, Titan nicht zu entwickeln. Je nach Analyst, den man fragt, liegen die Summe bei etwa 50 Millionen oder gleich 70-140 Millionen US-Dollar. Natürlich lassen sich Personalkosten unter Annahme von Anzahl Personen und Gehälter relativ einfach hochrechnen. Allerdings weiß kein Externer, wie viel dediziertes Personal wirklich an dem Titel Vollzeit gearbeitet hat. Und man sollte nicht vergessen, dass das Erstellen und Verwerfen von Prototypen normales Geschäft für Entwicklerstudios bedeutet. Darüber hinaus ist nicht unwahrscheinlich, dass einige Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Titan-Entwicklungszeit auch in andere Projekte geflossen sind.

    ++++++++
    Eigentlich hätte Titan das nächste große Blizzard-MMO werden sollen, doch das Projekt wurde eingestellt. Dies bestätigte CEO Mike Morhaime in einem Interview mit Polygon. Der Titel wurde immer wieder als Nachfolger zu World of Warcraft gehandelt, das nun seit über 10 Jahren auf dem Markt ist und an dem, trotz intensiver Pflege, der Zahn der Zeit nagt. Satte sieben Jahre hat Blizzard an Titan gearbeitet, das offiziell nie angekündigt und zu dem auch nie groß etwas gesagt wurde.

    Die meisten Informationen stammen von Spekulationen und Gerüchten, die mal mehr und mal weniger korrekt waren. Blizzard selbst ging nie darauf ein und verhielt sich auch selbst still, wenn es um Titan geht. Während der Entwicklungszeit wurde das Konzept für das Spiel im Kleinen und im Großen mehrfach umgeworfen - keine gute Ausgangslage für eine zielgerichtete Arbeit, die dann auch irgendwann einmal Früchte trägt. Ein paar Gründe für das Ende von Titan nennt Morhaime im Interview.

    Frank Parce, Mike Morhaime und Allen Adham - die Gründer von Silicon & Synapse - später Blizzard Entertainment. Frank Parce, Mike Morhaime und Allen Adham - die Gründer von Silicon & Synapse - später Blizzard Entertainment. Quelle: IGN.com Der gibt zu Protokoll, dass man bei Blizzard nach World of Warcraft glaubte, man wisse nun, wie man ein funktionierendes MMO produziert. Also ging man Titan besonders ambitioniert an, doch man musste immer wieder feststellen, dass der Titel einfach keinen Spaß machte. Titan entwickelte bei den Spielern keine Leidenschaft, so Morhaime. Folglich entschied man, dass dies nicht das Spiel ist, das Blizzard machen möchte.

    Der CEO gibt zu Protokoll, das es immer schmerzt, wenn man ein Projekt einstellen muss - insbesondere, wenn so lange daran gearbeitet wurde. Die gleiche Situation habe man bereits bei Starcraft Ghosts gehabt. Blizzard entscheidet sich immer für die bessere Qualität, so Morhaime. Ein Nachfolger ist auch nicht in Sicht. Die Entwicklung an Titan habe aufgrund des riesigen Erfolgs von World of Warcraft begonnen. Zum jetzigen Zeitpunkt aber wolle man keine Zeit in ein MMO investieren. Das soll zwar nicht bedeuten, dass Blizzard nie wieder ein MMO macht, aber kurz- und mittelfristig war es das. Stattdessen werden sich die Spieler weiter mit World of Warcraft oder einem Konkurrenzprodukt beschäftigen müssen. World of Warcraft soll weiter unterstützt werden, so Chris Metzen, Vizepräsident für Story- und Markenentwicklung - vielleicht sogar für immer, wenn sich genügend Spieler finden.

    Das Ende von Titan ist zunächst auch das Ende für Großprojekte bei Blizzard. Das Studio will sich erst einmal kleineren Aufgaben widmen, wie es etwa Hearthstone oder Heroes of the Storm ist. Das habe ja gezeigt, dass man auch mit kleineren Spielen Erfolg haben kann, so die Manager. Die haben mittlerweile auch Zweifel daran, ob Blizzard wirklich die große MMORPG-Schmiede ist, für die sie alle halten und wovon man auch selbst nach dem riesigen Erfolg bei World of Warcraft ausgegangen ist. Man ist lieber ein Studio, das nicht genregebunden ist, sondern einfach nur gute Spiele macht. Metzen vergleicht es mit Rockbands wie U2 und den Rolling Stones. Die sind ohne Frage hervorragende Musiker mit großen Erfolgen, aber trotzdem ist eben nicht jedes Album gut, weil die Fäden nicht zusammenkamen. So ähnlich war es für Blizzard bei Titan. Offenbar hat man die Fäden nicht zusammenbekommen.

    2013 sollen ohnehin nur noch 30 von ursprünglich über 100 Personen am Spiel gearbeitet haben. Wie sich die Nachricht auf die wirtschaftliche Zukunft auswirken wird, bleibt abzuwarten. Man bildet derzeit einen Zusammenschluss mit Activision und ist vom einstigen Großaktionär Vivendi seit 2013 unabhängig. Seitdem sind CEO Bobby Kotick und Chairman Brian Kelly die Großaktionäre, gefolgt von einigen kleineren Anteilen von Vivendi und zahlreichen Private Equity Fonds. Analyst Michael Pachter sieht - aus offensichtlichen Gründen - größere Probleme auf Activision-Blizzard zukommen.

