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  • Skyrim im epischen E3-Hands-on-Test: Nehmen Sie Urlaub ab 11.11.

    Noch größer, noch schöner, noch kälter: Der fünfte Teil der Elder-Scrolls-Rollenspielreihe nimmt uns mit nach Himmelsrand - einer kaiserlichen Provinz stolzer Kriegerinnen und Krieger, die von einem Bürgerkrieg geschüttelt und dazu noch von Drachen unsicher gemacht wird.

    Es gibt Rollenspiele wie Mass Effect 3, da möchte man die Genrebezeichnung am liebsten in Anführungszeichen setzen - so sehr möchten die sich auch an alle Shooter- und Action-Freunde anbiedern. Und dann gibt es Titel wie The Elder Scrolls V: Skyrim - ein episches Rollenspiel, das seinen Namen wirklich verdient. Bethesda-Urgestein Todd Howard führte uns den neuesten Teil der ungemein erfolgreichen Serie vor und hatte dabei keine Angst, auch mal einen Menübildschirm aufzurufen - etwas, das die Entwickler auf der E3 sonst so meiden wie der Teufel das Weihwasser.

    So umfangreich ist das Spiel, so viele Möglichkeiten bietet es, dass Lead Game Designer Todd Howard uns über eine halbe Stunde lang alle möglichen Features vorführte, ohne auch nur ein Wort zur Hauptgeschichte - Bürgerkrieg in Himmelsrand, Drachen greifen an, Kaiser ist tot - zu verlieren. Denn wie die Vorgänger lässt uns auch Skyrim freie Hand, wie wir unser Abenteuer angehen wollen. Über 150 handgemachte Dungeons des Spiels nach wertvollen Schätzen durchstöbern? Über 300 Bücher einsammeln und alles über die Geschichte von Tamriel und Skyrim lernen? Die neun Fürstentümer Skyrims erkunden und deren Provinzfürsten, den Jarl, in zahlreichen Quests zur Seite stehen? Die eigenen Fähigkeiten ausbauen und so etwa ein Zweihandkämpfer oder Bogenschütze werden, der für alle Feinde eine tödliche Gefahr darstellt? In den sechs bis zehn Stunden, die viele moderne Spiele für das Durchspielen ihrer Kampagne benötigen, kratzen wir gerade mal an Skyrims Schneedecke, pardon, Oberfläche.

    Skyrim: Die Technik
    Unter der Haube von Skyrim hat sich einiges geändert. Zwar nutzen die Entwickler nach wie vor eine eigens entwickelte Grafik-Engine, bauen aber beispielsweise für Charakteranimationen Havok-Routinen ein, die für einen fließenden Übergang zwischen unterschiedlichen Animationen wie Schleichen oder Rennen sorgen. Wer schon Oblivion lieber aus der Außenansicht statt der Ego-Perspektive gespielt hat, bemerkt den Unterschied sofort, denn im Vorgänger bewegte sich der Held noch recht ungelenk.

    Vom Farn bis zum Baum sieht Skyrims Flora deutlich schicker als in Oblivion aus, überarbeitete dynamische Wettereffekte sorgen für zusätzlichen Augenschmaus. "Unsere Grafiker haben sich gefreut, dass sie nach Fallout 3 endlich wieder Gegenstände und Landschaften in grün entwerfen dürfen", grinst Todd Howard. Auch die sich doch irgendwie sehr ähnlichen Visagen der Oblivion-Charaktere sind Vergangenheit: "Wir haben ein komplett neues Gesichtssystem", freut sich Howard. Und in der Tat sehen die Vertreter der zehn Rassen, denen wir in der Präsentation begegnen, deutlich weniger standarisiert aus.

    Fein: Nicht nur Waffen, auch Zaubersprüche finden jetzt in jeder oder sogar beiden Händen Platz. So können wir etwa mit rechts einen Feuerball schleudern und uns dabei mit links heilen. Wer den gleichen Spruch in beide Hände nimmt, vergrößert dessen Wirkung beziehungsweise dessen Effekte erheblich. Das Auflevelen funktioniert dabei wie gehabt: Der Einsatz einer Fertigkeit steigert deren Wert, was sich wiederum in einem Erfahrungspunktezuwachs auf dem Weg zum nächsten Level wiederschlägt.

