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  • The Division angespielt - die E3-Vorschau - Dark-Zone-Instanz kann nicht richtig begeistern

    Jeder ist sich selbst der Nächste: In der Dark Zone von New York gehen beutehungrige Spieler nur zeitlich begrenzte Bündnisse ein, um sich die beste Beute unter den Nagel zu reißen. Auf der E3 wagten wir uns selbst ins Quarantänegebiet.

    Was lange währt, heißt The Division: Ubisofts Online-Open-World-Action-Rollenspiel für jede Menge Mitspieler war auf der E3 2013 die Sensation schlechthin. Ein New York, das zur Weihnachtszeit von einem Virus heimgesucht wird, der die Stadt lahmlegt und große Teile der Bevölkerung dahinrafft - ein solches Szenario hatten wir in solch grafischer Opulenz bis dato noch nicht gesehen. Die Snowdrop-Engine, bei der Ubisoft-Tochter Massive Entertainment entwickelt, brachte PC- wie Konsolenbesitzer in Verzückung. 2014 gab es auf der E3 dann erstmalig live gespielte Szenen zu bewundern - und die Info, dass der Erscheinungstermin von 2014 auf 2015 verschoben worden sei. Und was können wir auf der E3 2015 selbst spielen? Richtig, The Division, das jetzt final am 8. März 2016 herauskommen soll.

    The Division - Willkommen in der Dark Zone

          

    In der Demo hinter verschlossenen Türen zogen wir jedoch nicht alleine gegen computergesteuerte Schergen durch New York. Stattdessen machten wir die sogenannte Dark Zone unsicher, eine auf der E3 erstmalig vorgestellte Instanz, in der es zu PvP-Action mit anderen Spielern kommen kann, aber nicht muss. In der Dark Zone wurde das Virus zum ersten Mal entdeckt, und verständlicherweise unternahmen Ärzte und Militär alles, um es auf dieses Gebiet zu begrenzen. Doch wir alle kennen die Trailer und bisherigen Spielszenen und wissen, dass daraus nichts wurde. In der Dark Zone befinden sich jedoch allerlei wertvolle Beutestücke, die das Risiko eines Besuchs wettmachen. Wir tasten uns vorsichtig an großen Quarantänewarnschildern vorbei und klettern über eine lädierte Absperrung ins Gefahrengebiet.

    10:41
    The Division: 12 Minuten langes Walkthrough-Video zur Dark Zone
    Spielecover zu The Division
    The Division

    The Division - Fighting in a Winter Wonderland

          

    Die Optik von The Division ist nach wie vor famos: Dichtes Schneetreiben trübt uns stellenweise die Sicht, im weiß-grauen Matsch auf der Straße hinterlassen wir und unsere beiden Gefährten dunkle Fußabdrücke. Lichterketten blinken lockend an Kaufhausfassaden, auch wenn schon lange kein Mensch mehr lebt, der ihrem Ruf Folge leisten kann. Wir dringen derweil tiefer ins Sperrgebiet ein. Wie in einem der derzeit allgegenwärtigen Team-Shooter besitzt jeder Charakter individuelle Fähigkeiten, die es klug zu kombinieren gilt. Wir verfügen beispielsweise über einen Scanner, der die Umgebung wie ein Echolot abtastet und uns auf Beute und andere interessante Dinge aufmerksam macht. Außerdem dürfen wir ein Minigeschütz etwa auf der Motorhaube eines Autos platzieren, das dann Freund und Feind unter Beschuss nimmt. Wie etwa ein paar computergesteuerte Plünderer, die wir relativ problemlos erledigen. Wichtig ist dabei wie im restlichen Teil der Demo: Wer sich auf offener Straße ohne Deckung bewegt, ist ein leichtes Ziel für seine Gegner. Überlebenswichtig ist es, wie in Gears of War oder anderen Deckungs-Shootern von Deckung zu Deckung zu eilen. Das klappt mehr oder weniger gut - mit der Steuerung und dem Erkennen neuer Deckungen hakte es zumindest bei uns etwas.

