The Witcher 3: Wild Hunt auf der Gamescom - Dank potenter Engine mit grandioser Optik

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Anspielen konnten wir den dritten Auftritt des Hexers zwar noch nicht. Die Gamescom-Präsentation bestätigt trotzdem, dass die bisher vorwiegend auf Screenshot gezeigte DX11-Grafik des Rollenspiels fantastisch ist und eine sehr lebendige und äußerst detaillierte Welt auf den Bildschirm zaubert.

Neben kleinerer Überarbeitungen bei der Speicherverwaltung und dem Thread-System sowie dem Wechsel des Physik-Systems war es vor allem der Renderer der alten Red Engine 2, den Entwickler CD Projekt Red für die dritte Version des hauseigenen technischen Fundaments komplett überarbeitet hat. Dabei hat man unter anderem auch die moderne DX11-API in den Grafikmotor integriert. Der zeigte jetzt erstmalig auf der Gamescom, auf der das Spiel von den Machern am PC vorgeführt wurde (Pre Alpha Version), was er drauf hat. PC Games Hardware war vor Ort und durfte Staunen.

The Witcher 3: Wild Hunt auf der Gamescom - Darf es etwas mehr sein?

Die riesige und offene Spielwelt von The Witcher 3: Wild Hunt, die aus Regionen mit Gebirge, Wald, Strand und Meer besteht und in der Dörfer, Städte, Ruinen sowie allerlei Dämonen zu finden sind, sieht wirklich klasse und sehr realistisch aus. Das liegt zum einen an den Texturen, an denen sehr viele Details sichtbar werden, deren Auflösung hoch ist und die dank Parallax Occlusion Mapping sehr viele Tiefe besitzen. Zum anderen gibt es sehenswerte Details wie Pfützen, in denen sich die Umgebung spiegelt, eine realistisch gerenderte und animierte Vegetation sowie sehr lebensecht texturierte Gesichter, für deren Animation deutlich mehr Bones zum Einsatz kommen als noch beim Vorgängerteil. Allein schon bei diesen Details lässt der DX11-Renderer seine Muskeln spielen, die Paradedisziplin des viel auf die Compute-Shader der aktuellen und künftigen Grafikkartengeneration setzenden Grafikmotors ist das Beleuchtungssystem. Für eine realistische Lichtstimmung sorgen DX11-Techniken wie Deferred Rendering, Global Illumination, hochqualitatives Ambient Occlusion wie Nvidias HBAO, HDR, Tone Mapping und God Rays. Verfeinert wird das Ganze noch mit Contact Hardened Shadows, einer tollen Feuer- und Rauschdarstellung sowie einem Partikelgenerator, der sehenswerte Funken generiert. Dazu kommen dezent, aber effektiv eingesetzte Post-Effekte wie der Bokeh-Filter, eine Hitzeverzerrung oder die Tiefen und Bewegungsunschärfe. Außerdem ist die Technik in der Lage, mit Polygonen nur so um sich zu schleudern. Das sorgt für riesige Sichtweiten mit wenig LOD genauso wie für mit vielen NPCs bevölkerten Städte mit einer variationsreichen Architektur.

The Witcher 3: Wild Hunt auf der Gamescom - Ganz schön simulationslastig!

Ein weiteres Highlight ist die Wasserdarstellung. Gischt wird sichtbar, das Wasser spiegelt die Umgebung wieder und Licht wird gebrochen und reflektiert auf dem Pixelnass. Das Wasser besitzt sogar eine Geometrie und es sind realistische Wellen- und Flussbewegungen zu erkennen. Ob die Entwickler dabei das Apex-Modul für Fluide nutzen, war nicht in Erfahrung zu bringen. Fest steht, dass des Hexers Pferdeschwanz schon jetzt realistisch im Wind weht, eine Schiffsphysik vorhanden ist und Fässer auf dem Wasser treiben, bei dem eine Fluidsimulation zu erkennen ist. Und obendrauf bietet The Witcher 3: Wild Hunt noch einen Tag und Nachtwechsel sowie eine Wettersimulation, die das Spielgeschehen beeinflusst und damit auch den Renderer in Anspruch nimmt. Regnet es stark müssen mehr Pfützen dargestellt werden und Wind und Sturm beeinflussen die Wellenbewegungen und damit die Wasser-Geometrie. Dazu kommt ein HDR-Effekt mit Farbminderung, wenn Blitze einschlagen.

Alles in allen wird The Witcher 3: Wild Hunt eines der schönsten, wenn nicht sogar das schönste kommende Rollenspiel. Das liegt nicht zuletzt daran, dass CD Projekt Red es verstanden hat, die Vorteil der DX11-API zu nutzen. Wir freuen uns schon auf die nächste Begegnung mit Geralt von Riva!

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von h_tobi Kokü-Junkie (m/w)
        Kein großes DRM = gekauft um den Publisher/Entwickler zu belohnen.

        Habe mir extra den 1. Teil gekauft und werde dann wohl zum 1. Mal ein RPG spielen.

        Teil 2 kommt dann auch noch dran.
      • Von h_tobi Kokü-Junkie (m/w)
        Kein großes DRM = gekauft um den Publisher/Entwickler zu belohnen.

        Habe mir extra den 1. Teil gekauft und werde dann wohl zum 1. Mal ein RPG spielen.

        Teil 2 kommt dann auch noch dran.
      • Von Cosmas BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Oberst Klink
        Pflichtkauf! Ein absoluter Pflichtkauf! Mir haben bisher beide Teile sehr gut gefallen, auch wenn Teil 2 etwas kurz und geradlinig war. Aber dafür war die Athmosphäre in Teil 2 umso geiler.
        ^
        what he said!

        witcher 3, steht ganz oben auf der liste, fehlt nur noch ein Gothic4
      • Von Oberst Klink Lötkolbengott/-göttin
        Pflichtkauf! Ein absoluter Pflichtkauf! Mir haben bisher beide Teile sehr gut gefallen, auch wenn Teil 2 etwas kurz und geradlinig war. Aber dafür war die Athmosphäre in Teil 2 umso geiler.
      • Von MelodeathManiac Schraubenverwechsler(in)
        Das Spiel macht einen wirklich guten Eindruck. Ist denn bekannt auf welcher Hardware das Spiel bei der Gamescom läuft?
      • Von Tiz92 Volt-Modder(in)
        Ich werde mir mal Teil 1 und 2 anschauen. Irgendwie muss das Spiel ja toll sein, gib ja keine negative Kritik.

        Auf jeden Fall wird das Teil technisch sich vor nichts verstecken müssen und unsere Grafikkarten in die Knie zwingen. Titan und 9970 FTW.
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