    Skyrim: Von Perks und Drachenschreien
    Neu sind jetzt sogenannte Perks, die in einer wunderschönen Fertigkeits-Ansicht ausgewählt werden: Jede Fertigkeit wird als Sternbild dargestellt, in dem man beim Erreichen bestimmter Schlüsselwerte neue Sterne anknipsen und die Fertigkeit damit individuell ausbauen kann. Ohnehin wurde die Menüführung generalüberholt: Jeder Gegenstand besitzt jetzt ein kleines, detailliertes Bild zum Text - Schwerter, Schilde, Rüstungen, Pflanzen - alle frei in 3D dreh- und ansehbar. "Bratet ihr rohen Lachs zum Lachsbraten, verändert sich selbstverständlich auch das Bild", erklärt Todd Howard. Um dieser Fülle an Gegenständen, Zaubern und Co. Herr zu werden, gibt es Abkürzungslisten für oft benutzte Objekte und Sprüche, damit ein Kampf nicht nur aus Pausieren und Menü-Durchsucherei besteht. Für die Ansicht der Landkarte fährt die Kamera wie in Google Maps einfach in eine Vogelperspektive, so dass wir prima einordnen können, wo wir uns gerade befinden. Das schnelle Reisen zu besuchten Orten gibt es übrigens auch wieder.

    Während Todd Howard uns das alles erzählt, wandert und reitet sein bogenschießender Magier durch Himmelsrand, passiert das Dörfchen Flusswald, spricht dort mit ein paar Bewohnern und landet schließlich an einer Ork-Stellung. Kurz "Leben entdecken" gezaubert: zwei Gegner. Dann einen Erzürnungszauber gewirkt, um diese gegeneinander aufzubringen, doch das klappt wie im richtigen Leben nicht jederzeit. "Warum rennen die jetzt hinter mir her?" lacht Todd Howard, während er die beiden abserviert - mit Pfeil und Bogen sogar jetzt auch im Nahkampf. Dazu setzt Howard einen Schrei der Drachensprache ein: Runen, die an den Wänden uralter Gemäuer eingemeißelt sind und die wir lernen können. Sie sind allerdings erst einsatzbereit, wenn wir einen Drachen töten und dessen Energie in uns aufnehmen. "Jeder Schrei lässt sich in bis zu drei Stufen ausbauen und mit anderen kombinieren", erklärt Howard.

    Wir befinden uns inzwischen in einem alten Hügelgrab der Nord, der Ureinwohner von Himmelsrand, wo wir unter untoten Nord-Kriegern aufräumen. Mit unserem Level-34-Charakter klappt das hervorragend, unterstützt von Schreien in der Drachensprache. Mit einem Zauberstab, den wir im Grab finden, erzeugen wir Magierlicht - Lichtbälle, die in die Dunkelheit verschwinden und sie dabei aufhellen. Einmal mehr fällt uns auf, wie gut Skyrim aussieht: Wunderschön ist das Dungeon beleuchtet, wunderschön schlängelt sich ein kleiner Flusslauf über seinen Boden. Ein Zauberspruch erleuchtet uns sogar den Weg zum nächsten Quest-Ziel.

    Hunderte von Quests gibt's in Skyrim, die sich dynamisch an den Charakter anpassen sollen: "Wir schicken euch etwa in ein Dungeon, das ihr noch nicht kennt". Gegner sollen anders in Oblivion nicht mehr mit dem Spielcharakter mitleveln, sondern ihren Level zu dem Zeitpunkt behalten, an dem man zum ersten Mal ein Dungeon betritt. Wer nur kurz in alle Dungeons guckt, um die später im Nu zu erledigen, sollte aber überlegen, ob einfache Gegner wohl die besten Waffen und Ausrüstungsgegenstände in den Taschen haben ...