    The Division - Drei gegen drei gegen drei

          

    Wie schon erwähnt sind wir jedoch nicht alleine in der Dark Zone unterwegs. Zwei andere Dreierteams suchen ebenfalls nach brauchbaren Gegenständen, die sie anschließend wie wir per Hubschrauber aus dem Quarantänegebiet ausfliegen lassen wollen. Besagter Hubschrauber landet in einem nahegelegenen Park, nachdem wir eine Leuchtrakete abgefeuert und ihn auf uns aufmerksam gemacht haben. Die Sache hat nur einen Haken: Nur ein Team passt in den Flieger - die anderen beiden müssen warten, bis sie ihren eigenen herbeibeordern können. Alternativ greifen wir ein anderes oder gar beide Teams an, um uns ihre Schätze zu sichern und sie mit leeren Händen zurücklassen. The Division angespielt (6) Quelle: Ubisoft Allerdings gilt es, auf die Stufe der anderen Spieler zu achten - liegt sie zu hoch über unserer eigenen, könnten wir uns genauso gut selbst eine Kugel verpassen. In unserer Demo besitzen jedoch alle neun Spieler die gleiche Stufe: 12. In unserem Team unterhalten wir uns - wie schon in den Demos der letzten Jahre gezeigt - per Voicechat. Jedenfalls versuchen wir es, doch einer unserer beiden Mitspieler sagt keinen Mucks, während der andere und wir genug damit zu tun haben, am Leben zu bleiben. Dass wir mit den anderen sechs Spielern nicht sprechen, sondern allenfalls MMO-typische Emotes und Winkereien ausführen können, schürt das das Misstrauen ihnen gegenüber.

    The Division - Kommunikation ist (über)lebenswichtig

          

    Kurz darauf ruft eine andere Gruppe ihren Hubschrauber - und die Masken fallen. Mit der Neutralität ist es vorbei, ab sofort sind wir Gegner. Wir und das dritte Team sind darauf erpicht, uns die Beute des ersten Teams zu schnappen. Doch wenn zwei sich streiten, freuen sich die drei Spieler, die den Helikopter alarmiert haben: nahezu ungehindert heben sie ab in die Luft, während wir uns versuchen, zu Boden gegangene Gefährten wiederzubeleben. Ein paar Sekunden später tauchen wir unweit des Parks wieder auf, allerdings ohne unsere Beute. "Vergesst nicht, ein paar Beutestücke einzusammeln", wiederholt eine Ubisoft-Mitarbeiterin wieder und wieder. Pustekuchen - wir finden schlichtweg keine und hoffen auf unsere zwei Mitstreiter. Und damit nicht genug: Unser Minigeschütz, das wir unmittelbar neben dem Hubschrauberlandeplatz "abstellen", nimmt auch unsere zwei Gefährten unter Beschuss - jetzt heißt es jeder gegen jeden. Das ist übrigens eine der von den Entwicklern geplante Möglichkeit: Wer will, kann selbst seine Freunde erledigen, um deren Beute einzusammeln. Auf unsere Frage, wie Ubisoft Camper verhindern will, die in der Dark Zone ausschließlich ihre Verbündeten erledigen, antwortet Ubisofts deutscher PR-Chef Norman Habakuck: "In so einem Fall würde ich nicht mehr mit dieser Person spielen wollen." Als Online-Titel bringt The Division hoffentlich eine Ignorier-Funktion mit. Indes entkommt auch die zweite Gruppe mit dem rettenden Hubschrauber, während wir mit leeren Taschen zurückbleiben. Merke: Wer nicht mit seinen Begleitern spricht, hat in The Division nichts zu lachen.

