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  • Gamescom 2010: The Witcher 2 - Meisterwerk für den PC - Screenshot-Update

    Auf der Gamescom zeigte CD Project das Rollenspiel, auf das Fans sehnlichst warten: The Witcher 2 - Assassins of the Kings. Auf dem PC zeigte man den aktuellen Stand der Entwicklung, ungeschönt und live.

    Nach dem Erfolg ihres Erstlingswerkes The Witcher blieben die Designer des polnischen Entwicklers CD Project nicht lange untätig: Sie warfen Biowares etwas in die Jahre gekommene Aurora-Engine über Bord und begannen damit, ihre eigenen Tools und damit auch ihre eigene Grafik-Engine für The Witcher 2 - Assassins of the Kings zu programmieren. Auf der Gamescom zeigte man nun den aktuellen Entwicklungsstand direkt im Spiel an einem PC. Menüs sind bereits integriert, die Grafik macht einen sehr guten Eindruck und grobe Bugs waren, so viel sei schon verraten, nicht zu erkennen.

    The Witcher 2 - Assassins of the Kings: Präsentation
    Die Präsentation von The Witcher 2 - Assassins of the Kings beginnt mit Geralt, der an den Händen und nur mit einer Hose bekleidet in einer Kerkerzelle hängt. An seinem Oberkörper sieht man zig Wunden und Narben, sein Rücken wurde blutig gepeitscht - und schon in diesem Moment leuchten die Augen der Besucher, denn die Engine fängt diese Situation sehr gut ein. Schöne Beleuchtung, gute Texturen und viele Details in der Umgebung. Selbst in diesem Zustand sind Protagonist Geralt exzellent aus.

    Geralt kann die Wachen auf Knopfdruck provozieren und es kommt einer von den beiden in seine Zelle. Er löst sich aus seinen Handschellen und überwältigt die Wache mit einer schnellen Bewegung. Nun rennt die zweite Wache herein, es folgt ein Faustkampf - dieses System wurde stark überarbeitet. Faustkämpfe sind nun viel flotter und dynamischer als im Vorgänger, die Kamera ist näher dran, Geralt weicht Schlägen sehr lässig aus, wirbelt um den Gegner rum und haut ihn sauber animiert auf die Matte.

    Geralt verlässt die Zelle und holt sich seine Ausrüstung zurück. Im Inventar zu erkennen: Rüstungen bestehen nun aus mehreren Teilen, Geralt kann also Handschuhe, Brustpanzer, usw. unabhängig voneinander anlegen. Es wird auch diesmal mehr sinnvolle Waffen geben. Waffen und Ausrüstung lassen sich mit Runen modifizieren. Als der Präsentator eine Rune aufs Schwert anwendet, sieht man diese deutlich sichtbar auf der Klinge leuchten.

    CD Projekt betont, dass man in The Witcher 2 noch mehr Freiheiten haben wird als im Vorgänger - nicht nur in Dialogen, sondern auch in der Spielweise. Beispiel: Geralt will nun also aus dem Gefängnis fliehen. Er könnte mit seinem Schwert einfach alles niedermetzeln und riskieren, dass Alarm ausgelöst wird - was noch mehr Gegner bedeuten würde. Oder aber er kann sich raus schleichen und Kämpfe vermeiden. Dazu gibt's erstmals in The Witcher ein richtiges Schleich-System: Geralt kann gebückt laufen, sich an Wände drücken und Fackeln per Tastendruck löschen, um sich Dunkelheit zu verschaffen. Ahnungslose Wachen schaltet er leise im Nahkampf aus. Der Cat-Potion-Trank macht nun Feinde durch Wände hindurch sichtbar, ähnlich wie der Detektivmodus in Batman: Arkham Asylum. Man erkennt sogar die inneren Organe in den Wachen - sieht sehr cool aus und ist natürlich sehr hilfreich beim Schleichen. Geralts Amulett - ein Wolfskopf, sein Markenzeichen - kann man nun aktiv benutzen. Es macht wichtige Details in der Umgebung besser sichtbar, in diesem Fall Pfützen auf dem Kerkerboden. Die sollte Geralt nämlich vermeiden, um beim Laufen keine unnötigen Geräusche zu erzeugen.