    Szenenwechsel: Wir befinden uns in einer weiten Tundra im Fürstentum Weißlauf, auf der zwei Mammuts und zwei Riesen friedlich umherstapfen. Klar, dass die Burschen das nicht zu lange machen, auch, wenn sie uns eigentlich nichts antun wollen. Wir greifen ein Mammut an, was auch die Riesen gegen uns aufbringt. Und die Burschen schlagen gut zu. Wir flitzen umher, zielen abwechselnd auf alle Beteiligten, als ein Drache vom Himmel herabstößt, einen der Riesen mit seinen Klauen packt und wieder von dannen fliegt. Einen anderen Drachen töten wir mit Hilfe einiger Wachen, die in der Nähe Position halten, und nehmen wie schon erwähnt seine Seele in uns auf, was wie schon beschrieben ein schon gelesenes, aber bislang noch inaktives Wort der Drachensprache frei schaltet.

    Skyrim: E3-Fazit
    Wer Rollenspiele mag, sollte sich für den 11.11.11 und die darauf folgende Zeit nichts vor- und stattdessen ein paar Wochen Urlaub nehmen. Nach dem jetzigen Stand der Dinge verbessert Skyrim den Vorgänger Oblivion in so gut wie jedem Punkt, sieht toll aus, spielt sich toll und bietet eine unglaubliche spielerische Freiheit, die es so nicht mehr in vielen Rollenspielen gibt. Inhalts- und umfangstechnisch ist Skyrim sowieso über jeden Verdacht erhaben. Wir prophezeien, dass wir wochen- und monatelang in Himmelsrand unterwegs sein können und dabei immer noch neue Dinge entdecken werden.

    Weitere Informationen zu The Elder Scrolls 5: Skyrim finden Sie auf unserer PCGH-Themenseite.

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  • The Elder Scrolls 5: Skyrim
    The Elder Scrolls 5: Skyrim
    Publisher
    Bethesda Softworks
    Developer
    Bethesda Softworks
    Release
    11.11.2011

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    Es gibt 21 Kommentare zum Artikel
    Von Dr. Kucho
    Aus technischer Sicht können die Konsolen nicht mehr mit dem PC mithalten, das steht absolut außer Frage. Die…
    Von seltsam
    Mit Sicherheit doch.
    Von RedDragon20
    Konsolenoptik? Ich erinnere mich, dass God of War 3 und Gears of War 3 beispielsweise top aussehen. Das selbe gilt…
    Von Dr. Kucho
    Alle Skyrim-Szenen wurden mit einer XBOX360 vorgeführt. Da sollte man nicht mehr als Konsolenoptik erwarten... Für…
    Von kastagier
    Sieht ja schon mal ganz nett aus. Aber von der Grafik hatte ich mir mehr erhofft. Man sieht schon, dass viel Konsole…
      • Von Dr. Kucho Software-Overclocker(in)
        Zitat von RedDragon20
        Konsolenoptik? Ich erinnere mich, dass God of War 3 und Gears of War 3 beispielsweise top aussehen. Das selbe gilt für Actionspiele wie Devil May Cry 4 oder REsident Evil 5. Also, was soll denn bitte "Konsolenoptik" bedeuten? Schlechte Grafik mit Sicherheit nicht.
        Aus technischer Sicht können die Konsolen nicht mehr mit dem PC mithalten, das steht absolut außer Frage.

        Die Entwickler kompensieren die schwache Hardware der Konsolen aber in dem sie das Spiel einfach um so schöner designen (Artdesign, Leveldesign, Farben, Animationen, usw). Deswegen sehen die von dir genannten Spiele trotz kaum vorhandenem AA/AF und der schwachen Auflösung immer noch hervorragend aus. Ein Uncharted 2 ist vielfach schöner anzusehen als 99% aller Titel auf dem PC in 1080p, mit max Grafik, voller Kantenglättung und allem drum und dran. Warum? Weil Kantenglättung dazu dient, die Fehler der Engine auszumerzen. Kantenglättung erzeugt keine schöne Optik, sondern korrigiert nur die Bildausgabe.

