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  • The Secret World: Wir enthüllen neue Geheimnisse und begeben uns selbst in den Londoner Untergrund

    Ägypten, London, Neuengland, Transsylvanien - was wie der Tourneeplan von Lady Gaga klingt, waren die Stopps auf unserer Reise durch das Gegenwarts-MMO The Secret World, das wir einmal mehr in San Francisco zu Gesicht bekamen.

    Rom wurde nicht in einem Tag erbaut - und ein MMO entwickelt man nicht in einem Jahr. Doch drei Jahre nach der ersten Präsentation im Rahmen der Game Developers Conference 2009 macht The Secret World den Eindruck, als könne der Veröffentlichungstermin 19. Juni 2012 wirklich klappen. Noch lustiger wäre natürlich der 21. Dezember 2012 gewesen, aber vielleicht planen die Designer dafür wenigstens einen coolen Ingame-Event. Einmal mehr begrüßten uns Creative Director Ragnar Tornquist und Lead Designer Martin Bruusgaard vom norwegischen Entwicklungsstudio FunCom und zeigten uns passenderweise zum Start ihrer Vorführung die Charaktergenerierung. Die bietet reichlich Auswahlmöglichkeiten: Charaktergröße und -kopfform, Nasen, Lippen, Augenbrauen, Bärte, Make-up - "auch für männliche Charaktere", wirft Ragnar Tornquist ein - und viele andere mehr. Dazu kommen eine Fülle von Kleidungsstücken, die auch im Spiel nachgekauft werden können: in einer feschen Boutique in London. Doch wir sind hier ja nicht bei Heidi Klum, sondern wollen gegen die dunkle Bedrohung vorgehen, die überall auf der Welt ihre Spuren hinterlässt. Rasch noch Vor-, Nach- und Spitznamen ausgesucht, dann geht es nach Ägypten.

    The Secret World: Fähigkeits- und Fertigkeitspunkten
    Aufmerksame Leser wissen: The Secret World kommt ohne Erfahrungsstufen und ohne festgelegte Klassen aus. Es gibt lediglich einen Erfahrungsbalken, dessen Füllstand uns Fähigkeits- und Fertigkeitspunkten beschert. Diese können wir in einem mächtigen Rad mit rund 500 aktiven und passiven Fähigkeiten und Fertigkeiten loswerden - in Untergruppen wie Gewehre, Pistolen, Klingen, Hammer und diversen Magiearten. Jede dieser Untergruppen besitzt weitere Subgruppen mit sieben Fähigkeiten: sechs reguläre und eine Elitefähigkeit, die freigeschaltet wird, wenn wir die sechs regulären gewählt haben. Wir dürfen zu jeder Zeit sieben passive und sieben aktive Fähigkeiten sowie eine passive und eine aktive Elitefähigkeit ausrüsten. Das liest sich komplizierter, als es ist. Außerdem können wir Fähigkeiten auswählen und speichern, um so später im Spiel ohne Wartepause unsere Rolle zu wechseln.

    Unter der heißen Wüstensonne schnetzelt sich Martin Bruusgaard mit einem Kollegen derweil durch ein paar Monster und sammelt dabei eifrig Erfahrungspunkte, die er auch durch Handwerk, Quests, Fraktionsaufgaben oder PvP-Kämpfe bekommen könnte. Bewegung und Kampf sind parallel möglich ödes Wegrennen und dann erneutes Angreifen suchen Sie in The Secret World vergeblich. Martins zwei Waffen haben es in sich: Eine speichert die Energie getöteter Gegner, um sich gelegentlich in einem mächtigen Angriff zu entladen, die andere richtet nicht nur Schaden an, sondern entzieht dem Gegenspieler Gesundheit, die auf seinen eigenen Helden übertragen wird. Oh, und eine Schrotflinte brennt natürlich mehreren Gegnern eins über den Pelz. Vor dem Boss angekommen ändern die beiden Gefährten kurzerhand ihre Spezialisierung: Aus dem Fernkämpfer wird ein Tank, der bisherige Schadensnehmer teil nun kräftig aus. Prächtige Sache, denn damit spart man sich das Hochleveln mehrerer Charaktere mit den gleichen Quests und Aufgaben.