    In der Präsentation kommt Geralt nicht an allen Wachen vorbei - manchmal muss er kämpfen. Die Schwertgefechte wirken deutlich actionreicher und schneller als im ersten The Witcher. Besonders taktisch sah das Gezeigte nicht aus, aber das muss nichts heißen - die Entwickler wollten in ihrer Präsentation eindeutig auf andere Features und Neuerungen aufmerksam machen, Kämpfe standen hier nicht im Mittelpunkt. Sicher ist aber: Die Fechtszenen sind spitze animiert, wie schon im Vorgängerspiel.

    Durch einen Spalt in einer Wand erkennt Geralt eine bildschöne Frau, die von einer Wache gefoltert wird. Ihr Kleid ist zerfetzt, der Blick auf ihre Brüste frei. Die Nacktheit der Dame mag zwar zunächst unnötig oder gar aufgesetzt erscheinen, passt aber letztendlich gut zum Witcher-Universum, denn in den Büchern wimmelt es nur so von Sex- und Erotikszenen - auch das erste The Witcher-Spiel enthielt viel nackte Haut. Die Frau ist übrigens nur deshalb in Gefangenschaft, weil der Held in einer früheren Questreihe eine bestimmte Entscheidung getroffen hat. Hätte er damals einen anderen Lösungsweg gewählt, wäre die Frau gar nicht hier. Geralt beschließt, die Hilflose zu retten - dazu springt er an einem Vorsprung hoch und zieht sich durch ein Loch in der brüchigen Wand - CD Projekt betont bei dieser Szene, dass der Spieler sich viel freier in der Umgebung bewegen kann als noch im Vorgänger. Der Weißhaarige rettet die Schönheit problemlos, im folgenden Dialog darf man aus mehreren Antwortmöglichkeiten wählen - die Gespräche laufen viel flüssiger ab als im ersten Spiel, außerdem wählt man keine kompletten Antwortsätze mehr, sondern klickt stattdessen nur auf knappe, symbolische Statements - ähnlich wie in Mass Effect 2. Negativ vielen hier die den Gesichtsanimationen und Lippenbewegungen auf, aber an denen soll noch gearbeitet werden.

    Im Verlauf von Geralts Flucht stößt der Spieler auf einen weiteren NPC - um ihn zu retten, muss man erst den Weg freikämpfen und den geschwächten Gefangenen anschließend stützen. Der Spieler behält hier jederzeit die volle Kontrolle. Die Entwickler versprechen, dass Geralt mehrmals auf ähnliche Weise mit NPCs interagieren wird. Der Gerettete öffnet Geralt einen Geheimgang aus dem Kerker und beginnt dann damit, das Gemäuer abzufackeln - Geralt flüchtet durch einen Tunnel, während hinter ihm buchstäblich die Fetzen fliegen und der Weg nach einer wuchtigen Explosion verschüttet et wird. Der Held marschiert weiter - hinaus ins Tageslicht, ohne auch nur die geringste Ladezeit. Hier sieht man eine schön gestaltete, mittelalterliche Burg, unter der Brücke ein lauschiger Fluss, am Himmel strahlend hell die Sonne. Das sieht wirklich gut aus, auch hier zeigt die neue Engine, was sie kann.

    The Witcher 2 - Assassins of the Kings: Schlachtfelder
    Die Entwickler springen hier nun zu einem völlig anderen Teil im Spiel: Geralt befindet sich auf einem Schlachtfeld, von solchen soll es drei im fertigen Spiel geben. Um ihn herum hunderte voll animierter Soldaten, Feuer, Rauch, Geschrei - sieht gut aus! Allerdings ist die Schlacht nur eine magische Illusion, das Ergebnis eines Fluchs - sobald sich Geralt einem der Kämpfenden nähert, zerfallen diese zu Staub. Viel realer sind einige Dämonen, die sich auf den Helden stürzen; sie sehen aus, als hätten sie sich spontan aus herumliegendem Schrott und Rüstungsteilen zusammengebastelt. Nach einigen Gefechten trifft Geralt auf den Oberdämon, ein besonders großes Vieh mit einem brennenden Stück Holz als Gesicht. Im Kampf verwandelt sich der Boss mehrmals, beispielsweise in einen Tornado, der über das Schlachtfeld fegt und - dank aufwendiger Physik-Berechnung - jede Menge Trümmer umher wirbelt. Das Vieh lässt außerdem einen Hagel brennender Pfeile auf Geralt nieder, der Held muss sich dann per schneller Seitwärtsrolle in Sicherheit bringen.