        Viel zu viele auf dieser Seite denken, dass Techniken wie Super-Sampling automatisch zu einer grandiose Optik führen. Ich sage nur: Man kann auch ein Stück Hundekot super-sampeln und es bleibt immer noch Hundekot.
      • Von seltsam Freizeitschrauber(in)
        Zitat von RedDragon20
        Konsolenoptik? Ich erinnere mich, dass God of War 3 und Gears of War 3 beispielsweise top aussehen. Das selbe gilt für Actionspiele wie Devil May Cry 4 oder REsident Evil 5. Also, was soll denn bitte "Konsolenoptik" bedeuten? Schlechte Grafik mit Sicherheit nicht.
        Mit Sicherheit doch.
      • Von RedDragon20 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Dr. Kucho
        Alle Skyrim-Szenen wurden mit einer XBOX360 vorgeführt. Da sollte man nicht mehr als Konsolenoptik erwarten...

        Für alle die sich bessere Grafik wünschen: Soweit ich mich richtig erinnere wurde für die PC-Version von Skyrim ein DX11 Renderer angekündigt. Allerdings soll dieser nicht genutzt werden um die Optik zu verbessern, sondern um genau wie bei World of Warcraft die FPS nach oben zu treiben. Die gewonnen Frames kann der Grafikliebhaber dann wiederum in AA/AF/Mods stecken. Ich bin mir da sehr sicher, dass das gesagt wurde. Ob sich die Devs dran halten ist allerdings ne andere Frage.

        Konsolenoptik? Ich erinnere mich, dass God of War 3 und Gears of War 3 beispielsweise top aussehen. Das selbe gilt für Actionspiele wie Devil May Cry 4 oder REsident Evil 5. Also, was soll denn bitte "Konsolenoptik" bedeuten? Schlechte Grafik mit Sicherheit nicht.
      • Von Dr. Kucho Software-Overclocker(in)
        Alle Skyrim-Szenen wurden mit einer XBOX360 vorgeführt. Da sollte man nicht mehr als Konsolenoptik erwarten...

        Für alle die sich bessere Grafik wünschen: Soweit ich mich richtig erinnere wurde für die PC-Version von Skyrim ein DX11 Renderer angekündigt. Allerdings soll dieser nicht genutzt werden um die Optik zu verbessern, sondern um genau wie bei World of Warcraft die FPS nach oben zu treiben. Die gewonnen Frames kann der Grafikliebhaber dann wiederum in AA/AF/Mods stecken. Ich bin mir da sehr sicher, dass das gesagt wurde. Ob sich die Devs dran halten ist allerdings ne andere Frage.
      • Von kastagier Komplett-PC-Käufer(in)
        Sieht ja schon mal ganz nett aus. Aber von der Grafik hatte ich mir mehr erhofft. Man sieht schon, dass viel Konsole darin steckt (leider).
        Ich würde mir sehr wünschen, dass es noch ein wenig überarbeitet wird. Aber mal sehen, mit Supersampling usw. und dann noch ein paar Grafik-Mods wird es sicherlich genial aussehen. Nun, ja meine Meinung zu der Optik.
        Rein vom Spiel her, freue ich mich schon wahnsinnig drauf! Es werden auf jeden Fall die Nächte durchgezockt
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The Elder Scrolls 5: Skyrim
E3 2011
Noch größer, noch schöner, noch kälter: Der fünfte Teil der Elder-Scrolls-Rollenspielreihe nimmt uns mit nach Himmelsrand - einer kaiserlichen Provinz stolzer Kriegerinnen und Krieger, die von einem Bürgerkrieg geschüttelt und dazu noch von Drachen unsicher gemacht wird.
http://www.pcgameshardware.de/The-Elder-Scrolls-5-Skyrim-Spiel-37439/Tests/E3-2011-828926/
10.06.2011
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/06/the-elder-scrolls-5-e3-screenshots-001.jpg
the elder scrolls 5 skyrim,e3,bethesda
tests