    The Secret World: Achievements mit Mehrwert
    Statt uns den Bosskampf zu zeigen, wechselt der Schauplatz jedoch in ein Waldgebiet. Hier befindet sich ein nahezu verlassenes Lager des CDC, des Centers for Disease Control, einer medizinischen Regierungsorganisation. Nur eine Mitarbeiterin namens Marianne Chen, in einen Schutzanzug verpackt, hält noch die Stellung - ihre Kollegen sind alle einer mysteriösen Plage zum Opfer gefallen und nicht einfach gestorben, sondern in Zombies verwandelt worden. Wir hacken uns in einen CDC-Computer, um mehr Details über die Situation zu erfahren. "Das funktioniert mit fast allen Computern im Spiel", erklärt Martin Bruusgaard. "Die gefundenen Informationen könnt ihr dann auf euren eigenen Rechner übertragen." An dieser Stelle ein Wort zur Bedienoberfläche des Spiels: Sie schafft es perfekt, nicht zu mittelalterlich und nicht zu futuristisch auszusehen, sondern macht einen angenehm-unaufdringlich modernen Eindruck. Die Symbole für Buffs und Debuffs, also Stärkungs- und Schwächungszauber, erinnern gar an Symbole aus Apples iOS - komplett mit den kreisförmigen Meldungen, die beispielsweise auf neu eingetroffene E-Mails hinweisen. Schick. Wie in anderen MMOs gibt es auch in The Secret World Achievements oder Erfolge. Allerdings sind die hier kein Selbstzweck oder nur zum virtuellen Angeben gedacht: "Ihr könnt damit Belohnungen kaufen, etwa Gegenstände oder mehr Informationen über bestimmte Spielgebiete", sagt Martin Bruusgaard. Außerdem besitzt das Spiel tonnenweise Hintergrundinformationen, die Sie enthüllen, wenn Sie sogenannte "Lore"-Gegenstände aufsammeln. "Diese Infos gehen aber über ein bloßes Lexikon oder Nachschlagewerk hinaus - sie sind Geschichten, die von einem mysteriösen Charakter verfasst worden sind", so Bruusgaard.

    Szenenwechsel: Ragnar Tornquist nimmt uns mit nach Transsylvanien, wo er uns einen Einblick in das Handwerkssystem von The Secret World geben will. Ein Satz zur Umgebung: Wir befinden uns in einer zerfallenen, ehemals sowjetischen Stadt in den Karpaten, die von Vampiren belagert wird - trotz des die Stadt umgebenden Waldes und der stimmungsvollen Atmosphäre kein Ort, an dem wir unseren nächsten Urlaub verbringen wollen würden. Unser Ziel ist jedoch kein Ausflug in die Umgebung, sondern die Herstellung eines Hammers mit magischen Eigenschaften. "Wir starten mit einem Gegenstand, den wir in seine Einzelteile zerlegen und dann deren Eigenschaften erlernen", erklärt Tornquist. Aus einem recht unspektakulären Hammer werden so sechs Stücke heiliges Metall, das wir zu reinem Metall veredeln. Das geschieht in einem Fenster, in dem wir mit den einzelnen Metallstücken die Form eines Hammers nachbilden, um daraus erst das reine Metall und dann mit einigen Zutaten zur Qualitätsverbesserung einen neuen Hammer zu erstellen. Der besitzt zwar nun erhöhte Schadenswirkung, doch keine der zwei Werte für kritischen Schaden und Durchdringung, die Tornquists Spielfigur benötigt. Da der Name jedes Spielgegenstands aus drei Teilen, einer Vorsilbe, dem Hauptwort und der Nachsilbe besteht, bastelt Tornquist jetzt mit ein paar Gegenständen aus seinem Inventar eine Glyphe der Wildheit, die er anschließend mit dem Hammer kombiniert und der so die zwei gewünschten Eigenschaften erhält. Sowohl hergestellte Gegenstände als auch die Vorsilben- und Nachsilbenkomponenten sind im Spiel frei handelbar und sollen ernsthafte Alternativen zu Gegenständen sein, die Sie in Dungeons oder anderswo finden. Durchaus lobenswerte Absichten, denn in den meisten MMOs beschränkt sich das Herstellen von Ausrüstungen auf kosmetische Elemente - die in Schlachtzügen erbeuteten Rüstungsteile und Waffen überragen selbstgemachte in den allermeisten Fällen.