    02:05
    The Division: Der offizielle E3-Trailer mit Gänsehaut-Garantie
    Spielecover zu The Division
    The Division

    The Division - Fazit zur E3-Demo

          

    Ganz ehrlich? So interessant die Idee von Teams ist, die sich gegenseitig hintergehen und in denen sich sogar die eigenen Verbündeten ans Messer liefern: Uns konnte die Dark-Zone-Instanz nicht so richtig begeistern. Uns konnte die Dark-Zone-Instanz nicht so richtig begeistern. Sicher, die Entwickler wollen und müssen mit The Division nicht nur Spieler ansprechen, die das ausgestorbene New York in aller Ruhe untersuchen, neue Stützpunkte erobern und dicke Beute machen wollen. Doch das Problem ist, das unterschiedliches Geschick und ein Mangel an Kommunikation ein großes Frustpotenzial besitzt. Ist ein Team beispielsweise so gut aufeinander eingespielt, dass seine Gegner praktisch immer ins Gras beißen, werden diese der Dark Zone mit Sicherheit schnell fernbleiben - trotz aller Mühen, die die Entwickler in den Entwurf der Instanz hineingesteckt haben. Ein Matchmaking-System könnte allzu großen Kummer mindern, doch ein solche haben wir auf der E3 noch nicht gesehen. Uns hätte eine Demo der Einzelspielerkampagne deutlich besser gefallen - vielleicht kriegen wir davon ja vor dem Start der geschlossenen Beta-Version etwas auf der Gamescom in Köln zu sehen.

      • Von Spreed PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Roland Austinat
        Jein. Wie beschrieben, ist die Dark Zone eine Instanz. Wir sind da mit drei Teams à drei Personen eingestiegen, keine 100 Leute. Das wäre auch irgendwann schwer zu koordinieren. Selbst WoW macht keine 40er, sondern nur noch 25er Raids.
        Und auf wieviele Leute ist die Instanz begrenzt?
      • Von Roland Austinat Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von TheVoodoo
        Die Atmosphäre aus diesen Videos ist leider total fake und im Multiplayer nicht umsetzbar. Da sind dann vermutlich 100 Leute die doof rumlaufen oder campen und nur darauf warten bis jemand um die Ecke kommt damit sie in Überzahl über ihn herfallen können. Ein Singleplayer Game mit Multiplayer Option wäre mir 1000x lieber gewesen.
        Jein. Wie beschrieben, ist die Dark Zone eine Instanz. Wir sind da mit drei Teams à drei Personen eingestiegen, keine 100 Leute. Das wäre auch irgendwann schwer zu koordinieren. Selbst WoW macht keine 40er, sondern nur noch 25er Raids.
      • Von kero81 Volt-Modder(in)
        Zitat von D4rkResistance
        Nun malt doch nicht gleich den Teufel an die Wand. Ja, mich überzeugt das neue Gameplay-Video auch nicht wirklich..zuviel Geleuchte und übertriebene Effekte mit dezenter Grafik. Dennoch ist und bleibt "The Division" für mich eins der interessantesten Spiele in der nächsten Zeit. Und das wird sich höchstens ändern, wenn ich es selbst einmal gespielt habe. Dieses ganze Szenario ist mir wichtiger, als irgendeine Grafik oder ein vorhandener Singleplayer. Wenn man sich die letzten Survival-Games einmal anschaut...was gabs schon alles? Zombies? Dinosaurier? Monster? Psychopathen?...aber noch keine Seuche in New York! Also was Neues! Dazu noch als MMORPG! Fett!

        Ich will noch mal auf den fehlenden Singleplayer eingehen. Krazt euch sowas heutzutage wirklich noch? Früher habe ich auch sämtliche Singleplayer-Games gezockt. Aber inzwischen interessieren die mich überhaupt nicht mehr. Irgendeine stumpfe Story durchzocken? Was hab ich denn davon? Dann doch lieber ungeplante nette Feuergefechte mit Freunden online erleben, als irgendwelche vorgegebenen Inhalte abzuarbeiten. Nebenbei dann im Teamspeak einen Lachkrampf bekommen, weil mal wieder ein Kollege auf lustige Weise ums Leben gekommen ist...und sich mit anderen Spielern messen. Ich hab jetzt über 200 Stunden GTA V gezockt und den Singleplayer noch nicht einmal angeguckt. Hatte mir das eigentlich fest vorgenommen gehabt, aber dann einfach die Motivation verloren, da meine Freizeit reinzustecken. Alles was ich mir in GTA im Singleplayer erspielen würde, kann ich Online nicht nutzen...wieso also überhaupt irgendwas freispielen? Wofür denn? In Arma 3 das Gleiche. Über 1050 Std. Multiplayer, aber nie den Singleplayer gesehen. xD