    Damit endet die Präsentation. Die Mitarbeiter von CD Projekt wirken sehr stolz auf ihr Baby, und das sollten sie auch sein - The Witcher 2 sieht erstklassig aus, von der geschliffenen Technik über die toll vertonten Charaktere bis hin zu den spielerischen Neuerungen. Das Spiel erscheint im ersten Quartal 2011 - das wird ein extrem spannendes Duell mit Dragon Age 2 von Bioware!

    The Witcher 2 - Assassins of the Kings: Fazit
    The Witcher 2 - Assassins of the Kings wird, soweit man das aktuell einschätzen kann, ein Meisterwerk und dürfte schon jetzt eines der Highlights der Messe sein. Bereits zur E3 machte The Witcher 2 eine exzellente Figur. CD Project präsentiert dank eigener Engine und eigenen Tools ein optisch bestechendes und technisch feingeschliffenes Werk. PC-Spieler können sich besonders freuen, denn The Witcher 2 - Assassins of the Kings wird für den PC entwickelt. Konsolen-Portierungen sind zwar angedacht, aber bisher nicht fest geplant. Somit fließen alle Ressourcen in die Entwicklung der PC-Version. Das ist einer der Gründe, warum Geralt aktuell einen Hauch vor Hawke aus Dragon Age 2 zu liegen scheint. Man kann ein sehr spannendes Duell erwarten.

    The Witcher 2 - Assassins of the Kings: Faktenvergleich
    The Witcher 2 soll drei Einstiegsmöglichkeiten bekommen, die aber auch vom unter Umständen importierten Spielstand aus Teil eins abhängig sind. Anstelle der drei Endsequenzen soll es im zweiten Teil deren 16 geben. Insgesamt 256 Zwischensequenzen mit 150 Minuten Laufzeit plant CD Project. Im ersten Teil waren es noch 130 mit 53 Minuten Laufzeit. Besonders Lobenswert: In The Witcher 2 soll der Spieler vor maximal vier Ladebildschirmen sitzen, während der erste Teil Enginebedingt noch etwa 700 hatte.

  • The Witcher 2: Assassins of Kings
    The Witcher 2: Assassins of Kings
    Publisher
    Namco Bandai
    Developer
    CD Projekt
    Release
    17.05.2011

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    Es gibt 30 Kommentare zum Artikel
    Von faelltnichtsein
    ohwe ist wohl schon zu spät... bei dem vorherigen Post schon ausversehen zitieren statt ändern gedrückt und jetzt…
    Von faelltnichtsein
    EDIT: ich gehe sogar soweit zu behaupten das ich ein Spiel, das in diesem Setting spielt, nicht kaufen würde wenn der…
    Von faelltnichtsein
    In diesem Setting fände ich ein Krieger ohne Zopf oder zumindest langen Haaren sträflich....ähnlich wie Perseus in…
    Von Iceananas
    Männer mit Zöpfe sind irgendwie nicht so das Wahre :-/
    Von Johnny05
    Natürlich wird The Witcher 2 ein Meisterwerk.War denn etwas anderes zu erwarten....? Von meiner Seite jedenfalls nicht…
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The Witcher 2: Assassins of Kings
Gamescom 2010
Auf der Gamescom zeigte CD Project das Rollenspiel, auf das Fans sehnlichst warten: The Witcher 2 - Assassins of the Kings. Auf dem PC zeigte man den aktuellen Stand der Entwicklung, ungeschönt und live.
http://www.pcgameshardware.de/The-Witcher-2-Assassins-of-Kings-Spiel-38487/Tests/Gamescom-2010-768539/
19.08.2010
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/08/GC_The_Witcher_2_Screenshot_01.jpg
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