    The Secret World: Mischung aus Nashorn, Drache, Löwe und Wildschwein
    Bevor wir selbst Hand an The Secret World legen können, geht es einmal mehr auf die andere Seite des Erdballs: nach Neuengland. Als gäbe es in der Gegenwart jedoch nicht schon genug mögliche Schauplätze, haben die Entwickler von FunCom die Vergangenheit für sich entdeckt. In eine tiefe Trance versunken werden wir Zeuge, wie Wikinger und eingeborene Wabanaki gemeinsam gegen die Maya kämpfen, die hier eine Art Dimensionsportal geöffnet haben. Wir schlagen uns mit unseren vier Begleitern auf die Seite der Verteidiger und erledigen Heerscharen von Maya-Kriegern, bis ein eher bizarres Wesen aus dem Portal auftaucht, das an eine Mischung aus Nashorn, Drache, Löwe und Wildschwein erinnert. Wir geben unser Bestes, doch das Biest scheint zu stark zu sein - es schlägt auf den Erdboden, unsere Sicht verschwimmt und als sie sich wieder klärt, ist es verschwunden. Neue Maya-Angreifer warten stattdessen auf eine Abreibung, als plötzlich der "Verengian", ein mysteriöser Held materialisiert. Es wird noch besser: Er hält das Schwert Excalibur in seinen Händen und verleiht uns einen Stärkungszauber, mit dem wir drei Mal so viel Schaden anrichten. Prompt erscheint das seltsame Monster wieder, und mit ihm ein Dimensionsriss, der einen fahlen Energiestrahl auf den Verengian richtet. Nun gilt es, die Kreatur im Kampf gegen die Zeit zu besiegen, denn der Verengian ist unser einziger Fahrschein zurück in die Gegenwart. Doch die Spieler von FunCom sind Experten: Der Unhold stirbt, der Verengian lebt, erzählt uns etwas über die Hintergründe dieser Vision und versetzt uns dann zurück in die Gegenwart.

    In der Gegenwart des 6. März 2012 setzen wir uns nun selbst an einen der Demo-PCs, um die ersten Schritte in die Startzone der Templer zu wagen. Die befindet sich stilecht in einem detailliert nachgebildeten London, komplett mit Einkaufsstraßen, U-Bahn, Hyde Park und Speakers' Corner. Hier hören wir einem scheinbar wahnsinnigen Propheten zu, dessen Worte durchschlagende Auswirkungen auf uns haben: Wir werden bewusstlos und finden uns in einem Rückblick in einer U-Bahn-Station wieder. Dort müssen wir zusammen mit einigen Gefährten gegen anrückende Zombies und Monster kämpfen, lernen dabei die Steuerung und die Anwendung unserer Fähigkeiten wie das Heilen eines Verbündeten und einen Angriff, der mehrere Gegner auf einen Schlag zurückwirft. Etwas später erreichen wir ein Dimensionsportal mit seltsamen Energieentladungen und Planeten, wie wir es schon in Neuengland gesehen haben. Erneut werden wir bewusstlos und kehren in die Gegenwart zurück, wo wir das Hauptquartier der Templer und ihren Anführer aufsuchen sollen. Uns fällt auf, dass die Umgebung zwar schön gezeichnet ist, unsere Füße hinterlassen allerdings in Wasserbecken keine Spuren, und auch zahlreiche Ladenbesitzer wollen nichts von uns wissen. Die sind nach Worten zahlreicher Entwickler, die uns bei unserem Abenteuer besitzen, allerdings in dieser Version des Spiels deaktiviert. Nun gut.