        Ich bin der Meinung wenn "The Division" einen umfangreichen Inhalt enthält, der das Spiel durchgehend interessant macht, braucht es keinen Singleplayermodus. Zumal die bei reinen MP-Games eh meist ziemlich lächerlich wären...siehe BF3/BF4 oder COD. Dann lieber einen ausgereiften, durchdachten reinen Multiplayermodus. Ich freue mich auf "The Division" und werde es mir einige Tage nach dem Release auch kaufen. Grafik hin oder her...das Spiel ist noch nicht mal fertig. Also abwarten!
        Also so Perlen wie Dragon Age Origin, GTA V, The Witcher 3 oder auch Half Life 2 will ich ungern missen wollen. Und das sind eben Singleplayer Spiele! Die Spiele ich unter anderem aus dem Grund das man da seine Ruhe hat und nicht die ganzen Missbildungen des Internets (Trolle, Flamer, Noobs, Möchtegern Pro´s) ertragen muss.Egal in welchem Spiel, aus Multiplayer Sicht bietet mir schon lange kein Spiel mehr ein AHA Erlebnis... Wie oft hat man sich schon Fancy Shmancy Feuergefechte mit seinen Kumpels ausgetragen?! Viel zu oft... Aus dem ganzen Multiplayer-Einerlei ist so langsam auch die Luft raus. Da wird eh immer so viel versprochen, das macht man dann ein paar mal und ehe man es sich versieht ist das auch wieder Stinklangweilig... Zuletzt gemerkt in GTA Online. Also, was lernen wir daraus?! Jeder so wie er will. Und alle so wie ich will.
      • Von Bleistein Komplett-PC-Aufrüster(in)
        @ einGari:

        Einfach weiterhin ein Auge drauf "werfen" und abwarten, was daraus wird. Das Konzept hat, wie viele andere Konzepte auch, viel Potenzial für Spiel, Spaß und Spannung. Wenn aber irgendwann die Realität in Form von Deadlines zuschlägt, kann das alles auch zum dicken Flop mutieren. Macht ja nichts. Man darf halt nicht vorbestellen.

        Alle MMOs haben das gleiche Problem: andere Spieler. Sollte es eine Möglichkeit des "Griefens" in der Instanz geben, dann wird sie zu 100% auch genutzt. Aber dazu gibt es bei anderen Spielen ja schon lange Lösungsansätze, die man sich bei UBI hoffentlich alle anschaut. Zudem haben berufstätige Menschen kaum die Möglichkeit, mit den Spielern mitzuhalten, die unbegrenzt Tagesfreizeit um Leveln nutzten. Aber sicherlich lassen sich dann dafür entsprechende Boosts käuflich erwerben..

        Letztlich wird mit entscheidend sein, ob man genug Freunde hat, die auf der gleichen Plattform mitspielen.
      • Von RedDragon20 Software-Overclocker(in)
        Zitat
        Doch das Problem ist, das unterschiedliches Geschick und ein Mangel an Kommunikation ein großes Frustpotenzial besitzt. Ist ein Team beispielsweise so gut aufeinander eingespielt, dass seine Gegner praktisch immer ins Gras beißen, werden diese der Dark Zone mit Sicherheit schnell fernbleiben - trotz aller Mühen, die die Entwickler in den Entwurf der Instanz hineingesteckt haben.
        Das ist doch aber in jedem MP-Spiel so...
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The Division
The Division angespielt - die E3-Vorschau - Dark-Zone-Instanz kann nicht richtig begeistern
Jeder ist sich selbst der Nächste: In der Dark Zone von New York gehen beutehungrige Spieler nur zeitlich begrenzte Bündnisse ein, um sich die beste Beute unter den Nagel zu reißen. Auf der E3 wagten wir uns selbst ins Quarantänegebiet.
http://www.pcgameshardware.de/The-Division-Spiel-37399/Specials/E3-Vorschau-Preview-1162637/
21.06.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/06/thedivision-2-pc-games_b2teaser_169.jpg
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