    Quelle: Polygon

    In der Galerie: Alles über den Diablo 3-Entwickler Blizzard, im Video: Ein Gerüchte-Check aus dem Jahr 2013

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    03:50
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  • Titan
    Titan
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Blizzard
    Release
    31.01.2013

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    Es gibt 89 Kommentare zum Artikel
    Von mathal84
    naja, dann würd ich gern mal sehen was jetzt nach den 7 Jahren rauskäme... ich erzähl meiner Frau auch seit 3 Monaten…
    Von SnugglezNRW
    ich tippe da eher auf Möglichkeit 2. es gab ja 2-3 Bilder über Titan, hauptsächlich conceptarts. diese hatten nicht…
    Von Zybba
    Das trifft es sehr gut!Heutzutage bin ich mit Indie Games oft besser bedient.Dazu kommt sicher noch die etwas…
    Von Verminaard
    Oh du hast ja keine Ahnung Der Ton in Ultima Online war oft von sehr unschoener Art, aber es gab Grenzen.Dort wollte…
    Von DaStash
    Mhhh, interessante Theorie. Wird man leider nie erfahren?! MfG
      • Von mathal84 Software-Overclocker(in)
        naja, dann würd ich gern mal sehen was jetzt nach den 7 Jahren rauskäme... ich erzähl meiner Frau auch seit 3 Monaten dass ich den Keller noch aufräum. das heißt aber nicht dass ich seit 3 Monaten den Keller aufräum
      • Von SnugglezNRW Software-Overclocker(in)
        Zitat
        Vielleicht ist Titan auch verkauft worden und es wurde ... na ratet mal! Welches Game wurde es?
        Kleiner Tipp: Wurde vor kurzem released.

        Zweite Möglichkeit: Titan wäre Destiny zu Ähnlich geworden. Und das mit einem Release 1-2 Jahre später. Nicht so der Hit .


        ich tippe da eher auf Möglichkeit 2.
        es gab ja 2-3 Bilder über Titan, hauptsächlich conceptarts. diese hatten nicht grade Ähnlichkeit mit Destiny.
        Aber das man nun seinen neuen Partner nicht an die Karre pissen will halte ich durchaus für denkbar.
      • Von Zybba Software-Overclocker(in)
        Zitat von Verminaard
        [...]
        Das Problem ist einfach das die Wirtschaft gemerkt hat, das man mit Computerspielen, die man belaechelt hat, Unmengen an Geld verdienen kann.
        Dann kamen die BWL'er in die Spieleschmieden und Alles hat sich irgendwie veraendert.
        Leider!

        Das trifft es sehr gut!

        Heutzutage bin ich mit Indie Games oft besser bedient.
        Dazu kommt sicher noch die etwas verklärte Sicht auf die Vergangenheit. ^^

        Andererseits hat das große Geld auch mehr Möglichkeiten geschaffen...
        Fazit: Es ist wie es ist.
      • Von Verminaard BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Nightslaver

        Wer noch zu Zeiten wie ich gespielt hat, als 200-500 DM als MMO-Spieler im Monat normal waren, also zu Ultima Online Zeiten zum Beispiel, weiß das dort die Communitys weit weniger unsozial waren als heute. Klar, einige wenige gab es auch damals die aus der Reihe getanzt sind und meinten mit Beleidigungen sich profilieren zu können, aber die meisten Menschen waren recht umgänglich und bei solchen Preisen, zu den zusätzlichen monatlichen Abogebühren, hat man versucht mit seiner Zeit möglichst sinnvoll umzugehen.

        Oh du hast ja keine Ahnung
        Der Ton in Ultima Online war oft von sehr unschoener Art, aber es gab Grenzen.
        Dort wollte nicht 95% der Community mit deiner Mutter was anfangen.
        Spaetestens bei den Real-Treffen wars dann vorbei mit dem Shittalk.
        Zumindest waren dann doch der Ein oder Andere sehr erstaunt welche Person zu welchem Ingamecharakter gehoert

        Irgendwie finde ich es total Schade das Blizzard die Reißleine gezogen hat.
        Hatte mich auf einen Nachfolger von WoW gefreut, da die Richtung, in der sich WoW entwickelt hat leider nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.

        Man kann ueber die Politik von Blizzard schimpfen, man kann ueber Blizzardspiele schimpfen, aber der Erfolg gibt Blizzard recht.
        Die Spiele, die ich von Blizzard gedaddelt habe, haben mir Alle viele Stunden Unterhaltung und Spass bereitet und tun es heute noch.
        Blizzard geht mMn auch direkt auf Userwuensche ein, und lenkt ihre Spiele in die Richtung die die Massen eher begeistern.
        Mag mir halt nicht immer ganz so gut gefallen.

        Blizzard Geldgier vorzuwerfen ist etwas vermessen.
        Das Problem ist einfach das die Wirtschaft gemerkt hat, das man mit Computerspielen, die man belaechelt hat, Unmengen an Geld verdienen kann.
        Dann kamen die BWL'er in die Spieleschmieden und Alles hat sich irgendwie veraendert.
        Leider!
      • Von DaStash PCGH-Community-Veteran(in)
        Mhhh, interessante Theorie. Wird man leider nie erfahren?!

        MfG
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Titan
[Update: Experten-Video] Blizzard stellt MMO-Großprojekt Titan nach sieben Jahren Entwicklung ein
Sieben Jahre hat man am nie wirklich offiziell angekündigten Titan gearbeitet, doch nun ist die MMO-Hoffnung "Titan" gestorben. Blizzard hat die Entwicklung eingestellt und wird auch zunächst kein Großprojekt dieser Art mehr anfangen. Dem Vernehmen nach ist Blizzard an sich selbst gescheitert, denn Titan soll einfach keinen Spaß gemacht haben.
http://www.pcgameshardware.de/Titan-Spiel-15591/News/Blizzard-stellt-Titan-ein-1137056/
25.09.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2008/11/Diablo_2_b2teaser_169.jpg
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