    The Secret World: Das Argatha-Portalsystem lässt sich hundsmiserable navigieren
    Einmal im Templerhauptquartier angekommen gibt's eine längere Unterredung mit dem Cheftempler (hallo, Old Republic!), dann dürfen wir im Keller den Umgang mit drei Waffen beziehungsweise Kampfmitteln erlernen: Hammer, Sturmgewehr und Blitzmagie. Anschließend bekommen wir den Auftrag, über ein "Argatha"-Portal nach Portsmouth zu reisen, um den Einwohnern gegen eine Zombieplage zu kämpfen. Déjà-vu, das hatten wir ja 2011 auf der letzten Präsentation gesehen. Bis wir dort ankommen, vergehen allerdings noch ein paar Minuten, denn das Argatha-Portalsystem in einem Nebenzweig der U-Bahn sieht zwar wunderschön aus, doch der frei im Raum schwebende Riesenbaum mit weit verstreuten Ästen, deren Zweige, die als Übergang zu anderen Teilen der Welt dienen, lässt sich hundsmiserable navigieren - hier wäre eine Karte oder dichter nebeneinander liegende Portale schöner. Viel ausrichten können wir in Portsmouth nicht, denn unsere Stunde mit The Secret World neigt sich ihrem Ende zu - und die nächste Vorführung steht schon in den Startlöchern. In drei Monaten kriegt uns keiner mehr so schnell vom Rechner weg, soviel steht fest.

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    The Secret World - Blue Mountain-Trailer
    Spielecover zu The Secret World
    The Secret World
  • The Secret World
    The Secret World
    Publisher
    Funcom
    Developer
    Funcom
    Release
    03.07.2012

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    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Drapenot
    Hoffe ich bekomme bald einen Beta key! Das Setting hat auf jedenfall was Hätte auch gerne das Stargate MMO gespielt…
    Von DerToerke
    Das Spiel und vor allem das Setting lohnen sich auf jeden Fall mal zum Reinschauen. Aber bitte bitte bitte Funcom…
      • Von Drapenot PC-Selbstbauer(in)
        Hoffe ich bekomme bald einen Beta key! Das Setting hat auf jedenfall was
        Hätte auch gerne das Stargate MMO gespielt aber das liegt ja leider auf Eis.
        Aber vieleicht wird das ja jetzt was^^
      • Von DerToerke Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das Spiel und vor allem das Setting lohnen sich auf jeden Fall mal zum Reinschauen. Aber bitte bitte bitte Funcom diesmal von Anfang an alles richtig machen und nicht wie bei Age of Conan 3 Jahre brauchen bevor das Spiel so läuft wie es bei Release hätte laufen sollen. Wobei ich da die Schuld immer noch zum Großteil bei Eidos sehe, sonst wär AOC wohl net in so einem Zustand rausgekommen.

        Freu mich aber richtig dicke auf The Secret World!!!
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Ägypten, London, Neuengland, Transsylvanien - was wie der Tourneeplan von Lady Gaga klingt, waren die Stopps auf unserer Reise durch das Gegenwarts-MMO The Secret World, das wir einmal mehr in San Francisco zu Gesicht bekamen.
http://www.pcgameshardware.de/The-Secret-World-Spiel-38241/Tests/The-Secret-World-Hands-On-Test-GDC-2012-873188/
16.03.2012
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